Regierungen und Bevölkerungen durch Flüchtlingswelle überfordert?

Hihi, ja man sollte wirklich taktisch und strategisch denken, nicht das was du dafür hälst. Leute die so etwas vorhaben, werden im Allgemeinen vorher für so etwas ausgebildet und das geschieht im Regelfall nicht hier. Und dank der Flüchtlingsschwemme hat man jetzt eine sehr einfache Möglichkeit diese Leute wieder zurück bzw. einzuschleußen, weil eine Kontrolle fast unmöglich ist. Wäre ich Verantwortlicher beim IS würde ich diese Möglichkeit definitiv ausnutzen. Aber so weit denkst du offensichtlich nicht, du schiebst es lieber auf Paranoia.
 
Fassen wir mal kurz zusammen:

- Flüchtlinge sind nicht krimineller als andere
- es gibt hier in Europa keine Bevölkerungsgruppen, die hier einen Gottesstaat wollen
- Der Anschlage in Paris wurden von im Lande geborenen Franzosen begangen
 
Und dank der Flüchtlingsschwemme hat man jetzt eine sehr einfache Möglichkeit diese Leute wieder zurück bzw. einzuschleußen, weil eine Kontrolle fast unmöglich ist.

Einfacher wäre es doch, sei einfach dort zu lassen, wo sie gewesen sind. Warum dieser unnütze Tourismus, der zu nichts führt?

Der IS ist keine Ansammlung von Spinnern. Die sitzen nicht daheim und freuen sich, wenn es ordentlich kracht und im TV die Bilder kommen. Der IS will was erreichen, zum Beispiel die Kontrolle über Ölfelder. Der finanziert sich über den Verkauf von Öl. An wen eigentlich? Aber das ist ein anderes Thema.

Klar ist, dass im IS knallharte Geschäftsleute hocken und keine Schwärmer wie die Jungs von der RAF. Wurden die Pariser Attentate überhaupt vom IS authorisiert? Ich weiß es nicht mehr, es spricht jedenfalls einiges dagegen.
 
Du hast es hier mit religiösen Fanatikern zu tun, mit die schlimmste Sorte von Menschen, die man sich vorstellen kann, völlig unabhängig davon welcher Religion sie zugehörig sind. Geht das nicht in deinen Schädel? Diese Leute sind für den massenhaften Exodus maßgeblich mitverantwortlich. Diese Leute betrachten uns und unseren Lebensstil als nicht gottgefällig um es mal "nett" auszudrücken. Sie sind absolut skrupellos in der Wahl ihrer Mittel und du faselst was von unnützem Tourismus. Wenn ich mal wieder strategisch denke, sehe ich in der Platzierung von willigen UND dazu auch befähigten Attentätern in verschiedensten Ländern durchaus Sinn. Es eröffnet mir die Möglichkeit den Krieg direkt zu meinem Feind zu tragen und es eröffnet mir die Möglichkeit einer/s Vergeltung / Zweitschlags wenn ich selbst angegriffen werde. Ob und wie schnell ich die dann nutze sei erstmal dahingestellt. Ein reiner unausgebildeter Sympathisant nützt mir dafür nur eingeschränkt, weil der sich dümmstenfalls beim Bombenbauen selbst in die Luft jagt oder anderweitige Fehler begeht.

Und natürlich brauchen die Kohle und Gebiete, jede Armee braucht eine Basis, ansonsten geht ihr spätestens nach ein paar Wochen der Saft aus. Aber das ist doch nicht das eigentliche Ziel oder meinst du die geben sich mit einem Stück Wüste und zerschossenen Städten irgendwann zufrieden?
 
Seit ein paar Tagen geistern diverse Nachrichten ( ) durchs Internet, dass der IS auch schlafende Kämpfer im Flüchtlingsstrom mit unterbringen könnte. Ursprünglich kam die Nachricht wohl von der Sunday Express - also der englischen Bild-Zeitung. Trotzdem kann man nicht von der Hand weisen, dass die Möglichkeit besteht. Der Flüchtlingsstrom garantiert eine durchaus nützliche Anonymität für solche Vorhaben.
Hätte, hätte, Fahrradkette... :m
Englische BILD-Zeitung trifft es wohl. Wie viel einfacher und deshalb wohl auch wahrscheinlicher wäre es denn wohl, wenn ein guter Deutscher (Salafist) hier einen Terroranschlag verüben würde? Oder meinetwegen auch ein Rückkehrer aus Syrien, der ein paar Wochen/Monate vom IS geschult worden ist?
Gut integriert, weil ja in Deutschland geboren, idealerweise sogar selbst mit deutscher Staatsangehörigkeit und dementsprechend unauffällig.
Wirklich - vor IS-Terroristen aus Syrien Angst haben zu wollen ist schon eher dämlich als paranoid.
Aber natürlich lässt sich auch so etwas nicht zu 100 Prozent ausschließen. Schön, wenn ein paar geistige Tiefflieger sich dann auch gleich darauf stürzen können.
Fördert ja bekanntlich die Verkaufszahlen solcher Schmierblätter.

Es ist doch garnicht die Frage, ob prozentual gesehen der Anteil potentieller Problemefälle niedriger, gleich oder höher ist. Die Frage ist wie man mit diesen umgeht. Und da gehen die Meinungen extremst auseinander, von "Kuscheltherapie" bis hin zum Freiflug in der nächsten Transall inkl. Fallschirmabwurf über der nächsten IS Stellung.
Aha? Und wer hätte gerne Kuscheltherapie? Ich habe bis jetzt noch nichts davon mitbekommen, dass irgend jemand für die armen Asylanten eine Extrawurst fordert. Ganz im Gegenteil, es gibt hier im Umfeld einen Fall, bei dem der Täter zu 22 Monaten Haft verurteilt wurde. Ganz so, wie es mit jedem anderen Straftäter gemacht werden sollte und hoffentlich auch gemacht wird.
 
Seit ein paar Tagen geistern diverse Nachrichten ( ) durchs Internet, dass der IS auch schlafende Kämpfer im Flüchtlingsstrom mit unterbringen könnte.

Es besteht aber gar kein Zusammenhang mit dem derzeitigen Ansturm, denn dies war bereits in der Vergangenheit jederzeit möglich. In sofern hat das für die aktuelle Debatte/Situation null Relevanz.
 
Zuletzt bearbeitet:
In vielen Ländern schätzen die Leute den Wert ihres Lebens aber höher als wir Deutsche.
Das ist eine seltsame Aussage. Wie schätzen "wir Deutsche" denn den Wert unseres Lebens ein, so durchschnittlich? Leitest du das von Selbstmordstatistiken, eigenen Beobachtungen oder wie ab? Hast du dich als Maß während deiner Reisen betrachtet? Ich glaube nämlich, dass der Wert des Lebens eines Anderen überhaupt nicht valide bestimmt werden kann. Das kann nur jeder für sich entscheiden.
 
Aha? Und wer hätte gerne Kuscheltherapie? Ich habe bis jetzt noch nichts davon mitbekommen, dass irgend jemand für die armen Asylanten eine Extrawurst fordert. Ganz im Gegenteil, es gibt hier im Umfeld einen Fall, bei dem der Täter zu 22 Monaten Haft verurteilt wurde. Ganz so, wie es mit jedem anderen Straftäter gemacht werden sollte und hoffentlich auch gemacht wird.

Das ist ja auch gut und richtig so. Über die "Kuscheltherapie" hatte ich letztens mit einer Bekannten ein heftigere Auseinandersetzung. Sie meinte, ja, die sind doch alle traumatisiert, müssen sich komplett neu orientieren, das müsse man doch psychologisch sehen und nicht so hart, blahblahblah..... Das ich diese Meinung nun nicht unbedingt teile, dürfte dich kaum überraschen und ich kann nur hoffen, dass solcherlei Unsinn nicht allzu verbreitet ist, aber in diesem Land ist ja alles möglich.
 
Du hast es hier mit religiösen Fanatikern zu tun, mit die schlimmste Sorte von Menschen, die man sich vorstellen kann, völlig unabhängig davon welcher Religion sie zugehörig sind. Geht das nicht in deinen Schädel? Diese Leute sind für den massenhaften Exodus maßgeblich mitverantwortlich. Diese Leute betrachten uns und unseren Lebensstil als nicht gottgefällig um es mal "nett" auszudrücken.
Das sehe ich anders. Klar, beim Frontlinienfußvolk handelt es sich um verblendete Menschen, die in den religiösen Fanatismus abgeglitten sind und vermutlich wirklich glauben sie würden Gottes Werk o.ä. verrichte. Aber schon auf der Führungsebene des IS hast du es mit ehemaligen Geheimdienstlern, mit ehemaligen Generälen und Offizieren zu tun. Das sind mitnichten religiöse Spinner, sondern skrupellose Machtmenschen, die ganz genau wissen was sie tun, und vor allem welche Aktion sie ausführen müssen um welche Reaktion zu erzeugen. Diese Leute interessieren sich weder besonders für den Islam, noch für unseren Lebensstil.

Es eröffnet mir die Möglichkeit den Krieg direkt zu meinem Feind zu tragen und es eröffnet mir die Möglichkeit einer/s Vergeltung / Zweitschlags wenn ich selbst angegriffen werde.
Sie haben den Krieg längst zu uns getragen, dadurch das sie Millionen Menschen zur Flucht hierher zwingen. Die haben auch verstanden wie man uns treffen kann: Mit Geld. Der Terroranschlag in Paris, welche Kosten hat der verursacht? Nicht besonders viel. Ein paar Menschen sind gestorben, wenn wir ehrlich sind ist das vernachlässigbar, bei jedem schweren Gewitter sterben mehr Leute. Die psychischen Auswirkungen auf die europäischen Gesellschaften haben sich auch in Grenzen gehalten. Ein paar Wochen Schock und Trauer, dann war es auch schon vorbei. Aber der Flüchtlingsstrom? 10 Mrd. geschätzte Kosten alleine für dieses Jahr. Eine mögliche Spaltung der Gesellschaft. Frag dich selber was du als IS-Führer machen würdest.


Und natürlich brauchen die Kohle und Gebiete, jede Armee braucht eine Basis, ansonsten geht ihr spätestens nach ein paar Wochen der Saft aus. Aber das ist doch nicht das eigentliche Ziel oder meinst du die geben sich mit einem Stück Wüste und zerschossenen Städten irgendwann zufrieden?
Ich glaube der IS hat gar kein Endziel. Diese Ideen, er wolle ein "Kalifat" im nahen Osten erreichen, oder sogar auf der ganzen Welt, das ist doch völliger Quatsch. Wenn man mal kurz drüber nachdenkt fällt einem sofort auf wie schwachsinnig das ist, daran werden auch nicht die Anführer der IS glauben. Das Endziel des IS ist das was gerade passiert.
Ich habe mal eine sehr interessante Aussage zu Hitler von einem Historiker gelesen, die sich mMn auch auf den IS übertragen lässt. Jener Historiker meinte, das Hitler nicht wirklich geglaubt hat irgendeine Art "finalen Endsieg" über die Welt zu erringen. "Und wenn das dritte Reich Stalin besiegt hätte, was hätte Hitler dann gemacht? In Panama einmarschieren?" Er war der Meinung, das dieser gigantische Untergang viel mehr das war was Hitler von Anfang an wollte. Ganz im Stilte Wagners, das epische Finale in dem dann alle sterben.
 
die sind doch alle traumatisiert,
Dass die Überlebenden von Gefangenschaft, Folter und Krieg überzufällig häufig an Neurosen und Psychosen erkranken (Angststörungen, Zwangsstörungen, Phobien, Depressionen) ist gut belegt. Typisch ist, dass die Erkrankung der Traumatisierung nachläuft und manchmal erst Jahre später auftritt. Kinder sind auch betroffen, bisweilen lebenslang. Das zu erkennen und frühzeitig zu behandeln erfordert ausreichend viele qualifizierte Psychologen, Kinder- und Jugendpsychologen und Psychiater.
 
Ich finde die Diskussion hier um eventuelle IS-Kämpfer, die eingeschleust werden, etwas merkwürdig.
Unabhängig von irgendwelchen Quellen gehe ich ziemlich sicher davon aus, dass da auch potenzielle Attentäter mit bei den Flüchtlingen dabei sind.
Ich weiß auch, dass und warum diese Möglichkeit kolportiert wird, nämlich um Ängste zu schüren.

Aber ich frage mich, was das für einen Unterschied bei der Betrachtung der Flüchtlingswelle machen soll?
Es wären Ausnahmen, die übrigen Flüchtlinge bedürfen trotzdem Schutz und Hilfe. Und potentielle Attentäter gibt es auch ohne Flüchtlinge. Ob also auch welche unter den Vertriebenen sind, spielt für die Behandlung der Masse der Vertriebenen meiner Meinung nach also keine Rolle.
Eine Diskussion um das "ob" finde ich daher müßig, viel wichtiger wäre eine Diskussion darüber, warum dieses "ob" Auswirkungen auf die übrigen Vertriebenen haben sollte.

Wenn ein Haus brennt und man die Bewohner retten kann, unterlässt man dann die Rettung, wenn man sieht, dass unter den zu Rettenden der Brandstifter dabei ist?
 
Ich bin wirklich platt. Dass diesem überalterten und kinderarmen Kontinent nochmal eine solche Verjüngungskur geschenkt würde, wer hätte das gedacht. Die Flüchtlingswelle ist wie eine Bluttransfusion, die dem Patienten andere Perspektiven eröffnet als das Abtreten mit Komfort. Die Geschichte geht weiter, sie endet nicht im Altenheim für alle.

Könntest du den Altersdurchschnitt der EU Bevölkerung dem Altersdurchschnitt der Flüchtlinge in belegbarer Form gegenüber stellen?
Sonst würde mich interessieren, wie du darauf kommst, dass die Flüchtlinge eine "Verjüngungskur" der Bevölkerung darstellen.

Sonst finde ich die Aussage sehr kurzsichtig und rein durch die rosa-rote Brille betrachtet.
Es ist wie die typische Wunderwaffe der Industrie, die da immer lautet: "Wachstum"
Wachstum ist Allheilmittel, Weg, Schlüssel und Ziel.
Eine plakative Aussage, die in absehbarer Zeit kaum oder überhaupt nicht zu überprüfen ist.


Ob Regierungen mit der Flüchtlingswelle überfordert sind: Nein
Ob Bevölkerungen mit der Flüchtlingswelle überfordert sind: Nein
Ausnahme ist vielleicht Frau Merkel, aber der traue ich zu mit dem selbstständigen Atmen überfordert zu sein. :unknown:
 
Sie haben den Krieg längst zu uns getragen, dadurch das sie Millionen Menschen zur Flucht hierher zwingen. Die haben auch verstanden wie man uns treffen kann: Mit Geld. Der Terroranschlag in Paris, welche Kosten hat der verursacht? Nicht besonders viel. Ein paar Menschen sind gestorben, wenn wir ehrlich sind ist das vernachlässigbar, bei jedem schweren Gewitter sterben mehr Leute. Die psychischen Auswirkungen auf die europäischen Gesellschaften haben sich auch in Grenzen gehalten. Ein paar Wochen Schock und Trauer, dann war es auch schon vorbei. Aber der Flüchtlingsstrom? 10 Mrd. geschätzte Kosten alleine für dieses Jahr. Eine mögliche Spaltung der Gesellschaft. Frag dich selber was du als IS-Führer machen würdest.



Ich glaube der IS hat gar kein Endziel. Diese Ideen, er wolle ein "Kalifat" im nahen Osten erreichen, oder sogar auf der ganzen Welt, das ist doch völliger Quatsch. Wenn man mal kurz drüber nachdenkt fällt einem sofort auf wie schwachsinnig das ist, daran werden auch nicht die Anführer der IS glauben. Das Endziel des IS ist das was gerade passiert.

Der Zusammenhang zwischen IS und Flüchtlingen wird von Dir deutlich überbewertet, milde ausgedrückt. Daß das auch noch geplant sein soll, ist aber ist gänzlich abwegig.
 
Das sehe ich anders. Klar, beim Frontlinienfußvolk handelt es sich um verblendete Menschen, die in den religiösen Fanatismus abgeglitten sind und vermutlich wirklich glauben sie würden Gottes Werk o.ä. verrichte. Aber schon auf der Führungsebene des IS hast du es mit ehemaligen Geheimdienstlern, mit ehemaligen Generälen und Offizieren zu tun. Das sind mitnichten religiöse Spinner, sondern skrupellose Machtmenschen, die ganz genau wissen was sie tun, und vor allem welche Aktion sie ausführen müssen um welche Reaktion zu erzeugen. Diese Leute interessieren sich weder besonders für den Islam, noch für unseren Lebensstil.

Ich gebe dir zum Teil recht. Ich weiß aber z.B. nicht welchen Einfluss der "Klerus" dort hat, gehe aber von einem nicht zu unterschätzenden Faktor aus. Schau dir meinethalben als anderes Beispiel den Iran an. Die eigentlichen Politiker spielen dort nur oft nur die 2te Geige und gegen den Willen der dortigen Kirche ist kaum etwas durchzusetzen.

Sie haben den Krieg längst zu uns getragen, dadurch das sie Millionen Menschen zur Flucht hierher zwingen. Die haben auch verstanden wie man uns treffen kann: Mit Geld. Der Terroranschlag in Paris, welche Kosten hat der verursacht? Nicht besonders viel. Ein paar Menschen sind gestorben, wenn wir ehrlich sind ist das vernachlässigbar, bei jedem schweren Gewitter sterben mehr Leute. Die psychischen Auswirkungen auf die europäischen Gesellschaften haben sich auch in Grenzen gehalten. Ein paar Wochen Schock und Trauer, dann war es auch schon vorbei. Aber der Flüchtlingsstrom? 10 Mrd. geschätzte Kosten alleine für dieses Jahr. Eine mögliche Spaltung der Gesellschaft. Frag dich selber was du als IS-Führer machen würdest.

Ok, nehme ich als Punkt an, allerdings nur die Spaltung der Gesellschaft, die tatsächlich zu einer erheblichen Destabilisierung führen könnte. Die 10 Milliarden ich bitte dich. Vor 2 Monaten haben wir (wieder) über 80 nach Griechenland geschafft bzw. werden es tun. Natürlich sind die 10 für sich betrachtet eine gigantische Summe, aber gemessen an der Wirtschaftsleistung vergleichweise eher Portokasse. Damit zwingt man niemanden in die Knie.

Ich glaube der IS hat gar kein Endziel. Diese Ideen, er wolle ein "Kalifat" im nahen Osten erreichen, oder sogar auf der ganzen Welt, das ist doch völliger Quatsch. Wenn man mal kurz drüber nachdenkt fällt einem sofort auf wie schwachsinnig das ist, daran werden auch nicht die Anführer der IS glauben. Das Endziel des IS ist das was gerade passiert.
Ich habe mal eine sehr interessante Aussage zu Hitler von einem Historiker gelesen, die sich mMn auch auf den IS übertragen lässt. Jener Historiker meinte, das Hitler nicht wirklich geglaubt hat irgendeine Art "finalen Endsieg" über die Welt zu erringen. "Und wenn das dritte Reich Stalin besiegt hätte, was hätte Hitler dann gemacht? In Panama einmarschieren?" Er war der Meinung, das dieser gigantische Untergang viel mehr das war was Hitler von Anfang an wollte. Ganz im Stilte Wagners, das epische Finale in dem dann alle sterben.

Ja, glauben kann man viel, wissen tun wir aber tatsächlich wenig. Natürlich ist ein weltweites Kalifat völliger Unsinn, darüber brauchen wir uns nicht zu streiten. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass das alles gewesen sein soll, es sei denn, dass es tatsächlich nur als kleinerer Aufstand geplant war und nun ist zum Leidwesen vieler viel mehr draus geworden ist.

Und was den 2. Weltkrieg angeht. Diese Epoche ist eines meiner Hobbies vom strategischen Standpunkt aus gesehen, ich meine also da durchaus etwas mehr Wissen zu besitzen. Tatsächlich war die Chance eines Sieges über Russland nicht unrealistisch, auch wenn der Gegner sowohl von Hitler als auch von guten Teilen der Generalität materiell sehr unterschätzt worden ist. Aber speziell die Führung der roten Armee war der der Wehrmacht zu Beginn des Überfalls exorbitant unterlegen. Warum? Weil Genosse Stalin einen großen Teil der ausgebildeten Offiziere nach Sibirien oder ins Grab geschickt hatte und eine guter Bauer ist nunmal nicht automatisch ein guter General. Hätte man auf Generäle wie Heinz Guderian (der nach Erwin Rommel wohl erfolgreichste und bekannteste Panzergeneral der Wehrmacht) gehört und hätte sich Hitler (bekanntermaßen und glücklicherweise ein völliger Dilletant auf militärischem Gebiet) aus den Entscheidungen damals herausgehalten, dann sähe die Welt heute vielleicht anders aus.

Was man danach hätte machen müssen, wäre der Angriff auf England (welches durch die deutschen U-Boot Angriffe tatsächlich viel näher an einer Niederlage war, als heute allgemein bekannt ist), sowie die Vernichtung der verbliebenen alliierten Streitkräfte im mittleren Osten und Nordafrika. Eine weitere Ausdehnung wäre ohne Weiteres von Europa aus nicht möglich gewesen. Es wären durch die Niederlage Russlands allerdings relativ schnelle Unterstützungen für Japan möglich gewesen, welches den Amerikanern im pazifischen Raum durchaus hätte Probleme bereiten können. Und durch den Fall Englands wäre die komplette Infrastruktur und Industrie in Deutschland und Europa erhalten geblieben, da keine Bombardierungen für die Allierten möglich gewesen wären. Es wäre dann also zum Duell der Achsenmächte gegen Amerika gekommen, denn das Länder wie Brasilien oder Panama militärisch unbedeutend waren, wird wohl kaum einer in Zweifel ziehen. Das sind natürlich alles nur Gedankenspiele, was ich damit aber sagen will, ich stimme dem Historiker nicht zu.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja. So schnell wie möglich, wenn es die Situation erlaubt.
Was aber größtenteils nicht passiert. Die bleiben einfach trotzdem da bzw. kommen wieder und stellen einen neuen Antrag. Das Hamsterrad lässt grüßen...

So viele wie nötig.
Und wer soll das entscheiden? Nur die Träumer der rosaroten Multi-Kulti-Plüschwelt? Und alle anderen werden mundtot gemacht, wie auch hier im Thread?


Sehe ich nicht so. Wenn sich der exorbitante Flüchtlingsstrom nicht mehr kontrollieren und bewältigen lässt, sollten die Grenzen auf jeden Fall besser kontrolliert und ggf. geschlossen werden.


Mehrausgaben zu was? Es wird investiert. Was spricht dagegen?
In was genau wird denn da investiert? Ich bin ganz Ohr.

Muß man nicht, da Du selber erkannt hast, daß dies nur dem Anschein entspricht.
Das entspricht nicht der ganzen Wahrheit. Es heißt bereits jetzt schon, dass Flüchtlinge nicht aus dem Mindestlohn fallen dürfen, ganz im Gegensatz zu manchen Langzeitarbeitslosen.

Es gibt keine Begrenzung von Arbeitsplätzen. Nur, weil Deutschland mehr Einwohner hat als die Niederlande, haben wir hier dadurch nicht mehr Arbeitslose.
Wie kommst du auf den Unfug. Wir haben im Moment .

Du willst also ernsthaft erzählen, die würden ausreichen für die Millionen Arbeitslosen, Minijobber und Aufstocker PLUS noch vieler Hunderttausenden von Flüchtlingen? Echt jetzt?

Beobachtung von möglichem völkischem oder nationalem Terror.
Genau, von denen geht ja auch die einzige Gefahr aus.

Und die bereits beschriebenen NoGo-Areas, Familenclans, die ganze Stadtteile und das organisierte Verbrechen unter ihren Fittichen haben und andere Parallelgesellschaften, die evtl. für gefährlichen sozialen Zündstoff sorgen, kehren wir wie immer unter den Teppich, oder?

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Motivierte junge Leute, zu einem guten Teil bereits gut ausgebildet zahlen in die Sozialkassen ein, was Dir zu Gute kommt.
Nur blöd, dass ca. 2/3 bis 3/4 der Flüchtlinge als unausgebildet bis völlig ungebildet (Analphabetismus) eingestuft werden.

Bestenfalls zahlen also gerade mal 25-33 % ein, was dazu führt, dass die eh schon klammen Sozialkassen durch die verbleibenden 67-75% noch mehr belastet werden als jetzt schon. Und wie gesagt, wir sprechen hier vom völlig unrealistischen Optimum. Die bisherige Realität ist, dass von den ganzen Flüchtlingen der letzten Jahre und Jahrzehnte gerade mal lächerliche 12 Prozent im Arbeitsmarkt integriert sind.

Mir geht die Schönfärbei, die von einigen hier und vor allem von der Politik betrieben wird, inzwischen gewaltig auf die Nüsse. Da wird aus ideologischen Gründen versucht, den Leuten zu suggerieren, es würde nur die absolute Elte bei uns einwandern wollen und wir hätten ja nur Vorteile dadurch.

Leute, wacht endlich mal auf aus euren Träumen.
 
Nur die Träumer der rosaroten Multi-Kulti-Plüschwelt?
Wer soll das sein?
Und alle anderen werden mundtot gemacht, wie auch hier im Thread?
Wo wird wer Mundtot gemacht?


Das entspricht nicht der ganzen Wahrheit. Es heißt bereits jetzt schon, dass Flüchtlinge nicht aus dem Mindestlohn fallen dürfen, ganz im Gegensatz zu manchen Langzeitarbeitslosen.


Wie kommst du auf den Unfug. Wir haben im Moment .
Du willst also ernsthaft erzählen, die würden ausreichen für die Millionen Arbeitslosen, Minijobber und Aufstocker PLUS noch vieler Hunderttausenden von Flüchtlingen? Echt jetzt?
Du hast das Argument nicht verstanden.
Überlege mal, warum die Niederlande erwähnt wurden.



Genau, von denen geht ja auch die einzige Gefahr aus.

Und die bereits beschriebenen NoGo-Areas, Familenclans, die ganze Stadtteile und das organisierte Verbrechen unter ihren Fittichen haben und andere Parallelgesellschaften, die evtl. für gefährlichen sozialen Zündstoff sorgen, kehren wir wie immer unter den Teppich, oder?
Ich kenne nur no-go-areas in ostdeutschen Kleinstädten, wo sich Ausländer nicht hintrauen, weil sie dort Schaden davon tragen würden.
Als Deutscher passiert dir das nirgends in Deutschland, selbst nicht in der Straße, in der was weiß ich was für ein Clan den halben Straßenzug bewohnt.

Zu dem Rest spare ich mir mal die Worte, bringt eh nichts.
 
Ich gebe dir zum Teil recht. Ich weiß aber z.B. nicht welchen Einfluss der "Klerus" dort hat, gehe aber von einem nicht zu unterschätzenden Faktor aus. Schau dir meinethalben als anderes Beispiel den Iran an. Die eigentlichen Politiker spielen dort nur oft nur die 2te Geige und gegen den Willen der dortigen Kirche ist kaum etwas durchzusetzen.

Ich finde gerade den Iran kann man nicht mit dem IS vergleichen. Was den Iran angeht da gebe ich dir Recht, da gibt es absolut einen Machtkampf zwischen Politik und Klerus. Sehr schön ablesbar ist das übrigens daran, dass seit Rohani an der Macht ist viel mehr Todesurteile gesprochen/vollstreckt werden, was erstmal nicht zu seiner relativ(!) liberalen Politik passt. Es erklärt sich aber damit, dass die Justiz eben ein Arm des Klerus ist, und so die relativ (!) liberale Politik konterkariert werden soll.

Beim IS allerdings gibt es diesen Klerus so nicht. Religion ist ihr Mittel, nicht ihr Antrieb.

Ok, nehme ich als Punkt an, allerdings nur die Spaltung der Gesellschaft, die tatsächlich zu einer erheblichen Destabilisierung führen könnte. Die 10 Milliarden ich bitte dich. Vor 2 Monaten haben wir (wieder) über 80 nach Griechenland geschafft bzw. werden es tun. Natürlich sind die 10 für sich betrachtet eine gigantische Summe, aber gemessen an der Wirtschaftsleistung vergleichweise eher Portokasse. Damit zwingt man niemanden in die Knie.
Worauf ich hinaus wollte ist das diese 10 Mrd. mehr weh tun als die Kosten die ein Terroranschlag verursacht. Und nach Griechenland haben wir afaik überhaupt nichts überwiesen, aber das ist auch OT.


Ja, glauben kann man viel, wissen tun wir aber tatsächlich wenig. Natürlich ist ein weltweites Kalifat völliger Unsinn, darüber brauchen wir uns nicht zu streiten. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass das alles gewesen sein soll, es sei denn, dass es tatsächlich nur als kleinerer Aufstand geplant war und nun ist zum Leidwesen vieler viel mehr draus geworden ist.
So habe ich das nicht gemeint. Das war jetzt natürlich nicht alles gewesen, was ich meinte war dass die IS nicht kämpfen um ihr Ziel zu erreichen, sondern dass der Kampf an sich ihr Ziel ist.

Und was den 2. Weltkrieg angeht. Diese Epoche ist eines meiner Hobbies vom strategischen Standpunkt aus gesehen, ich meine also da durchaus etwas mehr Wissen zu besitzen.

Täusch dich da mal nicht, der WWII ist auch mein Steckenpferd ;)
Deine Ausführungen zum möglichen Kriegsausgang sind sicher nicht unbegründet, auch wenn ich hier und da anderer Meinung bin, aber über einen alternativen Ausgang des 2. WKs zu spekulieren ist nun wirklich OT
 
Der Mensch ist ein gefallsüchtiges und nachäffendes Wesen.

Wenn 80 Millionen Deutsche von den Einwanderern erwarten, dass sie sich wie eine fünfte Kolonne des IS verhalten, werden sie es eventuell tun und dem Erwartungsdruck nachgeben.

Wenn manche Deutsche unbedingt wieder „Götterdämmerung“ spielen wollen, dann sollen sie doch. Aber nachher, wenn es weh tut, nicht über die self fulfilling prophecy jammern.
 
Ob Regierungen mit der Flüchtlingswelle überfordert sind: Nein
Ob Bevölkerungen mit der Flüchtlingswelle überfordert sind: Nein

Wenn ich richtig verstehe, haben wir in Deutschland durchaus Probleme. Und dieser Artikel beschreibt nur die Erstunterbringung. Was ist mit der Betreuung durch Schule, Sozialarbeiter, Arbeitsvermittler, Wohnungsvermittler? Ich bin gespannt wie es in ein paar Monaten mit den Flüchtlingen weitergeht, wenn die ersten Asylbewerber merken, dass Deutschland nicht auf sie gewartet hat.
 
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