Hier kommt das Mohammed Ali Beispiel zum tragen. Ali hat seinen Namen geändert, weil er konvertiert ist und seinen alten Namen nicht mehr behalten wollte, weil er der Meinung war, dass das von der Sklaverei ist. Ein Interviewer in einer Talkshow hat aber Alis Meinung nicht akzeptiert und hat ihn Cassius Clay genannt. Was Ali natürlich unheimlich provoziert hat und er dann darauf bestand, Ali genannt zu werden. Der Interviewer hat aber darauf bestanden ihn Cassius zu nennen und daraufhin hat Ali die Sendung verlassen.
Wenn jemand sich als Muslim identifiziert und er deutscher Staatsbürger ist und sich wie alle anderen an die Gesetze hält, ist es für den Dialog und für eine Verständigung besser, wenn man die Religion als Identität und Teil des Wesens von diesem Menschen und als Teil Deutschlands und des Deutschen Staates sieht, so wie sich dieser Mensch selbst sieht und definiert. Geht die Welt davon kaputt, wenn man diese Sichtweise respektiert? Indem man sagt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, lässt man viele Menschen, die sich Deutschland zugehörig fühlen und den Islam als Mittelpunkt im Leben haben, Fremd in einem Land vorkommen, welches ihre Heimat ist.
Um wieder den Bogen zurück zum Thema zu bringen.
Mesut Özil ist Muslim. Er spielt für die deutsche Nationalmannschaft und betet auf dem Spielfeld. Gehört Özil nach Deutschland, aber sein Glaube nicht?
Was würde Özil sagen, ob sein Glaube unzertrennbar mit seiner Identität ist?