Kriminelle machen es anders
Doch für Kriminelle ist Lockpicking uninteressant. In den allermeisten Fällen werden Schlösser nicht mit Picks geöffnet sondern gewaltsam aufgebrochen oder eher noch umgangen. Eher für Schlüsseldienste und Schlosshersteller ist die Arbeit der Schloss-Hobbyisten interessant: Die Firmen schicken uns sogar Schlösser und bitten uns, sie zu picken und zu erklären, wie wir das machen, erklärt Clemens Oberwinter.
So machen sich die Sportler das Leben selbst immer schwerer, aber eben auch anderen, die Schlösser unauffällig überwinden wollen. So steigt nicht nur das Gefühl der Sicherheit auch die Chancen für Verfolgungsbehörden oder Geheimdienste, unerkannt in die Privatsphäre einzudringen, sinken dank der Arbeit der Schlüssel-Hacker. Was der CCC im elektronischen Bereich als Ziel hat die starke Verschlüsselung digitaler Inhalte und der Schutz der Privatsphäre vor staatlicher Neugierde das leisten die befreundeten Schließsportler auf ihrem Gebiet.