Bundestagswahl 2017

Wie wird sich die SPD-Basis entscheiden?

  • Ja zur GroKo

    Stimmen: 10 34,5%
  • Nein zur GroKo

    Stimmen: 19 65,5%

  • Umfrageteilnehmer
    29
  • Umfrage geschlossen .
Oder als Regierungschef Verantwortung für 82.000.000 Menschen hat, aber selbst ein gedeckeltes Managergehalt in der Obergrenze 40x höher liegt, als die Vergütung dieses Amtes.
 
Wurden Manager vor den 90ern ungerecht bezahlt?

Keine Ahnung, ich fürchte du wirst mit einem waschechten Argument um die Ecke kommen müssen.

Oder als Regierungschef Verantwortung für 82.000.000 Menschen hat, aber selbst ein gedeckeltes Managergehalt in der Obergrenze 40x höher liegt, als die Vergütung dieses Amtes.
Klar kann man argumentieren, dass die ranghöchsten Politiker zu wenig verdienen, aber das ist im Prinzip ja eine ganz andere Sparte und auch mit anderen Anreizen und ja auch keinen Mangel an Bewerbern und Unternehmensführung ist dann nochmal was kategorisch anderes als ein ranghoher Mensch in einem demokratischen System zu sein.
 
@BurnerR: Das Argument wiederhole ich seit gefühlt 20 Seiten :D Die Managergehälter sind in den letzten Jahren explodiert, verglichen mit dem durchschnittlichen Gehalt eines Arbeiters im Unternehmen. Und diese Erhöhung ist nicht an die Leistung der Manager gekoppelt, jedenfalls sehe ich keinen Grund dafür, warum man heute das 50-fache verdient, wo es früher das 14-fache war.
Das ist ungerecht. Also sollten die Politik und die Gewerkschaften gegensteuern.
 
Stimmt, habe ich vorher schon gelesen bei dir. Wie viele Mitarbeiter hatte VW denn z.B. Ende der 80er Jahre und wie viel Umsatz? Und wie hoch waren die Gehälter?
Sind Konzerne 30 Jahre später und nach dem kalten Krieg vielleicht einfach mal 3mal so groß? Hast du die Inflation schon rausgerechnet?

(PS.: ich habe dazu leider spontan nichts gefunden)
 
Zuletzt bearbeitet:
@BurnerR: Puh, gute Frage. Ich habe auch gerade geschaut und nicht einmal die Mitarbeiterzahlen von 1990 gefunden. Daher schreibe ich jetzt Volkswagen mal eine Mail und frage nach.
 
@BurnerR:

1987
Mitarbeiter - 260.000
gebaute/abgesetzte Autos - 2.770.000
Umsatz - 54.635 Mio
Auto/Mitarbeiter - ~10


2016
Mitarbeiter - 626.000
Gebaute/abgesetzte Autos - ~10.000.000
Umsatz - 217.267 Mio
Auto/Mitarbeiter - ~16

Gebaute Autos und Gewinn haben sich seit 1987 vervierfacht, während die Produktiät sich um 60% gesteigert hat.
Die Arbeiter sind heute also 60% produktiver als 1987, verdienen aber im Vergleich zu den Managern 75% weniger.
Natürlich ist das Unternehmen nun auch größer (x2,5), wodurch man die Managergehälter erhöhen kann.
Rechnet man die Steigerung der Produktivität (60%) aber gegen das Wachstum (250%) ergibt sich eine effektive Erhöhung der Managergehälter gegenüber den Arbeitergehältern von 1,5:
Anstatt das 14-fache, wie 1987, sollten die Manager nun das 21-fache eines Arbeiters verdienen und eben nicht das 57-fache. Das steht einfach in keinem Verhältnis mehr.

Die Inflation ist irrelevant, da hier ja die beiden Gehälter gegenübergestellt werden. Von der Inflation sind beide betroffen, daher kann man sie rausstreichen ;)

Quellen:



 
Ich hatte die Idee dazu, nach dem Geschäftsbericht 1987 zu schauen

Der weist einen Bilanzgewinn von 300 Millionen DM und eine Belegschaft von 260.000 aus.
Zu heute weist die einen Umsatz von 217 Milliarden aus und einen Gewinn(?) von mehreren Milliarden aus.
 


Die Arbeiter sind heute also 60% produktiver als 1987, verdienen aber im Vergleich zu den Managern 75% weniger.

Neue und andere Herstellungsverfahren sowie die Anschaffung von neuen Maschinen hat nichts damit zu tun. Der Mensch hat einfach seine Effektivität gesteigert. Die Kosten dafür sind egal. Kapitalanlagen hat natürlich auch der Bandarbeiter entschieden und ausgeführt.
 
VW ist sowieso ein beschissenen beispiel, da die regelmäßig horrende Boni an die angestellten ausschütten.
 
@U.S.C.H.:
Sehe ich nicht ganz so.

Menschen wurden durch Maschinen ersetzt.

Die Arbeit für den Menschen ist weniger geworden und wird für die Zukunft noch weniger werden. Die Gewinne der Konzerne dagegen werden weiter steigen. Ebenso die Bonis der Schlipsträger. Einige Maschinen helfen effizienter zu Arbeiten, andere Maschinen​ ersetzen bereits den Menschen aber in Grunde läuft es immer auf das selbe aus.

Den Menschen ersetzen um noch mehr Kapitel daraus zu schlagen. Und auf den Rest wird einfach geschissen.
 
@Timekeeper:
Das Problem wird sich aber nicht lösen, in dem man oben Geld abschneidet.
Unten wird es trotzdem nicht mehr geben...
 
Natürlich kriegt man immer die Negativschlagzeilen mit, aber wenn VW regelmäßig Managern etliche Millionen zu viel bezahlen würde wären sie schon pleite.
Die wesentlich Frage ist 'kriegt der Bandarbeiter genug Geld' und nicht 'wieso kriegen die da so viel Geld'.

Das gibt es so eben nur in Deutschland...
In anderen Ländern streiken Arbeitnehmer um mehr zu bekommen - das gibt's hier nur bei GDL und Bodenhansa
In Deutschland fordern die Arbeitnehmer, dass andere weniger bekommen :m
 


Das hat etwas mit dem Erfolgsmodell der deutschen Wirtschaft zu tun. Durch Mitbestimmung und Schaffung von Wohlstand für alle ist sie groß geworden, während in anderen Ländern gestreikt wurde und die Arbeitnehmer weniger motiviert waren.

Der Konsens bricht aber weg. Deutschland exportiert auch deshalb wie blöd, weil es hier eine starke Lohnzurückhaltung gab und gibt. Das man dann nicht zuschauen mag, wie sie eine Minderheit, die sich auch noch für niedrige Löhne und Renten kämpft, selber die Taschen voll macht, dann ist das nur konsequent.
 
Das man dann nicht zuschauen mag, wie sie eine Minderheit, die sich auch noch für niedrige Löhne und Renten kämpft, selber die Taschen voll macht, dann ist das nur konsequent.
Weder Aktionäre noch Manager bestimmen über Rente und Niedriglohngesetze wie Hartz 4 - und es hat auch jeder bei der Bundestagswahl nur eine Stimme, egal wie viele Millionen er verdient.

Wenn die Arbeitnehmer nicht wollen, dass Löhne und Renten gesenkt werden, sollten sie eventuell mal damit aufhören genau diese Parteien immer wieder zu wählen...
 


Du hast das mißverstanden. Niedriglohn bezog sich auf das gesamte dt. Niveau, nicht auf den Sektor gleichen namens.
Und Tarife werden nun mal nicht im Bundestag verhandelt, sondern zwischen den Tarifpartnern.
 
@Pleitgengeier:

Falsch!

Millionäre haben in der Regel Firmen oder lassen ihr Geld gerne auf Kosten anderer vermehren. Das reiche Menschen keinen Einfluss in der Politik haben ist eine schön verpackte Lüge.

Wie die Politik versucht das ganze zu vertuschen kann man auch sehr schön am Armuts- und Reichtumsbericht sehen. Es werden einfach brisante Zeilen gestrichen.

Lobbyismus sei Dank!

Die SPD verschönert einen Armuts- und Reichtumsbericht und wirbt gleichzeitig für gerechte Löhne und anständige Rente. Dabei hat die SPD maßgeblich dazu beigetragen das die Schere zwischen Arm und Reich auseinander geht.

Die SPD betreibt Wahlen mit Alternativen Fakten.

Ironie an..

@Seedy, einmal im Jahr (The Purge) durchführen dürfen reicht mir schon xD

Ironie Off...

Gute Nacht
 
Zuletzt bearbeitet:
Millionäre haben in der Regel Firmen oder lassen ihr Geld gerne auf Kosten anderer vermehren. Das reiche Menschen keinen Einfluss in der Politik haben ist eine schön verpackte Lüge.
Sie drohen mit dem Abbau von Arbeitsplätzen oder Firmenverlagerungen und schon stehen Politik und Gewerkschaften stramm. Der US-Wahlkampf 2012 kostete sechs Milliarden Dollar- wer hat die wohl rausgerückt? Dubiöse "Super-PACs", von Superreichen gegründet, um das Wahlkampfspenden-Gesetz zu umgehen. Kommunen sind klamm aber Bürgermeister wollen Infrastruktur verbessern, um wiedergewählt zu werden- an wen werden sie sich wenden? Und so könnte man beliebig weitere Szenarien entwickeln.

Das einzig probate Mittel dagegen wären eine funktionierende Demokratie und ein Rechtsstaat mit echter Gewaltenteilung.
 
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