[Politik und Gesellschaft] Routerzwang adé?

Unser Bundeswirtschaftsministerium will fleißig sein: Noch in 2014 möchte dieses einen Gesetzesentwurf vorlegen um den Routerzwang der ISP zu unterbinden. Es ist vorgesehen zu definieren, dass der jeweilige ISP nur bis zur Anschlussdose verantwortlich ist. Alles ab der Anschlussdose bis zum Computer soll in der Macht des Kunden liegen. Dabei soll nicht nur das Telekommunikationsgesetz (TKG) geändert werden, sondern auch das Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG) um so auch bei den Kabelanbietern diese Änderung zu bewirken. Eine Übergangszeit von 6 Monaten wird dabei angestrebt und die Umsetzung soll zur zweiten Jahreshälfte 2015 erfolgen.

Quelle:
 
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Mit der neuen Fritzbox haben sie mir sogar noch mal aktuell sämtliche Zugangsdaten geschickt. Aber selbst wenn sie das nicht tun, müsste sich aus den Geräten doch der Speicher auslesen lassen?!
 
Ist heutzutage doch auch schon. Ruf mal beim rosa Riesen an und teile denen mit, dass du z. B. einen Router von TP-Link nutzt auf dem OpenWRT installiert ist.

Hab bei deren Geschäftskundenhotline angerufen und mir wurde ausdrücklich von Speedport-Geräten abgeraten, allerdings "inoffiziell". Soll heißen, offiziell wird da nichts unterstützt aber bei Problemen kann man sich trotzdem an die wenden. Bei Privatkunden sollte das ähnlich laufen, allerdings halt erst in der zweiten Instanz (2nd lvl support).
 

Solange keine Sicherheitslücke vorliegt, wie?
Nicht jeder hat die Ausrüstung und das wissen nen flash chip direkt auszulesen.
 
Du meinst so etwas wie den Speedport W920V, welcher bei vielen Tarifen des rosa Riesen mit dabei war?
Der W920 war zumindest eine Fritzbox. :)
Vermutlich meinst Du den W921 und ja, da gab's schon bessere.

Ansonsten seh ich da jetzt keinen so wirklichen Grund, warum man einen Routerzwang unbedingt abschaffen müsste. Die meisten Leute, die ich kenne, sind sogar froh darüber, dass sie ein funktionierendes und getestetes Endgerät vom Provider bekommen, welches mit minimalstem Konfigurationsaufwand läuft. Für die meisten sind die Funktionen der Provider-Router auch mehr als ausreichend. Wenn man mal von der teilweisen Billigst-Hardware absehen will, tun die Router auch das, was der Endkunde will und recht viel mehr als Internet und Telefon brauchen die wenigsten.

Als Profi möchte man natürlich mehr aus seinem Anschluss herausholen und da stößt in der Tat so mancher einfache Router an seine Grenzen. Aber aus dem Grund sind wir auch Profis und können uns selbst ein Gerät zusammenstricken. Nur trifft das auf die meisten "normalen" Leute nicht zu und das geht in so mancher Diskussion im Internet zu dem Thema unter. Zudem ist es jetzt gerade mit einem richtigen Provider auch immer möglich, sein eigenes Endgerät direkt am Anschluss zu benutzen oder seinen eigenen Router dahinterzuschalten.


Grüße
Thomas
 
@thom53281:

Routerzwang heißt doch nicht, dass die Provider ihre eigenen Geräte nicht mehr anbieten dürfen. Für die meisten Endverbraucher wird sich also nichts ändern außer das sie könnten wenn sie wollten. Ich finde die neue Freiheit nicht schlecht.


p n
 
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@poesie noire:

Genau. Den Leuten die fertige 0815-Router wollen oder brauchen soll gerne weiterhin solch eine Büchse verkauft werden. Aber die anderen sollten die Möglichkeit haben die Zugangsdaten seperat zu erhalten und auch das Gerät selbst wählen zu können.

Wenn ich mir den letzten meiner Tarifwechsel ansehe, ging das auch schon Richtung Zwangsrouter. Wegen der Bandbreite (und nur deshalb) bin ich auf Entertain umgestiegen. Als ich dann angemerkt habe, dass Sie diesen Media Receiver sowie einen Router gar nicht schicken brauchen, weil ich einen Router daheim habe ging es los. Technisch nicht möglich. Entertain (auch der reine DSL-Anschluss) läuft nur mit einem Router aus eigenem Hause. Blablabla. Was war das Endergebnis? Ich habe beides zugeschickt bekommen (der Klügere gibt nach). Und was habe ich gemacht? Habe in beide Pakete ein Schreiben beigefügt in dem ich das Abo gekündigt habe. Seit dem läuft DSL über meinen Router der Dank OpenWRT auch noch IPTV-fähig wäre ohne Probleme. Naja wieso einfach, wenn es auch umständlich geht.
 
D
Als Profi möchte man natürlich mehr aus seinem Anschluss herausholen und da stößt in der Tat so mancher einfache Router an seine Grenzen. Aber aus dem Grund sind wir auch Profis und können uns selbst ein Gerät zusammenstricken. Nur trifft das auf die meisten "normalen" Leute nicht zu und das geht in so mancher Diskussion im Internet zu dem Thema unter. Zudem ist es jetzt gerade mit einem richtigen Provider auch immer möglich, sein eigenes Endgerät direkt am Anschluss zu benutzen oder seinen eigenen Router dahinterzuschalten.
Und wie kannst du als Profi dir "selbst ein Gerät zusammenstricken" wenn dein ISP Routerzwang betreibt? Und mit "eigenen Router dahinterschalten" hast du trotzdem deinen Ärger wenn zB das erzwungene Modem kein Port forwarding kann.
Hier geht es um das verbot von Routerzwang, nicht um das Verbot der Ausgabe von Hardware durch den ISP. Wenn Volker Volldau ein vorkonfiguriertes "Dingens wo die Internet drauf läuft" haben will, kann ihm das der ISP nach wie vor zur Verfügung stellen.


-) Es wird viel billiger Ramsch dann verwendet werden wo die Techniker sich nur noch an den Kopf greifen können.
So wie das von einigen ISPs verteilte Tilgin Vood, auf dem das Portforwarding einfach nicht geht und dem ISP geht das völlig am Arsch vorbei?
 
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Dann gibt es ja noch die Vodafone-Kunden mit ihren Easy-Boxen.
Da sind die Zugangsdaten nicht sichtbar für den Kunden abgelegt.
VoIP ist da auch nicht gleich VoIP. Die kochen da ihre eigene Suppe.

Irgendwo im Netz tingeln Anleitungen rum, um doch irgendwie eine Fritzbox damit ans laufen zu bekommen.
Ist von Vodafone aber nicht gewollt, dass die Leute Fremdhardware nutzen.
 
bei welchem ISP gibts denn nen Routerzwang?

Stimmt bei Vodafon so nur bedingt. Ich habe meine Daten von denen mal bekommen und kann jeden beliebigen Router nutzen.
 
hab ich was verpasst? :confused: welche ISPs schreiben router vor und vor allem wie wollen sie das erzwingen? hat man nicht ein recht auf seine PPPoE-zugangsdaten, wenn man einen DSL-anschluss mietet (keine ahnung wie das bei kabel ist)? ich würd's entweder einklagen oder wechseln.. naja, solange 1&1 nicht solche scheußlichkeiten macht (und ordentliche router beilegt), kanns mir egal sein..
 
Ich finde es voll okay, wenn die Netzbetreiber für ein Modem bzw. Router im Monat Geld bekommen. Dann sollen sie aber gefälligst auch die Anschlüsse für nicht-Noobs billiger machen und nicht teurer.

In anderen Ländern ist der Breitbandausbau schon weiter als hier und die haben günstigeres Internet. Siehe Schweiz oder Niederlande. Dort hat man auch die Herrschaft über seine Geräte, das sollte endlich EU-weit geregelt werden.
 
Das ist doch mal wieder was wo sich nur 0,1% der Benutzer beschweren weil der Rest doch froh ist hier nichts machen zu müssen. Die meisten bestellen sich Internet (denen ist doch auch egal WER das liefert), lassen sich das Zeug aufbauen, einrichten und nutzen das dann 10 Jahre. Internet im Browser muss funktionieren, Mails und das wars doch auch schon. Alle anderen, die fähig sind auf den Router per IP zugreifen zu können, weil sie halt wissen was ne IP ist, sind auch fähig sich einen Provider ohne Router/Modem oder was weiß ich für einen Zwang zu finden.

PS: Ich hab außerdem noch nie von einem solchen Zwang gehört. Bei Alice, T-Com (privat und Business) sowie Kabel BW kann ich einen Router nehmen wie ich möchte :unknown: Die Fritz-Box, welche Kabel BW außerdem Standardmäßig liefert, ist dazu doch auch ein super gerät. Zugriff hab ich da im Übrigen auch ganz normal. Habe vor zwei, drei Monaten auch mit dem Business-Support der T-Com telefoniert und ich bezüglich eines eigenen Routers beraten lassen. Die haben mir brav Auskunft gegeben. Von einem Verbot war da nie die Rede.
 
Ich kenn das mit dem Routerzwang eigentlich auch nur von Kabel DE. Da kann man zum Beispiel nicht einfach eine beliebige FritzBox Cable zum Beispiel bei eBay kaufen, sondern muss das vorkonfigurierte Gerät von Kabel DE nehmen. Warum das so ist? Weil man die Zugangsdaten schlicht und ergreifend nicht bekommt. :unknown:
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #34
Das hat nichts mit zugangsdaten zu tun!

Eurodocsis ist da anders gestrickt als DSL, es funktioniert genauso wie beim PXE boot (Also Netzwerkboot)

Das Modem verbindet sich mit dem DHCP Server des Providers --> Anhand der MAC-Adresse wird dann eine entsprechende Konfigdatei für das Kabelmodem heruntergeladen. Deshalb kann man nicht einfach an anderes Cable Modem anschließen. Solltest du noch nähere Details wollen, schreib einfach ;)
 
Hmm, und wo ist dann genau der Nachteil? So lange alles funktioniert und ich auf die Admin-Oberfläche komme ist doch eigentlich alles in Butter (auch wenn ich das so schon mehr verstehen kann mit dem Zwang).
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #37
Also mit dem Zwang habe ich auch noch keinen großen Kontakt, weil ich ja noch ein altes Cisco Modem habe bei UM! Das ist kein Router, und das Gerät am Modem bekommt dann die AußenIP. WEnn du natürlich da ein Router zwischen klemmst, ist alles in Butter. Das war aber leider früher so!

Inzwischen bekommst du von UM Geräte wie das Technicolor oder die HorizonBox. Das sind beides keine reinen Modem mehr, sondern Router mit Kontrolloberfläche sowie W-LAN und Port Forwarding! Um z. B. deine Horizonbox zu konfigurieren, musst du auf eine WEBSITE! Die W-Lan Funktionalität der Geräte ist auch nur nach Freischaltung von UM gegeben.

Wenn du natürlich dir so einen Router nimmst, dahinter deinen eigenen Router packst und alle Ports auf einen eigenen Router weiterleiten lässt, hast du in der Hinsicht auch wieder Kontrolle, jedoch muss von UM dann die Erlaubnis gegeben sein, Port forwarding einzurichten.

Aber bei mir mit dem Modem, hatte ich nie Probleme! Das System mit der MAC-Adresse usw. finde ich grandios und einfach. Da z. B. alle Config files auf einem TFTP Server liegen, könnte ich theoretisch mein Modem austricksen, eine Configfile herunterladen mit "schnellerem" Internet und so mein Modem über die DHCP Server "täuschen" Das wäre aber z. B. erschleichen von Dienstleistungen und wieder strafbar.
 
@thom53281:

Routerzwang heißt doch nicht, dass die Provider ihre eigenen Geräte nicht mehr anbieten dürfen. Für die meisten Endverbraucher wird sich also nichts ändern außer das sie könnten wenn sie wollten. Ich finde die neue Freiheit nicht schlecht.


p n

Genau so sehe ich dies ebenfalls, wer es nicht möchte darf gern einen Router mieten und sich als Kunde weiter wohl und unbeschwert bewegen, die anderen sorgen selber für dass was sie möchten und brauchen. So sollte es auch sein!
 
Das Modem verbindet sich mit dem DHCP Server des Providers --> Anhand der MAC-Adresse wird dann eine entsprechende Konfigdatei für das Kabelmodem heruntergeladen. Deshalb kann man nicht einfach an anderes Cable Modem anschließen. Solltest du noch nähere Details wollen, schreib einfach ;)

Also selbst das Kurbelmodem von damals[SUP]TM[/SUP] von der Telekom, konnte MAC-Adressen "clonen" (aka beliebige MAC-Adressen ausweisen). Ich denke jedes halbwegs zeitgemäße Gerät wird das ebenfalls können. Wenn das das einzige Problem bei Kabel ist, reduziert es sich darauf, keine Schrotthardware als Modem einzusetzen.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #40
Du weist schon, dass die Config Datei für jedes Gerät anders ist? Man kann nichtmal ein anderes Modem von Cisco ansetzen, da die config dateien für jedes Modell anders sind!
 
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