Stadtmobil Carsharing zockt ab (war: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?)

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gelöschter Benutzer

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Hey Leute,

Da ich überhaupt kein Auto-Fan bin, aber ab und an mal eins gebrauchen könnte, wollte ich mich beim örtlichen Carsharing-Unternehmen anmelden. Da ich ein Inhaber einer Jahreskarte bin, kostet mich die Anmeldung gerade einmal 230€ inkl. dem ersten Jahresbeitrag. Die Preise kamen mir auch ganz okay vor (1,60€/h+0,20€/km), eine zweistündige Fahrt zum Kunden oder abends weggehen würde mich 10-15€ kosten.

Also hingetingelt, das Formular ausgefüllt und dort aufgrund einer technischen Störung nicht mit EC-Karte bezahlen können. 230€ hat man ja auch nicht immer dabei, deswegen sagte ich ich käme abends noch einmal vorbei. Die Dame meinte, dass auch eine Überweisung okay wäre (ich wollte das allerdings heute noch ausprobieren).

Kaum bin ich wieder zurück auf der Arbeit (hatte das in der Mittagspause erledigt), ruft mich eine Telefonistin des Unternehmens stadtmobil GmbH an und meinte, ich hätte "bei der Schufa-Abfrage zu wenige Prozente" bekommen. Sie sehe keine Aufschlüsselung der Scoring-Punkte, sondern nur eine Prozentzahl. Man bestehe jetzt auf der Zahlung weiterer 200€ für die Kaution und weiterer 40€/Jahr für eine "Versicherung" (die keine ist, ist ja kein Versicherungsunternehmen!) zur Reduktion der Selbstbeteiligung im Schadensfall. Die Firma wolle sich durch so eine Maßnahme schützen, da der Kunde ja durch seine mangelhafte Bonität im Schadensfall eventuell nicht zahlen kann. In den AGB ( ) steht nichts dergleichen, vor dem Abschließen des Vertrages hat man mich darüber auch nicht informiert.

Anstatt mich also aufgrund einer Schufa-Anfrage abzuweisen, was für mich bereits an der moralischen Grenze wäre, will man mir also einen Vertrag andrehen, der mich grob geschätzt das Doppelte im Monat kostet. Ich habe den Vertrag gerade hier liegen und frage mich, wie ich weiter vorgehen soll. Die weiteren 240€ habe ich noch locker auf dem Konto, aber ich finde das Vorgehen der Stadtmobil GmbH mehr als fragwürdig. Ich tendiere nun zum Rücktritt vom Vertrag und bin froh, nicht direkt die 230€ bezahlt zu haben.

Was würdet ihr in so einem Falle tun? Findet ihr das Vorgehen des Unternehmens okay?
 
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Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

Kommt drauf an.

Wenn das Beitrittsverfahren nicht ausreichend erläutert ist (AGB) würde ich zurücktreten/kündigen.

Juristen nennen das wohl "offenen Dissenz" mit der Folge, daß kein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist.
 
Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

Das klingt eher nach Abzocke....
 
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  • #4
Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

Bestätigt meine Meinung ja eher.

Ich finde es eine Sauerei, dass so ein "großes" Unternehmen sich sowas leisten darf. Ich könnte mir die höheren Kosten locker leisten, aber die Frage ist ob die das bei allen so machen? Auf der Facebook-Seite sind so dermaßen wenige Einträge, dass man fast vermuten mag dass die Admins da was löschen, wenn es nicht ins Konzept passt.

Das Dumme ist, dass der Anbieter hier in der Region leider der Einzige ist – beziehungsweise der Einzige mit günstigen Preisen. Da ich noch nie Probleme mit Schufa-Einträgen oder Nicht-Einträgen hatte, werde ich dort mal anrufen und meinen Fall eskalieren lassen. Eventuell sind die ja bereit, dass ich nur die höhere Kaution bezahle, aber nicht die ominöse "Versicherung" abschließe. Da morgen Feiertag ist, werde ich am Freitag wohl noch mal anrufen und die vor die Wahl stellen.
 
Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

Tritt zurück vom Vertrag. Oder hast den schon unterschrieben? Dann dürfen sie nur das Geld nehmen, was im Vertrag steht. Hast du denn auch das ganze Kleingedruckte gelesen?
 
Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

Ich würde (wenn das wirklich nirgends steht) erst mal fragen wo das steht das sie das erheben... weil du hast ja schließtlich einen Vertrag unterschrieben mit passenden Bedingungen - diese können sich nicht nachträglich einfach einseitig ändern.

Zum anderen würde ich dringend mal eine Auskunft einholen.. ist ja schließlich kostenfrei - und schauen warum du ein schlechtes Rating hast.
 
Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

Bei den Kosten kannst doch gleich einen eigenen Kleinwagen von unterhalten.

Ich halte von dem Carsharing überhaupt nichts.
Ich habe lieber ein eigenes Auto das ich 24/7 nutzen kann.
 
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  • #8
Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

alles Kleingedruckte gelesen.

Werde sie jetzt auch mal auf ihren eigenen Vertrag hinweisen; am Freitag, wie gesagt.

Bei den Kosten kannst doch gleich einen eigenen Kleinwagen von unterhalten.
Für 5€ im Monat plus 10-15€ für eine Fahrt? Ich fahr das Ding max. 10x im Monat, ansonsten bin ich hier in der Großstadt mit Bus&Bahn besser dran. Sagen wir ca. 200€ im Monat inkl. Sprit.
Rechne mal vor, wie das ein Kleinwagen unterbietet.
 
Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

Da brauche ich nicht zu rechnen. Da kommst mit nem eigenen Auto besser weg.
Ausserdem muss einer vom Carsharing an festen Punkten zurück gebracht werden.
Ich raff nicht was die Leute am Carsharing so toll finden.

Habe mal eben grob Im Internet gesucht. Der nächste Standort wo ein solches Mietauto stehen würde ist 6 Kilometer entfernt.
Also erst hinlatschen, das Auto nutzen und dann wieder da abstellen und zurück laufen. Macht echt Sinn.:T

NA ja war jetzt ein wenig OT.
 
Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

@phre4k:

Alles kann man eben nicht haben. :p

Wie wäre es, wenn Du auf den ÖPNV zurückgreifst und gelegentlich ein Taxi bemühst? Kalkulier doch mal Deinen monatlichen Mobilitäts-Bedarf durch.

An die große Freiheit durch Carsharing glaube ich sowieso nicht. Man tauscht das eine Riskiko gegen ein anderes (unübersichtliches) aus. Das zeigt schon diese Zusatzversicherung, die einen Unfall durch Deine Schuld abdecken soll. Und wenn dann was passiert, darfst Du Dich mit der Versicherung rumschlagen.

Oder Du kaufst Dir einfach ein Moped und einen Regenumhang? :D

Die Carsharing-Firma wird immer darauf achten einen Gewinn zu machen und alle Risiken auf den Kunden abzuwälzen und das Geschäftsmodell verkaufen sie mit Klimarettungsargumenten.
 
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Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

Das Carsharing wirtschaftlich für den Nutzer ist, ist m.E. eher selten. Bei sehr geringer Nutzung ist das Taxi/Fahrdienst die bessere Lösung. Für längere Strecken gibts auch klassische Mietwägen. Auf der anderen Seite lohnt sich sehr schnell ein eigenes Auto. Ein älterer Kleinwagen kann für das Geld ebenfalls unterhalten werden und ist weit überlegen.
 
Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

Die 200€ scheinen eine Einlage zu sein, die bei Vertragsende zurückerstattet wird. Dennoch durchaus fragwürdig, dass man damit erst hinterher ankommt, wenn eigentlich bereits alles in trockenen Tüchern ist.
Allerdings kann ich ehrlich gesagt auf der Seite von Stadtmobil nicht nachvollziehen, welchen Tarif du nehmen wolltest. Ich hatte angenommen, den RMV-Tarif. Bei 30€ Anmeldegebühr und 5€ monatlichem Grundpreis komme ich aber nicht auf die von dir angegebenen 230€. Eine jährliche Zahlung erscheint mir auf den ersten Blick auch irgendwie unüblich.

Zum Thema Carsharing allgemein:
Ich nutze das selber (Cambio, ein mit Stadtmobil vergleichbarer Anbieter, halt in anderen Städten vertreten) und habe im Schnitt Kosten in Höhe von 50€ pro Monat inkl. Grundpreis mit ein paar Ausreißern nach oben (längere Strecke oder Transporter wenn mal nötig). Eine verzinsliche Kaution kann man hier freiwillig hinterlegen, muss man aber nicht (bei negativer Boni kann ich nicht beurteilen).
Anfangs war ich auch echt skeptisch und habe lange mit mir gerungen. Ein eigenes Auto kam nicht infrage, da allein der hier zwingend nötige Stellplatz mindestens 40€ kosten würde und ich die meisten Strecken mit ÖPNV oder Roller zurücklege. Manchmal braucht (oder will!) man dann aber eben doch ein Auto. Eine Station ist vor der Tür, meine Ausweich-Station 5min Fußweg entfernt.

Klar, es kommt auf die individuelle Situation an. Solche Modelle sind nicht für jeden attraktiv. Ob sich das im Vergleich zum Taxi rechnet, habe ich nicht ausgerechnet, zum Auto auf jedenfall. Ich schätze es liefe bei mir ungefähr auf das selbe hinaus. Dann fahr ich doch lieber selber, als mich regelmäßig in ein Taxi zu setzen. ;)
Probleme mit Schadensabwicklung, Nicht-Verfügbarkeit von Fahrzeugen trotz Buchung o.ä. hatte ich bisher nie. Im Gegenteil. Kontakte mit dem Anbieter waren durchweg positiv und Reklamationen wurden kulant behandelt.
Die Reduzierung der Selbstbeteiligung bietet übrigens auch jede normale Autovermietung an, ohne Versicherer zu sein ;).
 
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  • #13
Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

Also ein eigenes Auto würde mich ~1000€ für die Anschaffung und ~110€/Monat für die Versicherung kosten. Dann noch mal sagen wir nen Tank voll Sprit (60€), die Wartung (50€)... da wäre ich ja dann schon bei 200€. Das würde aufs selbe rauslaufen mit Carsharing und ich hätte den ganzen Stress nicht.

Wenn aber die Carsharer so ein Geschäftsgebaren an den Tag legen, hab ich da null Lust drauf.
 
Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

Keine Ahnung, wie dein Streckenprofil aussieht, aber vielleicht lohnt sich auch das Carsharingkonzept von DriveNow oder car2go. Da musst du nicht zu einer Station, sondern suchst dir per Smartphone einen Wagen in der Nähe und lässt ihn irgendwo im Stadtgebiet wieder stehen. Ist etwas teurer, kann sich aber lohnen, weil man das Auto nach dem Abstellen nicht bezahlen muss.
 
Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

Bei DriveNow und Car2go ist es aber so, dass man sie nicht irgendwo stehen lassen kann, wenns nicht im Geschäftsgebiet ist dann kannst du extra Gebühren bezahlen für minütliches Parken außerhalb des Geschäftsgebiets, das kann unter Umständen teuer werden. Car2gos Geschäftsgebiet ist zwar etwas umfangreicher als die von DriveNow und bei Car2go bekommt nur Smarts und man hat nur Minuten-, Stunden- und Tagestarife und 50 km frei, wenn mehr als 50 km gefahren wird, extra km bezahlen. DriveNow hat einen beschränkteren Geschäftsgebiet dafür aber bessere Autos, Minis und BMWs(auch in Cabrio Ausführungen), ist aber dementsprechend ein wenig teurer, man hat 200 km frei und es gibt auch weitaus mehr Tarifarten.

Car2go:

DriveNow:
 
Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

phre4k schrieb:
....und ~110€/Monat für die Versicherung kosten. Dann noch mal sagen wir nen Tank voll Sprit (60€)

Muß es denn ein Ferrari oder Porsche sein. :D

Deine Kalkulation läßt vermuten, daß Du um ein eigenes Auto gar nicht herumkommst bei Deiner Mobilität. Das Carsharing scheint mir eher etwas für Wenig-Fahrer zu sein.
 
Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

Was ein Auto inkl. Wertverlust usw. kostet, kann man in diesem Thread nachlesen: https://ngb.to/threads/5926-Kosten-eurer-Autos
Günstig kommt da keiner weg und wenn man wirklich selten auf ein Fahrzeug angewiesen ist, kann ich mir nicht vorstellen wie man mit einem Eigenauto billiger fahren sollte.
 
Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

Danke für die Ergänzung. Deshalb schrieb ich ja, dass es auch auf das persönliche Streckenprofil ankommt.
 
Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

Was ein Auto inkl. Wertverlust usw. kostet, kann man in diesem Thread nachlesen: https://ngb.to/threads/5926-Kosten-eurer-Autos
Günstig kommt da keiner weg und wenn man wirklich selten auf ein Fahrzeug angewiesen ist, kann ich mir nicht vorstellen wie man mit einem Eigenauto billiger fahren sollte.

Ich habe ne alte Murmel, 94er Baujahr.
Da ist mir der Wertverlust relativ schnuppe:D
Den fahre ich eh noch so lange wie der noch übern TÜV kommt.

Ein eigenes Auto ist durch nichts zu ersetzen.
 
Re: Teurerer Vertrag "dank" Bonitätsprüfung?

Hm, ich fahre einen alten Corsa B 1.0 von 2000. Wertverlust ist nahezu nicht mehr vorhanden, Sprit 5,5 Liter pro 100 km, Steuer knapp 100 Euro pro Jahr, Wartung, TÜV, Verschleißteile zusammen im Schnitt 200, dazu knapp 300 Versicherung. Fixkosten also unter 50 Euro im Monat, da kommt man mit Carsharing nicht weit.
 
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