YARR - digitale Piraten aber anders als ihr denkt!

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Re: Prisenrecht 2.0 – Mit der Drohne zur Kasse, bitte!​


Leute, ich feier das so ab. Während man in Berlin noch prüft, ob man für ne Kaperung ein Umweltzertifikat braucht, zieht Kiew einfach das Prisenrecht aus dem Hut.

Klassisches Lawfare vom Feinsten, aber mit High-Tech-Dreh.

Russische Flagge: Legitimes Ziel. Russische Schattenflotte: Legitimes Ziel.

Wer braucht heute noch Entermesser und Marinesoldaten? Das läuft jetzt per Remote-Kaperung.

Drohne (Magura o.ä.) taucht neben dem russischen Tanker auf. Funkspruch: "Moin, ihr seid jetzt ne Prise. Kurs auf Koordinaten XY oder es macht untenrum knall." - Die Crew tuckert brav Richtung Ismajil oder Gdynia, weil keiner Bock hat, für Putins Ölrendite abzusaufen.

In den Häfen warten dann die neutrale Beobachter die fliesend ukrainisch sprechen (Strohfirmen gibts ja genug) zusammen mit den lokalen Behörden. Schiffe werden nicht versenkt, sondern einkassiert und versilbert. Ein moderner Tanker bringt locker 80-100 Mio. – das ist das effizienteste Crowdfunding der Weltgeschichte.

Die Versicherungswirtschaft kriegt bei dem Gedanken wahrscheinlich Schnappatmung, aber völkerrechtlich ist das wasserdicht. Prisengericht Kiew stempelt die Papiere und der Kahn ist weg. Wer hätte gedacht, dass das 18. Jhrdt. so schnell zurückkommt?

Allzeit gute Fahrt (solang die Flagge passt)! ;)
 
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  • #2
das muss ich nachreichen, ist nicht von mir, vermutlich KI, hat mir ein Kumpel auf meinen Text gepostet:

Ich starrte auf den Monitor in meiner Residenz in Sotschi. Das Bild war körnig, aufgenommen von einer Überwachungskamera an der Reling der „Volga-Express“. Ein lächerliches Plastikding, kaum größer als ein Kanu, tuckerte neben unserem 150-Millionen-Dollar-Tanker her.

„Wladimir Wladimirowitsch“, flüsterte Schoigu, oder wer auch immer heute meinen Zorn abfangen musste. „Das Schiff... es hat den Kurs geändert. Es fährt jetzt Richtung Polen.“

Ich massierte mir die Schläfen. „Gegenangriff? Luftunterstützung? Atomare Drohgebärde Nummer 47?“

„Technisch gesehen, Herr Präsident... hat der Kapitän kapituliert. Über Funk. Die Ukrainer haben ihm ein PDF mit dem Prisenrecht von 1907 geschickt. Und ein Video von einer Drohne, die direkt auf seinen Maschinenraum zielt.“

Unglaublich. Früher brauchte man für eine Kaperung wenigstens Männer mit Augenklappen und Mut. Heute schicken diese Clowns in Kiew eine schwimmende Spielkonsole, klopfen per Funk an und zitieren Paragraphen. Und mein Kapitän – ein Mann, der in Murmansk bei -40 Grad Eisbären mit dem Blick töten sollte – dreht das Steuer rum, weil ein kleiner Tablet-Bildschirm ihm sagt, dass er jetzt eine „rechtmäßige Prise“ ist.

„Sie nennen es 'Asset Redistribution'“, stammelte der Adjutant. „Das Schiff wird in Danzig entladen. Die Ladung wird bereits auf eBay für den Wiederaufbau versteigert. Die Mannschaft trinkt in einer Hafenkneipe Kaffee mit polnischen Zollbeamten.“

Ich sah zu, wie mein Öl – mein kostbares, sanktionsumgehendes Öl – in einen Hafen einfuhr, der mir nicht gehörte. Keine epische Seeschlacht. Kein dramatisches Versenken. Einfach nur ein bürokratischer Raubüberfall in Echtzeit.

„Sie haben sogar eine Service-Gebühr für die Drohnen-Eskorte verlangt“, fügte der Adjutant leise hinzu.

Ich seufzte. Die Welt hat keinen Respekt mehr vor der klassischen Tyrannei. Wenn man heute ein Imperium führen will, wird man nicht mehr von Armeen besiegt, sondern von einem Start-up mit einer juristischen Bibliothek und ein paar ferngesteuerten Rasenmähern.

„Schoigu“, sagte ich, ohne den Blick vom Schirm zu wenden. „Finden Sie heraus, ob wir das Prisenrecht auch auf ukrainische Getreidefrachter anwenden können.“

„Herr Präsident... die haben keine Schiffe mehr. Die drohnen nur noch.“

Richtig. Ich hasse dieses Jahrhundert.
 
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