Moin, zusammen:
Ich versuche mal zusammenzufassen, was im Falle einer Hausdurchsuchung anzuraten ist:
Da die Personaldecke auch bei den Behörden knapp ist, wird mein verschlüsselter Rechner wohl zunächst für 3-4 Monate in der Asservatenkammer zubringen. Je nach Durchsuchungsgrund könnte es aber auch schneller gehen, dass man sich meinem Rechner widmet. Jeden fallen da bestimmt 2 oder 3 Deliktarten ein, die diesen Prozess beschleunigen könnten. Und bei genau diesen Delikten wird dann auch die Hausdurchsuchung gründlicher ausfallen.
Auf alle Fälle ist man für eine Zeit ohne seine Daten, wenn man nicht den ganzen Kram als Backup auf seiner SD-Karte hat.
Die SD-Karte sollte also
a) verschlüsselt sein
b) sich außerhalb der Wohnung & Nebengelassen befinden
c) an einem Ort, der den Einsatz von Metalldetektoren (und RFID-Lesern) hinderlich ist.
Hausdurchsuchungen sind zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich, wenn Gefahr im Verzug ist.
Ansonsten im Winter von 6-21:00 Uhr, im Sommer von 4 - 21:00Uhr. Hausdurchsucher sind i.d.R. Frühaufsteher. (Vielleich kannst Du das bestätigen, Phre4k ?)
Übrigens dürfen Kinderzimmer zwar "in Augenschein" genommen, aber nicht durchsucht werden, sofern sich der Beschluss nicht (auch) gegen das Kind richtet.
Ein Blick auf den Beschluss lohnt sich immer: Kann das verlangte bedenkenlos herausgegeben werden, ist das Durchsuchungsziel erreicht; -->> Schluss mit HD.
Wer aber Versteckspiel treibt, geht das Risiko eines "Zufallfundes" ein. Soll heißen: Dein Notebook wird gesucht, Du sagst: "Hab' ich gestern verloren", dann könnten die Herren bei der Überprüfung des Wahrheitsgehaltes Deiner Aussage vielleicht auch die Cannabisplantage in deiner Garage entdecken...
Und vielleicht noch zu c): Wo versteckt man am Besten eine Kirsche?
Na - im Kirschbaum!
Gruß: Calculators