Hat Debian + KDE sonst noch irgendwelche Probleme/Nachteile außer den älteren Software-Versionen?
Mit KDE sollte es keine Probleme geben, ich verwende es allerdings nur als Server (also SSH only).
Und wie wirkt sich das in der Praxis aus?
In der Praxis sieht es so aus, dass Debian selbst dann noch rund läuft, wenn er alle Festplatten verliert (inklusive SWAP), und dich dann mit hübschen Mails regelmäßig dran erinnert, dass er zwar gerne ein reales Dateisystem hätte, aber er halt weitermacht wie bisher - du wirst dich da schon drum kümmern, wenns dir so nicht gefällt. Ich hab es noch nicht ein einziges Mal in den 4 Jahren Verwendung auf mehreren Servern geschafft, das System im laufenden Betrieb zu killen. Und ich war teilweise wirklich fahrlässig, grade weil ich drauf gelernt hab...
Bekommt man wichtige Patches somit erst viel später?
WICHTIGE Patches bekommt man binnen Stunden bzw. teils sogar Minuten. Als das Problem mit der CA vor ein paar Jahren auftrat, kam Debian höchstens zwei Stunden nach der Meldung mit nem Security Update rein (ich hab die Meldung erst vergleichsweise spät gekriegt und sofort das Update gefahren). Ubuntu hat sich nen Tag Zeit gelassen, Windows bis zum PatchDay. Debian hat zwei Credos: Verfügbarkeit und Sicherheit. Das bedeutet, dass z. B. selbst Kernelupdates im Hotswap-Verfahren eingespielt werden (was Ubuntu schon nicht mehr kann), und sicherheitsrelevante Bugs schon behoben werden, während Heise die Meldung schreibt.
Wie sieht es mit HW-Support aus? Der war auf Kubuntu wirklich genial, selbst auf Laptops.
Da kann es passieren, dass du bei superneuer Hardware Abstriche machen musst. Ich hatte das mit Squeeze (damals noch Sid/testing gewesen) und meinem WLAN. Ubuntu hat es aber schon gefressen. Das hing vielleicht mitunter auch mit der strikten Debian-Policy zusammen, nur freie Software zu verwenden (Ubuntu ist das eher wurscht), das wurde aber auf Wunsch bereits aufgeweicht (soweit ich das für Wheezy mitbekommen hab), auch wenn man das entsprechende Repo erst aktivieren muss.
Anders als das Gnome welches sie standardmäßig verwenden.
Schon lange nicht mehr. Unity ist jetzt die neue "tolle" Oberfläche von Ubuntu, und das schon seit kurz nach Lucid. Die wollten damals nicht auf Gnome3 warten, deshalb haben sie schnell was eigenes zusammengeschustert (und das Wort trifft es tatsächlich).