Situation im Irak, Syrien - IS, Kurden

Ich geb Dir an dieser Stelle jetzt einfach mal recht, obwohl ich denke, dass wir Deine letzte Aussage nicht zu 100% gleich interpretieren.
 
Eben. Die Freiheit des Volkes ist entscheiden zu können, in einem System zu leben, wo es nicht die Freiheit hat zu entscheiden, in welchem System es leben möchte.

Die Nichtkonsistenz dieser Sichtweise wird dann manchmal vom Militär (manchmal nur in Teilen) erkannt und es werden mehr oder weniger erfolgreiche Versuche zur Korrektur unternommen.

In Deutschland hat es nicht geklappt, in der Türkei bereits mehrfach und in Ägypten ist das Ergebnis zumindest fragwürdig.
 
Eben. Die Freiheit des Volkes ist entscheiden zu können, in einem System zu leben, wo es nicht die Freiheit hat zu entscheiden, in welchem System es leben möchte.

Das ist schon wieder so eine voreingenommene Aussage mit viel Wertung.

Es gibt auf der Welt viele Kulturen und alle haben andere Maßstäbe und Überzeugungen, was Freiheit und Glück bedeutet.
Du argumentierst halt stark beeinflusst und wertest von oben herab aus der westlichen Einstellung und denkst auch noch deine Definition von Freiheit wäre die richtige.
Eine Nonne im Kloster, entscheidet sich freiwillig ihr Leben Gott zu widmen. Für aussenstehende mag das wie ein Gefängnis und ein mangel an Freiheit aussehen.
Für die Nonne ist das aber ihre Selbstverwirklichung, wo sie sich glücklich und frei fühlt. Es würde ihr gar nicht in den Sinn kommen zu sagen, dass sie keine Freiheit hat bzw. das sie unfrei lebt. Im Gegenteil.

Es gibt also objektiv keinen Grund ein System als primitiver, schlechter oder unmoderner zu sehen. Erst recht, wenn man ein westlicher Mensch ist, der ein materielles Weltbild hat.(Wenn man seinem materialistischen Weltbild treu bleibt) Was richtig oder falsch ist, hat in einem materialistischen Weltbild nur der Mensch entschieden. Und Menschen können sich irren und falls sie sich irren, interessiert das auch niemanden im großen Universum. Also kann man ruhig auch mal etwas bescheidener sein. :X
 
Wieso Argumentation, wieso Wertung?

Das ist doch Deine Aussage, oder? Das Volk soll das Recht haben die Diktatur zu wählen. Ich habe das nicht bewertet, sondern nur auf die Gefahr der Inkonsistenz aufmerksam machen wollen.
 
Eine Nonne im Kloster, entscheidet sich freiwillig ihr Leben Gott zu widmen.
Nun gut, jetzt müssen wir die o.g. "Selbstentscheidung des Volkes, in welchem System es lebt", doch mal eingrenzen.

Die Entscheidung der Nonne im Kloster ist dann freiwillig, wenn sie durch ihr Elternhaus nicht voreingenommen auf die Religion getrimmt wurde, sondern als Atheist aufgewachsen ist und durch Selbstudium ohne äußere Einflüsse die Entscheidung gefasst hat, die Religion anzunehmen und im Kloster leben zu wollen.

Bei (die Älteren unter uns werden sie noch kennen), könnte man ansatzweise von so einem Fall sprechen. Bei geschätzt >90% aller Menschen, die einer Religion zugehörig sind, wird das wohl nicht der Fall sein. Und damit ist auch die Freiwilligkeit eher ein durch die Erziehung und das Elternhaus vorgegebener psychischer Zwang.
 
Das ist schon wieder so eine westliche, voreingenommene Wertung. Was ist daran falsch, wenn man von Zuhause aus durch Religion getrimmt wird?
Wurdest du in deinem Weltbild durch Medien und Schule nicht getrimmt? :m

Dir wurde doch auch ein Gedankenkonstrukt aufgebabbelt und jetzt läufst du durch die Welt und glaubst auch noch, du hättest dich freiwillig dafür entschieden und wärst fortschrittlich. lol

Wir sind doch alle Opfer äußerer Einflüsse. Wer ist schon wirklich frei? Du bist auch nur ein Produkt des Umfeldes.

Es gibt kein richtig oder falsch und deswegen besitze ich auch nicht die Frechheit andere Kulturen zu bewerten.
 


Genau so können wir Merkel nicht verjagen und uns einen Diktator herbeiwünschen. Ein System zu ändern ist ohne Revolution nie möglich.
Wir könnten Merkel abwählen, aber das System bleibt ja das selbe. Politiker gleichen sich auch wie ein Ei dem anderen.

--- [2015-08-07 09:37 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Außerdem ist ein nicht abwählbarer Diktator dann deren Problem und nicht meines. Ich finde ja Demokratie besser.
Ich mische mich nicht ein und zeige nicht mit dem Finger auf sie und sage, sie wären schlechter etc, aber dann müssen sie die Nachteile ihres Systems auch selbst ausbaden.

Mich interessiert es, ob ich in Zukunft in Deutschland irgendwann meine Rente kriege und das ich ein Dach über dem Kopf habe.
 
Das sind Ereignisse die passieren sehr selten, wollte ich damit sagen.

Der arabische Frühling ist z.B. so ein Fall, wo die Menschen eine Revolution wollten und sich sogar dann kaum was getan hat. Das sich ein System in einem Staat ändert, ist meist sehr historisch und einzigartig.
 
deswegen besitze ich auch nicht die Frechheit andere Kulturen zu bewerten.
Besitzt du nicht? Oh, hier kommt ja schon eine Bewertung:

Das ist schon wieder so eine westliche, voreingenommene Wertung. Was ist daran falsch, wenn man von Zuhause aus durch Religion getrimmt wird?
Wurdest du in deinem Weltbild durch Medien und Schule nicht getrimmt? :m

Dir wurde doch auch ein Gedankenkonstrukt aufgebabbelt und jetzt läufst du durch die Welt und glaubst auch noch, du hättest dich freiwillig dafür entschieden und wärst fortschrittlich. lol
Wie kommst du zu diesem Schluss? Und wo hab ich das behauptet?

Wir sind doch alle Opfer äußerer Einflüsse. Wer ist schon wirklich frei? Du bist auch nur ein Produkt des Umfeldes.
Nichts anderes hab ich gesagt. Nur hast du halt noch eine Wertung reingebracht.

Der arabische Frühling ist z.B. so ein Fall, wo die Menschen eine Revolution wollten und sich sogar dann kaum was getan hat. Das sich ein System in einem Staat ändert, ist meist sehr historisch und einzigartig.
Es hat sich sogar sehr viel in diesen Ländern getan. In Tunesien gab's die ersten Anschläge, von Libyen müssen wir nicht weiter reden. Ägypten ist nach dem Ausrutscher wieder zum vorherigen System (Militärdiktatur) zurückgekehrt. Und Syrien ist hat den Frühling hinter sich gelassen und befindet sich mittlerweile im dunkelsten Winter.

Betrachtet man den arabischen Frühling in den einzelnen Ländern, kann man leicht zu dem Schluss kommen, dass es dort nur die Wahl zwischen Pest (Diktator) oder Cholera (islamischer Gottesstaat) gibt. Und beide Staatsformen erreichen ihre Stabilität nur durch Einschüchterung, Unterdrückung und Bestrafung Andersdenkender. Jeder Versuch einer anderen Staatsform endet in Terror und Machtkämpfen verschiedener extremistischer Splittergruppen.
 
Das Problem mit dem Islam ist, dass es keinen modernen, liberalen, offenen und fortschrittlichen Islam in der Breite mehr gibt, wie er im europäischen Mittelalter beobachtet wurde. Wir finden heutzutage vereinzelt Inseln intellektueller Hoffnung, und sonst mehr oder weniger aggressive Muslime. Also die ganz alltägliche Aggressivität gegen die Jesidischen Nachbarn bis hin zum blanken Terror eines islamischen Staates, dazwischen das ganze Spektrum religiöser Verblendung, Unduldsamkeit und Intoleranz. Die Türkei ist dabei schon lange beteiligt.
 
Bei dem Selbstmordanschlag der PKK, kamen zwei Soldaten ums Leben. Einer davon ein Kurde.
 
Der Islam ist die vorherrschende Religion in diesem Teil der Welt, schon deshalb muss darüber gesprochen werden. Denn meiner Meinung nach sollte sich Deutschland in keinem der muslimisch beherrschten Länder staatlich engagieren. Das Geld ist hier im Land für die Hilfe der vielen Flüchtlinge aus diesen wesentlich besser angelegt.
 
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