[Politik und Gesellschaft] Schweiz: Bevölkerung lehnt bedingungsloses Grundeinkommen ab

Bei der Volksabstimmung in der Schweiz über ein bedingungsloses Grundeinkommen in Höhe von 2500 Franken (etwa 2260 Euro) für jeden erwachsenen Bürger, stimmte die Mehrheit dagegen. Laut Hochrechnung sind demnach 78 Prozent dagegen, lediglich 22 Prozent stimmten mit "Ja".

Die Regierung warnte im Vorfeld vor Kosten in Höhe von 208 Milliarden Franken pro Jahr. Die großen Parteien lehnten den Vorstoß ab; lediglich die Grünen sprachen sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen aus.



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Quelle:
 


Damit ich es ganz recht verstehe, Du wüsstest von hunderten von Gründen und musst dann Vermutungen über deren Übereinstimmungen anstellen? Tu mir den gefallen und liste diese auf, ich bin gespannt und auch mit "nur" einhundert Gründen zufrieden.

Was passiert denn i.d.R. mit dem erwirtschafteten Gewinn?

€dit:

Kannst Du mir auch noch erläutern inwiefern dies den Wünschen der Menschen diametral gegenüber steht?
Ich dachte ein sicherer Arbeitsplatz, wo ein Unternehmen seinen Verpflichtungen nachkommt ist auch ein Wunsch der Menschen oder nicht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde 22% recht viel und halte das für ein starkes langfristiges Signal in Richtung BGE.
 
@U.S.C.H.: der Gewinn der Firmen wird natürlich fair unter allen Staatsbürgern aufgeteilt. Wo kämen wir da hin, wenn Unternehmen den Gewinn behalten und größtenteils einer geringen Anzahl von Mitarbeitern auszahlen würden?
 
Warum sollten Unternehmen keine Politik gestalten?

ähm naja, nur mal so für den anfang: weil unsere derzeitige staatsform (zumindest laut gesetz) eine demokratie ist? :unknown:
unternehmen sind keine staatsbürger und haben somit kein wahlrecht, weshalb sollten sie dann irgendwas in der politik mitbestimmen können? unternehmer haben natürlich das recht, sich repräsentieren zu lassen wie alle anderen staatsbürger - ihre interessen werden somit bereits hinreichend (und vor allem proportional) durch den stimmenanteil der FDP vertreten.. alles, was über diese demokratische repräsentation der menschen hinausgeht (z.b. bestechung von politikern durch parteispenden und pöstchen) ist keine legitime gestaltung der politik, weil antidemokratisch...
 
Schön dass Du auch eine Firma hast, dann ist die folgende Frage von mir nur logisch, verdienen die Putzhilfen bei Dir soviel wie Du?

Die logische Antwort darauf ist natürlich nein. Schließlich lebe ich nicht in einem Land, in dem eine angenehme Existenz durch ein BGE in ausreichender Höhe gesichert ist, sondern in einem, wo Leute damit prahlen, dass sie für 1.100 Euro morgens nicht einmal aus dem Bett steigen würden.

Das muss aber hoffentlich nicht bedeuten, dass ich mir kein anderes System wünschen/vorstellen kann.
 


Es kann natürlich sein dass ich deinen Beitrag komplett falsch verstehe, aber ich hoffe Steuern sind Dir ein Begriff, damit kommt es allen Staatsbürgern zugute bzw. hilft dem Staat bei der Erfüllung seiner Aufgaben. Desweiteren ist der Gewinn, wenn auch nur an einzelne Personen, ausgezahlt danach weder verschwunden oder verpufft. Soll sich das Geld dann magisch in deinem Gleichnis auflösen? Diese Leute verwenden dieses Geld für diverse Sachen wovon sich der Staat auch wieder was holen wird und für andere Investitionen womit Kapital für Firmen bereitgestellt wird die nicht umsonst die Form einer AG gewählt haben usw... alles böse. :rolleyes:



Sehr kleinlich, die Personen die Unternehmen repräsentieren können Teil vom Volk sein oder auch nicht, selbst wenn Sie es nicht sind, können Sie Einfluß nehmen. Wenn die Leute sich von ihrer Meinung überzeugen lassen. Warum sollte nun ein Unternehmer nicht probieren für seinen Betrieb das beste zu tun (alles im Rahmen der Gesetze)? Das wäre doch Idiotie, allerdings können manche dies eben besser als andere. Was will ich mit der FDP? Nützlicher sind CDU/SPD daran ist nichts antidemokratisch im Gegenteil.




Du hast Dich vorhin über Krankentage aufgeregt, hire&fire ist eben nicht Realität in Deutschland. Kündige dochmal jemand mit einem GdB 50 außerordentlich, das geht fast nur ordentlich weil man erstmal eine Zustimmung brauch. :beer:

Ich sehe keinen Vorteil an dem System mit einem BGE, GE maybe aber mit Bedingungen.
 
Ich erkläre es dir mal in etwas einfacherer Sprache:

ich hoffe Steuern sind Dir ein Begriff, damit kommt es allen Staatsbürgern zugute bzw. hilft dem Staat bei der Erfüllung seiner Aufgaben.
Wäre das Erste, was verschwinden würden, wenn Firmen Gesetze schreiben dürften. Und selbst jetzt ist es nahezu notwendig als große Firma, das Geld durch Steuerschlupflöcher ins Ausland zu schaffen, weil alle anderen das auch machen und man sich sonst finanzielle Nachteile gegenüber der Konkurrenz einhandeln würde.

Desweiteren ist der Gewinn, wenn auch nur an einzelne Personen, ausgezahlt danach weder verschwunden oder verpufft.
Das nicht, aber er fließt ins Ausland, vergammelt auf Konten von überdurchschnittlich Reichen oder kommt maximal als MwSt. wieder zurück in die Staatskasse.

Kapital […] alles böse. :rolleyes:
Wie kommst du von "Unternehmen sollen sich aus der Politik raushalten" zu "Kapitalismus ist böse"?

Warum sollte nun ein Unternehmer nicht probieren für seinen Betrieb das beste zu tun (alles im Rahmen der Gesetze)?
Genau das ist doch schon Alltag? Wir haben dir nur gesagt, warum Unternehmen keine Gesetze schreiben (≠ mitgestalten) sollten.

Was will ich mit der FDP? Nützlicher sind CDU/SPD daran ist nichts antidemokratisch im Gegenteil.
Bist du Großunternehmer? Das Parteiprogramm der FDP ist klar auf diese zugeschnitten. Auf geldgeile Menschen eben. Lies einfach mal.

Ich sehe keinen Vorteil an dem System mit einem BGE, GE maybe aber mit Bedingungen.
Also ALG? Hast du überhaupt im Ansatz einen Plan, von was du hier redest?
 
Mal eine kleine Rechnung zum BGE:

Harz4 kostet den Staat 40mrd
Rente kostet den Staat 80mrd
Kindergeld kostet den Staat 40mrd

Das alleine macht schon 160.000.000.000
Damit kann man ein grob überschlagen jedem Staatsbürger ein BGE von 2000 Euro zahlen.

Wenn man das ein wenig Runter schraubt, auf 1500 und dafür andere Sozialleistungen, wie Bafög noch abzieht - seh ich da kein großes Problem mehr.
Zahlbar ist es also ohne Probleme. :T
 
Desweiteren ist der Gewinn, wenn auch nur an einzelne Personen, ausgezahlt danach weder verschwunden oder verpufft. Soll sich das Geld dann magisch in deinem Gleichnis auflösen?

nein, das geld verpufft nicht, sondern vergammelt, ganz ohne magie.. du willst doch nicht ernsthaft behaupten, dass die reichen ihre kohle ausgeben!? - sonst wären sie doch nicht reich :confused:.. je mehr geld sie bekommen, umso mehr wird als "kapital" für immer aus dem verkehr gezogen, um noch mehr zinsen darauf zu kassieren, die alle anderen mit ehrlicher arbeit erstmal erwirtschaften müssen.. gesellschaftlich also eine lose-lose-situation: das kapital kommt nicht in den umlauf und bindet zudem einen großteil der echten wirtschaftsleistung, um die zinsen dafür zu bezahlen, dass das geld irgendwo rumliegt.. um die 40% der gesamten wirtschaftsleistung werden allein für zinsen aus dem fenster geblasen, das ist doch unzumutbar (frag mich nicht nach der quelle, aber das klingt doch nicht unrealistisch, oder?)..

mehr geld ausgerechnet für die reichen ist das schlimmste, was einer volkswirtschaft passieren kann! hartz 4 kommt praktisch zu 100% in die binnenwirtschaft zurück, wovon sich der staat tatsächlich einen großteil als steuern und abgaben wiederholt - es kostet "uns" also praktisch nix.. wieviel von den bankenrettungs-milliarden sieht das volk denn wieder, das sie bezahlt hat? das landet alles auf schweizer konten oder wird anderweitig in sicherheit gebracht :rolleyes:..

Sehr kleinlich, die Personen die Unternehmen repräsentieren können Teil vom Volk sein oder auch nicht, selbst wenn Sie es nicht sind, können Sie Einfluß nehmen. Wenn die Leute sich von ihrer Meinung überzeugen lassen. Warum sollte nun ein Unternehmer nicht probieren für seinen Betrieb das beste zu tun (alles im Rahmen der Gesetze)?

weil sie diese gesetze über die köpfe der (leider dummen) großen mehrheit bestimmen! es gibt keine gesetze, die korruption in der politik unter strafe stellen, obwohl mindestens 80% der menschen dafür wären.. es gibt auch keine gesetze gegen die monopolisierung der medien, die heutzutage alle das gleiche schreiben und "empfehlen".. es gibt in der politik keinen fairen wettbewerb, wenn eine winzige minderheit über die meisten ressourcen verfügt und jeden aus dem weg räumen kann, der es wagt aufzumucken (siehe wulff, GdL & co.).. glaubst du ernsthaft, dass sie sich in irgendetwas einschränken werden, um eine freie und faire debatte zu erlauben (frei nach spiderman: große macht, große verantwortung und bla)? einflussnahme wird dann unfair und vor allem antidemokratisch, wenn der einflussnehmer die mittel hat, alle anderen stimmen einfach auszuknipsen und das auch tut..
 
nein, das geld verpufft nicht, sondern vergammelt, ganz ohne magie.. du willst doch nicht ernsthaft behaupten, dass die reichen ihre kohle ausgeben!? - sonst wären sie doch nicht reich :confused:..
Kopfpolster zahlen aber keine Zinsen - Sparbücher übrigens auch nicht (mehr)
Das Geld wird in Form von Anleihen und Unternehmen in Betriebe investiert.

Geld wird "aus dem Verkehr gezogen" wenn sich Max Mustermann ein Haus für 500k€ baut und für den Rest seines Lebens dafür Kredite abbezahlt - wobei das wiederrum aus Sicht von Max Mustermann wesentlich klüger ist, als Miete zu bezahlen.

Und wo ist das Problem mit Zinsen auf Anleihen und Dividenden bei Aktien.
In ersterem Fall leihe ich einem Unternehmen Geld und habe damit auch ein gewisses Risiko - mit diesem Geld kann das Unternehmen die Kapazitäten und damit den Gewinn erhöhen.
In letzterem Fall bin ich Miteigentümer eines Unternehmens - natürlich erwarte ich in diesem Fall einen Anteil am Gewinn.
 
Geld wird "aus dem Verkehr gezogen" wenn sich Max Mustermann ein Haus für 500k€ baut und für den Rest seines Lebens dafür Kredite abbezahlt

ähm aber du weißt schon, dass geld sich nicht in häuser verwandeln kann, oder? wieso wird es aus dem verkehr gezogen? es wird an alle verteilt, die mit dem hausbau zu tun haben - das ist doch ein paradebeispiel dafür, wie geld in den realen wirtschaftskreislauf gebracht wird, wovon alle profitieren..

Und wo ist das Problem mit Zinsen auf Anleihen und Dividenden bei Aktien.
In ersterem Fall leihe ich einem Unternehmen Geld und habe damit auch ein gewisses Risiko - mit diesem Geld kann das Unternehmen die Kapazitäten und damit den Gewinn erhöhen.
In letzterem Fall bin ich Miteigentümer eines Unternehmens - natürlich erwarte ich in diesem Fall einen Anteil am Gewinn.

eine diskussion um den sinn oder eher unsinn von zinsen wäre an dieser stelle zu sehr OT.. was die volkswirtschaft kaputtmacht, sind nicht die zinsen auf kredite für kleine unternehmen oder häuslebauer, sondern die großen angehäuften vermögen, die immer mehr wirtschaftsleistung binden und daher immer größeres wachstum erfordern.. dazu kommt erpressung von staaten (griechenland, ukraine), kasinospiele (derivate & co.) und das verleihen von geld, was garnicht da ist.. und ist das vermögen nur groß genug, existiert auch das risiko nicht, von dem du gesprochen hast - es wird doch alles versichert und wenn doch mal eine kettenreaktion in gang kommt, die die versicherer und ihre banken nicht mehr aufhalten können, versichert eben am ende der steuerzahler die zinserträge.. oder warum meinst du sind die großen vermögen in der "wirtschaftskrise" weiter gewachsen? hatten die irgendein risiko für ihre "investitionen" zu tragen? eben...

aber wie dem auch sei, das weiter auszuführen wird ein fass ohne boden.. mir gings nur darum, dass das jetzige zinseszins-system ohne jegliche kontrolle vermögen von unten nach oben verteilt und dort bindet (das ist fakt, die zahlen sind ja bekannt) und die volkswirtschaft aussaugt, weil eben ein großer teil der realen wirtschaftsleistung für das vermehren von nicht-realem geld aufgewendet werden muss..
 
Saufen und rumhängen ist kein Beruf, auch wenn du dich vielleicht dazu berufen fühlst. ;)

Ein Trend der sich seit der industriellen Revolution abzeichnet ist, dass die Zahl an Menschen, die schwere körperliche Arbeit verrichten müssen, durch den Einsatz von Maschinen sinkt. Dem entgegen stehen derzeit noch viele neue Berufe - zu sehr großen Teilen in der Unterhaltungsindustrie - in denen Intellekt und Kreativität gefordert sind.
Auch - und ganz nebenbei gibt es dann auch noch den Trend, dass man die Menschen wieder länger arbeiten lässt, anstatt (bezahlte!) Arbeit gerechter zu verteilen. Ganz dumm wird es dann, wenn Überstunden noch nicht mal mehr bezahlt werden.

Frag ein Kind und es wird dir sagen, dass das ja toll ist, wenn sich die Arbeit von selbst erledigt, dann bleibt mehr Zeit zum spielen. Warum aber fürchtet sich der Mensch so sehr davor und warum gönnt er es einem Anderen, der vielleicht keine Erfüllung im Beruf findet und einfach lieber Bier trinkt und in Jogginghosen im Park philosophiert nicht, dass er trotzdem Geld zum Überleben bekommt?
Weil wir es seit Jahren eingebläut bekommen. Sozial ist was Arbeit schafft, also muss jemand, der nicht arbeiten geht, asozial sein. Ganz davon abgesehen leben wir in einer asozialen Solidargemeinschaft, wo man zwar sehr darauf achtet, was andere (meist Schwächere) gefälligst nicht zu bekommen haben, anstatt sich darum zu kümmern, dass man das bekommt, was man selbst haben will. Letzteres ist nämlich in der Regel mit deutlich mehr Widerstand verbunden, gegen den man sich durchsetzen müsste.
Hartzer haben eben keine Lobby, Unternehmer dagegen, sind bestens vernetzt, wenn es um Entscheidungsträger geht.

Novgorod beschreibt es schon ganz richtig. Mehr noch - über den Neidvorwurf lässt sich leicht jede Diskussion ganz leicht abwürgen, obwohl es gar nicht um Neid geht, sondern um eine halbwegs gerechte Gleichbehandlung.
Mir erschließt sich z.B. nicht, wieso ein Unternehmer deutlich mehr Geld verdienen sollte, als einer seiner Mitarbeiter. Gerne wird ja das "unternehmerische Risiko" als Begründung angeführt. Das wird aber längst mehr und mehr den Arbeitnehmern aufgebürdet und im besten Fall gibt es statt unternehmerischem Risiko sogar noch fette Boni-Zahlungen (s. VW).
Davon abgesehen hat schon seit jeher jeder Arbeitnehmer das unternehmerische Risiko mitgetragen. Denn wenn ein Unternehmen pleite geht, verliert nicht nur der Arbeitgeber, sondern auch der Arbeitnehmer. Nämlich seinen Job.

Und wo ist das Problem mit Zinsen auf Anleihen und Dividenden bei Aktien.
In ersterem Fall leihe ich einem Unternehmen Geld und habe damit auch ein gewisses Risiko - mit diesem Geld kann das Unternehmen die Kapazitäten und damit den Gewinn erhöhen.
In letzterem Fall bin ich Miteigentümer eines Unternehmens - natürlich erwarte ich in diesem Fall einen Anteil am Gewinn.
Wo wäre denn das Problem, Zinsen und Dividenden genau so zu besteuern wie Einkommen aus Erwerbstätigkeit? Es gibt keins? Warum wird es dann nicht gemacht?
 
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