[Politik und Gesellschaft] Schweiz: Zuwanderung wird neu geregelt

In der Schweiz wurde am heutigen Sonntag eine Volksabstimmung, eingebracht durch die national-konservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), knapp mit 50,3 Prozent entsprochen. Bei der Abstimmung ging es um eine Änderung der Zuwanderungsregeln. Die Bürger stimmten damit gegen eine zunehmende Einwanderung. In Zukunft soll diese wieder über Kontingente gesteuert werden. Die Regierung muss binnen drei Jahren die bilateralen Verträge mit der EU kündigen und über die Personenfreizügigkeit neu verhandeln. Das Ergebnis des Referendums hat aber auch Folgen für ganz Europa. Die Abschottung verletzt Verträge zwischen den Ländern. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso stellt sogar den privilegierten Zugang der Schweiz zum EU-Binnenmarkt in Frage.

Quelle:
 
Vielleicht sollten wir mal wieder zum Thema zurückkehren.

Gute Idee.

Update: Alle Verhandlungen über eine Beteiligung der Schweiz an dem Studenten-Austauschprogramm Erasmus Plus und dem milliardenschweren Forschungsprogramm Horizont 2020 sind vorläufig ausgesetzt. Das kommende Forschungsprogramm hat ein Budget von über 81 Milliarden Euro. Der Chef der Sozialdemokratischen Partei, Christian Levrat, brachte einen weiteren Volksentscheid für den Fall ins Gespräch, dass die Schweiz wegen der Zuwanderungsinitiative die bilateralen Verträge mit der EU wirklich alle kündigen muss.
 
Wer hatt die EU nochmal gewählt ? Niemand ... also soltlen sich die Schweizer von dem Fascho Pack aus der EU auch nix sagen lassen ...

Am besten die legen mal so ein paar schwarzgeld konnten von den Faschos aus der EU offen ...

Und machen einfach wieder ein neues Steuerparadies ... ;)
 
Deine Reden würden ein klitzekleines bisschen eher an den Samstag-Abend Stammtisch passen , meinst du nicht?
 
Ja. Ist auch nicht persönlich gemeint, ich mag dich. Aber hier pauschal mit "EU Faschos" anzufangen hat nichts mit sinniger Argumentation zu tun. ;)
 
Ja. Ist auch nicht persönlich gemeint, ich mag dich. Aber hier pauschal mit "EU Faschos" anzufangen hat nichts mit sinniger Argumentation zu tun. ;)

Naja Pauschal ist da garnix ...

Die Personen hatt niemand gewählt ... wir haben kein mitspracherecht bei dem was sie da machen ...

Also sinds Faschos/Diktatoren .... kann man sich aussuchen ...

Demokratisch sind die auf jedenfall nicht ;)

Und wen sich das nach Stammtisch anhört ... dan hatt wohl der Stammtisch da wohl mal recht gehabt ;)
 
Die Personen hatt niemand gewählt ... wir haben kein mitspracherecht bei dem was sie da machen ...

Werden die nicht alle fünf Jahre in allgemeinen, unmittelbaren, freien und geheimen Wahlen von den Bürgern der EU gewählt? Oder welche Faschos meinst du?:unknown:
 
Werden die nicht alle fünf Jahre in allgemeinen, unmittelbaren, freien und geheimen Wahlen von den Bürgern der EU gewählt? Oder welche Faschos meinst du?:unknown:

Und das hatt genau was mit Demokratie zu tun ?

Das sie am ende doch in Geheimen Verhandlungen hinter dem Rücken der Völker entscheiden ... ( nur mal ein kleines beispiel -> Freihandelsabkommen <- )
 

Effektiv zwar nix, aber man kann auf legitimiert tun.
 
Dass die EU Mist ist hat ja an sich recht wenig mit dem aktuellen Handeln der Schweiz zu tun, oder?

Nein die EU war schon immer mist ;) Und sie wird es sicherlich auch bleiben solange sich da nicht grundlegend was ändert ;)

Und das mit der Schweiz bestärkt das ganze noch einmal ;)



Effektiv zwar nix, aber man kann auf legitimiert tun.

;) Sind sie aber nicht :)
 
Ich hab auch nie gesagt, dass die EU nicht Mist oder gar das Gegenteil ist. Nur hat das ersteinmal wenig mit der Schweiz zu tun. Käme die aktuelle Reaktion nicht von der EU, dann eben von den einzelnen europäischen Staaten, die Verträge mit der Schweiz hätten. Hier über die Legitimität der EU zu philosophieren führt nunmal am Thema vorbei so bescheiden diese auch sein mag.
 
Ich hab auch nie gesagt, dass die EU nicht Mist oder gar das Gegenteil ist. Nur hat das ersteinmal wenig mit der Schweiz zu tun. Käme die aktuelle Reaktion nicht von der EU, dann eben von den einzelnen europäischen Staaten, die Verträge mit der Schweiz hätten. Hier über die Legitimität der EU zu philosophieren führt nunmal am Thema vorbei so bescheiden diese auch sein mag.

Es ist nur alles ein Witz was die da ablassen ... Deutschland und andere Länder haben viel Höher Quoten wer reindarf und wer nicht. Und die schweiz hatte es bis jetzt auch ... es läuft nur aus ...

Und soweit wie ich weiss haben die Klauseln drinen ... wo sie es dürften ..

Für mich ist das alles wieder AntiDemokratische Propaganda gegen ein Land was sie nicht Kontrolieren können und das passt ihnen nicht ...

Die Schweizer werden wohl schlecht 24% Ihrer Eingewanderten bevölkerung rausschmeissen ... das will auch kein Schweizer mal davon abgesehen ....
 
@KidZler:
Wieso sollte die EU selbst demokratisch legitimiert sein? Sie ist immer noch ein Verbund von Staaten und kein eigener Staat.
Außerdem solltest du dich mal mit dem beschäftigen, das für das Zustandebringen der meisten EU-Richtlinien durchlaufen wird.
Ohne Zustimmung des EU-Parlaments (das zwar nicht unbedingt gleich, aber immerhin frei und geheim gewählt wird) und einer qualifizierten Mehrheit der jeweils amtierenden (demokratisch gewählten) Regierungen der EU-Mitgliedstaaten, kommt da keine Richtlinie durch.
Und qualifizierte Mehrheit heißt in diesem Fall, dass die zustimmenden Regierungen mindestens 55% der Staaten und 65% der Bevölkerung vertreten müssen.

Außerdem: Wenn man mal von dem Makel mal absieht, dass im Europa-Parlament noch Länderproporz herrscht und deshalb beispielsweise eine Stimme aus Frankreich weniger Wert ist, als eine aus Zypern, hast du hier ein Instrument indirekter Demokratie.
Und wenn für dich nur die direkte Demokratie die einzig wahre ist, dann wirst du wohl fast überall in nicht demokratisch legitimierten Staaten leben müssen. Es ist etwas anderes, ob sich ein Staat mit acht Millionen Einwohner eine direkte Demokratie gönnt oder ob man das bei einem Koloss von einer halben Milliarden versucht.

Zu deinen Beschwerden über das Verhandeln hinter verschlossenen Türen:
  1. Egal wie die Verhandlungen selbst ablaufen: Das Ergebnis muss trotzdem noch die entsprechenden Verfahren durchlaufen. Und wie bereits oben dargestellt, hast du bei denen sehr wohl eine demokratische Legitimation. Bei dem von dir erwähnten Freihandelsabkommen, aber auch bei einer Änderung der bilateralen Verträge mit der Schweiz, sind die Regeln sogar noch strenger. Es reicht bereits die Gegenstimme einer einzigen Regierung aus, um das Abkommen bzw. die Änderung abzulehnen.
  2. Wie sollen solche Verträge deiner Meinung nach sonst ausgehandelt werden? Alles schön transparent; zu jedem Punkt dürfen die Bürger ihre Meinung abgeben und mitbestimmen? Was meinst du, wie lange das dauert? Oder ob da überhaupt etwas zustande kommt. Ich finde ja so Idealismus immer wunderbar, den hatte ich früher auch. Aber so funktioniert es nun mal nicht, man muss auch pragmatisch denken und zu Kompromissen bereit sein.
  3. Die ganzen Organisationen, die sich immer beschweren wie groß doch der Einfluss der Lobbyisten bei solchen Verhandlungen ist, sind selbst Lobbygruppen. Deshalb finde ich es immer ziemlich dreist, wenn sich ein Mitglied von Greenpeace über Lobbyismus beschwert. In der Schule war es vielleicht noch einfach: Da hatte man auf der einen Seite die Öko-Aktivisten, die für das Gute kämpfen und auf der anderen die böse Industrie, die nur auf den schnöden Mammon aus ist. Aber in der Realität verwischen die Grenzen leider. Und die meisten EU-Politiker sind erfahren genug, um Lobbyarbeit zu erkennen und auch weit weniger dafür empfänglich, als es an den Stammtischen geglaubt wird. Ein bisschen mehr Vertrauen wäre hier also auch angebracht.
Über deine Ablehnung des Freihandelsabkommen möchte ich hier nicht eingehen. Das würde zu sehr ins OT führen. Wenn du darüber noch eine Diskussion beginnen möchtest, kannst du sie an einer anderen Stelle öffnen, vielleicht finde ich die Zeit, dir da dann zu antworten.

Und zu guter Letzt noch zu der komischen Behauptung Deutschland hätte Kontingente für Einwanderer:
Das ist nicht richtig. In Deutschland gibt es (sehr vereinfacht dargestellt) drei Gruppen von Zuwanderern: Aus EU-Ländern (für diese herrscht volle Freizügigkeit), Asylbewerber (hier gibt es keine Quote, sondern jeder Fall wird einzeln geprüft) und Zuwanderer aus Dritt-Ländern. Und auch für Zuwanderer aus Drittländern gibt es keine feste Quote, sondern eine Einzelfallprüfung, ob sie eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen.


Die Initiative möchte nur die Anzahl der neu ausgestellten Aufenthaltsgenehmigungen begrenzen. Es wird - plakativ gesprochen - also keiner herausgeworfen, der schon in der Schweiz ist, sondern pro Jahr nur eine begrenzte Anzahl von neuen Zuwanderern ins Land gelassen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Später vlt ;) bin gerade zu faul zu suchen ... is schon recht Spät ;)

Gerade nochmal geschaut entweder hab ich mich irgentwo selbst verlessen oder ich finde nix mehr :) ^^

Wen ich was finde trage ich es nach ;)

Genau dafür haben sie aber abgestimmt. Ob sie das nun wollten oder nicht.

«Wir können die Zuwanderung so steuern, dass Arbeitskräfte weiterhin kommen können.»
Keine Panik :) Arbeiter lassen sie noch ins Land ;)
 
Das habe ich vorher leider übersehen, darauf muss ich aber unbedingt antworten:
Dass die EU Mist ist hat ja an sich recht wenig mit dem aktuellen Handeln der Schweiz zu tun, oder?
Bei solchen Behauptungen kommt mir einfach der Hut hoch. In den letzten Jahrhunderten haben unzählige Kriege Europa verwüstet. Im letzten Jahrhundert haben die Streitigkeiten in Europa zwei verehrende Weltkriege ausgelöst, unzählige Menschenleben zerstört und ein unbegreifliches Leid über die Menschheit gebracht.

Und jetzt haben wir ein so wunderbares, ein so einmaliges Projekt in die Welt gesetzt. Wir haben die ganzen jahrhundertealten Streitigkeiten hinter uns gelassen, die deutsch-französische Erbfeindschaft ist einer deutsch-französischen Freundschaft gewichen, dank der Verheißung, irgendwann einmal der EU beitreten zu dürfen, werden die ethnischen Auseinandersetzungen im ehemaligen Jugoslawien bald ein Ende finden und weder Frankreich noch England möchte einen neuen hundertjährigen Krieg beginnen.

Und jetzt kommst du und bezeichnest das alles generell und ausnahmslos als "Mist"? Ob wir momentan Probleme mit dem Euro haben, manche Staaten eventuell mit mehr Zuwandern zu tun haben, als deren Bürgern lieb ist und du im Supermarkt keine Glühbirnen kaufen kannst, sind doch Nichtigkeiten im Vergleich zu dem, was die EU und ihre Vorgängerinstitutionen erreicht haben.
 
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