Obdachlose/Bettler

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Das mag sein...aber sehen wir das ganze mal als ein Geschäft an:
Du gibst mir ein bisschen Geld dafür gebe ich dir das Gefühl ein guter Mensch zu sein -> Nachdem die "Besitzüberlassung" erfolgt ist kann der Obdachlose/Bettler mit dem Geld tun was er für richtig hält. Meiner Meinung nach sollte man versuchen zu helfen selbst wenn man scheitert.
 


Dieses "guter Mensch-Gefühl" ist für mich sowieso der größte Quatsch, der in dieser Diskussion auftaucht. Ich bin kein guter Mensch dadurch, dass ich ein paar Euro verschenke. Dessen bin ich mir bewusst, und deswegen habe ich auch nicht das Gefühl, dadurch ein solcher zu sein (ob ich das aus anderen Gründen bin, vermag ich jetzt nicht zu beurteilen). Ich freue mich einfach, wenn ich in einem Rahmen, den ich auch vertreten kann helfen kann. Ich freu mich, wenn ich einem Bettler was zu essen gebe und er sich dann bedankt oder sichtlich freut. Aber das ist doch keine nachhaltige Freude in dem Sinne, dass ich dann minutenlang, den Rest des Tages oder generell denken würde was für ein ach so wahnsinnig toller Mensch ich bin. Wer das nötig hat... :m
Ich freue mich beispielsweise auch, wenn sich jemand für eine Postkarte von mir bedankt - vom Wert her ist das die gleiche Ebene (Karte + Porto). Aber ich lauf dann nicht den ganzen Tag mit einem pferdeartigen Grinsen durch die Gegend.

Ich bleibe dabei:

Mein Gewissen zwingt mich da zu gar nichts, das ist nachher genauso sauber wie vorher. Ich freu mich, wenn derjenige sich freut, mir ist es egal wenn er sich nicht freut weil er Geld gewollt hätte (was nicht selten der Fall ist) und ich geil mich ganz sicher nicht daran auf, dass ich jemandem gerade 80 Cent o.ä. geschenkt habe.
 
Einmal kam in der S-Bahn ein Junge zu mir und hielt auch einen dieser Zettel mit Bild und einem Text in der Hand. Da stand er dann neben mir. Hab dann einfach 50 Cent gegeben um ihn los zu werden. Dann schaute er sich das Geld an und meinte es sei zu wenig für den Kranken Jungen auf dem Bild. WTF? Habe dann nichts weiter gegeben und aus dem Fenster geschaut. Auf der selben Fahrt die vielleicht 15 Minuten dauert, kamen dann noch 2 andere Bettlerkinder denen ich gesagt habe schon dem andere etwas gegeben zu haben und sie gingen weiter.

Letztens beim Auto waschen kahm ein älterer Man zu mir und sagte:
"Entschuldigen Sie guter Mann, ich Rauche doch so gerne brauche aber noch Hülsen. Habe Sie vielleicht einen Euro?".
Dem habe ich auch 50 Cent gegeben und er schüttelte mir die Hand und bedankte sich. Dann ging er in die nächste Waschkabine um den nächsten zu Fragen.

Also egal wie sich der Bettler verhält und bedankt ist das kein Hinweis darauf ob er das Geld wirklich benötigt oder ob es nur eine Masche ist. Beim letzten Beispiel glaube ich aber trotzdem dass er das Geld benötigt für seine Hülsen, Tabak oder was auch immer. Er sah jedenfalls ziemlich abgemagert aus und wenn man weiter nichts hat...eine gute Tat am Tag :)
 
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Aber das ist doch keine nachhaltige Freude in dem Sinne, dass ich dann minutenlang, den Rest des Tages oder generell denken würde was für ein ach so wahnsinnig toller Mensch ich bin.
Nachhaltige Freude? Ist nichts anderes als gähnende Langeweile. Ohne Traurigkeit auch keine Freude und umgekehrt, der Wechsel macht's.

Finde ich drollig, dass die Nachhaltigkeit im Sinne von Fortdauer jetzt auch schon für die Gefühle angestrebt wird. Das kann ja heiter werden.:p

Dem habe ich auch 50 Cent gegeben und er schüttelte mir die Hand und bedankte sich. Dann ging er in die nächste Waschkabine um den nächsten zu Fragen.

Muss er doch. Zigarettenhüllen kosten bei Lidl/Aldi 85 cent. Du hast ihm 50 gegeben. 35 brauchte er noch.
 
Nachhaltige Freude? Ist nichts anderes als gähnende Langeweile. Ohne Traurigkeit auch keine Freude und umgekehrt, der Wechsel macht's.
Finde ich drollig, dass die Nachhaltigkeit im Sinne von Fortdauer jetzt auch schon für die Gefühle angestrebt wird. Das kann ja heiter werden.:p

Ich hab doch sogar dazugeschrieben, was ich mit diesem Ausdruck "Nachhaltiger Freude" meine... ??? :unknown:
 
Ist zwar schon fast 25 Jahre her, aber eine Situation die auch heute noch auftritt.
Da rannte einer (War schätzungsweise maximal 18 Jahre alt) mit einer Hand voll Kleingeld durch die Innenstadt und frage jedem mit genau dem Satz: "Haben sie noch 2 Mark für eine Fahrkarte nach Bielefeld" nach der Restsumme.
Da der regelmäßig auftauchte habe ich den immer abgewimmelt. War selber noch Schüler und hatte 20Mark im Monat. Habe aber beobachtet das andere Leute (meistens ältere) was geben.
dann wurde der auf einem Bahnhofsklo tot aufgefunden. Die Spritze stecke noch im Arm. Der war nie in Bielefeld, aber heroin-süchtig.
 
Mag sein, kann sein. Für viele ist das jedoch ein/der Anstoss jemanden zu helfen.
(Nicht für mich)

jepp, das gute gefühl, etwas gutes getan zu haben. im laden kann man's ja nicht kaufen.
aber gibt einem bedürftigen geld, und beide haben gewonnen. ich kann mich jahrelang daran erfreuen :)
 



Zum Tema, mehr oder weniger.....^^
Kann sich wer an diese Story über den Kerl erinnern dessen Fetisch "spenden" war?
Der Typ wurde irgendwann aufgegriffen als er nackt durch die Gegend gefahren ist und Bettlern Geld gab während er gleichzeitig mastrubierte..........
 
Weshalb soll das eine Lüge sein wenn jemand sagt das nach er Bielefeld möchte? :eek:

Ich glaube, dass Tolling Stone damit sagen will, dass Bielefeld keine Stadt ist, wo man hin möchte, sondern eine Stadt, wo man abhauen möchte.

Es wäre sogar möglich, dass "Ich möchte nach Bielefeld" in bestimmten Gruppen ein Slangausdruck für "Ich möchte am liebsten sterben" ist, und dass hätte der Bettler sogar Wort gehalten.
 
könnt ihr mal aufhören ständig über - äh - felldiebe zu reden?
sie lesen hier bestimmt mit. irgendwann kommen sie uns holen :dozey:
 
könnt ihr mal aufhören ständig über - äh - felldiebe zu reden?
sie lesen hier bestimmt mit. irgendwann kommen sie uns holen :dozey:

Penner im Pelzmantel habe ich noch nicht gesehen, obwohl sie die einzigen sind, die sowas im Winter wirklich bräuchten.

Wir diskutieren hier vielmehr die Frage, wie sie, also obdachlose Bettler, ihr Vermögen anlegen sollen. Zugegeben, ist bisschen langweilig, denn mit zwei Euro in der Tasche hat man nur die Wahl zwischen einer Bratwurst oder sechs Flaschen Discounterbier.

Spannender wäre die Frage, wo die Suprreichen ihren Zaster verstecken, in der Karibik oder auf den Kanalinseln. Aber die Superreichen sind so weit weg von uns, so unerreichbar, die Obdachlosen sind und liegen uns viel näher.
 
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Das ist durchaus eine Theorie, die hätte zutreffen können.
Hier allerdings nicht.

Bei Gelsenkirchen hingegen...

Aber genug OT.

Zum Thema
 
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