Nach dem Tod: Wann hört die Verwandtschaft auf?

Rakshasa

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Als ich neulich eine Tasse warme Milch getrunken habe, ist mir in Bezug auf Nahtodgeschichten eine Frage eingefallen. Und zwar berichten ja viele Menschen fast übereinstimmend von sich ähnelten Nahtoderlebnissen. Fast immer wird dabei anscheinend eine Art "Familientreffen" abgehalten, also verstorbene Verwandte und Familienangehörige nehmen die Seele (oder was auch immer) in Empfang und sagen dem Betroffenen, er sei noch nicht bereit (darum kann uns ja berichtet werden).

Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass es ein solches Familientreffen im Jenseits gibt, würde mich interessieren, wie folgender Umstand theologisch/philsophisch zu betrachten ist: Wann hört die Verwandtschaft auf?
Denn betrachten wir den Menschen als ein sich evolutionär entwickeltes Lebewesen, müsste jeder von uns im Jenseits nicht nur Millionen von Angehörigen haben - darunter dürfen auch nicht wenige Frühmenschen (Neandertaler, ...) sein. Trifft man die dann auch?
Und vor allem: Ab welchem Entwicklungsschritt hat ein Lebewesen (Mensch) das "Recht" auf einen Aufenthalt im Jenseits? Was ist mit den frühen Affenmenschen? Sind die auch da? Wenn nein, warum nicht?
Interessant fände ich ja auch, ein paar noch frühere Verwandte zu treffen, aus denen sich dann vor Jahrmillionen die Affen entwickelt haben... ob man sich mit denen unterhalten kann...? So von Einzeller zu Mehrzeller oder so...


Ach so: Ich persönlich glaube weder an Gott, Teufel, Cthulhu oder sonst jemanden. Ich denke, dass mit dem (endgültigen!) Tod des Gehirns alles aufhört; mir erscheint das Konzept eines Jenseits unlogisch (u.a. aus der obigen Sichtweise).
 
Ich würde mal sagen dass der Sauerstoffmangel im Gehirn Halluzinationen hervorruft die dann sowas erzeugen - scheinbar bei allen Menschen sehr ähnlich.
Da die Daten aus denen diese Halluzination erzeugt wird die Erinnerungen sind, kann man dort nur Menschen "treffen" die man gekannt hat.
Der im eigenen Kleinstkindalter verstorbene Großvater o.Ä. dürfte also schon nicht mehr dabei sein - von vor der eigenen Geburt verstorbenen ganz zu schweigen
 
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  • #4
Weil mich die Denk- und Erklärungsansätze interessieren.
 


Du verleugnest Cthulhu?!?! Verbennt ihn!

:D

Also ich kann mit sowas nicht wirklich was anfangen, was ist mit einem vllt. toten Ehepartner?
Der wird doch dann auch "gesehen", mit dem ist man ja aber nicht verwand? Also müsste es eher eine geistige, emotionale Verbundenheit sein, als Blutsverwandschaft.

Von was es abhängt, ob man dorthin gelangt, kommt ja auf die Religion an.

Bei manchen nur die Gläubigen, der Rest hört auf zu existieren, bei manchen die Gläubigen in den Himmel, Rest in die Hölle usw.
Aber alle werden dir sagen das Affenmenschen nicht im Himmel sind da es sie nie gegebenhat (Evolution eine Lüge! 7-Tage! usw.)

Ich selbst habe mich damit abgefunden, das ich es früh genug erfahre (oder eben nicht).

Wenn ich irgendwann mal vor dir die Augen zumache und meine Klassenlehrerin aus der 8 Klasse, plötzlich vor mir steht, dann erschein ich dir in einer Vision und sag dir das du besser ab jetzt glübig nach der Bibel lebst^^
 

Naja, es lässt sich alles naturalistisch erklären. Verwandtschaft hört da auf, wo das menschliche Gehirn keine Verwandteneindrücke mehr gespeichert hat und diese nicht in einer deliriumartigen Situation abspielen kann.
 
Das was Pleitgengeier sagt. Vermutlich werden auch frühe Kindheitserinnerungen nach oben drängen.

Als Boardtheologe rate ich vorsorglich zu anderen :beer: Getränken.
 
Man stelle sich vor allem mal die heutigen Zustände in der Hölle vor wenn es sie gäbe - welche Personen dort sind und welche Situationen daraus entstehen
  • Die Gesammte Führung der NSDAP
  • Jörg Haider
  • Ajatollah Ruhollah Chomeini
  • Jassir Arafat
  • Saddam Hussein
  • Ariel Sharon
  • Josef Stalin
  • Mao Tse Tung
  • Lenin
  • Karl Marx
  • Bader-Mainhof-Gruppe
noch viele andere, das war nur was mir auf die Schnelle einfiel...
Edit: Liste etwas erweitert
 
Zuletzt bearbeitet:

Und Leute wie Lenin oder Andreas Baader wären ja auch noch da. Mit den Nazis zusammen!
 
Die Frage ist ein wenig wie das Marmeladenbrot-Katzendilemma: wenn das Marmeladenbrot immer auf der bestrichenen Seite landet und die Katze auf den Beinen, wie landet die Katze, wenn man ihr ein Marmeladenbrot auf den Rücken schnallt?
Ach so: ich persönlich weiß, dass die Katze auf den Beinen landen wird.
 
Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass es ein solches Familientreffen im Jenseits gibt, würde mich interessieren, wie folgender Umstand theologisch/philsophisch zu betrachten ist: Wann hört die Verwandtschaft auf?

ich habe mich nie mit solchen berichten befaßt und höre von diesen 'familientreffen' das erste mal. abgesehen davon, daß meine mutter immer sagte 'im jenseits gibt's ein wiedersehen'. aber das war mehr so ein trost-mantra für sie selber oder mich, denke ich. nahtoderfahrungen hatte sie auch keine von denen ich wüßte.
mein gedanke zu deiner frage: wenn alle da sind, vom urviech bis zum letzten (toten) glied der familie, würdest du sie erkennen?
nach meiner vorstellung nicht. es ist also möglich, daß alle da sind, du aber nur die identifizierst, die du zu lebzeiten gekannt hast. die restlichen seelen um dich herum würden nur als beiwerk wahrgenommen. vielleicht denke ich aber auch zu gewöhnlich.
 
Fast immer wird dabei anscheinend eine Art "Familientreffen" abgehalten, also verstorbene Verwandte und Familienangehörige ...

wer sagt, dass da nicht auch noch Freunde dabei sind? :rolleyes:
Völlig falsche Voraussetzungen.
Du stellst das so dar, als ob es festes Gesetz wäre, dass man in Nahtoderfahrungen nur Verwandte trifft.
Das ist einfach sicherlich absoluter Quatsch.

Es sind sicher auch oft Freunde und dann ist deine Frage hinfällig.

Zudem trifft man genau die Leute die einen beschäftigt haben als man am Leben war.
Warum sollte das Gehirn jedes Menschens auf einmal in so einer Situation nur noch Erfahrungen mit Verwandten projizieren?
Sorry, aber das ist die an den Haaren herbeigezogenste Annahme die ich in letzer Zeit gelesen habe.
 
@TheHSA

Der Shinigami selbst hat ja nicht viel mit dem Leben nach dem Tod zu tun, er ist ja viel mehr eine Personifikation des Todes selber. :p

@elgitarre

Er sagt ja auch nicht, dass es so ist, sondern eher das, was er von Betroffenen gelesen hat. Wenn die Betroffenen eben sagen, dass sie angeblich die Familien getroffen haben, waren es halt keine Freunde.

Ich persönlich finde es auch Blödsinn und meiner Meinung nach ist das nur auf den Sauerstoffmangel im Gehirn zurückzuführen.
Dass das Gehirn nur Personen hervorrufen kann, die wir irgendwann einmal gesehen haben, ist logisch. Natürlich vermischt das Gehirn die Personen auch einmal, aber wir werden niemals eine Person im Traum treffen, die wir noch nie gesehen haben. Ob wir uns dessen bewusst sind, dass wir die Person getroffen haben, ist was anderes.
Da muss ich Pleitgengeier zustimmen. Die werden wohl nie nahe Verwandte getroffen haben, die sie aber im wirklichen Leben noch nie getroffen haben.
 
Nahtoderfahrungen sind genau so real wie Träume; also nur das Ergebnis der Gehirnaktivität und die haben nichts mit dem Geschehen in der Außenwelt zu tun.
 
em Tod zu tun, er ist ja viel mehr eine Personifikation des Todes selber. :p

@elgitarre

Er sagt ja auch nicht, dass es so ist, sondern eher das, was er von Betroffenen gelesen hat. Wenn die Betroffenen eben sagen, dass sie angeblich die Familien getroffen haben, waren es halt keine Freunde.

und genau da liegt der Fehler.
Er hat eben keine repräsentative Umfrage hergenommen in der bestätigt wird, dass Betroffene nur Familienangehörige sehen.
Er stützt sich da entweder auf nichts oder auf Einzelfälle.
 
Man stirbt immer zwei mal. Einmal, beim natürlichen Tod und einmal, wenn der Name zum letzten mal genannt wird.

Ich glaube das mit den Verwandten ist einfach nur ein Schutz für uns, um es uns angenehm zu machen. Aber ich finde Nahtoderfahrungen wegen anderen Gründen viel interessanter.

Bei einigen Fällen, wissen Menschen mit Nahtoderfahrung einige Dinge, die sie gar nicht hätten wissen dürfen. Das ist nochmal ein Thema für sich.
 
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