Nein, sein politischer Gegner ist das gesamte Regionalparlament von Teneriffa, also die Demokratie.
Der Gegner ist also die Demokratie, die jedem Bürger freie Meinungsäußerung im Rahmen der Gesetze zubilligt. Ok gut, zumindest nicht auf Teneriffe, denn dort wird eine ganz bestimmte Perrson, wegen ihres Tuns zur unerwünschten Person erklärt. Sorry, Demokratie ist keine Einbahnstrasse.
Spiel dasselbe mal mit Pierre Vogel und dem Landtag von NRW durch. Wäre das auch nur ein politischer Gegner, der gebrandmarkt werden sollte?
Wurde der zur persona non grata vom Landtag erklärt?
Würde der Landtag in NRW derart bescheuert sein, ihm einen derartigen Propagandaerfolg zu ermöglichen?
Auch wenn die Posts von Janosch offensichtlich sind, würde ich Bachmann trotzdem als Flüchtling bezeichnen. Er ist kein Kriegsflüchtling aus Syrien, logisch. Sein Haus wurde nicht zerbombt, seine Familie nicht getötet, er wurde nicht auf der Flucht vergewaltigt. Dass er Drohungen erhält, kaufe ich ihm aber ab. Daher halte ich die Bezeichnung für richtig. Flüchtlinge zeichnen sich nicht durch Asylanträge aus.
Hier sind wir uns in der Tat einig. Wer zuhause bedroht wird und um seine Sicherheit fürchten muss, der wird wohl eine räumliche Distanz zu seinen möglichen Angreifern aufbauen wollen. Besonders, wenn er Familie hat. Wie man aber sieht, will man ihm dort das Leben aber auch vermiesen. Wohin soll er denn dann ziehen? In eine "national befreite Zone im Osten", wo die anderen unerwünschte Personen sind.
Den Typen hätten sie einfach dort wohnen lassen sollen und wenn die Medien angetanz wären, dann hätte man klar gestellt, dass sie natürlich gegen jegliche Form der außgrenzung sind, aber es jedem Bürger frei steht sich dort nieder zu lassen, wenn er die gesetzlichen Vorschriften dafür erfüllen würde. Problem gelöst. So ist er aber ein permanenter Klotz an deren Bein, der sie immer daran erinnert, dass sie nichts gegen Bachmann unternehmen können.