Zunächst mal:
Hinter der Anschlussdose sitzt das Modem und dahinter erst der Router. Im Artikel ist die Sprache davon, dass der Zwang einer
„beliebig zu definierende Schnittstelle in einem zusätzlichen Gerät“ verboten werden soll. Damit wird nicht (nur) der Routerzwang verboten, sondern auch der Zwang ein bestimmtes Modem zu verwenden. Modem und Router sind nicht das gleiche, auch wenn die Fritzbox beides in einem Gerät beinhaltet.
Ich weiß gar nicht, wo ihr Probleme hattet/ habt/ haben werdet. Zu meinem Internetanschluss (in DE) hatte ich von meinem Provider die damals aktuelle Fritzbox kostenlos bekommen. Dazu manuelle Zugangsdaten, sowie die Möglichkeit die Box via "Startcode" automatisiert einzurichten. Wenn ich andere Hardware (Modem+Router) an die Leitung hängen wollte, hatte das bisher immer funktioniert. Als die vom Provider gestellte Box einen Defekt hatte, wurde sie nach 2 Tagen ausgetauscht, kostenlos und gegen ihr Nachfolgemodell. Ich kann mich also nicht beschweren, dass der Provider für Modem/ Router mitverantwortlich ist. Zumal wenn überhaupt (technisch) maximal ein Modemzwang möglich wäre.
Meiner Ansicht nach sollte auch jeder für seinen Router verantwortlich sein, die Anforderungen an ein solches Gerät sind ja heutzutage mehr als reines Routing. So gibt es zum Beispiel Router mit und ohne WLAN oder mit und ohne DECT. Heute bekommt man in der Regel einen Router "umsonst", der häufig aber nicht mal WLAN kann.
Du weißt schon, dass du per Modem an der Leitung hängst und erst danach dein Router kommt, oder? Klar, technisch kannst du beides in ein Gerät rein packen, aber was du als Router verwendest, bleibt dir überlassen. Das kann der Provider auch gar nicht kontrollieren.
Kaum ein Anbieter in DE gibt vernünftige Router für lau dazu, außerdem ist die aktuelle rechtliche Situation einfach für den Arsch, du hast keine administrative Gewalt über den Router, aber wenn damit scheiße gebaut wird bist du schuld, weil ist ja dein Anschluss …
Ich kann natürlich nur sagen, wie es bei mir aussieht, aber ich gehe mal davon aus, dass es bei anderen ähnlich aussieht: Ich kann in meiner Fritzbox einstellen, ob mein Provider zu Wartungs- und anderen Zwecken Fernzugriff auf die Fritzbox erhalten soll. Deaktiviere ich diese Funktion, geht da von außen nichts mehr. Allerdings muss ich dann selbst aktiv werden, wenn mal etwas nicht mehr geht und falls der Provider für Supportzwecke auf die Box zugreifen will, muss ich die Option aktivieren.
-) ISPs stellen kein Modem mehr von Haus aus zur Verfügung weil das Gesetz ein Schlupfloch hat - "Oh, du brauchst n Modem? Das kostet dich mal 3-5€ zusätzlich an Leihgebühr - PRO MONAT!"
Du vergisst, dass wir einen Markt haben. Wer das bessere Angebot macht, mit dem kommt der Vertrag zustande, außer bei Apple. Daher bezweifele ich, dass sich das durchsetzen würde.
-) Kundendienst wird überrannt werden "Ich hab XYZ angeschlossen, es geht nicht, FU!" "Das supporten wir nicht bzw. hat nichtmal die Speccs die es für unsere Leitung braucht (Frequenzband!)" "Das ist mir wurst, macht macht!"
-) Es wird viel billiger Ramsch dann verwendet werden wo die Techniker sich nur noch an den Kopf greifen können.
Auch das bezweifele ich, schon allein, weil zumindest hier (DE) soweit genormt zu sein scheint, dass ich bisher auch mit Drittanbieterhardware keine Probleme hatte. Allerdings muss ich sagen, dass ich auch nicht das 3,99 Modem vom Penny an die Leitung klemme.