Reifen von Rettungswagen zerstochen, Patient stirbt

Italia_90

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Manchmal frage ich mich echt was in den Köpfen mancher Leute Vorgeht:


Einem Rettungswagen (!) die Reifen zerstechen, da fehlen einem echt die Worte.
 
Korrektur:
Die Reifen des Notarztes wurden zerstochen, welcher den Rettungswagen zuparkte.
Die Verzögerung ergab sich daraus, das Platz für den Krankenwagen gemacht werden musste.

p.S.
ändert aber wenig daran, wie kacke das ist.
 
Der Titel ist irreführend. Das der Patient letztendlich verstarb, lag nicht daran, dass der RTW nen platten hatte.
 

Das lässt sich leider im Nachhinein nicht wirklich belegen.
Jedoch sind 15 Minuten in solchen Fällen häufig schon ein Unterschied zwischen leben und tot.
Es KANN also sein, dass man ihn ohne den Platten hätte retten können, es kann aber auch sein das er trotzdem verstorben wäre.
Was sicher ist, es hat seine Überlebenschancen stark negativ beeinflusst.
 
Trotzdem wird hier und im Artikel unterstellt, der Patient wäre aufgrund des zerstochenen Reifens verstorben.
Davon abgesehen sehe ich hier allerdings auch ein Versäumnis der Rettungskräfte. Man hätte das NEF auch mit einem Platten aus dem Weg fahren können. Damit hätte man vermutlich den Reifen und vielleicht auch die Felge ruiniert, diese Kosten wäre in Bezug auf ein Menschenleben aber imho tragbar gewesen.
Wobei ich mir natürlich wünschen würde, dass man den/die Idioten ermittelt und auch finanziell zur Rechenschaft ziehen kann.

Jedoch sind 15 Minuten in solchen Fällen häufig schon ein Unterschied zwischen leben und tot.
Das ist vor allen Dingen dann zutreffend, wenn keine lebensrettenden Maßnahmen erfolgen. Die Rettungskräfte waren aber vor Ort und haben bereits eine Reanimation durchgeführt.
 
Das ist vor allen Dingen dann zutreffend, wenn keine lebensrettenden Maßnahmen erfolgen. Die Rettungskräfte waren aber vor Ort und haben bereits eine Reanimation durchgeführt.

Nein, es ist andersrum.
Eine örtliche Versorgung zögert den Tot in der Regel nur hinaus.
Das Bild, dass man dreimal auf die Brust drückt und er wieder lebt ist in Hollywood.
 
Die Überlebenschancen von reanimierten Dialysepatienten sind lausig.
Das Beschädigen von Rettungswagen, Feuerwehren u.ä. im Einsatz sollte mit Freiheitsstrafen geahndet werden.
 
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es das auch wird und irgendwo unter fahrlässiger Tötung anzusiedeln ist (5 Jahre Knast).
 
Ich verstehe allerdings auch nicht, wieso man das NEF nicht mit plattem Reifen einfach weggefahren hat. Ich lehne mich dabei sogar soweit aus dem Fenster und behaupte, dass es dabei zu keinen oder keinen nennenswerten Beschädigungen der Felge gekommen wäre...

Ändert aber nichts daran, dass ich es unfassbar finde, wozu einige bereit sind. Reifen eines Einsatzfahrzeuges im Einsatz zerstechen ist schon krass. Wer auch immer dafür verantwortlich ist, sollte dafür auch bestraft werden, Unabhängig davon, ob der Patient nun überlebt hätte oder nicht; wird aber vermutlich nie passieren, solange es keine unmittelbaren Zeugen gab.
 
Es geht eigentlich nicht so sehr darum, OB was passiert ist.
Es geht viel mehr darum: Man hat in Kauf genommen, dass etwas passiert.

Wer ein Rettungsfahrzeug beschädigt nimmt immer in Kauf, dass Menschen sterben.
Das sollte allein schon Strafwürdig genug sein.
 
Da stimme ich Dir uneingeschränkt zu. Die Frage ist nur, ob der oder die Schuldige👎 jemals wirklich zu Verantwortung gezogen werden kann/können... Da müsste es schon Zeugen geben, die sich auch bei der Polizei melden - was ich in solch einem Fall zwar sehr hoffe, aber doch auch stark bezweifle :/
 
Ich verstehe allerdings auch nicht, wieso man das NEF nicht mit plattem Reifen einfach weggefahren hat. Ich lehne mich dabei sogar soweit aus dem Fenster und behaupte, dass es dabei zu keinen oder keinen nennenswerten Beschädigungen der Felge gekommen wäre...

Ich hatte mal vorne recht einen platten.
Als ich merkte das der Reifen platt ist, war ich auf einer Autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraße unterwegs. Noch etwa 6-7 Kilometer von zuhause entfernt.
Ich hatte Mittagsschicht, es war arsch kalt, regnete wie sau ich war hundemüde und die Uhr Zeigte kurz vor Mitternacht und ich wollte nur noch nach hause.
Bin dann mit 70-80 km/h bis zur Ausfahrt, dann mit 30 nach hause gefahren. Dann in meine Einfahrt rein und den Mist mal begutachtet.
Die Reste vom Reifen qualmten, haben gestunken aber die Alu-Felge hatte nicht einen Kratzer.
Die Reifenflanken waren zerfetzt, die Lauffläche noch intakt.

Da hätte ein bloses zur seite fahren, absolut nichts ausgemacht.
 
Man hätte das NEF auch mit einem Platten aus dem Weg fahren können.

Das verstehe ich auch überhaupt nicht. Abgesehen vom Abschaum von Täter sollte man auch gegen die Einsatzkräfte ermitteln.

Die Überlebenschancen von reanimierten Dialysepatienten sind lausig.

Kannst du hellsehen? Im Artikel steht nichts davon, dass ein Dialysepatient reanimiert werden musste, nur, dass der Vorfall in einem Dialysezentrum passierte.
 


Ich erklärs mal anders.

Eine Person, die bereits durch das dortige Personal reanimiert wurde, eine weitere halbe Stunde weiter reanimiert wurde durch den Rettungsdienst und dann trotzdem voll verstirbt, hätte selbst ohne diesen Zwischenfall mit dem Reifen sehr schlechte Karten gehabt. Entweder man kriegt diese Person wieder direkt vor Ort oder gar nicht.
 
das ist mir bewusst, es ging nur um den Teil mit dem Dialysepatienten. Und schlechte Karten sind besser als gar keine Karten.
 
Das Bild, dass man dreimal auf die Brust drückt und er wieder lebt ist in Hollywood.
Das ist mir schon klar, seit ich meinen ersten DLRG-Schein gemacht habe. Du kannst mir aber sicher erklären, wieso Menschen an eine Herz-Lungenmaschine angeschlossen werden, wenn die eine Überlebenschance nicht erhöhen könnten.
Falls du wieder einen Grund suchst, um mir zu widersprechen. Ja, mir ist auch hier durchaus klar, dass man mit der Maschine eine bessere Qualität erreicht. Vor allen Dingen auch über einen längeren Zeitraum, den ich mir als alleiniger Ersthelfer eher nicht zutrauen würde. Manuelle Herzdruckmassage ist nämlich verdammt anstrengend.

Ändert übrigens nichts daran, was ich zu dem Versäumnis der Rettungskräfte schrieb. Das NEF hätte man auch mit Plattfuß beiseite fahren können. Dass die Tat (das Plattstechen des Reifens) sinnfrei und absolut widerlich ist, darüber müssen wir erst gar keine Diskussion starten. Im Gegensatz zu dir möchte das hier wohl auch keiner.

Eine Person, die bereits durch das dortige Personal reanimiert wurde, eine weitere halbe Stunde weiter reanimiert wurde durch den Rettungsdienst und dann trotzdem voll verstirbt, hätte selbst ohne diesen Zwischenfall mit dem Reifen sehr schlechte Karten gehabt. Entweder man kriegt diese Person wieder direkt vor Ort oder gar nicht.
Ich weiß zwar nicht, wie man nicht voll sterben kann :rolleyes: aber darauf wollte ich hinaus. Die Schlagzeile, die hier und in den übrigen Medien geschrieben wird, ist schlichtweg falsch. Denn es gibt offensichtlich keinen gesicherten Hinweis darauf, dass der Patient nicht auch so gestorben wäre. Aus juristischer Sicht sehe ich hier durchaus die Möglichkeit, dass dieses Arschloch (sry) wegen einer einfachen Sachbeschädigung davon kommt, sollte er/sie erwischt werden.
 
Kannst du hellsehen? Im Artikel steht nichts davon, dass ein Dialysepatient reanimiert werden musste, nur, dass der Vorfall in einem Dialysezentrum passierte.
Du hast völlig Recht, es könnte sich noch um einen Besucher, Hausmeister, Elektriker, Pfleger oder Arzt gehandelt haben. Patienten werden ja eher seltener reanimationspflichtig als Gesunde, denen das quasi täglich passiert.
 
Das ist mir schon klar, seit ich meinen ersten DLRG-Schein gemacht habe. Du kannst mir aber sicher erklären, wieso Menschen an eine Herz-Lungenmaschine angeschlossen werden, wenn die eine Überlebenschance nicht erhöhen könnten.
Falls du wieder einen Grund suchst, um mir zu widersprechen. Ja, mir ist auch hier durchaus klar, dass man mit der Maschine eine bessere Qualität erreicht. Vor allen Dingen auch über einen längeren Zeitraum, den ich mir als alleiniger Ersthelfer eher nicht zutrauen würde. Manuelle Herzdruckmassage ist nämlich verdammt anstrengend.
Ich widerspreche dir nicht aus jux:
Hast du dir mal überlegten, wie es danach weiter geht?
Also wie man dafür sorgt, dass es irgendwie wieder von alleine weiter geht? ;)

Herz-Lungen Massage ist eine Lebenserhaltende Maßnahme, keine Wiederbelebende.
Du wirst ja nicht für den Rest deines Lebens an eine Herz-Lungen-Maschiene angeschlossen.

Wenn du innere Verletzungen, bzw. Verstopfungen hast.
Hilft die HLM sowieso nur eine gewisse Zeit. :unknown:

Es folgen Maßnahmen, die nur im Krankenhaus durchführbar sind:
Externer Schrittmacher, Herzkatheter-Labor, eventuelle Notoperationen.
Je nach dem, was den Herzstillstand verursacht hat.

Du kannst glück haben und es reicht nen bisl schocken /bzw. Adrenalin.
Es kann auch sein, dass sie dich erstmal zusammen flicken müssen.

Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich, der Schlüssel ist jedoch immer Zeit.


Ändert übrigens nichts daran, was ich zu dem Versäumnis der Rettungskräfte schrieb. Das NEF hätte man auch mit Plattfuß beiseite fahren können.
100% Zustimmung.
 
Du kannst mir aber sicher erklären, wieso Menschen an eine Herz-Lungenmaschine angeschlossen werden, wenn die eine Überlebenschance nicht erhöhen könnten.
Herz-Lungen-Maschinen gibt's nur in Operationssälen, wenn bei einer OP das Herz aus dem Kreislauf ausgeschaltet werden muss, zum Beispiel bei Herztransplantationen. Das sind keine Geräte für den Notfalleinsatz.
 
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