[Sonstiges] Störfall im belgischen Atomkraftwerk Doel

Seit letzter Woche Dienstag steht der Reaktorblock 4 des belgischen Kernkraftwerks still. Laut Aussage des Betreibers Electrabel waren starke Schäden an der Hochdruckturbine der Grund für die Abschaltung. Eine oder mehrere Personen ließen die 65.000 Liter Schmieröl der Turbine in ein eigens dafür gebautes Auffangbecken ab, welches eigentlich nur im Brandfall zum Einsatz kommen sollte. Nach derzeitigem Ermittlungsstand kann Sabotage nicht ausgeschlossen werden.

Ersten Schätzungen des Betreibers zufolge sollte der Reaktor bereits im September wieder an das Netz gehen. Diese Aussagen mussten aber bereits revidiert werden, da größere Schäden aufgetreten sind, als erwartet. Nach derzeitigem Stand wird der Reaktor voraussichtlich erst nächstes Jahr wieder voll einsatzfähig sein.



Quelle:
(Anm: Ich hoffe, dass ich alles soweit richtig übersetzt habe)
 
Ach Kernkraftwerk ... Was kann da schon passieren ist doch Super Sicher die Angelegenheit ... Vorallem für die Leute die in Windrichtung Westen von so einem ding liegen :T
 
Wobei hier ja nun etwas passiert ist, was mit der Energieform des Kraftwerks erstmal nichts zu tun hat. So eine Dampfturbine würde auch in einem Kohlekraftwerk den Arsch hoch machen, wenn man das Schmiermittel ablässt.
Mal abwarten, ob es wirklich Sabotage war. Vielleicht Atomkraft-Gegner?:unknown:
Hätte man als Saboteur was Ernsteres verursachen wollen, dann hätte man sich wohl was Anderes einfallen lassen.

Edit:
Das es erst nächstes Jahr wieder ans Netz gehen kann, ist verständlich. Solche Turbinen gibt's nicht von der Stange, abgesehen davon wird wohl auch noch einiges an Peripherie erneuert werden müssen.
 
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  • #5
Wenn einem so eine Dampfturbine um die Ohren fliegt und dann dabei vielleicht noch den Reaktor beschädigt, dann ist das sehr wohl relevant um welchen Kraftwerkstyp es sich handelt. Wobei es hier in der Tat noch recht glimpflich ausgegangen ist.


Grüße
Thomas
 
Die Trubinen stehen im Trubinenhaus, der Reaktor im Reaktorgebäude...
Versteht mich nicht falsch, ich halte Atomkraftwerke auch für einen technisch viel zu aufwändigen und zu schwer beherrschbaren Kraftwerkstyp(vom Müll mal ganz abgesehen), aber dass durch eine defekte Turbine gleich der ganze Reaktor in die Luft fliegt...nee soweit können die Ingenieure dann doch denken.

Der mechanische Teil eines solchen Kraftwerkes ist nicht das Problem, das können wir.
 
nee soweit können die Ingenieure dann doch denken.



Aus der beliebten Reihe "bei UNS ist Atomenergie SICHER", heute: Schweizer AKW Leibstadt von Atomaufsicht gerügt. Grund:

Die Sicherheitshülle aus Stahl wurde durchbohrt, um Feuerlöscher aufzuhängen.

Wir reden hier vom Primärcontainment. Das ist gasdicht, oder sollte es sein.

Wie das Werk auf Anfrage von suedkurier.de mitteilte, wurden am Stahlcontainment insgesamt sechs Löcher mit jeweils sechs Millimetern Durchmesser angebracht. Damit sollten Halterungen für zwei Feuerlöscher befestigt werden. Die Stahlwand sei völlig durchbohrt worden.

Wer da wohl Subunternehmer war? Firma Röhrich?

Update: Ich stelle mir ja die ganze Zeit diese Handwerker vor, wie die da laut fluchen. "Welcher Depp verbaut denn bitte zentimeterdicke Stahlwände! Jetzt muss ich extra zum Auto laufen und die Spezialbohrer holen!1!!" :-)

Also um nur mal auf das andere Atomkraftwerk hier zu schauen ... die haben Löscher in die Sicherheitshülle gebohrt ... Und das haben sicherlich auch Ingenieure in auftrag gegeben neme ich mal an ...
 
Also um nur mal auf das andere Atomkraftwerk hier zu schauen ... die haben Löscher in die Sicherheitshülle gebohrt ... Und das haben sicherlich auch Ingenieure in auftrag gegeben neme ich mal an ...

Nein, das war der phööse Brandschutzbeauftragte:D
Spaß beiseite, das ist natürlich krass. Wie gesagt, ich halte Atomkraftwerke ja auch für zu schwer kontrollierbar...wobei man sagen muss, dass ein Turbinendefekt in der Planungsphase berücksichtigt wird, ein mit der Bohrmaschine wütender Handwerker eher nicht.

Da diese Technik aber nun mal so derart störanfällig und kompliziert ist können auch durch kleinste Fehler große Schäden entstehen. Daher ein weiteres Argument gegen Atomkraftwerke, wenn man so will. Szenarien wie berstende Leitungen, Behälter zerstörte Turbinen kann man alles in gewissem Maße einplanen, aber so Sachen wie den bohrenden Handwerker(oder allgemein menschliches Versagen) kann man eben nicht vorher einplanen.
 
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  • #9
Die Trubinen stehen im Trubinenhaus, der Reaktor im Reaktorgebäude...
Soweit richtig, ja. Bei Doel 4 handelt es sich auch um einen Druckwasserreaktor, also mit getrennten Wasserkreisläufen (im Gegensatz zu Siedewasserreaktoren mit nur einem Wasserkreislauf), daher wäre dieser bei einer Undichtigkeit der Turbine auch grundsätzlich "problemlos". Man muss sich dabei aber auch anschauen, unter welchem Druck das Wasser in einem solchen Reaktor steht (ca. 70 bar). Ein plötzlicher Abfall des Drucks von 70 bar auf 0 bar könnte doch empfindliche Schäden auch am Reaktor hervorrufen, vor allem weil der Primärkreislauf des Reaktors weiterhin unter rund 160 bar steht.


Grüße
Thomas
 
Nein, das war der phööse Brandschutzbeauftragte:D

Naja und der "Blöde" Brandschutzbeauftragte sollte doch eigentlich vom Ingenieur wissen wo er bohren darf und wo nicht :D

Wirds doch wohl ne Skizze geben mit Roten Wänden:D

Und ansonsten gab es schon genug Fehler wo es Techniches versagen war ... und kein Menschliches ... Wobei an der ganzen Sache eigentlich ehh der Mensch die Schuld hat 0o
 
Nun ja, ohne weitere technische Einzelheiten der Anlage zu kennen, kann man da wohl nur spekulieren, wie hoch das Risiko tatsächlich wirklich war...

Da man aber technisches oder menschliches Versagen nie zu 100% einplanen kann, wie es für eine derart prekäre Technik nötig wäre: wech mit dem Schrott, eh zu teuer.

Ich würde lieber die Landschaft mit tausenden Windrädern zupflastern und dann in 20 Jahren merken: "Scheiße war das ein Mist damals, es geht doch viel effektiver" Dann muss ich aber nur Stahl abtransportieren, als mit tonnenweise strahlenden Abfalls zu jonglieren...
 
Korrekt der Scheiss Strahlt selbst Hunderttausend jahre danach noch ...

Warscheinlich Speckulieren die Speckulanten darauf das man mit dem zeug noch irgentwas irgentwie anfangen kann .... und wens nur leuchten ist :rolleyes:
 
Nach derzeitigem Ermittlungsstand kann Sabotage nicht ausgeschlossen werden.
Hat man eine neue Masche für sich entdeckt? "Beweist uns erstmal, dass der SuperGAU nicht von Terroristen verursacht wurde!11" Wenn gar nichts hilft haben eben Seperatisten mit ner Buk draufgeballert *scnr* :D.

Die Sicherheitshülle aus Stahl wurde durchbohrt, um Feuerlöscher aufzuhängen.
Das sollte man allen Technoromantikern auf den Arsch kleben.
 
Windräder und Co. taugen aktuell leider nicht zur Grundlastsicherung, daher werden wir weiter Kohle- und/oder Atomkraftwerke brauchen. Allerdings sollte man auch bedenken dass auch Kohlekraftwerke für Umweltschäden z.B. beim Abbau sorgen, darüber hinaus langfristige Klimaeffekte haben und übrigens auch in gewissem Maße Atommüll produzieren.

MfG
Mr. J
 
Das einzig echte Problem an den Dingern sind die ganzen echten Homer Simpson Verschnitte darin. Sieht man bei nahezu jedem Problem mit den Teilen. Und über die Erdbebengebiete dank Kohleabbau verliert keiner ein Wort.:T

Diese Anti Atom Einseitigkeit stört mich auch an diesen News. Die anderen Möglichkeiten haben nämlich ganz gewaltige Nachteile die ich nicht durch qualifiziertes Personal kompensieren lassen. Man rechnet ja nicht mal gegen wie viele durch andere Energieformen umkomen, dass ist an Einseitigkeit kaum zu übertreffen. Die verschütteten in den Kohleminen die ja wohl sogar direkt damit zusammenhängen, nicht mal die werden gezählt. Alles fordert Opfer ihr Naiven Spinner! Ich könnte morgen ohne mein verschulden überfahren werden trtotzdem fordere ich kein Verbot von Autos, denkt doch mal an die Kinder die täglich überfahren werden. Ihr habt entweder keine Empathie oder einen verdammt miesen Charakter!
 
Wichtig ist, dass es eine gewisse politische Atmosphäre gibt die der Förderung von erneuerbaren Energien zugute kommt.
Erneuerbare Energien haben ihre eigenen Herausforderungen die es anzugehen gilt. Das kommt dann langfristig auch anderen Ländern und Kontinenten zugute.
 
Das einzig echte Problem an den Dingern sind die ganzen echten Homer Simpson Verschnitte darin. Sieht man bei nahezu jedem Problem mit den Teilen. Und über die Erdbebengebiete dank Kohleabbau verliert keiner ein Wort.:T

Stimmt, würden alle so effektiv und voller Herzblut arbeiten wie Mr.Smithers, dann gäbe es nicht einmal mehr Atommüll und die Welt würde nurnoch vor Freude strahlen. :T
 
Das einzig echte Problem an den Dingern sind die ganzen echten Homer Simpson Verschnitte darin. Sieht man bei nahezu jedem Problem mit den Teilen. Und über die Erdbebengebiete dank Kohleabbau verliert keiner ein Wort.:T

Nein, das echte Problem ist, dass es bisher kein Konzept gibt, was wirklich inhärent sicher ist. Gäbe es das, dann wären die Homer Simpsons dieser Welt kein Problem, weil ja nix passieren könnte. So hat aber jedes Atomkraftwerk die potentielle Möglichkeit ganze Landstriche unbewohnbar zu machen und nebenbei noch Müll zu produzieren, der wahrscheinlich die komplette Menschheit überleben wird.
Daher tun auch die verschütteten Bergleute nichts zur Sache, zumal Kohlekraftwerke auch nicht grad der Weisheit letzter Schluss sind. In absehbarer Zukunft werden die beiden Energieformen nur noch einen Bruchteil der heutigen Energie bereitstellen müssen.

Nebenbei sollte man an modernen Atomkraftwerken allerdings weiterforschen, da ein (sicherer!) Brutreaktor aus meiner Sicht die einzige Möglichkeit ist, den bisher angesammelten Atommüll irgendwie loszuwerden.
 
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