USB-Stick verstecken & finden

Moin:

Wenn man sich z.B. die vielen kleinen gelben Punkte auf einem Farblaserausdruck anschaut, dann sind die ja auch nicht vom Himmel geregnet.
(Für Alle, die es noch nicht wussten: Die meisten Farblaser setzen auf jedem Ausdruck ein Raster aus winzig kleinen Punkten in einem bestimmten Raster, aus dem sich dann Druckertyp & Seriennummer, evtl auch Druckzeitpunkt ergibt; Ideal, wenn man die Herkunft eines Papieres ermitteln möchte)

Gruß: Calculators

Ich habe meinen Laser-Farbdrucker bar bezahlt ohne Namen zu hinterlassen. Hat auch keine 90 Euro gekostet.
Die wüsten dann zwar das Modell und wann gedruckt wurde, aber noch lange nicht wer den hat und wo und wann der gekauft wurde.
Wenn man es darauf anlegen wollte Erpresser-Briefe zu schreiben, ist das gelbe Raster überhaupt kein Hinderungsgrund.
Erst recht nicht bei den heutigen Geräte-Preisen für Aller-Welts-Drucker.
 
Kugelfisch sagte ja bereits etwas zu den Kosten, aber ganz unabhängig davon: Ein faradayscher Käfig löst das Problem. Für ein paar Euro kannst du dir Faraday-Taschen oder -Tüten kaufen, den Stick da rein packen und dann wiederum im Garten vergraben.
Das Problem dabei ist jedoch, dass diese Taschen aus einem leitfähigen Material bestehen, welches sich mit einem Metalldetektor mutmasslich wesentlich leichter aufspüren lässt als ein USB-Stick ohne Tasche, bei dem bloss das Kupfer der Leiterbahnen und ggf. der USB-Port metallisch sind. Daher wäre das meines Erachtens sogar kontraproduktiv - davon, dass ein die Daten auf dem USB-Stick hoffentlich verschlüsselt und damit ohne Schlüssel wertlos sind, einmal abgesehen.
 
Ich weiß nicht wie ein Metalldetektor arbeitet.. Ich würde schätzen mit einem Magnetfeld. Kann man dann den in Alufolie gerollten USB-Stick nicht in eine dicke Gummikugel stecken?
 
Ich glaube du musst nur Speichermedien abgeben. Bildschirme, Drucker, Maus etc. sind wohl kaum relevant, zumindest bei meinen Geräten lässt sich da nichts speichern..
Ob du statt dem PC nur die Festplatte👎 des PCs abgeben kannst, hängt sicherlich von den Beamten und deinem Auftreten ab.

Hardware bekommst du "möglichst bald" zurück. Verwendest du den PC für Arbeitszwecke, dann darfst du dir Backups machen. Ggf. kannst du sogar Leihgeräte bekommen.

Was sie mit nehmen hängt von ihrem Wissen ab. Wenn sie keine Ahnung haben nehmen sie alles mit.

Backups machen kannst du vergessen. Die werden Angst haben, dass du was löscht oder so. Festplatten ausbauen und den Rest behalten kannst du auch vergessen, weil sie Angst haben werden, dass du dabei Beweise zerstörst.

Wie Lange es dauert bis man seine Geräte zurück bekommt? Kann auch gerne bis zu einem Jahr dauern
 
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  • #45
Moin, zusammen:
Ich versuche mal zusammenzufassen, was im Falle einer Hausdurchsuchung anzuraten ist:
Da die Personaldecke auch bei den Behörden knapp ist, wird mein verschlüsselter Rechner wohl zunächst für 3-4 Monate in der Asservatenkammer zubringen. Je nach Durchsuchungsgrund könnte es aber auch schneller gehen, dass man sich meinem Rechner widmet. Jeden fallen da bestimmt 2 oder 3 Deliktarten ein, die diesen Prozess beschleunigen könnten. Und bei genau diesen Delikten wird dann auch die Hausdurchsuchung gründlicher ausfallen.
Auf alle Fälle ist man für eine Zeit ohne seine Daten, wenn man nicht den ganzen Kram als Backup auf seiner SD-Karte hat.
Die SD-Karte sollte also
a) verschlüsselt sein
b) sich außerhalb der Wohnung & Nebengelassen befinden
c) an einem Ort, der den Einsatz von Metalldetektoren (und RFID-Lesern) hinderlich ist.

Hausdurchsuchungen sind zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich, wenn Gefahr im Verzug ist.
Ansonsten im Winter von 6-21:00 Uhr, im Sommer von 4 - 21:00Uhr. Hausdurchsucher sind i.d.R. Frühaufsteher. (Vielleich kannst Du das bestätigen, Phre4k ?)
Übrigens dürfen Kinderzimmer zwar "in Augenschein" genommen, aber nicht durchsucht werden, sofern sich der Beschluss nicht (auch) gegen das Kind richtet.

Ein Blick auf den Beschluss lohnt sich immer: Kann das verlangte bedenkenlos herausgegeben werden, ist das Durchsuchungsziel erreicht; -->> Schluss mit HD.
Wer aber Versteckspiel treibt, geht das Risiko eines "Zufallfundes" ein. Soll heißen: Dein Notebook wird gesucht, Du sagst: "Hab' ich gestern verloren", dann könnten die Herren bei der Überprüfung des Wahrheitsgehaltes Deiner Aussage vielleicht auch die Cannabisplantage in deiner Garage entdecken...

Und vielleicht noch zu c): Wo versteckt man am Besten eine Kirsche?
Na - im Kirschbaum!
Gruß: Calculators
 
Ansonsten im Winter von 6-21:00 Uhr, im Sommer von 4 - 21:00Uhr. Hausdurchsucher sind i.d.R. Frühaufsteher. (Vielleich kannst Du das bestätigen, Phre4k ?)
Das ist korrekt. Zu früher Stunde sind die eRschuldigten meist erreichbar und den Überrumpelungseffekt wollen die Beamten natürlich auch ausnutzen.

Übrigens dürfen Kinderzimmer zwar "in Augenschein" genommen, aber nicht durchsucht werden, sofern sich der Beschluss nicht (auch) gegen das Kind richtet.
Das ist falsch. Hat der Verdächtige ungehinterten Zugang zum Kinderzimmer, so darf es auch durchsucht werden. Hier spielt natürlich das Alter des Kindes eine Rolle.

Ein Blick auf den Beschluss lohnt sich immer: Kann das verlangte bedenkenlos herausgegeben werden, ist das Durchsuchungsziel erreicht; -->> Schluss mit HD.
Das wird höchsten bei einem 0815 Fall möglich sein, da die Beamten immer davon ausgehen müssen, dass beweisrelevante Gegenstände noch aufgefunden werden können. Hausdurchsuchungen bei Zeugen verlaufen mitunter, wie geschildert ab. "Gib uns den Aktenordner mit den Geschäftsfällen der Firma XYZ, dann gehen wir wieder."

Und vielleicht noch zu c): Wo versteckt man am Besten eine Kirsche?
Na - im Kirschbaum!
Darum auch einen versteckten Container auf einem USB Stick.
 
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  • #47
Das ist falsch. Hat der Verdächtige ungehinterten Zugang zum Kinderzimmer, so darf es auch durchsucht werden. Hier spielt natürlich das Alter des Kindes eine Rolle.
Hmm. Hatte ich anders in Erinnerung - Muss ich noch mal schauen, wie da die Bedingungen waren.

Darum auch einen versteckten Container auf einem USB Stick.
Ja: im Prinzip nicht schlecht, aber zunächst wird ja der Stick mal mitgenommen, also kommst Du auch nicht mehr anś Backup.
 
Hmm. Hatte ich anders in Erinnerung - Muss ich noch mal schauen, wie da die Bedingungen waren.


Ja: im Prinzip nicht schlecht, aber zunächst wird ja der Stick mal mitgenommen, also kommst Du auch nicht mehr anś Backup.

Es sei denn er ist gut versteckt. Oder wie auch schon erwähnt wurde -> es liegt in dieser Cloud die niemand versteht. :confused:
 
Was wollen sie machen?
Selbst wenn die Polizei weiß, dass du einen Speicher im Körper trägst?
Ihn rausschneiden? Ich glaube kaum, dass sie das vor Gericht durch bekommen.

Schon, aber nervig ist es am Flughafen trotzdem, wenn man jedes mal rausgewunken wird...

Ich habe meinen Laser-Farbdrucker bar bezahlt ohne Namen zu hinterlassen. Hat auch keine 90 Euro gekostet.
Die wüsten dann zwar das Modell und wann gedruckt wurde, aber noch lange nicht wer den hat und wo und wann der gekauft wurde.
Wenn man es darauf anlegen wollte Erpresser-Briefe zu schreiben, ist das gelbe Raster überhaupt kein Hinderungsgrund.
Erst recht nicht bei den heutigen Geräte-Preisen für Aller-Welts-Drucker.

Es geht dabei eher um die Beweisbarkeit in der anderen Richtung. Angenommen, du wirst konkret verdächtigt und die Polizei beschlagnahmt deinen Drucker, dann können die sicher sagen, ob so ein Bieflein mit diesem Drucker gedruckt wurde oder nicht. Mehr will man damit nicht erreichen, selbst wenn du mit Kreditkarte oder Ähnlichem bezahlst - die Verkäufer legen da keine Zuordnung an, zumal ein Drucker auch weiterverkauft werden kann.
 
Ich verstecke meine sensiblen Daten in versteckten TrueCrypt Containern auf vielen Sticks die ich im Haus verteilt habe. Ich denke nicht, dass davon im Falle eines Falles wirklich alle gefunden werden. Zusätzlich habe ich noch, falls doch alle Sticks gefunden werden noch einen weiteren Stick einer Person meines Vertrauens gegeben, auf dem sich die Daten natürlich auch in dem versteckten Container befinden. Die Polizisten können ruhig die Sticks haben. Die sind nicht teuer und man kann die auch schnell ersetzen. Das Wichtigste ist jedoch, dass alles gut und sicher verschlüsselt ist. Wann und ob ich meine Hardware zurück bekomme interessiert mich nicht. Meinetwegen können sie die auf einem Flohmarkt verkaufen. Hauptsache ist, dass nur ICH jederzeit an meine Daten komme.
 
Wenn ich mal eine Frage zwischen werfen darf, wie löst ihr das Problem mit den Passwörtern? Ich habe (nicht hier) ein Büchlein wo ich Notfalls Keys & pwds nachschlagen kann. Mit 10 Stück ist es aber ja nicht getan. Einen großteil kann ich mir merken jedoch nicht alles. Ich hatte schonmal an ein dictionary auf einem RPI mit Mysql und Touchscreen nachgedacht, dessen SD-Karte verschlüsselt ist. Mit Python QT ist das ja schnell umgesetzt. Das dingen könnte ich halt vor meinen PC legen und wenn ich mal was nicht weiß oder ändere (ohne Netz zugang) sofort nutzen.
 
Ich setze dazu KeePass ein, ein beliebiger anderer quelloffener Paswort-Manager würde jedoch ebenso ausreichen. Das Passwort für die Festplattenverschlüsselung und dasjenige für den Passwort-Container sollte man sich natürlich dennoch merken. Eine gute Möglichkeit dazu ist übrigens ein normaler, ausreichend langer Satz.
 
Sorry wenn ich vielleicht mit meinem Unwissen prahle, da ich von so Zeug kaum Ahnung habe, aber was habt ihr denn für sensible Daten die man so akribisch verstecken müsste? Ich will jetzt nicht genau detailliert hören was für Dateien sind, aber inwiefern ist denn irgendwie strafrechtlich relevantes dabei, wenn man nicht gerade irgendwelche Terrorpläne gespeichert hat?

Was sie mit nehmen hängt von ihrem Wissen ab. Wenn sie keine Ahnung haben nehmen sie alles mit.
Ich sagte ja bereits, dass es wohl von dir und den Beamten abhängt. Wenn du dich kooperativ zeigst und im Zweifelsfall deinen Anwalt neben dir stehen hast, nehmen die nur mit, was sie brauchen und mitnehmen dürfen.

Backups machen kannst du vergessen. Die werden Angst haben, dass du was löscht oder so. Festplatten ausbauen und den Rest behalten kannst du auch vergessen, weil sie Angst haben werden, dass du dabei Beweise zerstörst.
Guckst du hier:
 


Backups machen.... naja wenn die Polizisten der Meinung sind das du ein "Hacker" bist, dann lassen die dich auf keinen Fall dran. Meiner Meinung nach wird es sehr schwer und ohne einen Anwalt vor Ort wirst du sie bestimmt nicht zu einer Datensicherung überreden können. Für sie ist dieser Computer halt eine black box.

Wenn die Polizei eine Hausdurchsuchung macht, dann würde ich empfehlen:

- nicht groß mit denen zu reden. Die netten Polizisten tun dann oft so, als ob sie deine besten Kumpels sind. Wenn die zu dir kommen, dann bist du automatisch der Verbrecher und bei dieser Meinung werden, die auch bleiben.
- einen Anwalt anrufen und erst wenn der da ist, sollen sie mit der Durchsuchung anfangen.
 


Backups machen.... naja wenn die Polizisten der Meinung sind das du ein "Hacker" bist, dann lassen die dich auf keinen Fall dran. Meiner Meinung nach wird es sehr schwer und ohne einen Anwalt vor Ort wirst du sie bestimmt nicht zu einer Datensicherung überreden können. Für sie ist dieser Computer halt eine black box.

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Ziel #1 ist es, die Erwartung der Polizei zu erfüllen...
 
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