Drogenpolitik

Legalisierung => ist die folge für entkriminalisierung.

Toleriert ein Staat etwas, obwohl es nicht legal ist, dann ist es immer noch verboten und auch nicht plötzlich legal dh. nur das der Staat nicht funktioniert und eine Form des Staatsversagen vorhanden ist.

Nein. Deutschland, Portugal und die Niederlande sind mit ihren unterschiedlichen Arten der Entkriminalisierung erfolgreicher als z.B. Frankreich mit seiner strikteren Drogenpolitik.

Eine Legalisierung inkludiert eine Entkriminalisierung, ist aber nicht deren Voraussetzung.
 
Der große Unterschied zwischen Legal und Geduldet ist, dass man eine Duldung im Bedarfsfall wesentlich leichter ändern kann.
z.B. Sind die geringen Mengen in DE ein "KANN" vom Verfahren abgesehen werden.

So können auch in Holland (IMO) die Bullen dein Gras einkassieren, wenn sie das für tunswert halten.
 
der letzten 15 Jahre und deren Ergebnisse - echt lesenswert.

Wie erwartet sind die Ergebnisse durchaus positiv... nur durch Entkriminalisierung und Aufklärung.
Das passt recht gut zu den Ergebnissen aus Colorado, auch wenn da die Ausgangslage eine völlig Andere war.
 
Aber hinter dem Link versteckt sich das, was man damals hier alles nachtragen mußte. :T
 
Soweit ich das verstehe, hat Portugal nichts entkriminalisiert sondern ein Register der Süchtigen angelegt (wie ist das mit dem Datenschutz dort?) und alle einer faktischen Zwangstherapie zugeführt.
 
Meinetwegen, von einer Entkriminalisierung zu sprechen ist aber auch falsch.
 
Lies halt die Quellen und produzieren gehaltvollere Beiträge als "Nein"- das ist erbärmlich, zumal dieses Portugal-Modell im Forum schon ausführlich erörtert wurde.
 
Was meinst du jetzt, das Portugal-Modell? Das ist ziemlich repressiv, wie du im alten Thread nachlesen kannst.
 
Okay, dann wirst du die entsprechenden Links auch hier finden. Das Portugal-Modell bedeutet jedenfalls nicht fröhliches Kiffen (wie in Holland) ohne Konsequenzen.
 
Fröhliches Kiffen ohne Konsequenzen hast du aber in Holland auch nicht. Soweit ich weiß, sehen die das da auf öffentlichen Plätzen etc. auch nicht so gerne.
 
Fröhliches Kiffen ohne Konsequenzen hast du aber in Holland auch nicht. Soweit ich weiß, sehen die das da auf öffentlichen Plätzen etc. auch nicht so gerne.

DAS kommt ganz auf die Ecke an.
Hier z.B. gibt es ja auch Ecken, wo du öffentlich rauchen kannst und Ecken, wo du am besten nicht mal Longpapes in der Tasche hast.
Die Reaktion der Polizei und Umgebung ist wirklich stark schwankend.

So ist das auch in Holland.
 
Genau das meinte ich. Und das heißt eben, dass es offensichtlich auch da gesetzlich nicht eindeutig geregelt ist. Genau das ist ja das Problem. Du weißt eben nicht, welcher Polizist wie auf was reagiert, welcher Staatsanwalt was wie weit verfolgt und so weiter. Gilt ja so ähnlich auch für den privaten Anbau von Cannabis. Da wiederum wäre eine Regelung wie in Holland (oder noch besser Uruguay) auf jeden Fall besser.
 
Die hat nie das eigentliche Ziel erreicht und ist im aktuellen Zustand völliger Bullshit.

Das Ziel des Kabinetts 1972 war die vollständige Legalisierung von Cannabis, um die Heroinschwemme speziell in Amsterdam effektiver bekämpfen zu können, indem die Polizeit nicht mit Cannabisfällen von den echten Problemen abgehalten werden sollte. Man konstatierte damals, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit Cannabis und Hasj sehr wohl möglich sei. Zur vollständigen Legalisierung kam es wegen internationaler Abkommen nie.

Für User ist die Duldungsregel (5 Gramm im Besitz und/oder 5 Pflanzen zu Hause) ok, bei 5,1 - 30g wird idR beschlagnahmt und von Handel ausgegangen, ab 30g wird es als Straftat geahndet. Konsum in der Öffentlichkeit ist NICHT erlaubt. Werden die 5 Pflanzen bei jemandem gefunden, werden diese dennoch beschlagnahmt. Seltsam.

Der Witz ist: ein Coffeeshop darf max 500g bevorraten (in großen Läden wie z. B. dem Mississippi in Maastricht gehen - bzw. gingen, ich rede von den 90-ern - diese 500g in ca. 30 Minuten über die Ladentheke). Aber der Lacher des Tages ist, er darf es .

"Denn obwohl der Verkauf von Cannabis-Produkten dort erlaubt ist, ist die Beschaffung der Ware verboten. Coffeeshop-Betreiber dürfen sich beim Einkauf also nicht erwischen lassen. Fehlender Mut und Konsens von Seiten der Politik verhindern bislang, dass dieses Dilemma gelöst wird."

WTF?! Das muss mir mal jemand logisch erklären. Eine sinnvolle Regelung ist das zumindest für die Shopbetreiber sicher nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sag ich ja. Das führt dazu, dass Cannabis zwar in kleineren Mengen in Holland von Privatleuten angebaut wird. Das reicht aber wohl kaum für den Bedarf der Coffee Shops, die dann dementsprechend wieder zumindest zum Teil illegal importieren müssen. Damit ist die Lage nicht nur für den Verbraucher immer noch relativ unklar, sondern auch die Strafverfolgung hat nur bedingt gewonnen, weil immer noch ausländische Kartelle unterstützt werden und im Land ihr Unwesen treiben.
 
Nachdem ein Dealer in der Christiania zwei Polizisten niedergeschossen hat, haben die Bewohner die Dealer vertrieben und ihre Stände mit Baumaschinen zerstört.
taz.de schrieb:
„Hilf Christiania: Kauf deinen Hasch woanders“, heißt es auf den Aufklebern an Wänden und Laternenmasten rund um die autonome „Freistadt“.
 
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