US-Präsidentschaftswahlen 2016

(Die Arroganz, mit der auf amerikanische Politiker herabgeblickt wird, interpretiere ich mal als späte Rache für den verlorenen Krieg.)

ja sicher ist das dein Recht das so zu sehen, man hätte auch von dir nichts anderes erwartet, da deine Vergleiche ja scheinbar zwingend immer auf uralten Geschichten beruhen müssen.
Richtig, sinnvoll, angebracht oder gar unterhaltsam macht es deine Hirngespinste dadurch aber auch nicht.
 
Und du hast auch Kandidaten, die komplett Unabhängig von Familie und Großspendern sind: Trump und Sanders. Unabhängigkeit muss nicht heißen, dass die Kandidaten besser sind ;)

klar.
Aber halt abhängig von der Kohle.
Und genau das ist ja auch ein Problem.
Wer keine Kohle hat oder durch Vitamin B beschaffen kann wird kein Präsident.
Das ist ne peinliche Sache.

Das man so jemandem wie Trump eine Bühne bereitet auch. Wenn der Präsident wird ist Amerika für mich überhaupt nicht mehr ernst zu nehmen.
 
Die Kennedys nicht zu vergessen, die waren der mit Abstand kriminellste Haufen...

Nicht krimineller als Sarkozy, als Strauß und viele Italiener.

Nebenbei hatten die Kennedys eine politische Mission, nämlich Abschaffung des Rassismus.

Sowas hatten Sarkozy, als Strauß und viele Italiener nicht.
 
Ach wirklich? Ich glaube da hängst du noch dem überholten Kennedy-Mythos nach. Der "Gründer" der Kennedys:
Laut seiner Biographin Cari Beauchamp, die Zugriff auf Kennedys Privatarchiv hatte und es auswertete, war Kennedy in seiner politischen Geisteshaltung rassistisch (Schwarze waren „Nigger“), antisemitisch (Juden bezeichnete er als „kikes“ oder „pants pressers“) und reaktionär (bereits Liberale sah er als Kommunisten).
Wiki
 
Ted Cruz - Born Citizen Diskussion:

Die Geschichte kennen wir ja schon von Obama, wo laut nach der Geburtsurkunde gefragt wurde.
Diesmal sind die Fakten allerdings ein klein wenig verworrener:

Um U.S. Präsident zu werden, muss man geborener Amerikaner sein.
Das ist man unter zwei Bedingungen:

Zum Zeitpunkt der Geburt ist mindestens ein Elternteil Amerikaner.
Man wird in den USA geboren.
(Der Grund, warum grade viele schwangere Mexikanerinnen versuchen über die Grenze zu kommen.
Sie erwirken ein Bleiberecht, da ihr Kind ein legaler Amerikaner ist)

Zu Ted Cruz:
Sohn eines kubanischen Vaters und einer U.S. Amerikanerin geboren in Kanada.
Die Frage die also im Raum steht ist, war seine Mutter zum Zeitpunkt der Geburt Kanadierin oder U.S.-Amerikanerin.

Das ganze wird durch einige Rechte etwas komplizierter:
Die USA erlaubt eigentlich keine zwei Staatsbürgerschaften.
Jedoch verliert man auch sein Geburtsrecht nie wirklich.

Die frage ist für ein Laien also nicht endgültig zu klären.
Ist jedoch immer wieder Ziel für politische Angriffe, wie zuletzt von Trump:

(sinngemäß übersetzt von der letzten Debatte)

"Wollt ihr wirklich einen Präsidenten, der eventuell gar kein Präsident sein darf?
Selbst wenn er dürfte, wenn jemand klagt könnte es ein mehrjähriges Verfahren geben!
Wollt ihr einen Präsidenten, der diese Probleme mit sich bringt?"

Cruz hingegen argumentiert damit, dass es mehrere Kandidaten gab, die nicht in den USA geboren sind.

John McCain, geboren in Panama (Kandidat 2000 und 2008)
George Romney, geboren in Mexiko (Kandidat 1968 und Vater von Mitt Romney Kandidat 2008)

Im Endeffekt also hauptsächlich Nebelkerzen und Verunsicherung, aber interessant zu Lesen.

Kleiner Nachtrag:
Es gibt auch stimmen, welche behaupten das man Zwei U.S. Eltern bräuchte:
Das würde allerdings nicht nur Cruz, sondern auch Rubio und Trump ausschließen.
 
Wieder ein inhaltsloser post mehr von dir. Tut mir ehrlich leid für dich.

Scheinbar kannst du meine Postings nicht verstehen, denn meiner zielte auf deine Inhaltslosigkeit ab.
Mir fehlt da nämlich jegliches Argument und auf meines bezüglich des Lobbyismus, der nun mal herrscht, bist du nicht mal eingegangen.

Nur stumpf sagen: "Nein, ich denke da anders." ist schon sehr inhaltsleer.
 
Zu sagen die pösen Lobbyisten kontrollieren das Land ist inhaltlich wertvoll, zu sagen sie tun das nicht ist Inhaltslos? Ahja.
 
Wo wir grade beim Thema Lobby sind:

Eines der Hauptthemen bei den Demokraten ist die "Umverteilung".
Sanders, der sich selbst als Sozialist bezeichnet, bezieht darin klar Stellung gegen Privatisierung und ruft (polemisch) zum Klassenkampf gegen die Wallstreet auf.
Bezeichnend ist, dass er hier sehr harte Worte findet. z.B. will er den Großbanken "Das Genick brechen".

Seine Anhänger kritisieren Clinton oft stark dafür, dass sie zwar sagt, sie will die Macht der Banken einschränken, jedoch viele Spenden aus diesem Sektor erhielt.

Edit: Oft sind diese spenden "getarnt" als Reden, wie z.B. für Goldman-Sachs.
Eine Tatsache, die auch in Deutschland nicht unüblich ist und auch schon Peer Steinbrück in der letzten Bundestagswahl vorgeworfen wurde.

Wohingegen sich Sanders Wahlkampf fast ausschließlich aus "small donors" meist zwischen 50$ und 100$ finanziert.

Für Sanders sprechen hier neuere Untersuchung, dass die Mittelschicht weiter absacken würde und kaum noch "Mitte" wäre.
Was aus Wahlkampf Sicht einen großen Vorteil bringt, da Middle Class und darunter zusammen gefasst die größte Wählerklasse ist.

Clinton hingegen ist dort eher vorsichtig, da viele Unternehmen von den Banken abhängig sind.
Ein Zerschlagen dieser könnte unvorhersehbare Weltwirtschaftliche folgen haben, positiv wie negativ.
Es birgt auch das Risiko die Wirtschaftsmacht U.S. zu schwächen, die eh schon einen angeschlagenen Haushalt führt.
Das spricht vor allem die zurückhaltenden und konservativeren Wähler an.

Im Raum steht auch, in wie weit ein Präsident das überhaupt kann.
Viele der Wahlversprechen von Sanders wären zwar technisch machbar, würden aber große Probleme haben durch den Kongress zu kommen.
Er könnte selbst in einem Demokratisch geführten Kongress Probleme bekommen, da er kein richtiger Demokrat ist.
Er würde als freier Kandidat für die Demokraten antreten und seine Ansichten vielen etablierten Demokraten oft zu radikal erscheinen.

Edit: Korrektur:
Sanders war lange Zeit unabhängiges Mitglied der demokratischen FRAKTION in Vermont.
Tatsächlich ist er ende November '15 offiziell der demokratischen Partei beigetreten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Raum steht auch, in wie weit ein Präsident das überhaupt kann.
Viele der Wahlversprechen von Sanders wären zwar technisch machbar, würden aber große Probleme haben durch den Kongress zu kommen.
Er könnte selbst in einem Demokratisch geführten Kongress Probleme bekommen, da er kein richtiger Demokrat ist.


Das ist doch das Großartige an der amerikanischen Verfassung: Kein Präsident, mag er auch noch so bescheuert sein, kann das ganze Land umkrempeln. Dafür sorgt ein ausgeklügeltes System der Checks and Balances.
 
Kein Präsident, mag er auch noch so bescheuert sein, kann das ganze Land umkrempeln. Dafür sorgt ein ausgeklügeltes System der Checks and Balances.

Die Recherchen der Washington Post liefern da ein anderes Bild. Die Bush-Administration hat die USA mit einem Netz von geheimen, als Firmen getarnten, geheimen Abteilungen überzogen, mit 1 Millionen Mitarbeitern. Das übersteigt die Phantasie von Drehbuchautoren.

Und die Verfassung interessiert anscheindend nicht besonders:
 
Die Recherchen der Washington Post liefern da ein anderes Bild.

Wie man's nimmt.

Die Tatsache, dass diese Recherchen durchgeführt werden und zu besogniserregenden Ergebnissen kommen konnten, spricht eindeutig für die Unverwüstlichkeit der amerikanischen Demokratie.

In Russland gibt es zum Vergleich solche Recherchen nicht. Auch über die BRD erfährt man wenig, und über die EU-Kommissare praktisch nichts.

Weil die alle so fromm sind?
 
Die Tatsache, dass diese Recherchen durchgeführt werden und zu besogniserregenden Ergebnissen kommen konnten, spricht eindeutig für die Unverwüstlichkeit der amerikanischen Demokratie.

Oder für eine seltsames Wertesystem der Amerikaner. Der Präsident darf die Welt in Flammen setzen, sich aber keinen blasen lassen.
 
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