Das ist keine Zivilisation mehr, das ist Wildnis. Die Flüchtlinge können sich nur auf ihre Instinkte verlassen, staatliche Zusagen, auch wenn sie von der Bundeskanzlerin selbst gegebenen wurden, zählen nicht. Wortbruch von höchster Stelle ist legitim. Die Lage ist für die Objekte der Machthaber unsicher und unberechenbar. Wann geht der Schlagbaum hoch, wann geht er runter?
Der Futterneid führt dazu, dass die Kanzlerin für ihre Entscheidung, die Grenze zu schließen, viel Beifall bekommt. Ob die Jubler wohl immer noch jubeln werden, wenn sie, was abzusehen ist, selbst das Objekt staatlicher Willkürentscheidungen werden? Wenn es zu Rentenkürzungen unter Verweis auf die Kassenlage kommt? Wenn andere Leistungen von einem auf den anderen Tag gestrichen werden?
Jedenfalls bleibt es spannend.
Nachtrag: Die Anarchie im Nahen Osten und der Staatenzerfall dort könnten sich als ansteckend erweisen, weil durch die Nachgiebigkeit eurpäischer Politiker gegenüber vermeintlichen Sachzwängen, in Wahrheit vor dem Populismus, ein ähnliches Verhalten hier induziert wird.
Die Behandlung der Flüchtlinge liefert gleichsam das Muster für Menschenbehandlung überhaupt. Sie sind halt alle gleich, jeder kann Flüchtling werden, auch im eigenen Land. Eine mittlere Flutkatastrophe macht's möglich.