Eine zentrale Rolle im Verfahren spielte die Kommunikation der Wolfsburger mit Fritsch, die mehrfach wegen ihrer eigenen Unkenntnis der Wechsel-Regel mit diesem Kontakt während des Spiels gesucht hatten. Erst bat ihn der VfL-Torwartcoach Pascal Formann zweimal und dann van Bommel um Aufklärung. „Ich habe ihn gefragt, ob wir noch drei Spieler wechseln können. Er hat gesagt ja“, sagte der Coach. Auch Formann meinte: „Ich bin 1000-prozentig sicher, dass die Gespräche so stattgefunden haben.“ Fritsch hingegen behauptete, gesagt zu haben: „Ihr habt noch drei Wechsel-Slots und zwei Spielerwechsel zur Verfügung.“
Dass Fritsch den sechsten Wolfsburger Spielertausch zugelassen beziehungsweise diesen nicht sofort als Verstoß „in der Hektik“ erkannt hat, wurde als Kontrollrechtsverletzung, aber nicht als entscheidend für die Urteilsfindung angesehen.
Während der VfL-Anwalt Christoph Schickhardt von einer „Märchenstunde“ und einem „irren Auftritt“ von Fritsch sprach, verteidigte der DFB-Kontrollausschussvorsitzende Anton Nachreiner Fritsch: „Warum muss man überhaupt x-mal nachfragen, wie viele Spieler ausgewechselt werden dürfen.“