[Politik und Gesellschaft] NSA: US-Geheimdienst sammelt jeden Tag fünf Milliarden Datensätze von Handys

Laut der "Washington Post" geht aus den Unterlagen des Whistleblowers Edward Snowden hervor, dass der US-Geheimdienst NSA jeden Tag fast fünf Milliarden Datensätze über die Standorte von Mobiltelefonen abfängt. Dabei werden die Aufenthaltsorte von Menschen und deren Kontakte analysiert. Dies könnte eine neue Dimension in der Spähaffäre bedeuten.

 
nunja.
Die Frage ist, was genau wird gesammelt?
GPS Daten? Unwahrscheinlich bis unmöglich.
Verbindungsdaten, also wo ein Telefon eingebucht ist?
Sicher. Das lässt aber keine so genaue Ortung zu.
 
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  • #4
nunja.
Die Frage ist, was genau wird gesammelt?
GPS Daten? Unwahrscheinlich bis unmöglich.

Demnach zapft der Geheimdienst die Kabel an, die Mobilfunknetzwerke weltweit verbinden. So könnten NSA-Analysten Handys überall auf der Erde ausfindig machen, die Bewegungen nachvollziehen und verborgene Beziehungen zwischen zwei oder mehreren Menschen aufdecken. Mit einem "Co-Traveler" genannten Analysewerkzeug durchkämmen die Geheimdienstler die Daten dann nach übereinstimmenden Bewegungsmustern, um das Netzwerk von Terrorverdächtigen freizulegen. Der "Washington Post" zufolge könnten auch Geräte ausspioniert werden, wenn diese gar nicht benutzt würden.

Ich denke auch, dass sie GPS Daten, wie sie bei den Google Diensten verwendet werden, damit abgreifen.
 
Laut heise funktioniert es so:

An die Daten gelangt die NSA der Zeitung zufolge über 10 große Quellen von Geheimdienstinformationen ("Signals intelligence activity designators"). Eine – STORMBREW – beruhe etwa auf der Kooperation zweier ungenannter Konzerne, die Abhörtechnik zur Verfügung stellen, um Daten an 27 Telefonverbindungsstellen abzugreifen. An diesen Stellen werden demnach Daten wie etwa der Standort der Mobilgeräte zwischen Providern ausgetauscht. Die NSA habe umfangreichen Zugriff und durch die Auswertung helfe es nicht einmal, wenn etwa Dissidenten, Journalisten aber eben auch Terroristen, oft das Handy wechseln. Co-Traveler registriere, wenn ein neues Telefon sich mit einem Funkmast verbindet, kurz nachdem in der Nähe eins aus den Aufzeichnungen verschwunden ist.
 
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  • #7
Sind damit Geräte gemeint, die aus sind?

Das kann ich nicht mit Gewissheit bestätigen. Davon habe ich aber auch schon gehört und es wurde öffters in TV-Sendungen beschrieben. Vermutlich hilft nur den Akku zu entfernen.
 
Sind damit Geräte gemeint, die aus sind?
Yep, ist möglich. In den USA wurden so Gespräch zwischen einem Mafioso und seinem Anwalt abgehört, der im Verdacht stand ebenfalls in kriminelle Machenschaften verwickelt zu sein.
Darum entfernt der kluge Kriminelle auch den Akku. ;)

 
Das Handy in den Flugzeugmodus zu versetzen müsste doch auch helfen, oder? Ich mein, das wär ja ein Sicherheitsrisiko, wenn dann dennoch Funkverkehr stattfinden würde.
 
Ich denke auch, dass sie GPS Daten, wie sie bei den Google Diensten verwendet werden, damit abgreifen.

das geht aber dann auch nur wenn man im Handy GPS an hat UND das Handy diese Daten sendet.
Via Google-maps vielleicht oder sowas.
Fakt ist, GPS aus, nix NSA tracking.
Ansonsten würde das bedeuten jedes Handy hat ne geheime Funktion die insgeheim den GPS Chip aktiviert und die Daten sendet...
Das wäre schon längst aufgefallen, sowas von unwahrscheinlich ist das.

Jo klar. Geräte die aus sind...
es wird echt immer bunter.
Man sollte sich immer erst informieren was technisch überhaupt machbar ist, bevor man sowas erzählt.

Es dürfte hier wieder mal zu 99% NUR darum gehen in welchen Funkzelle sich das Handy eingebucht hat.
Dass das mitgeloggt wird ist schon ewig bekannt.

Hier wird es aber so dargestellt als wisse die NSA jetzt auf den Meter genau von JEDEM Handybesitzer wo er sich aufhalten würde...
Aluhut-Fraktion?

Yep, ist möglich. In den USA wurden so Gespräch zwischen einem Mafioso und seinem Anwalt abgehört, der im Verdacht stand ebenfalls in kriminelle Machenschaften verwickelt zu sein.
Darum entfernt der kluge Kriminelle auch den Akku. ;)


halte ich für Schwachsinn.
Bei den Geräten die ich zur Reparatur hatte weiß ich zu 100% dass es technisch nicht möglich ist wenn die Dinger aus sind das mic zu aktivieren oder abzufragen.
Wenn es an ist, klar.
Schaltplan + Servicemanual lesen, dann sollte das jedem Elektroniker klar werden...

Gelabert wird viel. Manches ist aber technisch einfach gar nicht möglich.
Ich will nicht ausschließen dass es irgendwelche Geräte mit diesem Roving bug gibt. Aber das dürfte eher die Ausnahme sein.
Die ganze Geschichte wurde auch nie wirklich belegt.
Es geht IMMER um manipulierte Software, also Trojaner.
Und dass wenn man so ein Teil installiert hat natürlich vieles möglich ist, ist klar.
Auf einem "sauberen Telefon" ist das gar nicht möglich.

Ist aber natürlich vor allem derzeit wieder eine tolle Sache für Leute die Angst schüren wollen uns sensationsgeil sind.
 
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  • #12
Es dürfte hier wieder mal zu 99% NUR darum gehen in welchen Funkzelle sich das Handy eingebucht hat.

Ich denke, dass ist korrekt. In diesem Teil der NSA Geschichte geht es im wesentlichen um das illegale überwachen der Backbone-Leitungen. Das abgreifen von GPS Daten obliegt nur den Betreibern, mit Beispielsweise Google Now oder Maps, wie auch weitere Dienst/Such/Standortanbietern von Apple oder Microsoft, natürlich auch jeder anderen App mit entsprechenden Rechten.

Bei den Geräten die ich zur Reparatur hatte weiß ich zu 100% dass es technisch nicht möglich ist wenn die Dinger aus sind das mic zu aktivieren oder abzufragen.

Das denke ich auch. Aber wie gesagt kann man da schlecht hineinsehen. Wenn es so tut als wäre es deaktiviert, weil es manipuliert ist, dann ist dem eben nicht zu trauen. Was das Gerät dann anzeigt, ist dann doch bedeutungslos, nicht wahr?
 
Ohne jetzt zu wissen, ob das tatsächlich machbar ist, aber wenn, dann steht das bestimmt nicht im Servicemanual beschrieben.

Aus dem Service-Manual + Schaltplan kannst du sehr wohl rauslesen was wann aktiv ist und was möglich ist.
Und da im ausgeschalteten Zustand aus nachvollziehbaren Gründen eben nur ganz wenige Baugruppen versorgt werden kann da kein Mic aktiviert werden und schon gar nichts gesendet werden.
Wie gesagt, die ganze roving bug Geschichte ist Gelaber das nie belegt wurde.
Übrigens aus 2006 oder noch älter...

Handy + Schadsoftware + alles möglich, klar. Wie bei nem Rechner usw. ja auch.
Aber das sind doch Einzelfälle.
In dem genannten Fall mit dem Mafiosi hat man dem Typen vielleicht ein verseuchtes oder modifiziertes Handy untergejubelt. Alles andere ist Angstmache.

Wer glaubt die NSA könnte irgendwas anders auslesen als die Daten des Providers wo das Handy wann eingebucht war, der sollte sich einfach mal besser informieren.
Alles andere sind Geschichten die vielleicht mal nen Mafiosi betreffen den man gezielt überwachen will, aber keinesfalls den Normalbürger.

Solche Meldungen führen einfach dazu dass man von den wahren Problemen der Überwachung ablenkt.

Wenn es so tut als wäre es deaktiviert, weil es manipuliert ist, dann ist dem eben nicht zu trauen. Was das Gerät dann anzeigt, ist dann doch bedeutungslos, nicht wahr?

eben. Dafür müsste das Handy aber hardwaremässig modifiziert werden oder Schadsoftware aufgespielt sein die extrem leicht zu finden ist.
Wir reden hier über ein Handy das anzeigt es wäre ausgeschaltet, aber ist es gar nicht.
Ne, sowas sind Spionage Einzelfälle.
Das jetzt so darzustellen als sei das die Regel, das ist einfach falsch,
 
Und wie findet man diese Software extrem leicht?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendwelche 0815 Programme sind, die Hinz und Kunz ohne Weiteres aufspüren kann.

wenn du dein Handy komplett ausschaltest, das aber immer noch den Funkteil aktiviert hat, immer noch Strom zieht, immer noch GPS empfängt, sprich, trotzdem an ist, dann kann man das logischerweise extrem leicht entdecken.
Wäre das die Vorgehensweise der NSA mit der sie ALLE auspioniert und nicht nur Einzelfälle, dann hätte das selbst Computer-Bild schon aufgedeckt.
Das sollte doch einleuchtend sein, oder?

Wir reden hier nicht von einem versteckten Programm das man schwer finden kann.
Wenn ein Handy funkt obwohl es das nicht sollte oder das GPS trotzdem aktiviert ist obwohl es eigentlich aus sein sollte, sowas kann man extremst leicht rausfinden und es wäre auch zu 100% schonmal entdeckt worden.
 
Was ein Smartphone wirklich macht, weiß außer dem Hersteller keiner. Kunden und Servicetechniker erfahren nur, was sie wissen dürfen.

Beim PC ist das nicht anders. Würde Intel seine Prozessoren durch Manipulation des Zufallszahlengenerators so umstricken, dass Verschlüsselung intern nur noch mit 32 Bit und nicht 256 Bit funktioniert, würde es ziemlich lange dauern, bis jemand überhaupt Verdacht schöpft.

Aber was soll's. Mir wäre es wirklich wurst, ob die NSA es rauskriegt, wo ich heute gewesen bin, falls sich jemals jemand dafür interessieren sollte.
 
Was ein Smartphone wirklich macht, weiß außer dem Hersteller keiner. Kunden und Servicetechniker erfahren nur, was sie wissen dürfen.

nein, das stimmt nicht.
Man kann sehr wohl messen ob ein Smartphone auch im ausgeschalteten Zustand das Funkmodul oder GPS Modul aktiviert hat.
Ich denke aber fast dir fehlt es da an Grundlagenwissen.

Und nein, das Problem ist nicht dass es da nichts zu überwachen gibt.
Das Problem ist wofür die gesammelten Daten benutzt werden können und wer sie in die Hände bekommt.
Da sehe ich eher das Problem wenn die Daten in die Hände von Großkonzernen, Krankenkassen, Banken usw. gelangen.
Die NSA wird sich nen Dreck um 99,99% der Bürger scheren.
Außer sie verkaufen die Daten an die Industrie.

Trotzdem ist das was hier durch den thread suggeriert werden soll Schwachsinn.
Im großen Stil können keine GPS Daten gesammelt werden.
Zumindest nicht von Leuten die GPS aus haben.
 
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