US-Präsidentschaftswahlen 2016

Hezu

Ruhe in Frieden
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Die 58. Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika stehen dieses Jahr an. Die Wahl (eigentlich die Wahl der Wahlmänner des Electoral College) selbst findet am 8. November 2016 statt.
Die heiße Phase mit den Vorwahlen zu den US-Präsidentschaftswahlen 2016, bei denen die Parteien ihre Kandidaten bestimmen, hat aber jetzt schon begonnen.

Die wichtigsten Kandidaten hierbei sind:

  • Demokraten:
    • , ehemalige US-Außenministerin, Senatorin aus New York und First Lady (als Ehefrau von Bill Clinton)
    • , Senator aus Vermont, ehemaliger Kongressabgeordneter und Bürgermeister von Burlington
  • Republikaner:
    • , Unternehmer und Immobilien-Tycoon, seit dem 04. Mai alleiniger Kandidat der Republikaner


    • , Gouverneur von Ohio und ehemaliger Kongressabgeordneter (Kampagne am 04. Mai beendet)
    • , Senator aus Texas (beendete seine Kampagne am 03. Mai nach den Vorwahlen von Indiana)
    • , Senator aus Florida und ehemaliger Sprecher des Repräsentantenhauses in Florida (zog am 15. März nach den Vorwahlergebnissen in Florida seine Kandidatur zurück)
    • , ehemaliger Gouverneur von Florida, Sohn des ehemaligen Präsidenten George H. W. Bush und Bruder von Ex-Präsident George W. Bush (stellte am 20. Februar seine Kampagne ein)


Termine für die Vorwahlen (nächste Vorwahl: letzte Vorwahl 14. Juni 2016 Washington D.C. (D)):
[table="class: grid"]
[tr]
[td]1. Februar 2016[/td]
[td]Iowa[/td]
[/tr]
[tr]
[td]9. Februar 2016[/td]
[td]New Hampshire[/td]
[/tr]
[tr]
[td]20. Februar 2016[/td]
[td]Nevada (D), South Carolina (R)[/td]
[/tr]
[tr]
[td]23. Februar 2016[/td]
[td]Nevada (R)[/td]
[/tr]
[tr]
[td]27. Februar 2016[/td]
[td]South Carolina (D)[/td]
[/tr]
[tr]
[td]1. März 2016[/td]
[td]Alabama, Alaska (R), Arkansas, Colorado, Georgia, Massachusetts, Minnesota, North Dakota (R), Oklahoma, Tennessee, Texas, Wyoming (R), Vermont, Virginia[/td]
[/tr]
[tr]
[td]5. März 2016[/td]
[td]Louisiana, Nebraska (D), Kansas, Kentucky (R), Maine (R)[/td]
[/tr]
[tr]
[td]6. März 2016[/td]
[td]Maine (D)[/td]
[/tr]
[tr]
[td]8. März 2016[/td]
[td]Hawaii (R), Idaho (R), Mississippi, Michigan[/td]
[/tr]
[tr]
[td]12. März 2016[/td]
[td]Washington D.C. (R)[/td]
[/tr]
[tr]
[td]15. März 2016[/td]
[td]Florida, Illinois, Missouri, North Carolina, Ohio[/td]
[/tr]
[tr]
[td]22. März 2016[/td]
[td]Arizona, Idaho (D), Utah[/td]
[/tr]
[tr]
[td]26. März 2016[/td]
[td]Alaska (D), Hawaii (D), Washington (D)[/td]
[/tr]
[tr]
[td]1. April 2016[/td]
[td]North Dakota (D)[/td]
[/tr]
[tr]
[td]5. April 2016[/td]
[td]Wisconsin[/td]
[/tr]
[tr]
[td]9. April 2016[/td]
[td]Wyoming (D)[/td]
[/tr]
[tr]
[td]19. April 2016[/td]
[td]New York[/td]
[/tr]
[tr]
[td]26. April 2016[/td]
[td]Connecticut, Delaware, Maryland, Pennsylvania, Rhode Island[/td]
[/tr]
[tr]
[td]3. Mai 2016[/td]
[td]Indiana[/td]
[/tr]
[tr]
[td]10. Mai 2016[/td]
[td]West Virginia[/td]
[/tr]
[tr]
[td]17. Mai 2016[/td]
[td]Kentucky (D), Oregon[/td]
[/tr]
[tr]
[td]24. Mai 2016[/td]
[td]Washington (D)[/td]
[/tr]
[tr]
[td]7. Juni 2016[/td]
[td]Kalifornien, Montana, New Jersey, New Mexico, South Dakota, [/td]
[/tr]
[tr]
[td]14. Juni 2016[/td]
[td]Washington D.C. (D)[/td]
[/tr]
[/table]

Staaten, in denen die beiden großen Parteien an unterschiedlichen Tagen ihre Vorwahl haben, sind gesondert gekennzeichnet (D: Demokraten, R: Republikaner).
Quelle:

Überblick über Ergebnisse:




Ergebnisse, Reaktionen, und anderes passend zur Wahl kann alles hier gesammelt werden.
Wie ist eure Meinung, wer hat die besten Chancen, wer wäre der beste Präsident, nicht nur für die USA, sondern auch für die restliche Welt bzw. Europa und Deutschland?
 
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  • #2
1. Februar 2016 Iowa

1. Februar 2016 Iowa

Der Auftakt zu den Vorwahlen fand in Iowa statt.

Bei den Demokraten hat dabei Hillary Clinton mit einem sehr knappen Ergebnis von 49,8% zu 49,6% gegenüber Bernie Sanders gewonnen.
Bei den Republikaner gewann, für viele überraschend, Ted Cruz mit 28% der Stimmen vor Donald Trump (24%) und Marco Rubio (23%).




Skurriles: Wegen einiger organisatorischer Probleme ist wohl in mehreren Wahlkreisen bei den Demokraten das Ergebnis entschieden worden.




Das nach der Wahl vor der Wahl ist, zeigt auch die aktuelle Reaktion Trumps auf das republikanische Wahlergebnis in Iowa und seiner Niederlage: :
https://twitter.com/realDonaldTrump/status/694879900256354304 schrieb:
Ted Cruz didn't win Iowa, he stole it. That is why all of the polls were so wrong and why he got far more votes than anticipated. Bad!
Ted Cruz hat in Iowa nicht gewonnen, er hat es gestohlen. Deshalb waren alle Umfragen so falsch und deshalb hatte er weit mehr Stimmen gewonnen als erwartet wurden. Schlecht!
Laut Trump sollen Cruz-Anhänger das Gerücht verbreitet haben, dass Ben Carson bald aus dem Rennen aussteige, was dazu geführt haben soll, dass die Anhänger des streng gläubigen Carson den christlich verwurzelten Cruz gewählt haben sollen.
 
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Wie ist eure Meinung, wer hat die besten Chancen, wer wäre der beste Präsident, nicht nur für die USA, sondern auch für die restliche Welt bzw. Europa und Deutschland?

Sanders ist derzeit der Kandidat mit dem ich die wenigsten Probleme hätte. Zumal er meiner Meinung nach durchaus nachvollziehbarer Ansichten hat (ist gegen den Patriot Act, will Studiengebühren abschaffen, steht der Legalisierung von Cannabis positiv gegenüber, ist gegen Freihandelsabkommen, ist für bessere Kinderbetreuung usw.). Aber genau das wird dafür sorgen, dass er nicht der Kandidat Nummer 1 wird. Er will zuviel umkrempeln (was er davon wirklich schaffen würde ich wieder ein anderes Thema). Kann mir nicht vorstellen, dass hier die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung mitmachen würde.

Wer überhaupt nicht in Frage kommt ist Trump. Dem würde ich es sogar zutrauen den 3. und endgültigen Weltkrieg auszulösen. Der Kerl hat einfach nicht mehr alle Latten am Zaun.
 
Eines ist mal klar, ein Arsch wird sich vom Präsidentensessel erheben und ein anderer Arsch wird sich darauf setzen.

Ziemlich Schnuppe, wer dort Platz nimmt, die Präsidentin, oder der Präsident wird Politik für die eigene Bevölkerung machen und auf Europa und die andeen Speichellecker schei..., weil die ja sowieso Arschkriechen werden. Eine oppositionelle Haltung ist von den Popokriechern eh nicht zu erwarten.
 
Eines ist mal klar, ein Arsch wird sich vom Präsidentensessel erheben und ein anderer Arsch wird sich darauf setzen.

Bei Obama hat man ja wirklich manchmal den Eindruck, daß der etwas anderes wollte und nur nicht konnte. Wieviel Macht hat ein Präsident?

Bei Trump muß ich dennoch immer an dies hier denken:

 
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  • #6
Das Politiker in hohen Ämtern immer ein wenig... naja... sind, ist wohl allgemein so. Ist halt die Frage, wer trotz der Verantwortung für die USA für Europa und Deutschland vorteilhaft wäre.

Sicher bin ich mir übrigens nur bei einem: bei den republikanischen Kandidaten, die aktuell die größten Chancen haben, kann ich mir selbst keinen vorstellen, der wirklich einen guten und friedensbringenden Einfluss in der Welt haben könnte. Trump... naja, über dessen Wahnsinn braucht man sich ja kaum noch zu unterhalten, irgendwie kann ich mir sogar vorstellen, das er bei Ted Cruz, sollte er weiterhin bei den Vorwahlen gewinnen, darauf pocht, das er nicht innerhalb der USA geboren ist. Ein weiterer Bush (auch wenn er vermutlich der liberalste Bush, momentan in den Umfragen aber eher abgeschlagen ist) ist auch nicht wirklich die beste Wahl. Marco Rubio ist auch wieder einer, der die USA als die Weltpolizei ansieht. Wo das dann hinführen könnte, kann sich vermutlich auch jeder denken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Wahl auf eine Person zu reduzieren, finde ich generell falsch.

Und um Pispers zu zitieren: "Wollen Sie mir etwa Scheiße in verschiedenen Geschmacksrichtungen anbieten?"

Mir egal, wer da Präsident ist. Kann auch Trump sein, spielt für dieses marode Land kaum eine Rolle.
Dort regiert nicht der Präsident, sondern die immer selben Lobbyisten. So wie hier. So wie in vielen anderen Ländern auch.
 
Wieder ein inhaltsloser post mehr von dir. Tut mir ehrlich leid für dich.

Aber vielleicht solltest du dich auch einfach mal mehr mit dem Thema Präsidentschaftswahl im allgemeinen und Trump im speziellen beschäftigen.
Sicherlich wirst du dann erkennen warum es im Falle von Trump sehr wohl auf die Person ankommt.

Übrigens, wenn es dir eh egal ist wer dort Präsident ist verstehe ich deine "Beteiligung" hier nur sehr schwer.
 
Amerikanische Präsidenten sind leider in erster Linie eines: amerikanische Präsidenten. Mit allen Nachteilen die das mit sich bringt, und zwar parteiübergreifend, unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religion. Das war der Fehler den die Welt bei der Beurteilung der Wahl Obamas gemacht hat.

Insofern ist mir Sanders noch der liebste, weil er der europäischste unter den Kandidaten zu sein scheint - vielleicht vor allem wegen seiner Biographie.
 
Ich bezweifle, dass Trump Präsident wird. Ich denke, er wird nicht einmal Kandidat der Republikaner. Solange Frauen, Schwarze und Hispanics wählen dürfen, hat Trump einfach keine Chance. Er zieht auch keine unentschlossenen Wähler auf seine Seite. Daher: Das wird nix.

Sanders scheint mir recht Sozialdemokratisch zu sein, was ich gut finde. In Amerika bedeutet das aber automatisch sozialistisch und er ist damit böse. Und zwei weitere Dinge machen mich skeptisch, was seine Chancen und Wirkung betrifft.
Erstens: Er verspricht viele Veränderungen, wie schon Obama 2008. Und bis auf Health Care ist da nicht viel bei rumgesprungen.
Zweitens: Er ist so eine Art Internet-Kandidat. Seine Unterstützung erinnert mich an die von Ron Paul 2008 und 2012. Und das war am Ende viel Getöse um Nichts.

Ich glaube Hillary macht das Rennen. Sowohl als Kandidatin der Demokraten, als auch als Präsidentin. Es ist dabei irrelevant, wen die Republikaner aufstellen.

---
Aktuelle Wahrscheinlichkeiten von 538 für den Gewinner von New Hampshire:
Trump - 66%
Rubio - 16%
Cruz - 8%

Sanders - 96%
Clinton - 4%
 
Als Amerikaner sollte man sich vielleicht langsam mal fragen wie demokratisch ein System ist, bei dem man die Wahl zwischen der Frau eines Ex-Präsidenten, und dem Bruder und Sohn von zwei anderen Ex-Präsidenten hat...
 


Wieso? Sind doch freie Wahlen.

Die Amerikaner verstehen sich halt auf Fortsetzungen und Remakes.
 
Die Freiheit der Wahl ist das eine, die Möglichkeit der Auswahl das andere. Der deutsche Kaiser wurde auch frei gewählt. Halt nur von sieben Kurfürsten.
 
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  • #16
An den Personen ist ein schlechtes Demokratisches System nicht erkennbar. Wenn, dann sollte man das Wahlsystem mit den Wahlmännern, wo man trotz einer allgemeinen Stimmenmehrheit weniger Wahlmännerstimmen bekommt, komplett bemängeln, aber nicht die Leute, die gewählt werden dürfen.

Das dieses Relikt aus Zeiten, wo Auszählungen noch mit Pferd und Reiter übermittelt werden mussten, in heutigen IT-Zeiten noch immer angewendet wird, ist schon traurig genug.
 


Und wo gibt es jetzt eine Einschränkung des aktiven oder des passiven Wahlrechts?
 
Insofern ist mir Sanders noch der liebste, weil er der europäischste unter den Kandidaten zu sein scheint

Aber so europäisch wir Hitler und Mussolini auch wieder nicht.

(Die Arroganz, mit der auf amerikanische Politiker herabgeblickt wird, interpretiere ich mal als späte Rache für den verlorenen Krieg.)
 
Und wo gibt es jetzt eine Einschränkung des aktiven oder des passiven Wahlrechts?

Eine mittelbare Beeinträchtigung des passiven Wahlrechts gibt es mMn durch die Regelungen zur Wahlkampf-/Spendenfinanzierung, und durch den allgemeinen Hang zur Clanbildung in den USA.
 
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