Ist Ubuntu wirklich so uncool? :P

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Mir hat es Gentoo eigentlich nie zerschossen.

Ein Versionsupdate bei einem nicht-RR-System machte ich nur ein mal (ich weiß nicht mehr ob das Kubuntu oder OpenSUSE war), danach war das System im Arsch und ich musste es neu aufsetzen^^

Aber wenn Debian das hinbekommt :)
 
Soweit kommt man mit einem Rolling-Release-System wahrscheinlich überhaupt nicht ohne dass es einem >3 Mal das System zerschießt.

Meine Arch-Installation, was ja rolling release und bleeding edge ist, läuft auf meinem Hauptrechner jetzt seit Mai 2010, ohne dass ich mir das System auch nur einmal zerschossen habe. Kleinere Probleme, gab es natürlich (wie z. B. ein vergessener Abgleich von vorhandener Konfigurationsdatei und pacnew-Datei oder eine Regression im Kernel, wie Sie z. b. gerade im Modul brcmsmac bei Kerneln > 3.10.5 und < 3.11 vorhanden ist). Aber unterm Strich waren das auch nicht mehr als z. B. bei Mandrake/Mandriva, was ich vorher jahrelang genutzt habe. Es sind nur andere.

Lediglich auf meinem Netbook habe ich mal den Fehler gemacht, Arch länger nicht mehr zu aktualisieren. Das war dann in der Tat unschön, da in diesem Zeitraum mehrere größere Updates veröffentlicht wurden, die die den Entwicklern jeweils eine " " wert war, und die miteinander in Abhängigkeit standen. Aber das war eben ein Layer-8-Problem. Arch muss nun mal regelmäßig, zumindest bei jeder neuen News, aktualisiert werden. Dann funktioniert es auch mit dem Nachbarn. Oder so ähnlich. ;)
 
Dann hatte ich weniger Glück als Du. Als ich noch Arch eingesetzt habe, hatte ich noch eine Nvidia-Karte, die mit dem proprietären Treiber lief. Da nahm mir das eine oder andere Update schon mal X weg, meistens dann wenn ich meinen Rechner gerade wirklich brauchte. Dazu kamen noch die ganzen Wehwehchen, die Du auch hattest, die ich hier unter Debian eigentlich nicht mehr habe. Besonders ärgerlich war einmal ein Update, das mir meine /etc/wmiirc einfach ohne Vorwarnung überschrieb - sehr ärgerlich, da ich keine Sicherung davon hatte.

Den Fehler, Arch einmal einige Zeit keine Updates zu geben, habe ich einmal gemacht. Danach nie wieder. :D
Trotzdem bin ich da der Meinung, dass sich ein System nicht nach 1 Monat ohne Updates schon abschießen sollte. Aber mittlerweile bin ich ja eh nicht mehr der Hardcore-Bastler, von daher bin ich nicht mehr in der Hauptzielgruppe von Arch. Hardcore-Bastler stört das weniger, die freuen sich sogar drüber, wenn was kaputtgeht.


Grüße
Thomas
 
Mit den proprietären Treibern von Nvidia habe ich schon seit Jahren keine Probleme. Das war unter Mandriva auch schon so. Eventuell habe ich hier aber einfach nur mehr Glück als Verstand. Mit dem ATI-Treibern hingegen... Naja sagen wir es einfach mal so, dass es nicht gerade angenehm ist, wenn die Lüfter auf 100% laufen, nur weil man einen Browser offen hat. Aber gut, das ist auch schon einige Jahre her.

Konfigurationsdateien sollten eigentlich unter Arch nie überschrieben werden. Deswegen ja die pacnew-Dateien zum Abgleichen mit meld oder etwas vergleichbarem. Eventuell wurde in dem Fall einfach vom Paketbauer im PKGBUILD die backup-Zeile vergessen oder sie war falsch.

Hardcore-Bastler bin ich übrigens auch nicht. Ich wollte damals als Mandriva SA mal wieder pleite war und der Mageia-Fork noch nichts veröffentlicht hat, einfach mal wieder etwas mehr basteln und bin bei Arch hängen geblieben. Derzeit, vom Netbook-Debakel mal abgesehen, besteht meine Bastelstunde bei Arch hauptsächlich aus "pacman -Syu" und "aura -Akua" und diversen systemunkritischen Sachen (z. B. die Autotype-Funktion von Keepass unter LXDM zu laufen zu bekommen).
 
Hatte jetzt mal nach 4 Monaten das Notebook meines Vaters einem Update unterzogen. Auf dem Ding läuft Arch. Ging erstaunlich problemlos. Auch der Wechsel von /sbin, /usr/sbin, /bin nach /usr/bin (wenn ich mich recht erinnere), stellte kein größeres Problem dar. Ein ganz klein wenig Bastelarbeit war schon dabei.

Gentoo hab ich mir schon ein paar Mal richtig böse zerschossen. Hab das System aber immer wieder zum Laufen gebracht. Aber Updates nach vielen Monaten Pause können schon ein paar gravierendere "Pflegemaßnahmen" erfordern.

Die Quote ist aber noch immer besser als bei meinem Rechner auf Arbeit. Auf dem Ding läuft Win7. In der Updateliste waren 6 Updates enthalten, die sich einfach nicht installieren lassen wollten. Nach langem Googlen der Codes und vielem Lesen konnte ich die Zahl auf 2 nichtinstallierbare Updates reduzieren.
 
nVidia-Treiber war auf Gentoo schon ~2005 kein Problem.
Nach bestimmten Updates musste man einfach die install.sh des nvidia-Treibers ausführen und dannach den window manager neu starten.

ATi auf Linux war damals sowieso etwas für Masochisten, kA ob sich daran was geändert hat...
 
ATi auf Linux war damals sowieso etwas für Masochisten, kA ob sich daran was geändert hat...

Ich hatte mehrere Jahre lang eine ATI Grakka und es war zwar ein wenig bastelei nötig, aber danach lief alles ohne Probleme... :D Das Einzig wirklich störende war das manuelle X Config erstellen, was mittlerweile ziemlich gut automatisch passiert.
 
Ich weiß, ich hatte auch mal eine ATi auf Gentoo in einem Laptop^^
Bei nVidia war der ganze Aufwand das eintippen von "sh driver.sh" als Root

Ist allerdings viele Jahre her (~2006), kA ob sich mittlerweile was daran geändert hat...
 
Bei nVidia war der ganze Aufwand das eintippen von "sh driver.sh" als Root

Ist allerdings viele Jahre her (~2006), kA ob sich mittlerweile was daran geändert hat...
Das ist nicht ganz korrekt. Vermutlich ging es so auch. Die offizielle Installation des Nvidia-Treibers unter Gentoo war von jeher, seit ich Gentoo benutze:
Code:
Expand Collapse Copy
emerge nvidia-drivers
Danach musste man noch in der Xorg.conf
Code:
Expand Collapse Copy
driver nvidia
in der Device-Section eintragen.
 
Gut möglich, das shellfile von nvidia hat allerdings die Xorg.conf automatisch angepasst^^

Ich war das noch von Suse so gewohnt, habe es mit gleichem versucht und es hat funktioniert :)
 
Dass Deine Vorgehensweise schlecht ist, muss ich an sich nicht weiter erklären, oder?
 
Hat Debian + KDE sonst noch irgendwelche Probleme/Nachteile außer den älteren Software-Versionen?
Und wie wirkt sich das in der Praxis aus?
Bekommt man wichtige Patches somit erst viel später?
Wie viel später eigentlich?

Wie sieht es mit HW-Support aus? Der war auf Kubuntu wirklich genial, selbst auf Laptops.
 
Die Software bleibt auf dem selben Versionsstand. Hast Du bei Debian Firefox 10.0, dann bleibt es bis zur nächsten Debian-Version auch bei Firefox 10.0. Dieser wird allerdings mit Patches versorgt, sofern das nötig ist. Das geht dann i. d. R. auch recht schnell.

Upgrades auf neue Versionen werden von den Entwicklern vermieden, solange es keine guten Gründe dafür gibt, da Debian ein voll aufeinander abgestimmtes System sein soll. Es ist aber natürlich möglich, selbst ein Upgrade einzelner Pakete auf neuere Versionen vorzunehmen. Ich handhabe das beispielsweise bei Firefox und Thunderbird so, die Versionen bei Wheezy sind doch schon arg alt.

KDE habe ich auf Debian nie benutzt. Wird aber vermutlich relativ problemlos laufen.

HW-Support ist genauso gut wie auf allen anderen Distributionen, da der vom Kernel abhängig ist. Ist der Kernel also neu genug für Deine Hardware, dann sehe ich da keine Probleme (wenn sie unter KUbuntu problemlos lief).


Grüße
Thomas
 
Wobei man natürlich drauf achten sollte, dass man mit Hardware, die unfreie Treiber benötigt, mehr Arbeit hat als bei anderen Distributionen.
 
Ubuntu? Stabil?

Das halte ich für ein Gerücht. Ja, in der Standardkonfiguration, frisch installiert, ist es stabil und auch ganz passabel, darüber hinaus greift alles ineinander.

Wenn ich deine weiteren Postings hier im Thread lese dann wirfst du Ubuntu vor dass es nicht stabil ist weil du andere Software verwendest?
Netter Versuch ...


Ich habe da mal eine Frage zu der Upstream-Geschichte. Wenn ein z.B. Debian Programmierer merkt, dass ein Ubuntu-Programm auf Debian nicht funktioniert, weil eine Library-Version nicht passt, warum holt er sich dann nicht einfach die gepatchte Version von Canonical und veröffentlicht diese dann im nächsten Debianupdate?

Ubuntu steht auf dem Standpunkt dass Canonical alles selbst machen will und nach Möglichkeit die Kontrolle über alle Projekte haben will.
Aus firmenpolitischer Sicht ist das gut, aus Open Source Sicht ist das eher hinderlich bis schädlich.
Jedenfalls sorgt das dafür dass Ubuntu zwar mit einem umfangreichen Sortiment an Software kommt, aber davon recht wenig an Debian zurück fließt. Manches geht nicht zurück weil die Versionen unterschiedlich und nicht kompatibel sind, manches geht auch nicht zurück weil Ubuntu größtenteils eine Einbahnstraße ist.


Erfahrungsgemäß wird KDE unter (K)Ubuntu eher stiefmütterlich gepflegt, gehört daher eher zu den weniger empfehlenswerten KDE-Distributionen.

Auf der anderen Seite sorgt diese stiefmütterliche Pflege dafür dass Canonical das KDE weitgehend in Ruhe lässt. Anders als das Gnome welches sie standardmäßig verwenden.
Jedenfalls bin ich mit Kubuntu bisher noch sehr zufrieden, funktioniert und wird aktualisiert.

Als fauler Mensch war ich eine Weile lang besorgt als Canonical den Kubuntu Support abgekündigt hat - da hatte ich schon überlegt auf etwas anderes zu wechseln. Allerdings hat sich das mittlerweile erledigt.
 
Hat Debian + KDE sonst noch irgendwelche Probleme/Nachteile außer den älteren Software-Versionen?
Mit KDE sollte es keine Probleme geben, ich verwende es allerdings nur als Server (also SSH only).
Und wie wirkt sich das in der Praxis aus?
In der Praxis sieht es so aus, dass Debian selbst dann noch rund läuft, wenn er alle Festplatten verliert (inklusive SWAP), und dich dann mit hübschen Mails regelmäßig dran erinnert, dass er zwar gerne ein reales Dateisystem hätte, aber er halt weitermacht wie bisher - du wirst dich da schon drum kümmern, wenns dir so nicht gefällt. Ich hab es noch nicht ein einziges Mal in den 4 Jahren Verwendung auf mehreren Servern geschafft, das System im laufenden Betrieb zu killen. Und ich war teilweise wirklich fahrlässig, grade weil ich drauf gelernt hab...
Bekommt man wichtige Patches somit erst viel später?
WICHTIGE Patches bekommt man binnen Stunden bzw. teils sogar Minuten. Als das Problem mit der CA vor ein paar Jahren auftrat, kam Debian höchstens zwei Stunden nach der Meldung mit nem Security Update rein (ich hab die Meldung erst vergleichsweise spät gekriegt und sofort das Update gefahren). Ubuntu hat sich nen Tag Zeit gelassen, Windows bis zum PatchDay. Debian hat zwei Credos: Verfügbarkeit und Sicherheit. Das bedeutet, dass z. B. selbst Kernelupdates im Hotswap-Verfahren eingespielt werden (was Ubuntu schon nicht mehr kann), und sicherheitsrelevante Bugs schon behoben werden, während Heise die Meldung schreibt.
Wie sieht es mit HW-Support aus? Der war auf Kubuntu wirklich genial, selbst auf Laptops.
Da kann es passieren, dass du bei superneuer Hardware Abstriche machen musst. Ich hatte das mit Squeeze (damals noch Sid/testing gewesen) und meinem WLAN. Ubuntu hat es aber schon gefressen. Das hing vielleicht mitunter auch mit der strikten Debian-Policy zusammen, nur freie Software zu verwenden (Ubuntu ist das eher wurscht), das wurde aber auf Wunsch bereits aufgeweicht (soweit ich das für Wheezy mitbekommen hab), auch wenn man das entsprechende Repo erst aktivieren muss.
Anders als das Gnome welches sie standardmäßig verwenden.

Schon lange nicht mehr. Unity ist jetzt die neue "tolle" Oberfläche von Ubuntu, und das schon seit kurz nach Lucid. Die wollten damals nicht auf Gnome3 warten, deshalb haben sie schnell was eigenes zusammengeschustert (und das Wort trifft es tatsächlich).
 
Schon lange nicht mehr. Unity ist jetzt die neue "tolle" Oberfläche von Ubuntu, und das schon seit kurz nach Lucid. Die wollten damals nicht auf Gnome3 warten, deshalb haben sie schnell was eigenes zusammengeschustert (und das Wort trifft es tatsächlich).

Das meinte ich eigentlich: die Gnome Version haben sie total verpfuscht, bevor es dann an Unity ging. Das KDE ist weitgehend in Ordnung.
 
D.h. Kubuntu ist auch ganz brauchbar im Moment?

Definiere "ganz brauchbar". So etwas ist wohl Einstellungssache.

Für mich ist die Antwort "Ja". Wird halbjährlich aktualisiert (auch wenn ich mit den Release Updates immer so 2-3 Monate hinterher hinke), Canonical pfuscht nicht zu sehr drin rum. Das reicht mir aktuell als Arbeitsplattform.
 
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