Meta-Diskussion über die Vertretbarkeit der Diskussion über Lockpicking


Ich unterscheide zwischen direktem und indirektem Missbrauch.
zB: Sprinten kann indirekt dazu verwendet werden, Taschendiebstahl zu begünstigen. Sportliches Taschewegschnappen-beim-Rennen kann DIREKT missbraucht werden.
 
Scheißegal. Wirklich. Kenntnisse im Schießsport können auch DIREKT missbraucht werden. Na und? Böse ist, wer böses tut. Und wer das nicht tut und auch nicht vorhat, darf in diesem schönen Land legal lernen: sein Auto zu tunen, ein Schloss zu knacken, Schießen, Kampfsport. Und vieles mehr.
 

Dann frage mich mal, was ich vom Sportschießen denke.
Aber Gott sei dank muss jeder Schütze oder Fahrer erst einmal eine Lizenz erwerben, die ihn zum Ausüben seines Hobbies berechtigt. Führ das bei Lockpickern ein und ich bin d'accord.
 
Ich glaube das ist subjektiv. Ich habe eine gewisse Aversion gegen dieses ganze Schlossknacken.
Ich denke nach gefühlten 100 Hetzposts hat das auch der letzte Verstanden, vielen Dank für die "Beiträge".
Ich lüge nicht. Ich äußere meine subjektive Meinung und sie ist durchaus begründet.
Wie ist sie denn begründet? Die Gegenargumente hast du einfach ignoriert, selber hast du noch keine gebracht.
Nur ist das hier kein Lockpickingforum.
Aber es ist ein traditionelles Undergroundforum, und da gehört lockpicking in gewisser weise auch dazu, sozusagen als RL-Cracking. Diese Lockpicker entsprechen eben den Grayhats.
Jedenfalls passt das hier besser her als deine Moralpredigten.

Bist du etwa dieser komische Vogel aus dem GB von damals, der dort immer die Contentmafia bis zum äußersten verteidigte?
 


Und bei Kampfsportlern? Und bei Botanikern? Und bei Besitzern von Messern? Und bei....

Lockpicking gibt es schon seit Jahren, wenn hier eine erhöhte Missbrauchsquote vorläge wäre das bekannt und auch schon Thema.
 
Eine kleine Analogie sehe ich in Open Source vs. Closed Source / Proprietäre Software.
Bei Open Source (z.B. Linux Systeme) kann jeder den Quellcode einsehen, alle Schwachstellen des Systems liegen also quasi offen vor einem. Bei propietärer Software ist das anders. Die wesentlichen Informationen über das Programm werden verdeckt gehalten.
Deinem Argumenten folgend sollte keine Open Source Software verbreitet oder verwendet werden. Den Bauplan des Schlosses Linux kann jeder runterladen und Anleitungen dazu wie man Linuxschlösser öffnet gibt es zuhauf (typische exploits, kurse zur systemnahen Programmierung, etc.).
Dennoch wird Linux häufig professionell eingesetzt. Warum? Weil tausende Linux Lockpicker sich an dem Schloss versucht haben und dadurch etliche Schwächen des Schlosses bekannt wurden und mit der Zeit ausgebessert wurden und somit niemand mehr das Schloss ohne weiteres austricksen kann.
Es hat weder dazu geführt, dass es mehr/bessere Linux-Einbrecher gibt, noch wurde die Verlässlichkeit des Schlosses herabgesetzt, im Gegenteil.

Wir leben in einer globalisierten Welt. Es gibt das Internet. Einige sagen wir leben im Informationszeitalter. Systeme (Betriebssysteme oder Schlösser) dürfen bei ihrer Zuverlässigkeit nicht mehr nur auf Unwissenheit von Kriminellen vertrauen (siehe auch ).
 

Die Analogie ist falsch, weil Schlösser grundsätzlich Closed (hoho, direkter Hinweis) Source sind. Sie sind dazu konzipiert Leute ohne Berechtigung rauszuhalten.
 
Hey. HSA. Was hälstn von Sportschützen? Achja übrigens, Luftgewehre und Luftpistolen sind frei erhältlich. Ohne Lizenz. Ab 18. Kann jeder kaufen. Kann man auch ein Auge damit rausschießen. Macht aber keiner.
 
Hey. HSA. Was hälstn von Sportschützen? Achja übrigens, Luftgewehre und Luftpistolen sind frei erhältlich. Ohne Lizenz. Ab 18. Kann jeder kaufen. Kann man auch ein Auge damit rausschießen. Macht aber keiner.

Und Armbrüste & Bögen. Und Pfeile & Bolzen die auf Großwildjagd ausgelegt sind.

Und Armbrüste haben genug Power um einen Elefanten zu erlegen und sind kindereinfach zu bedinen.

Aber das ist ein anderes Thema.
 

Nein, mit deutschen Luftgewehren ist es schwer jemanden zu verletzen, weil die Druckzahl gesetzlich geregelt ist. Das weiß ich noch aus der Zeit, als mich Soft-Air-Knarren interessiert haben.
Und ich halte nicht viel vom Sportschießen, generell vom Umgang mit Feuerwaffen.
 
Oh man. Wie gesagt, wenn du ein Diablo ins Auge bekommst ist damit Sense. Und auch auf der Haut möchte ich das nicht.
Und Nerephes erwähnte noch die Bogen und Armbrüste ...



Kriminelle machen es anders

Doch für Kriminelle ist Lockpicking uninteressant. In den allermeisten Fällen werden Schlösser nicht mit Picks geöffnet sondern gewaltsam aufgebrochen oder eher noch umgangen. Eher für Schlüsseldienste und Schlosshersteller ist die Arbeit der Schloss-Hobbyisten interessant: Die Firmen schicken uns sogar Schlösser und bitten uns, sie zu picken und zu erklären, wie wir das machen, erklärt Clemens Oberwinter.

So machen sich die Sportler das Leben selbst immer schwerer, aber eben auch anderen, die Schlösser unauffällig überwinden wollen. So steigt nicht nur das Gefühl der Sicherheit auch die Chancen für Verfolgungsbehörden oder Geheimdienste, unerkannt in die Privatsphäre einzudringen, sinken dank der Arbeit der Schlüssel-Hacker. Was der CCC im elektronischen Bereich als Ziel hat die starke Verschlüsselung digitaler Inhalte und der Schutz der Privatsphäre vor staatlicher Neugierde das leisten die befreundeten Schließsportler auf ihrem Gebiet.
 
TheHSA: Im Prinzip ist es bei Open Source in diesem Sinne noch "viel Schlimmer". Das ist so wie wenn man Baupläne für häufig eingesetzte Schlösser im Internet findet.
Die Frage ist auch, wie sicher heutige Windows Systeme wären wenn es nie eine Lockpicker Gemeinschaft dazu gegeben hätte.
 
So ganz generell gesprochen würde ich unter einer Anleitung verstehen wenn da zum Beispiel steht:
"Du nimmst Werkzeug XYZ. Drehst fünfmal nach rechts, dreimal nach links, und wieder fünfmal nach rechts und schon ist das Schloss offen"
Also eine genaue detaillierte Beschreibung bzw Anleitung wie man ein bestimmtes Schloss öffnet.
Genau das ist es doch was der TS eigentlich diskutieren wollte.
D.h. du/die Moderation stimm(s)t TheHSA zu, es findet Zensur statt weil es missbrauch geben könnte?

Das habe ich aus früheren GB-Zeiten aber anders in Erinnerung...

Wenn jemand hier eine Liste von Adressen postet bei denen sich Einbrüche lohnen würde ich das natürlich verstehen, aber damit unterstellst du das gleiche wie TheHSA...
 
Pleitgengeier: Ich denke man will vor allem Rechtssicherheit für das Board. Das kann ich kaum verübeln.
 

Das ist genau die selbe Verteidigung wie beim Hacken. Kann man positiv ausüben, aber meistens muss man es erst ausüben, weil es so viele gibt, die dies negativ ausüben. Mal vom logischen Fehler abgesehen, dass es im Artikel heisst "Einbrecher brechen nicht über Lockpicking ein, aber wir lassen Lockpicker mal die Schlösser sicherer machen". Das ist doch ein Irrwitz - wenn niemand per Lockpicking einbricht, wozu dann das sicherer machen durch Lockpicker?
 
Das hat nichts mit Verteidigung zu tun, das ist eine Tatsache. Natürlich gibt es schlechte Menschen auf der Welt, deswegen wurden Schlösser erfunden. Braucht man doch garnicht drüber zu diskutieren.
Aber nur weil ich ein Schloss öffnen kann bin ich kein schlechter Mensch. Aber weil durch die Lockpicker die Schlösser sicherer geworden sind, haben sich Einbrecher schnellere Methoden gesucht. Actio und Reactio.

@War-10-ck: Ja, alles unter 7,5 Joule ist frei verkäuflich und die meisten Luftgewehre sind auch nur knapp unter dieser Grenze. Ich würde das auch nicht testen.
HSA, die P99 Softair hat 0,5Joule. ;)
 


Weil das "Wenn niemand einbricht..." utopisch ist.

Genau wie bei Hackern.

Aber je größer die Anzahl derer die das machen, desto höher die Chance, dass ein "Whitehat" auf den Exploit stößt und somit den Hersteller informiert der die Lücke schließt, anstatt zu warten bis ein findiger Krimineller das ganze ausnutzt.
 

Das heisst es werden nicht mehr Schlösser eingeschickt? Keiner bricht mehr per Lockpicking ein? Alle greifen nur noch auf "schnellere Methoden" zu?
 
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