[Politik und Gesellschaft] Berlin: Imam verweigert Lehrerin Handschlag

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In einer Berliner Privatschule hat ein Imam sich geweigert, bei einem Lehrer-Eltern-Gespräch der Lehrerin seines Sohnes die Hand zu geben, da sie weiblich ist. Er berief sich hierbei auf die Religionsfreiheit.

Der Sohn des Imams wurde wegen Schüler-Rangeleien auf dem Schulhof schriftlich verwarnt, weshalb es überhaupt erst zu dem Gespräch gekommen ist. Bei der Begrüßung weigerte sich der Imam, der Lehrerin der Platanus-Schule im Bezirk Pankow die Hand zu geben, was er dieser beim Eintritt in den Beratungsraum auch direkt klar machte. Das führte letztlich zur Eskalation des Streites; die Lehrerin versuchte vier Mal, ihm die Hand zu geben und bezog sich hierbei auf eine notwendige Respektbezeugung und deutsche Gebräuche.

Dieser soll die Aufforderung jedoch "freundlich aber bestimmt" zurückgewiesen haben. Stattdessen legte er zur Begrüßung seine Hand aufs Herz und erklärte ihr, dass dies in seiner Religion die höchst mögliche Respektbezeugung bei der Begrüßung einer Frau sei. Dies wurde von der Lehrerin jedoch nicht akzeptiert; sie wurde laut und beendete das Gespräch.

Nachdem die Eltern eine Woche lang auf eine Entschuldigung der Schule gewartet haben, kündigten sie den Schulvertrag ihrer Kinder. Sie schalteten einen Anwalt ein und erstatteten Strafanzeige.


Bild:
Quelle:
 


Krankheit ist Zwang. Relligion ist freiwillig (sollte es).

Religion muss sich unterordnen können. Wo wären wir, wenn wir allen Religionen eine extra Wurst geben würden. Scientology und co?

Die Lehrerin hätte sich besser benehmen können. Ihr Unmut ist aber berechtigt.
 


In Deutschland sicherlich und im Großteil von Europa auch in anderen Ländern ist der Glaube nicht freiwillig, naja schon aber man muss dann halt eventuell mit dem Tod rechnen.
 
@Tomatenpfahl:
Hätte sie auch so reagiert, wenn der katholische Bruder Paulus ihr nicht die Hand geben mag? wer weiß, wer weiß:unknown:
 
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  • #25


Wie treffend Du Glauben mit einer psychischen Störung vergleichst. Cheers.

Das waren 2 verschiedene Beispiele für ein und dasselbe Problem: In einem Fall will man aufgrund seines Glaubens keine Hand geben, im anderen Fall kann man es aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht. In beiden Fällen ist es vom Gegenüber respektlos, es trotzdem zu fordern.
 


Die Frage würde sich ja dann gar nicht stellen, ansonsten wäre er einfach nur ein Arsch. :D

Es ist doch so, dass man sich den Gesellschaftlichengepflogenheiten anpassen muss. Macht man es nicht, gibt es ärger. In China ist es höfflich zu rülpsen nach dem Essen, hier nicht. In Japan trinkt man nur dann, wenn dir dein Gegenüber eingeschenkt hat, selber einschenken, ist sehr unhöfflich. usw.

Wer sich nicht daran hält, wird von der Gesellschaft geächtet.
 
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2 verschiedene Beispiele?

Du hast eins gebracht, indem anderen hast Du nochmal wiedergegeben was in dem Artikel steht, es gibt wohl kein besseres Beispiel als den Vergleich zu einer psychischen Störung, welche wohlgemerkt zwanghaft ist, Glaube nicht. Für die Lehrerin war dies respektlos.
 
Wo wären wir, wenn wir allen Religionen eine extra Wurst geben würden.

In einem säkularen Land mit Religionsfreiheit. Ach sind wir ja schon. :m

Aber christliche Arbeitgeber, die homosexuellen oder wiederverheirateten Arbeitnehmern kündigen, taugen wohl nicht so gut Volkes Zorn hervorzurufen, wie ein Iman, der sich für die vermeintlich falsche von zwei möglichen Begrüßungsformalien entscheidet.
 


Wenn wir allen eine extra Wurst geben würden, dann wären wir nicht im Bereich des Säkularismus. Dieser Bedeute nämlich die Trennung der Kirche vom Staat. Bildungssystem gehört zum Staat.

Homosexualität hat nichts mit dem Thema zu tun. Der Thread zieht jetzt genau das Publikum an, dass nicht argumentiert sondern iwas popularisiert.
 
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Ich würde lieber keiner Religion eine Extrawurst geben.

Wer seine Religion ernst nimmt, würde auch für sie in den Knast gehen -> ist ja nur das Weltliche leben, hier leiden, dort Partyhard, oder so ähnlich war das doch mit dem Martyrium :unknown:
Ich mein die Dudes sprengen sich für eine Hand voll Fotzen in die Luft, muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Zum Glück gibt es kein Gesetz zum Händepatschen, wohl aber eins von den Wichtigen, Nummer 4 ist das.
Darf man zu Midsommar Nackt ums Feuer tanzen, wenn man bock drauf hat und eben Frauen nicht anpatschen, wenn man kein Bock darauf hat.

Denke in einem Land, wo falsch Parker aufschreiben 'n Hobby ist, sollte man auf der Liste mal oben Anfangen :unknown:

Religion ist leider keine Wahl.
Man entscheidet sich ja nicht irgendwie an Gott, Allah, oder einen der beiden Buddahs (den Dicke oder den Dünnen) zu glauben.
Da gehört schon mehr zu, Mann muss schon ein bisl. mehr Angst davor haben im Lavawhirpool von Teufeln gepiekst zu werden, damit man auf Sex vor der Ehe verzichtet. :unknown:

Wenn ich es mir aussuchen könnte, fände ich Wotan und Walhalla ganz cool - tja glauben kann ich trotzdem nicht dran, klingt einfach zu schön um wahr zu sein :rolleyes:

tl;dr
Die Frau ist scheiße, vermutlich auch so hysterische Furie - ein Wunder das der Imam sie nicht an Ort und Stelle alleine Massenvergewaltigt hat... ach ja, darf sie nicht anfassen :coffee:
 
Wenn wir allen eine extra Wurst geben würden, dann wären wir nicht im Bereich des Säkularismus. Dieser Bedeute nämlich die Trennung der Kirche vom Staat. Bildungssystem gehört zum Staat.
Weder sehe ich einen Widerspruch von Religionsfreiheit (die das Recht zur freien Ausübung der Religion beinhaltet) zum Säkularismus, noch sehe ich hier das Bildungssystem in Gefahr. Du?
 
Es ist doch so, dass man sich den Gesellschaftlichengepflogenheiten anpassen muss. Macht man es nicht, gibt es ärger. In China ist es höfflich zu rülpsen nach dem Essen, hier nicht.

in china hab ich nicht gerülpst und auch die chinesen haben sich immer kultiviert benommen - nicht in jeder schublade sitzt ein chinese ;)..

das ist aber nicht der punkt.. man muss sich an überhaupt keine sitten und gepflogenheiten anpassen, man muss sich nur an die gesetze halten, das ist alles - und das ist doch genau das, was einen selbsternannten freiheitlich-demokratischen und sekularen staat von all den vermeintlichen schurkenstaaten unterscheidet, die einem das hirn waschen und die religion aufzwingen (man könnte vielleicht noch anmerken, dass andere staaten möglicherweise eigene gesetze haben, die uns nicht gefallen mögen aber auch nichts angehen, das würde jedoch von einigen zuviel gehirnakrobatik abverlangen, also lassen wir das)..

der punkt ist vielmehr: wenn moslems sexuell zu verklemmt sind, um einer frau die hand zu geben (so wie manche christen zu verklemmt sind, um mit homosexuellen zu reden oder veganer zu verklemmt sind, fleisch zu essen), dann hat man das als sekulares land zu tolerieren oder per gesetz zu verbieten - es geht nur eins von beiden, es gibt hier keine grauzone! denn sobald du anfängst, jemanden zu drangsalieren, weil er gegen eine von dir als solche empfundene gesellschaftsnorm (-> "empfunden" = subjektiv, da kein gesetz!) verstößt, tust du im grunde nichts anderes als die scharia-polizei in den schurkenstaaten (evtl. bist du noch schlimmer, weil letztere in diesen schurkenstaaten zumindest teilweise sogar gesetzlich legitimiert ist).. wie passt das mit der proklamierten freiheit und rechtsstaatlichkeit unseres landes zusammen?
 
Keiner kennt den genauen Wortlaut. (Haben wohl noch zu wenig Überwachung. Aber das ist ein anderes Thema)
Ich denke schon, dass eine Pädagogin durchaus in der Lage ist, die Religion eines streng gläubigen Moslems zu respektieren.
Allerdings zeichnen sich Imame nicht dadurch aus, dass sie Frauen respektvoll behandeln.
Dabei spielt es keine Rolle ob es die eigene Frau oder eine fremde Frau ist.
Bei denen werden doch Frauen als Menschen zweiter Klasse behandelt. Das ist kein Geheimnis.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass der Imam die Lehrerin gleich von Anfang an herablassend behandelt hat.
Was sich aber nun wirklich in dem Raum abgespielt hat, werden wir nie erfahren.
Wie ich, schreibt hier nur jeder seine Vermutungen und seine persönliche Meinung hin.
 
Wir sind ja so torelant.. aber nur bis zum Handschlag, der muss deutsch sein. Und alles andere auch. 100% tolerant, aber nur bis and die Grenzen der Normalität.
Ziemliches fremdschämen für die Lehrerin.
Integration ist eben was anderes als Anpassung und Toleranz bedeutet auch eine Respektzollung aus einem anderen Kulturkreis als Respektzollung aunehmen zu können.
 
Also wenn Religionsfreiheit in allem Frei ausgeübt werden sollte, müsste man auch die negativen Seiten tolerieren und akzeptieren? Wie etwa: Frau ist im Islam nichts wert, Kinderehen, Zwangsehen, Gefängnisstrafen und schlimmeres für Frauen die vergewaltigt wurden...?
 
Also wenn Religionsfreiheit in allem Frei ausgeübt werden sollte, müsste man auch die negativen Seiten tolerieren und akzeptieren? Wie etwa: Frau ist im Islam nichts wert, Kinderehen, Zwangsehen, Gefängnisstrafen und schlimmeres für Frauen die vergewaltigt wurden...?
Ja, solche Projektionen auf einen Imam, über den wir nichts wissen, außer dass er sich an das religiöse Gebot einer Frau nicht die Hand zu geben hält und ansonsten freundlich und respektvoll der Lehrerin gegenüber war - im Gegensatz zu ihr - sind wohl auch der Grund für die Eskalation.
 
Also wenn Religionsfreiheit in allem Frei ausgeübt werden sollte, müsste man auch die negativen Seiten tolerieren und akzeptieren? Wie etwa: Frau ist im Islam nichts wert, Kinderehen, Zwangsehen, Gefängnisstrafen und schlimmeres für Frauen die vergewaltigt wurden...?

Ich würde dir ganz dringend empfehlen dich mal ein wenig politisch zu bilden, dann könntest du dir diese relativ peinlichen Fragen sparen.

Religionsfreiheit findet ihre Grenzen in den Grundrechten Dritter. Von einer aufrechten Deutschen wie du eine bist dürfte man doch wenigstens rudimentäre Kenntnisse unserer verfassungsmäßigen Ordnung erwarten, oder?
 
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