[Netzwelt] kinox.to- und Boerse.bz Bust: Großrazzia gegen mutmaßliche Betreiber

Vorige Woche kam es in der Nähe von Lübeck zu einem Einsatz einer Polizeispezialeinheit bei zwei noch im Elternhaus lebenden Brüdern (25 und 21 Jahre alt), denen man unter anderem, jedoch vor allem den Betrieb des Streaming-Portals kinox.to vorwirft. Beide Brüder waren nicht anwesend und befinden sich derzeit auf der Flucht. Zwei weitere Haussuchungen fanden in Düsseldorf und Neuss statt, wo man jeweils einen mutmaßlichen Mittäter verhaftete. Außerdem wurden bei einem Zahlungsdienstleister in Berlin "Vermögenswerte sichergestellt".

Den festgenommenen, sowie den sich noch auf der Flucht befindlichen Personen, wird neben dem Betrieb des Streaming-Portals kinox.to vorgeworfen, ebenso Betreiber der Filehoster Freakshare.com und Bitshare.com zu sein, wo Einnahmen durch Accounts generiert wurden, auf denen User hauptsächlich entsprechend unlizenziertes Material hosteten und verlinkten. Ebenso vermutet man sie hinter Movie4k.to, Mygully.com und Boerse.sx, wo urheberrechtlich geschützte Werke angeboten wurden. Neben dem Vorwurf der gewerbsmäßigen Urheberrechtsverletzung rechnen die Ermittler mit rund einer Million hinterzogener Steuern. Des weiteren legt man den Beschuldigten Brandstiftung und räuberische Erpressung zur Last.

Quelle: (bzw. Thread von Diskordier)

Edit von Larius:

Wegen Boerse.bz siehe
 
Mag der Kontext in der Karikatur ein anderer sein, so passt er hier dennoch:

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Nun gibt es auch ein weiteres Urteil im Zusammenhang mit kino.to.
Wegen gemeinschaftlicher Urheberrechtsverletzung wurden zwei 29 bzw 32 jährige Männer vom Amtsgericht Leipzig zu Bewährungsstrafen von 21 Monaten verurteilt. Ebenfalls wurden sie zu Geldstrafen in der Höhe von 1.500 bzw 75.000 Euro verurteilt.
Ihnen wurde zur Last gelegt, sie hätten für kino.to einen eigenen Filehoster gegründet, hätten dort Schwarzkopien hoch geladen, die sie dann über das Portal anderen zugänglich gemacht haben Der ältere der beiden soll zudem auf fremde Hoster Schwarzkopien hoch geladen zu haben.
Die Angeklagten zeigten sich geständig und nahmen das Urteil an. Da die Staatsanwaltschaft auf Rechtsmittel verzichtete sind die Urteile bereits rechtskräftig.

Quelle:
 
1.500 bzw 75.000 Euro? 1.500 zahlt der doch aus der Portotasche und selbst bei 75.000 bin ich mir fast sicher, dass insgesamt immer noch ein Gewinn erwirtschaftet wurde, der die Strafzahlungen um ein Vielfaches überschreitet.
 
Ich denke auch das der eine sich innerlich gefreut hat das er mit "nur" 75k davon kommt.
 
Wenn ich das noch richtig im Kopf habe ist das ja erstmal das strafrechtliche Verfahren.
Die geschädigten werden doch sicherlich parallel ein Verfahren eingeleitet haben und da werden diese dann Schaden nachweisen wollen um in entsprechender Höhe einen Ausgleich zu geben. Das dürfte mehr werden :D.
 
1.500 bzw 75.000 Euro? 1.500 zahlt der doch aus der Portotasche und selbst bei 75.000 bin ich mir fast sicher, dass insgesamt immer noch ein Gewinn erwirtschaftet wurde, der die Strafzahlungen um ein Vielfaches überschreitet.
Der Gewinn der erwirtschaftet wurde wurde natürlich vorher abgeschöpft.
Die zivilrechtlichen Ansprüche müssen dann antürlich anderweitig bedient werden. Siehe BurnerRs Beitrag.

Seonendseounli schrieb:
Um welchen Filehoster genau ging es denn eigentlich in dem Verfahren?
Gute Frage. Das hoffe ich auch von den Insidern hier zu erfahren.
Also nur raus mit den Infos, meine Damen und Herren. ;)
 
Gut das "Todesstrafe durch totlachen" nicht verboten ist.:D:unknown:

75k für das Betreiben der bekanntestenm Warezseite des deutschsprachigen Raums. Haben wohl die gleichen fiktiven Zahlen angesetzt wie beim Torrentsleechenden Hartzer oder wie?

Der hat sich im Gerichtssaal sicher fast die Zunge abbeißen müssen um nicht in lautes Gelächter auszubrechen.
 
Die werden wohl eher ein Problem sein.

Aber vor Geldstrafen kann man sich sehr rentabel drücken wenns um diese Beträge geht.
21 Monate Knast sind für das dadurch erzielte Einkommen wohl auch ganz gut hinnehmbar zumal die vermutlich früher rauskommen.

Es würde ja schon reichen wenn das Geld auf einem "unbekannten" Paypalkonto liegt.
Zumal sich eventuelle Nachzahlunge da sowieso auf die Beträge beschränken dürften die man auch tatsächlich nachweisen kann. Da dürfen sich Behörden ja afaik keine kompletten Fantasiewerte ausdenken wie beim Torrentseeden.

Was also bedeutet das die sogar im Zweifel freiwillig die Umsätze im Shopsystem offenlegen und wenn sie nicht vollkommen bescheuert sind(was man bei den beiden aufgrund der Geschichte nicht ganz ausschließen kann...) werden da einige Umsätze fehlen.
Was haben die Hoster an Bezahlmethoden akzeptiert? Bei so ziemlich allem außer Überweisungen auf ein bekanntes Konto kann man da ziemlich gut mogeln.

Das heißt die Berechnungen basieren dann auf nach unten korrigierten Umsätzen.
 
Bei denn Geldstrafen liegen ja schon Welten zwischen. Die 1500€ kann man ja noch verkraften. Vorallem als Uploader.
Aber die gegen den Betreiber mit 75.000€ ist ja wohl härter das zahlste mal nicht eben so. Denke das ist auch Bewährungsauflage, da geht er lieber 21 Monate in den Bau anstatt das zu zahlen.
 
„Im Rückblick war das Projekt ein Minusgeschäft“

Die Plattform Kino.to war vor vier Jahren aufgeflogen und vom Netz gegangen. Der Leipziger Gründer war schon 2012 zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Auch weitere Helfer und Beteiligte erhielten Bewährungs- und Haftstrafen. Die beiden Angeklagten im aktuellen Prozess machten auch nach dem Ende von Kino.to bei ähnlich angelegten Plattformen weiter, wie sie am Montag zugaben.

Der 32-Jährige aus Chemnitz gab an, zuerst bei fremden Anbietern die Filme hochgeladen zu haben und dann auf die Idee mit dem eigenen Filehoster gekommen zu sein. Der mitangeklagte 29-Jährige vermietete als Selbstständiger Server an Kunden. Das Ziel: Über die Links bei Kino.to landeten die Nutzer des illegalen Dienstes beim Filehoster der Angeklagten und sorgten für Werbeeinnahmen.

Ein Großteil davon sei jedoch für die Kosten der Datenverbindungen und Server draufgegangen, sagte der 29-Jährige. „Im Rückblick war das Projekt für mich ein Minusgeschäft.“


Quelle:


Naja ob man das glauben kann weiß ich nicht denn wenn auf Dauer ein Minus bei raus kommt warum macht man das dann so lange?
 
@LouisG

Ich kenne zwar die Einnahmen von kino.to nicht, aber die alten von boerse.bz
Es ist zwar bestimmt viel Geld, aber eindeutig verkraftbar. Ich denke auch mal, dass der Betreiber von Kino mehr eingenommen hat, als der Admin von bbz.
 
@Shinigami

es ging ja da um die Einnahmen von den Filehoster ;)
Denke die sind weitaus niedriger als die der Hauptseite kino.to gewesen, aber dürften trotzdem genug gewesen sein.
Ein Minusgeschäft war das sicher nicht. Aber das der Hosterbetreiber das 50-fache mehr an Geldstrafe bekommt als der Uploader wundert mich schon.

Gabs eigentlich schon nen Urteil bei Duckload?
 
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