Also wenn ich beim Geheimdienst arbeiten würde, dann erstmal aus Überzeugung und damit wäre meine Loyalität gesichert.
Natürlich, wenn du aus Überzeugung irgendwo arbeitest. Der Arbeitsmarkt zwingt uns aber doch auch nicht selten, irgendwo zu arbeiten, besser irgendein Job, als kein Job und beim BND hast du wohl eine recht sichere Stelle (Sicher im Bezug auf Kündigung) und gute Bezahlung und ganz offensichtlich auch verdammt wenig Arbeit, wenn du mit täglich 3 Stunden durch kommst.
Wenn ich dann dort zu wenig zu tun hab oder irgendwas blöd finde, dann würde ich es denen sagen und wenn sich nichts ändert, irgendwann wohl kündigen.
Ehrlich? Also, klar, wenn du auf der Arbeit sitzt und fürs Nichts-tun bezahlt wirst, dann mag das moralisch gesehen, fragwürdig sein, weil sich da draußen Leute täglich den Arsch aufreißen und Drecksarbeit erledigen und einen Hungerlohn erhalten.. aber wenn ich die Wahl hätte zwischen einer Arbeit, bei der ich täglich 3 Stunden arbeite und 5 Stunden vor mich hin vegetieren kann oder einer Arbeit, bei der ich mir 8-10 Stunden den Arsch aufreiße, dann wäre meine Wahl sehr schnell getroffen. Stehe ich mit der Meinung alleine da? Mal ehrlich, das ist doch ein Traumjob, 3 Stunden Arbeit, 5 Stunden Exklusivzeit für sich, in der man auch noch für bloße körperliche Anwesenheit bezahlt wird. Offensichtlich hatte er dort ja sogar so viel Freiraum, dass er unbemerkt unternehmensfremde Hardware einschleusen konnte. Da hätte er sich seine Zeit auch mit Minecraft vertreiben können.
35.000 Euro macht man mit irgendeinem illegalen Geschäft in kürzester Zeit und so einer weiß, worauf er achten muss und hat sicher auch top Kontakte, bzw. weiß, wo er sie findet.
Ich frage mich allerdings, wieso er aufgeflogen ist, er hätte doch besser wissen müssen, wie er seine Identität hätte geheim halten können.
außer es wäre moralisch wichtig und richtig und würde sehr vielen Menschen weiterhelfen und sie vor Gefahren schützen, bzw. wirkliche Straftäter in den Knast bringen.
Beachtet man den NSU Skandal könnte man sogar annehmen, dass es sicherer ist, BND Akten an die USA weiter zu leiten in der Hoffnung, dass diese kompetenter damit umgeht, als es beim BND der Fall ist. Wer weiß, was beim BND noch so alles zerschreddert wird.
Nachtrag: Vielleicht meinten die von der CIA das ja sogar ernst und er hätte da einen tollen Job bekommen können, aber dann soll er halt kündigen und das offiziell machen. Wäre ich wiederum die CIA, was würde ich von einem halten, der schon für im Verhältnis lächerliche 15.000 Euro sein Land verrät und das auch noch mit der Begründung, es sei ihm halt langweilig. Den muss man dann ja dauernd überwachen, weil man ihm nicht trauen kann. Also so wirklich glauben, dass er da drüben genommen worden wäre, kann ich das eigentlich nicht. - Da wüsste ich auch gern, wie seine Gedanken dazu waren und ob er das nicht ähnlich sieht.
Wurde er doch, quasi. Wäre er "da drüben genommen" worden, hätte er wahrscheinlich auch die nächsten Jahre in Deutschland beim BND gesessen und Dokumente kopiert. Für die CIA ist das Risiko dann ja überschaubar.