Zeitungen gemeinnützig?

dexter

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fefe hat was ausgegraben, wo der Zeitung "Salt Lake Tribune" die Gemeinnützigkeit anerkannt wurde.
So weit so blöd, fefe meint aber dass man das auf alle Zeitungen ausdehnen sollte, wenn ich das richtig verstehe.
Journalismus ist ja ganz offensichtlich gemeinnützig. Nun gibt es da Unterschiede in den Gesetzen. Nonprofit ist eben nicht dasselbe wie Gemeinnützigkeit.
Wenn man sich diverse Dinge aus den Gesetzen rauspickt, andere aber runterfallen lässt, können wir auch 'nem ALDI oder sonstwem oder allen die Gemeinnützigkeit geben.
Wichtiger Punkt: Selbstlosigkeit. Eine Zeitung ist in aller Regel ein wirtschaftliches Unternehmen, die wollen nicht, dass der Bürger gebildet wird, sondern eine Zeitung verkaufen.
Am Beispiel ALDI genau das selbe: die verkaufen mir ein Springseil nicht, weil es "gemeinnützig" meine sportlichen Skills fördert.
 
Das sehe ich wie Du.

"Journalismus ist ja ganz offensichtlich gemeinnützig."

Nein. Hier macht er den Fehler. Was der Allgemeinheit nützt ist ja nicht deswegen nicht gemeinnützig.
Was gemeinnützig ist, ist ja in Deutschland in der Abgabenordnung definiert.
 
Hmm,
ich finde den Aldi vergleich zwar relativ gut, aber ich hätte in dem Fall eher ein Buchladen herran gezogen.

Nach der deutschen definition von Gemeinnützigkeit ist Förderung von Kunst, Kultur, Wissenschaft, Forschung und Völkerverständigung gemeinnützigkeit.
Mit etwas Anwaltsrethorik trifft das auf die meisten Buchläden zu.

Der Unterschied von gewerbe kommt durch die Frage:
Macht man es der Sache wegen, oder des Geldes wegen.

So ist z.B. ein Sportverein gemeinnützig, ein Fitnessstudio nicht.
Ein Tierheim ist gemeinnützig, eine Zoohandlung nicht.


Bei Zeitungen sieht es wieder anders aus:
Zeitungen waren mal essentiell zur Willensbildung der Bevölkerung,
heute sind sie leider nur noch die clickbaitigen Propagandaarme ihrer Eigentümer,
ich halte daher eine Gemeinnützigkeit für eine Zeitung, welche sich in Privatbesitz für... "Subventionierung von Propaganda"

Wo ich aber einher gehen würde:
Zeitung die nicht in Privatbesitz sind,
z.b. Vereinsgeführte Zeitungen (findet man häufig auf dörfern als Anhängsel des Dorfvereins),
bei sowas wäre ich durchaus bereit die Gemeinnützigkeit anzuerkennen.
 
Da hat der Verein aber sicher die Gemeinnützigkeit schon und die Vereinszeitung fällt damit drunter.
Ansonsten wäre durch den eingeschränkten Personenkreis aber für die Zeitung selber nicht möglich, sofern das thematisch auf den Verein festgelegt ist.

Einzeln geführte Buchläden würden mangels Körperschaft auch wegfallen.
 
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