Schwarzfahren

Die Rassismuskeule wird immer* geschwungen. [...] Fällt dann der berühmte Satz "Nur weil ich schwarz bin" , frage ich gern mal ob der Fahrgast es gut findet den Rassismus vorzuleben. Rassismus geht nämlich auch umgekehrt. Oft entschuldigen sich dann die Personen.

Interessanter Gedanke, es geht auch andersherum. Warum wird man Abgestempelt und in eine Ecke gedrängt.. das ist ja auch das was Rassisten in gewisser weise tun. Nur hier ist der Rassist der "Schwarze" / farbige... (ich bin nicht political correct..), die die Fahrerin abstempelt die eigentlich nur Ihren Job macht.

* Da fällt mir nur "schwarz-weiß"-Denken ein.
Ich glaube fast, diese Grenzen setzen wir uns nur selbst. Reine Kopfsache.
 
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Genau so meinte ich es. Wird der "normale" Fahrgast kontrolliert, ist der Kontrolleur ein "idiot". Wird nun der dunklere Mensch auf dem Sitz daneben kontrolliert ist er eben der Rasist.

//Ich schrieb Schwarz / Dunkel -> Soll keineswegs abwertend sein.
 
Hab auch schon erlebt, dass Fahrkartenkontrolleure mit eindeutig ausländischen Fahrgästen, die sich nicht auskannten, mehr als rüde umgingen. Einmal bin ich dawzischen gegangen, weil die Kontrolletta unverschämt und handgreiflich wurde. Die betroffenen Asiaten waren echt geschockt. Ich hab dann der Frau gesagt, dass ich die Polizei rufen und sie anzeigen werde, weil sie absolut umöglich gehandelt hatte. Nach einem kurzen Disput hat sie dann, unter verbalem Gebrummel, die Ausländer unbehelligt weiter ziehen lassen. Hab denen dann auf Englisch erklärt, wie sie zu einer Fahrkarte kommen.

Also man sieht, dass es neben unverschämten Fahrgästen auch ebensolche Kontrolleure gibt.


Zum Thema selbst: solange die Türen nicht geschlossen sind und das Fahrzeug nicht losfährt, kann man nicht von Schwarzfahren reden. Sollte es sich so abgespielt haben, wie hier erzählt, würde ich als Fahrgast dagegen vorgehen. Man muss sich nicht alles gefallen lassen. Es heißt in den Beförderungsbedingungen nur, dass man vor Fahrtantritt eine gültige Fahrkarte benötigt.
 
Zum Thema selbst: solange die Türen nicht geschlossen sind und das Fahrzeug nicht losfährt, kann man nicht von Schwarzfahren reden. Sollte es sich so abgespielt haben, wie hier erzählt, würde ich als Fahrgast dagegen vorgehen. Man muss sich nicht alles gefallen lassen. Es heißt in den Beförderungsbedingungen nur, dass man vor Fahrtantritt eine gültige Fahrkarte benötigt.

Das kann und darf man aber nicht so verallgemeinern. Das ist von Verbund zu Verbund, teilweise von Stadt zu Stadt verschieden!

In vielen Städten, besonders mit Straßenbahn/Stadt-U-Bahnverkehr steht eindeutig:
*Das Betreten der Bahnsteige und der Fahrzeuge ist nur mit gültigem Fahrausweis gestattet.*
Weder auf den (U-Bahn-) Bahnsteigen, noch in den Fahrzeugen ist ein Kauf, noch ein Entwerten der Fahrausweise möglich.
Nur mal so erwähnt, nciht dass jemand auf falsche Ideen kommt ;)

BTT: Ich würde kleine Brötchen backen und um Reduzierung des erhöhten Beförderungsentgelt bitten wegen Streß/Hektik/Tut mir leid.
(Oder halt in den sauren Apfel beißen, wohl wissend, dass das in nächster Zeit nicht mehr vorkommen darf wegen Erschleichung-> strafbar)
 
Deine erste Aussage, dass man die Bahnsteige (??) und Fahrzeuge nur mit gültigem Fahrausweis betreten darf, impliziert aber, dass man Tickets vor dem Fahrtantritt auf dem Bahnsteig abstempeln muss. So etwas kenne ich aus meinem oder auch dem Münchner Verbundgebiet nur von der S-Bahn.

Das mit dem Bahnsteig kenne ich gar nicht. Wo soll man denn sein Ticket entwerten (Mehrfahrtenkarte), wenn nicht auf dem Bahnsteig oder in den Wagen/Bussen?

In Bussen oder der Straßenbahn sind Ticketentwerter eingebaut, in die man seine Karte zum Abstempeln einschiebt. Laut T.S. ging es um einen Bus.
Wenn viel Betrieb ist und die Leute auch hinten einsteigen, fährt der Bus oft los und vor einem sind noch andere Fahrgäste damit beschäftigt, ihre Tickets zu entwerten. Wenn man da mit gezückter Karte ansteht, sagt da kein Kontrolleur etwas.

Und ich bleibe dabei: solange ein Bus oder eine Bahn mit offenen Türen an der Haltestelle steht, kann es sich nicht um Beförderungserschleichung handeln. Ich kenne Kontrollen eh nur so, dass die erst beginnen, wenn die Türen zu sind und das Fahrzeug angefahren ist. Eventuell hat der T.S. auch nicht die ganze Wahrheit erzählt ... :unknown:
 
Und ich bleibe dabei: solange ein Bus oder eine Bahn mit offenen Türen an der Haltestelle steht, kann es sich nicht um Beförderungserschleichung handeln. Ich kenne Kontrollen eh nur so, dass die erst beginnen, wenn die Türen zu sind und das Fahrzeug angefahren ist.

Also möchtest Du Dich nur kurz auf den bequemen Sitzen ausruhen und direkt vor Türschließen und Abfahrt auf- und rausspringen :D

In Dortmund gibt es U- und Stadtbahnen, in denen weder ein Fahrschein gekauft, noch entwertet werden kann.
Vor Betreten der Bahnsteige, bzw. des Untergrunds stehen Ticketautomaten und Entwerter.

Klar habe ich auch etwas das Gefühl, dass der TS sich rauswinden will, aber wenn's halt das erste mal (:unknown:) war,
dann lernt er hoffentlich daraus.
 
@Chegwidden: Ich bin mal im Rahmen eines Praktikums wochenlang täglich nach und innerhalb von Dortmund Bahn gefahren (überwiegend mit der Linie Was-Auch-Immer Richtung Wickede), da konnte man wenn ich mich recht erinnere in den Bahnen Tickets kaufen und entwerten, ebenso an den meisten Haltestellen. Aber das ist ja der Punkt - die uneinheitlichen Regelungen zwischen den Verkehrbünden. In meinem zuvor kurz beschriebenen Fall war ich im Bund der GVH unterwegs (wie gesagt ne einmalige Strecke, ich fuhr zum Flughafen Hannover und war die Strecke noch nie vorher gefahren) und wusste nicht, dass man IN den S-Bahnen keine Ticketentwerter vorfindet. Habe auch nicht lange drüber nachgedacht beim Einsteigen.
Als ich dann mit nem gültigen, frisch gekauften aber nicht entwerteten Ticket "erwischt" wurde, sagte der Kontrolleur mir freundlich dass er jeden Tag Hunderte abgedrehter Stories höre und deswegen pauschal alle ignorierte und einfach nur die Tatsache des "Schwarzfahrens" weiterleite. Er sagte mir aber dass meine Story sehr plausibel klinge und riet mir sogar, einfach schriftlich Einspruch zu erheben. Meiner Erfahrung nach (die vor allem auf Beobachtungen basiert) kann man mit Kontrolleuren sowieso nur selten ordentlich diskutieren, vor allem wenn sie eh nen schlechten Tag haben ;)
 
...In Dortmund gibt es U- und Stadtbahnen, in denen weder ein Fahrschein gekauft, noch entwertet werden kann.
Vor Betreten der Bahnsteige, bzw. des Untergrunds stehen Ticketautomaten und Entwerter.

Das finde ich generell auch ziemlich uneinheitlich in Deutschland, schon innerhalb eines Verkehrsverbundes.
Bei uns gilt.
Straßenbahnen und Busse haben in den Fahrzeugen Entwerter. Im Bus nach 20 Uhr nur Einstieg beim Fahrer und direktes Entwerten der Mehrfahrtenkarte.
S-Bahn und Regionalzug: Entwerten am Zugang zum Bahnsteig.

Es gibt ja auch Reisende, die beim Einstieg z.B. in einen Regionalzug kurz von jemand begleitet werden. Sei es, um beim Koffer zu helfen, oder sich zu verabschieden. Solange die Türen geöffnet sind bei stehendem Zug handelt es sich NICHT um Schwarzfahren.

Wir sind uns wohl aber einig, dass der T.S. ein bisschen an der Wahrheit gedreht haben könnte. :D
 
In Frankreich ist es teilweise noch nen Tick schlimmer als bei uns und ich kann hier nur von Paris sprechen... wo es allgemein unverschämt dreist teuer ist.

Wenn ich das System dort richtig begriffen habe, dann zahlt man einen Beitrag wenn man im äußeren Ring der Stadt bleibt und zahlt dann extra wenn man ins Zentrum möchte.
Dabei gibt es Kontrollen in Form dessen, das man den Fahrschein dann an Schranken, also noch bevor man überhaupt in den Subway-Bereich kommt, entwertet. Es gibt natürlich diverse Möglichkeiten das zu umgehen wie ich das von "Kindern" so mit ansehen konnte - jemand Sprang da einfach drüber... - aber nun gut.

Jedenfalls finde ich da unsere Lösungen doch noch um einiges freundlicher sind, weil wir noch Menschen uns gegenüber haben denen man Fragen stellen kann, wenn man sich nun wirklich nicht auskennt und auf der sicheren Seite sein will. Das gab es in Paris in Form von Schaltern, aber ich mag es nicht mich gegenüber einer elektronischen Schranke zu verantworten, die zumal auch nicht sagt was man oder was man gerade nicht falsch macht...

Würde mir wünschen das wir das System so nicht bei uns einführen aus dem genannten Grund.

*Nochmal was zum Thema wer hier unfreundlich zu wem gewesen ist, da es sowas "lustiger Weise" auch gibt:
Ein Gruppe von "Türken" hatte sich mal ganz lautstark über eine Asiaten mit ihrem Kind lustig gemacht als ich in der Bahn saß. Irgendwie hab ich mir da wirklich an den Kopf fassen müssen was die so abgesondert haben.. aber auch der Rest Ihrer Unterhaltungen hat nicht gerade für Ihre Intelligenz gesprochen.

Da fällt mir halt nur ein, "wer im Glashaus sitzt..." - aber da setze ich jemanden normalerweise auch nicht rein.
Ich fand die Situation nur dämlich.

Wie kommt man den auf die Idee "zu diskriminieren", wenn man selbst respektiert werden möchte?
 
Zuletzt bearbeitet:
@TS

du hättest dem Fahrer einfach deine Fahrkarte zeigen müssen und ihm sagen, dass du noch stempeln musst, ganz einfache Sache.
Das ist doch kein Schwarzfahren, wenn man genötigt wird, vorne einzusteigen, aber irgendwo in der Mitte der Stempler ist (klar, wenn er vorne ist, trfft dich schon eine Teilschuld, obwohl es dir überlassen bleibt, wo du stempelst, hauptsache du tust es, bevor der Bus abfährt! Nochmal hin zum Fahrer fertig) :rolleyes:

Schreib denen einen Brief und sag, du zahlst die Hälfte, weil du einsiehst, dass du auch vorne stempel hättest können und schau dir mal die AGB von deinem Nahverkehrdingens an, da steht das sicher deutlich drin, kannste ja dann noch zitieren.
Dem Busfahrer hätte ich nen feuchten Händedruck gegeben, wenn der meinen Perso wollte :eek:
 
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  • #32
Supi Leute viel Feedback und viel Anregung was man tun kann, werde die Post mal abwarten und werde da mal vorbeischauen vorallem ich hatte ja ein Scheiß Ticket?!?! Wieso sollte ich dann Schwarzfahren :D

Naja halte euch auf dem Laufenden was bei rauskam.:)
 
... vorallem ich hatte ja ein Scheiß Ticket?!?! Wieso sollte ich dann Schwarzfahren :D
...

dir kommt also nicht der Gedanke, dass genau das was du gemacht hast von anderen als beliebte Masche benutzt wird ne Fahrkarte mehrfach zu verwenden?
Ist klar.
 
Die ganze Story schreit doch förmlich nach absichtlichen Schwarzfahren.

Der TS steigt in den ersten Bus hinten ein, ist aber "so verpeilt" dass er vergisst abzustempeln.
So weit so gut.

Dann steigt er in den zweiten Bus, will "hinten" abstempeln wird aber vom "bösen Fahrer" zurück gepfiffen weil er nicht gestempelt hat.
Und genau mit dieser Aussage verrät sich der TS m.M.n. selbst.

Warum sollte der Fahrer darauf achten ob er abstempelt oder nicht?
Ganz einfach, in der Stadt (hier vermutlich Münster) in der sich der TS die Beförderung erschleichen wollte, ist es Pflicht die Fahrkarte beim Fahrer vorzuzeigen, ergo muss man vorne einsteigen.

Womit wir dann wieder bei der ersten Busfahrt wären.
Dort stieg der TS mit Absicht sich die Beförderung zu erschleichen hinten ein, um sich so der Kontrolle vorne beim Fahrer zu entziehen.

Der Rest erklärt sich dann von selbst! :rolleyes:
 
das ist natürlich reine Spekulation, aber falls es so ist wie du denkst, dann ist das echt schon selten dämlich und lässt tief blicken.
Der "Trick" mit dem nicht Abstempeln hat doch schon vor 20 Jahren nicht funktioniert...
 
Die Ausrede erinnert irgendwie an "Also das war so ich bin in der Dusche ausgerutscht und auf die Flasche gefallen! ".
 
die Ausrede ja, der Antrieb sie zu erfinden aber nicht...
 
Schwierig, weil ich mir genau so einen Busfahrer vorstellen kann der Stress macht obwohl man hinten abstempeln wollte wie einen jugendlichen der sich für total klug hält und schwarzfahren wollte und jetzt beleidigt ist weils nicht geklappt hat.
 
naja, eigentlich nicht schwierig:

- die Wahrheit werden wir nie erfahren
- die rechtliche Lage ist eindeutig

den Fall kann man also abstempeln:D
 
- die Wahrheit werden wir nie erfahren
...und wild in der Gegend herumspekulieren macht außerdem bei weitem mehr Spaß. :D

Kann jemand sagen, was er will. Deutschlands Verkehrsverbünde sollten sich endlich mal konsolidieren. Jeder Landkreis macht was anderes. Selbst wenn man ausnahmsweise mal nicht schwarz fahren will.
 
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