[Netzwelt] Amazon: Versandkostenfrei zukünftig erst ab 29€ Bestellwert

Bisher war es üblich, dass Bestellungen die direkt vom Onlineversandhaus Amazon verpackt und versandt wurden, ab einem Bestellwert von 20€ frei Haus geliefert wurden. Ab heute, dem 12.August 2014, wird diese Grenze um neun Euro auf 29€ angehoben.

Bestellungen von und mit Büchern, Hörbüchern und Kalendern sind davon nicht betroffen und bleiben weiterhin versandkostenfrei.

Zukünftig fallen daher für alle Zulieferungen einheitliche Versandkosten von drei Euro an, wenn der Bestellwert unter 29€ liegt.

 
Zuletzt bearbeitet:
also ich bin prime kunde und wenn ich mehrere sachen direkt über amazon bestell und komplettversand auswähl, hab ich noch nie alles getrennt bekommen. das kommt am nächsten tag sicher in einem paket und fertig. und nein, als standard ist schneller versand aktiviert, da steht extra dabei das es mehrere einzellieferungen werden können.
 
Amazon hat sich sowieso selbst getötet,

du musst dazu sagen
"für dich"
für andere ist es sicher gerade wegen der kulanten Rücknahme/Gewährleistung und der kostenlosen Versandkosten immer noch top.
Auch wirtschaftlich gesehen geht es dem "getöteten" Amazon immer noch gut.
 
Mehrere Artikel bekomme ich meist auch getrennt. Aber immer am gleichen Tag mit den anderen zusammen.
 
Komplettversand bedeutet in der Tat nicht, dass alles in ein Karton gepackt wird. Ich habe das schon öfters ausgewählt und bisher hat es noch nie funktioniert.

Ist jetzt für mich aber auch kein Grund, Amazon schlecht zu machen. Ich wollte einfach die Umwelt und die Nerven meiner Nachbarn schonen. Denn die müssen Pakete für mich annehmen. ;)
 
Was habt ihr eigentlich für Erfahrungen mit anderen großen Elektronikversendern (alternate, redcoon, hardwareversand, hoh, mindfactory) gemacht beim Thema defekte Elektronikartikel zurücksenden. Sind die genauso Kulant wie Amazon ?
 
@Mr Speicher:

So kulant wie Amazon ist eigentlich keiner. Das ist ja einer der Gründe, wieso man eben bei Amazon und nicht bei einem anderen Händler bestellt.
 
Richtig, auch einer der Gründe warum ich teurere Elektronik nur bei Amazon kaufe. Hätte ja sein können das andere Händler da mitlerweile mal aufgeholt haben.
 
Richtig, auch einer der Gründe warum ich teurere Elektronik nur bei Amazon kaufe. Hätte ja sein können das andere Händler da mitlerweile mal aufgeholt haben.

Gut, Festplatten gehören inzwischen nicht mehr zur teuren Elektronik, aber die bei Amazon zu bestellen gleicht immer noch einem russich Roulette: Festplatte in Anti-Static-Folie, nichts drumherum. Das ganze dann in einen Karton, der n-mal zu groß ist. Noch mit ein bißchen zerknülltem Packpapier 'ausgepolstert' und ab auf die Reise. Wenn ich eine HDD so zu Seagate o. ä. zur Garantie-Abwicklung schicken würde, würden die einmal laut lachen und nix wäre es mit der Garantie. Möchte nicht wissen, wieviele HDDs von Amazon verschickt ein DOA sind.
Da nützt mir dann auch die Amazon-Kulanz nichts. Wenn die Festplatte zunächst noch funktioniert und dann nach einer Woche kaputt ist, dann ist sie zu diesem Zeitpunkt schon mit Daten bespielt und die sind weg, egal wie unkompliziert es eine neue HDD gibt.

Ist andere Elektronik genauso verpackt?

Meine mich erinnern zu können, daß die Verpackungsvorschriften der Post es vorsehen, daß ein Sturz aus 3m Höhe verkraftet werden muß
 
Festplatten verkauft Amazon sowieso nicht mehr selber, falls sich das nicht wieder geändert hat. Es gibt nur noch "Versand durch Amazon" und verkauft durch Marketplace Händler.

Um Festplatten ging es mir eigentlich auch nicht, sondern um teurere Elektronik wie Fernseher oder Notebooks, da stehen bei uns in nächster Zeit käufe an. Es wird aber wohl wieder auf Amazon hinaus laufen.
 
früher oder später wird Amazon alle Preise wieder etwas anziehen. Sie sind wirtschaftlich gesehen ja schon öfters in der Kritik ob die Ausrichtung des agrresiven Wachstums denn richtig sei. Auch von Anlegerseite gibt es Stimmen die endlich auch mal Bares sehen wollen statt Expansion.

Höherer Mindestversandkostenbetrag --> Mehr Umsatz oder mehr Einahmen durch Versandkosten

Meine Prime Mitgliedschaft habe ich nach der Preiserhöhung gekündigt. Habe mir nämlich oft aus Bequemlichkeit auch oft kleine 1-5€ Artikel immermal wieder bestellt. Jetzt werde ich die einfach "sammeln".

Gab auch mal eine Reportage, dass genau diese "magische" Grenze von 20€ bei Amazon ein Erfolgsgeheimnis ist. Besonders deutlich wurde es damals beim Start auf dem französischen Markt. Amazon kämpfte schwer dort Fuß zu fassen. Erst nachdem sie dort auch den kostenlosen Versand ab 20€ angeboten haben ist der Marktanteil explodiert.

Inzwischen dürften die also die Expansionsphase zurück drehen und anfangen Gewinne zu generieren.
 
Der Grund liegt denke ich darin, dass durch die Preisanhebung bei Amazon Prime viele Kunden zu dem Ergebnis gekommen sind, dass sie sich das Geld sparen für diesen Dienst sparen, einen Versandtag mehr in Kauf nehmen und bei dem überwiegenden Teil der Bestellungen ohnehin über oder nahe 20€ liegen. Nun habe ich eben mal bei mir selbst geguckt: Von meinen letzten 10 Amazon-Bestellungen (Bücher ausgenommen) kostete eine über 30€, drei weitere über 20€ und zwei waren 19,xx€, der Rest liegt zwischen 11,00€ und 19,00€
Wenn ich nicht sowieso Amazon Prime hätte (bzw. das ganze Haus einen Account :rolleyes: ), hätte ich nach alten Regeln in 6 Fällen Versandkosten bezahlt, nach neuen in 9 Fällen. Von diesen 6 Fällen wäre es häufig ein Leichtes gewesen, die 20€-Marke zu "knacken", für die 30€-Marke hätte ich häufig den Einkaufsbetrag (nahezu) verdoppeln müssen.
Das ist natürlich nicht repräsentativ, trotzdem denke ich, dass es viele Kunde gibt, die eine ähnliche Kaufgewohnheit aufweisen. Bei Amazon wird man die Bestellungsstatistik studiert haben und zu dem Ergebnis gekommen sein, dass diese moderate Anhebung sehr positive Auswirkungen haben wird, ob nun auf die Anzahl der Prime-Kunden oder auf die der Versandkostenzahlungen und Mehrbestellungen.

Ich finde die Preise dennoch sehr in Ordnung. 3€ Versandkosten für ein (in aller Regel) DHL-Paket sind 3€ weniger, als üblicherweise verlangt wird. Versandkostenfreiheit ab 30€ ist ebenfalls sehr viel mehr, als der Durchschnitt bietet.[/B]
 
Ist echt OT aber ich hab schon ne Menge bestellt (meist bei Mindfactory), einzelteile für ~15 PCs. Ich hatte erst 4 defekte Geräte innerhalb der Garantie/Gewärleistung/whatever wenn ich mich richtig erinnere.

P8P67-Pro Mainboard mit SATA-Bug, wurde Repariert. (Mindfactory)
WD Green, wurde von WD anstandslos umgetauscht. (WD Direkt)
Damals noch eine NVidia 7800GS. Wurde, da die Karte nicht mehr verfügbar war durch eine Leistungsstärkere ersetzt. (Mindfactory)
Samsung SyncMaster T240. Wurde von Samsung per Lieferdienst direkt ausgetauscht. Generalüberholtes Gerät bekommen und defektes Gerät mitgegeben.
 
@KlossMitSoss:

Dein HDD-Beispiel lässt sich aber leider auf x andere Händler übertragen. Kann mich beispielsweise schon gar nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte mal Platten in speziellen Transporthalterungen erhalten habe. Geben tut es die Dinger ja aus gutem Grund.

Wenn die Platte nach einer Woche kaputt ist und die Daten weg sind, hat man bei der Datensicherung Mist gebaut.
 
Kurzer Blick wie es in den USA aussieht:

Versand kostet immer etwas, die Raten variieren je nach Ware. Nehmen wir mal Schuhe:

Standard-Shipping (3-5 Tage): $4 pro Versand + $1.5 pro Paar
2-Tage Shipping: $8 pro Versand + $2 pro Paar
1-Tages-Shipping: $14 pro Versand + $5 pro Paar

Für Prime Kunden:

Standard-Shipping: kostenlos
2-Tage Shipping: kostenlos
1-Tages-Shipping: variiert, ab $3 pro Warenstück

Jetzt kann man argumentieren, daß die Entfernungen in den USA größer sind und deshalb per se höhere Kosten entstehen.
Andererseits: Es gibt 59 fulfillment center. Demzufolge dürften gängige Waren nicht sooo lange Versandwege haben.


Analyse der Prime-Kunden:

Kunden-Anteil in USA: ca. 40%
Umsatz-Anteil in USA: ca. 60%
Anzahl der Bestellungen: 50% höher als bei Nicht-Prime-Kunden

Zusätzlich muß man sehen, daß der Vorteil Prime-Kunde zu sein in Amerika aufgrund der vielen Mehr-Goodies (Mini-Spotify, unlimited Video, 500.000 kostenlose Ebooks) noch wertvoller ist als hier. Es gibt also mit Sicherheit Prime-Kunden, die (fast) nur die Goodies nutzen und nicht für das mehr Verkaufs-Umsatz verantwortlich sind. Somit generieren dann weniger als 40% der Kunden mehr als 60& der Umsätze.

Zumindest aus Umsatz-Gesichtspunkten (Gewinn ist immer eine andere Sache) lohnt es sich für Amazon also deutlich, die Kunden in Richtung Prime 'zu treiben'. Die Erhöhung der Vesandkosten-Grenze gehört mit Sicherheit dazu.

Frage: Wieso die Regel, daß für "Kulturgüter" keine Versandkosten erhoben werden. Ist das aus Konkurrenz-Gründen, oder hat das auch noch andere Gründe (steuerlich)?
 
Inzwischen dürften die also die Expansionsphase zurück drehen und anfangen Gewinne zu generieren.

Da will man sicherlich hin, allerdings ist aktuell davon noch nicht viel zu sehen. Amazon kontert schließlich auch aktuell noch _jede_ Aktion von Saturn/Mediamarkt ("3 für 2", "3 Blurays für 20€", "3 Spiele für 50€", etc.), häufig wurde schon gemunkelt, dass dabei manche Waren unter dem Selbstkostenpreis verscherbelt werden, um "mit Gewalt" mehr Kunden zu ziehen.
Und auch in anderen Bereichen sehen die Geschäftsgebaren von Amazon eher nach Krieg aus, z.B. Erpressung der Verlage oder geschicktes "Ausnutzen" der Marketplace-Verkäufer.

Kurzfristig gedacht ist das natürlich alles im Sinne der Kunden, allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass Konzerne wie Amazon für die Wirtschaft alles andere als gut sind: Schließlich kann davon niemand wirklich gut leben (unterbezahlte Sklaven bei Amazon & Versandhändlern vs. vernünftig bezahlte Verkäufer in Fachgeschäften), und die hierzulande bezahlten Steuern sind im Vergleich zum Umsatz auch nur ein Witz. Und wenn die Preise erstmal diktiert werden können (da will man offensichtlich hin), ist sowieso Schluss mit lustig.

Wenn ich weiß was ich will bestell ich natürlich auch Sachen im Internet, allerdings wär' es in vielen Bereichen traurig noch mehr Fachgeschäfte zu verlieren. Zumal es viele Produkte gibt, die ich einfach nicht im Internet bestellen will: Kleidung, Schuhe, Möbel (wtf, wer kauft ein Sofa ohne Probesitzen?!), Lebensmittel und besonders pervers: Fleisch.
 


Es gibt nur wenige Privatkunden, die bei einem Business2Business Händler einkaufen ;)

Aber sonst hast recht, es gibt shops da is die Versandkostenfreigrenze viel höher.
 
Jetzt kann man argumentieren, daß die Entfernungen in den USA größer sind und deshalb per se höhere Kosten entstehen.
Andererseits: Es gibt 59 fulfillment center. Demzufolge dürften gängige Waren nicht sooo lange Versandwege haben.

Der Versandweg dürfte damit kaum zu tun haben. Eher müssen die vielen Versandlager auch finanziert werden.
 
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