Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen? - mit Bewertung!

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Bisher war für mich Im Geheimdienst Ihrer Majestät der schwächste Bond, und der ist wenigstens lustig mit Lazenby im Schottenrock und Kojak als Blofeld. Seinen Platz hat jetzt Spectre bekommen, ein schrecklicher Film. Ein bemühter Daniel Craig, von dem die stümperhafte Kameraführung hauptsächlich die Segelohren in Szene setzt. Christoph Waltz agiert wie an die Kette gelegt, Bösewicht mit ferngesteuertem Bohrer, der eher wie ein Trottel rüberkommt denn als bedrohlich gefährlicher Blofeld. Welch eine Verschwendung an Schauspielertalent.

Bondgirl? Fehlanzeige! Madeleine Swann füllt die Rolle aus wie eine amerikanische Mittelstandstochter auf Partnersuche, eine groteske Fehlbesetzung. Der glaubt kein Mensch den professionellen Umgang mit einer Waffe. Wie kam eigentlich Monica Bellucci als Lucia Sciarra in den Film? Was treibt sie da?

Überhaupt- Logik wurde hier ganz klein geschrieben, die Geschichte war wie aus einzelnen Versatzstücken lieblos zusammengeschustert, Mission impossible mit flachen Charakteren ohne Charakter, viel Action-Tamtam und einfältigen Dialogen. Meine Freundin ist im Kino eingeschlafen. Ich konnte ihr das nicht verübeln. 1/10
 
Ich fand den Bond eigentlich gar nicht sooo schlecht. Er passte gut zu den vorherigen Craig Bonds und bildete für mich gefühlt einen passenden Abschluss. Jetzt würde ich mich aber auch endlich wieder über einen neuen Darsteller (Idris Elba ftw) freuen. Ralph Fiennes ist im Übrigen eine mega gute Wahl für die Rolle als M und ein würdiger Nachfolger für Judi Dench.
7,5/10
 
Und, wie wars bei dir ?

Wir haben ihn dann doch nicht im Kino gesehen. Finde das im naherein aber nicht schlimm, denn Spectre strapaziert doch erheblich die Plausibilität und wirkt irgendwie ermüdend. Kann mich also in gewisser Weise anschließen. Trotzdem hat er auch seine Momente. 4/10

Was hatte eigentlich Mr. Hinx im Zug zu suchen, wo kam der her und was sollte das? Überhaupt, was wollte Blofeld überhaupt:unknown:?
 

(En duva satt på en gren och funderade på tillvaron)

Ein Mann stirbt beim Versuch, eine Weinflasche zu entkorken. Ein anderer stirbt gerade nachdem er sein Essen bezahlt hat, was wird nun daraus? Eine Greisin klammert sich auf ihrem Sterbebett kreischend an eine Tasche, die ihr ihre selbst betagten Kinder zu entreißen versuchen. Karl XII von Schweden kehrt während seines Russlandfeldzuges zu Pferde in einer Industrie-Vorstadt-Kneipe ein und flirtet mit dem Barjungen. Zwei Handelsvertreter verkaufen Vampirzähne extralang, den Klassiker Lachsack und die Gummimaske "Gevatter Einzahn". Ihr Motto: „Wir helfen den Menschen, Spaß zu haben.“ Zuschauer mit einem Faible für Kafka und Beckett werden den reichlich haben.

Ich habe immerhin 50½ der 101 Filmminuten sehen können und werde den Film dann gelegentlich abschließend noch bewerten.
 




Mike (Jesse Eisenberg) und seine Freundin Phoebe (Kristen Stewart) wohnen in einem beschaulichen kleinen Städtchen in den USA. Ihr Leben ist ruhig und es gibt kaum Spannendes zu erleben. Mike und Phoebes größtest Hobby ist die Kifferei. Irgendwie muss man sich das langweilige Leben in der Kleinstadt ja schön quarzen. Alles in allem sind die beiden aber glücklich mit ihrem Leben – und vor allem auch miteinander. So glücklich, dass Mike vorhat, seiner großen Liebe Phoebe einen Heiratsantrag zu machen. Doch, wie es der Zufall will, passiert kurz vor seinem Antrag etwas Gravierendes: Mike ist nämlich ein Schläfer-Agent der US-amerikanischen Regierung! Das Problem: Genau diese Regierung schätzt Mike als hohes Risiko ein und macht sich zur Aufgabe, den jungen Kiffer auszuschalten. Plötzlich ist nichts mehr beim Alten und Mike und Phoebe sehen sich einer großen Gefahr gegenüber. Da scheint auch das Leben in einer Kleinstadt gar nicht mehr so schlecht zu sein. Die beiden müssen alles dafür tun, um ihr altes Leben wieder zu bekommen und vor der Regierung zu fliehen.

Hm, irgendwie schwer zu beurteilen. Die Grundidee des Films gefiel mir. Ein Kiffer der aus der Lethargie seines Daseins erwacht und ungeahnte Fähigkeiten zur Schau stellt. Es ist ein Mix aus Action, Drama und Situationskomik, mehr oder weniger gelungen. Es gab Momente, da musste ich durchaus schmunzeln, aber ein paar Gags versagten m.E. auch. Leider! Der Film hätte nämlich durchaus mehr Potential gehabt. Einerseits der lethargische Kiffer der nichts auf die Reihe kriegt und in quasi vollendeten Szenen plötzlich durch seine Dummheit nochmal Salz in die Wunde streut bzw. die Szene nochmal aufleben lässt, andererseits der Profikiller der eiskalt seine Gegner mit Alltagsgegenständen ermordet. Für eine Actionkomödie wären da ein paar zielgerichtetere Gags durchaus förderlich gewesen. Die Actionszenen sind solide umgesetzt, blutig aber nicht spektakulär. So bleibt es für mich eine Mischung aus "Bourne" und "Ananas Express", leider ohne großen Erinnerungseffekt.

Alles in allem würde ich sagen 5/10 Punkten. Nicht wirklich schlecht aber auch nicht der ultimative Geheimtipp. Eines muss man dem Film aber lassen, er ist kurzweilig und versucht Action, Komödie und Drama in Einem zu sein. Leider gelang das nicht so wie ich gehofft hatte. Für einen Abend mit Freunden und ein paar Bier trotzdem zu empfehlen. ;)
 


Interessanter Blickwinkel zum einem und insgesamt annehmbares Drama. Echte Zombie-Apokalypse-Phantasie mal anders. Für mich ergab sich aber neben der etwas zu trägen Erdzählweise, ein etwas zu schwaches Mitfühlen mit Wade Vogel (Arnold Schwarzenegger). Es fehlt meiner Meinung nach der Schlüssel zu der Figur. Mit Arnie schließt man sowieso recht schnell ab und man fühlt nicht mit, als wenn es noch um eine, wie auch immer gestaltete Zukunft, zu leiden gilt. Allgemein hält die Geschichte wenig Optionen bereit und bietet auch sonst keine interessanten Wendungen. Keine Empfehlung, es sei denn, man benötigt schlecht Laune. 4/10
 
Zuletzt bearbeitet:


5/10

Anfangshab ich mich gefreut mal wieder einen Milla Jovovich Film zu sehen. Ging auch ganz interessant los bis... naja, irgendwas ist passiert. Zu viel Gelaber, irgendwie unlogisches Verhalten. Auf jeden Fall wurde mir der Film ziemlich schnell langatmig und driftete in all zu typische undurchdachte Hollywood-Manier ab. Was für einen verkaterten Sonntag, mehr aber auch nicht.
 
interessant wie sich hier viele der Bewertungen mit den Bewertungen von imdb decken.
Würde es da nicht Sinn machen, bei der Masse an verfügbarem Filmmaterial, sich vorher die imdb Bewertung anzuschauen und dann auf durchschnittlichen Schund einfach zu verzichten?

Mein letzter Film war Interstellar.


Irgendwie teilweise etwas langatmig.
Als SciFi Film würde ich ihn eher mit 5-6 Punkten einstufen.
Allerdings davon losgelöst als Drama sicher mit 7-8.

Geil war, und jetzt dürfen mich alle auslachen, ich habe erst in dem Film erkannt, dass folgendes aus dem Film zusammengeschnitten war:


Wurde hier im board mal verlinkt. Dachte damals einfach nur an eine reine gute schauspielerische Leistung von ihm als Werbung für Star wars.
:D
 
Würde es da nicht Sinn machen, bei der Masse an verfügbarem Filmmaterial, sich vorher die imdb Bewertung anzuschauen und dann auf durchschnittlichen Schund einfach zu verzichten?

Ich mache das zum Großteil auch so. Wobei es da durchaus Ausnahmen gibt. Beispielsweise "Schwarze Katze, Weißer Kater" hat bei der IMDB 'ne 8.1. Ich fand den unfassbar langweilig und unlustig. Selbiges gilt etwa für Four Lions.
Manchmal steht der Kollektivgeschmack den eigenen Vorstellungen doch arg entgegen.

Problem ist bei mir mittlerweile, dass ich z.B. im Horrorgenre so gut wie alles ab den 80er Jahren und 'ner Wertung ab 6 Punkten aufwärts schon gesehen habe, so dass ich mich nun notgedrungen an niedrigeren Wertungen abarbeiten muss. ;)
Auch da kann es aber positive Überraschungen geben, z.B. oder , die beide für Low-Budget Streifen überdurchschnittlich gut waren, obwohl die Wertung etwas anderes behauptet.
 
natürlich!
Ich finde da auch viele Bewertungen daneben.

Offensichtlich gibt es aber Leute deren Geschmack fast durchweg dem Massengeschmack gleicht.
Da macht es durchaus Sinn auf durchschnittliches und schlecht bewertetes Zeugs zu verzichten.
Ich hoffe doch mal man hat nicht schon alle gut bewerteten Filme angeschaut ;)
(klar, in einem genre dann sicher schon möglich)

Ich denke fast der nächste Film den ich sehen werde ist Spectre oder wenn Zeitmangel dann den neuen Star Wars.
Star wars kann leider nur entweder unter aller Sau oder gut werden...
 
Ich mach das mit den Bewertungen nicht mehr, weil man entweder im Vorfeld schon die Wertung im Kopf hat und den Film dann auch anders sieht oder aber teilweise einige Perlen verpasst (da der eigene Geschmack vielleicht doch von der Masse abweicht).
 
Ich mach das mit den Bewertungen nicht mehr, weil man entweder im Vorfeld schon die Wertung im Kopf hat und den Film dann auch anders sieht oder aber teilweise einige Perlen verpasst (da der eigene Geschmack vielleicht doch von der Masse abweicht).

Ich packe mir alles, was interessant klingt auf meine Watchlist. Im Moment sind da über 2500 Filme drauf, die ich so nach und nach besorge. Dadurch weiß ich dann auch die Wertung nicht mehr, wenn ich einen davon schaue. :-P
Oftmals weiß ich dann sogar nicht mal mehr, worum genau es geht, abgesehen vom Genre allgemein. So kann man relativ unvoreingenommen werten.
 
Leider passiert es mir in letzter zeit immer Häufiger, das ich einen Low Budget Film mit einer durchschnittlich guten Bewertung anschauen will, und nach wenigen Minuten merke,
der Film ist einfach nur Schlecht.

Oftmals sind die Schauspieler unter aller sau und die Dialoge sind einfach Grottig.

Das für mich Beste Beispielt ist z.b. der Film " " welcher für mich Verschwendung meiner Lebenszeit war.
Manchmal ist es einfach so, das der Geschmack doch sehr Individuell ist und oftmals irgendwelche Filme die von einigen als "Künstlerich Wertvoll" (independent) angesehen werden, für mich einfach nur Kacke sind.

Problem ist bei mir mittlerweile, dass ich z.B. im Horrorgenre so gut wie alles ab den 80er Jahren und 'ner Wertung ab 6 Punkten aufwärts schon gesehen habe, so dass ich mich nun notgedrungen an niedrigeren Wertungen abarbeiten muss.

Kenn ich zu gut.
Geht mir auch sehr oft so und mich Stört der Trend zu solchen "Wackelbild" Filmen (z.b. Blairwitch Project) welche eine zeit lang wirklich Überhand genommen haben.
Spannung aufbauen durch Realistische Angstszenen mag ja Funktionieren, aber nicht 90 Minuten am stück nur Gewackel. :dozey:
 
Rubber ist ein Film, auf den man sich einlassen muss. Sicher nicht für jeden geeignet.

Ich schaue auch gerne Horrorfilme, früher aber wesentlich häufiger als heutzutage, da das meiste nur noch Klischee ist bzw das wiederholt, was schon war.

// Zu Rubber sei noch gesagt, dass ich ihn auch nicht sonderlich gut fand. Aber er ist nach einmaligem Schauen definitiv in Erinnerung geblieben ob dieser absurden Handlung. Also hat der Film irgendwas richtig gemacht.
 
@keinbenutzername: Schätze das kommt daher weil die Summe vieler Einzelmeinungen unterm Strich dann doch einen plausiblen Richtwert bietet. Ich schaue mir nie nach IMDB-Ranking einen Film an oder nicht an (außer in extremen Fällen wo mir der Film von Vornherein Suspekt ist und der dann dazu nur 1,5 IMDB-Punkte hat). Ich hab da halt meine Interessensgebiete, Genres und bestimmte Regisseure oder Teams/Reihen. Wenn da was raus kommt wird das eigentlich auch knallhart angeschaut. Notfalls schalt ich die Glotze halt aus wenn es zu schlimm wird. Wenn dann schaue ich ab und an einen Trailer, da kann ich mehr Informationen raus ziehen.
 
bei mir ist es halt so, ich habe so viele Filme die ich mal noch sehen würde, da schaue ich mir besser erst die an, die einigermaßen gut bewertet sind.
Natürlich entgehen mir da auch Filme die ich richtig gut finden würde, und trotzdem werde ich dann Filme sehen die ich grottenschlecht fand, aber zumindest habe ich nen Anhaltspunkt.
Wenn man halt nur vielleicht 2 mal im Monat einen Film anschaut selektiert man vorher schon.
Allerdings, wenn mir das Genre nicht zusagt schaue ich mir auch keinen extrem gut bewerteten Film an.
Aber einen angefangenen Film ausschalten, das habe ich so noch nie gemacht.
Wohl gemerkt, selektierte Filme auf Bluray, nicht einfach nur irgendwas aus dem Fernsehen.
Ich schaue mir eigentlich Filme im Fernsehprogramm auch nie an.
Denke dann immer, warum soll ich mir im Fernsehen was mit Werbung geben wenn ich auch was von disc schauen kann in besserer quali und ohne Werbung.
 


Ich hatte den Film vor langer Zeit mal gesehen und gestern wars wieder Zeit.

Die Cidade de Deus ist eine berüchtigte Favela in Rio de Janeiro, in der Bandenkriege an der Tagesordnung sind. Hier wächst in den 70er Jahren der sensible Buscapé auf, der von einem normalen Leben und einer Karriere als Fotograf träumt.

Seine Jugendfreunde Dadinho und Bené beherrschen als Drogendealer das Viertel. Als Benny von einem Konkurrenten getötet wird, beginnt der unberechenbare Dadinho einen brutalen Krieg mit seinem Erzfeind Cenoura um die Vorherrschaft im Viertel. Während der Konflikt immer weiter eskaliert und immer gößere Opfer fordert, versucht Buscapé sein Leben zu retten ohne seine alten Freunde zu verraten.

Das Drama beruht auf wahren Begebenheiten und um dem Film die größtmögliche Authentizität zu verleihen, spielen keine Stars, sondern unbekannte Schauspieler und fast ausschließlich Jugendliche aus den Elendsvierteln Rios mit. Dieser Schachzug geht durchaus auf, man nimmt den Darstellern ihre Perspektivlosigkeit und das notwendige brutale Handeln ab.

Um den Film möglichst dynamisch zu gestalten, wird viel mit Rückblenden, Zeitsprüngen und Wiederholungen gearbeitet, ebenso werden verschiedene Handlungsstränge miteinander verschachtelt und bilden so ein Ganzes. Buscapé dabei als Off-Kommentator einzusetzen rundet die Sache ab und man verliert nie den roten Faden.

In diesem Zusammenhang muss man auch die Kameratechnik erwähnen - grandiose Schnitte, 360 Grad Kamerafahrten, Zooms, schnelle Schwenks, alles dabei und immer passend mit einem tollen Score unterlegt.

Insgesamt ist der Film eine nüchterne, brutale und authentische Darstellung der Bandenkriege in den Favelas. Ein packendes, aber auch verstörendes Portrait einer Gesellschaft, in der man gezwungen ist, aufgrund von Armut und Kriminalität, seine Kindheit nicht als solche ausleben zu können, sondern sich frühzeitig den Rahmenbedingungen anzupassen um überleben zu können.

Was bleibt noch zu sagen? Ganz großes Kino fernab der Mainstream-Blockbuster! Für mich 10/10 Punkten und eine klare Empfehlung sich dieses Meisterwerk anzusehen!
 
Würde es da nicht Sinn machen, bei der Masse an verfügbarem Filmmaterial, sich vorher die imdb Bewertung anzuschauen und dann auf durchschnittlichen Schund einfach zu verzichten?
Das mache ich nur mit Trash/Low-Budget Horror Filmen. IMDB Bewertungen zwischen 4.5 und 6.5 sind irgendwie der Sweet Spot für Trash die ich mir mit paar Kollegen gerne anschaue. Alles drunter oder drüber ist meistens langweilig.


Circle (2015)

6/10

50 Leute werden in einem Raum gesperrt, in der alle paar Minuten eine Person stirbt.
Der Twist! Die Person die stirbt wird von der Mehrheit der Gruppe gewählt.

Ganz unterhaltsam wie die Charaktere sich gegeneinander ausspielen um paar Minuten länger zu leben.
 
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