[Technik] Yahoo! verschlüsselt Datenverkehr zwischen seinen Rechenzentren

Firmenzentrale von Yahoo! im kalifornischen Sunnyvale - Firmenzentrale von Yahoo! im kalifornischen Sunnyvale
Wie Yahoo!-CEO Marissa Meyer in einem mitteilte, wird der Internet-Konzern den Datenverkehr zu seinen Rechenzentren zukünftig verschlüsseln. Daneben sollen auch weitere zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen in einige Dienste des Unternehmens, darunter den Yahoo!-Messenger sowie den Video-Chat, integriert werden.

Meyer hatte bereits im November 2013 angekündigt, dass Yahoo! angesichts des NSA-Skandals die Sicherheit seiner Produkte erhöhen werde. Einige erste Schritte in diese Richtung wurden bereits getätigt.

Nun folgte eine weitere wichtige Umstellung: seit dem 31. März wird aller Datenverkehr zwischen den verschiedenen Yahoo!-Rechenzentren verschlüsselt. So soll das Mitlesen dieser Datenströme - die unter anderem E-Mail beinhalten - für Dritte erschwert werden.

"Unser Ziel ist es, unsere gesamte Plattform für alle Nutzer zu jedem Zeitpunkt standardmäßig zu verschlüsseln", erklärte Yahoo!s frisch gebackener Chief Security Information Officer Alex Stamos in dem Blogeintrag. Yahoo! werde fortfahren, "hart daran zu arbeiten, die bestmögliche Technologie bereit zu stellen, um Angriffen und Überwachung zu begegnen, die die Privatsphäre unserer Nutzer gefährden".
 
Na und?
Wenn die NSA anrückt und Daten haben will bekommen sie die, haben ja das Recht auf ihrer Seite.
Immer dieser Mist von wegen:"Wir werden jetzt viel mehr auf Sicherheit setzen damit eure Daten nicht in falsche Hände geraten".
Ist sowieso nen Witz dass die das jetzt alle so schön verkaufen, sollte eigentlich nichts besonderes sein aber durch den großen Aufschrei ist es halt ne gute Marketingkampagne für die nicht Internetaffinen.
 
Aber Yahoo kann doch auch nichts dagegen tun, dass sie überwacht werden. Trotzdem können sie das Abhören so schwer wie möglich machen. Ich finde den Schritt auf jeden Fall gut und richtig.
 
Die NSA hat nicht umsonst viel investiert. Irgendwie wird geheuchelt anstatt auf höhrer Ebene, die eigentliche Problematik zu bekämpfen... :dozey:
Die Unternehmen können sich dumm und dämlich verschlüssen. Die wissen es doch selbst, das es zwecklos ist. PR & Schadensbegrenzungen und nichts anderes.
 
Vielleicht ist diese ganze NSA-Geschichte ja auch nur ein großer Marketing-Gag. Demnächst geht das dann los, dass die Unternehmen für die Sicherheit unserer Daten Geld verlangen. Das würde auch erklären, warum Snowden immer noch keinen Autounfall oder sowas hatte.
Vielleicht heißt er ja jetzt auch Smith und lässt sich am Pool seines großen neuen Anwesens auf Cuba die Sonne auf den Pelz scheinen :unknown:
 
Wen die etwas dagegen machen würden wollen ... würden sie ihre sachen packen und aus diesen Land ausziehen ...
Genau das wären effektive Zeichen.
"Um unsere Kunden besser vor Ausspähung zu schützen, verlegen wir unseren Firmensitz, damit wir nicht mehr der USA Gesetzgebung unterliegen"
DAS viel effektiver als Angies "Ey, das geht ja nun gar nicht". Solche Zeichen würden auch die Diskussion in den digitalen Schurkenstaaten anheizen.
 
angesichts des NSA-Skandals die Sicherheit seiner Produkte erhöhen werde.

die hätten genausogut schreiben können "angesichts des verschwindens von flug MH370 haben wir reagiert und unsere infrastruktur noch sicherer gemacht" :m.. blabla unrelated, damit die yahoo-, gmail- und apple-nutzer beruhigt werden - weil in der bild-zeitung stand ja was von NSA-gefahr!!!!11

übrigens, die amis haben kein interesse, snowden umzubringen, sonst hätten sie es längst getan - da sind sie bei anderen auch nicht zimperlich, putin hin oder her.. der schaden ist schon entstanden und würde durch snowdens verschwinden nicht rückgängig gemacht; die wollen ihn nicht einfach loswerden, sondern verurteilen..
 
Zum "Firmensitz verlegen", was einige hier ansprechen muss ich euch mal fragen, wohin sie den denn legen sollen?!
Nach England, die selbst ein gleichartiges Spionagenetzwerk betreiben? Nach Deutschland, wo noch nicht mal unsere Regierung in der Lage ist sich nicht ausspionieren zu lassen? Was kommt denn dann noch in Frage? Ach ja, Russland, na gut, da ist die Netzanbindung in den Rest der Welt jetzt nicht die beste und Zensur wird auch nicht gerade klein geschrieben.. Also, wohin? In die Sahara? Da kostet dann die Infrastruktur und das Kühlen der Rechenzentren mehr Energie pro Stunde, als die USA pro Jahr verbraucht. Noch Vorschläge?
 
Zum "Firmensitz verlegen", was einige hier ansprechen muss ich euch mal fragen, wohin sie den denn legen sollen?!
Wenn man faul ist, dann nimmt man den nächstgelegenen Karabikstaat. Der Firmensitz wird offiziell verlegt, man hält Vorstandsitzungen dort alle paar Monate ab, behält aber seine "Niederlassungen" in den USA usw.
Ist man dann weiter zur Kollaboration mit den US Behörden verpflichtet? Nein.
Ist man per Gesetz verpflichtet seine Kunden zu belügen und zu betrügen? Nein.
Natürlich können die US Spione fast weiter machen wie gehabt, weil sie und ihre Vasallen ihre Finger überall haben, aber wie schon vorher gesagt, geht es um ein weithin sichtbares und permanentes Zeichen.
Dies würde zu einem Imageschaden des Standortes USA führen. Nur so können die dort ansässigen Firmen genug Druck aufbauen, weil sie massiv Marktanteile einbüssen würden. Bleiben die USA stur, dann wandern eben die anderen auch ab. In einer globalen Welt ist der Firmensitz sowieso nur dort, wo man ihn haben will. Das ist spätestens seit dem publik gewordenen "Steuertrickserei" der Großkonzeren allgemein bekannt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei AG's (die an der Börse notiert sind) kannst du nicht "mal eben" den Sitz deines Unternehmens wechseln.
Zumal der Firmensitz durchaus noch weitere Bedeutung für dein Unternehmen hat.. Außerdem weiß ich nicht wie sinnvoll es ist, als US Bürger sein unternehmen ins US-Ausland zu schippern, dann wirst du eben von NSA und FBI ausspioniert, anstatt nur von jeweils dem einen oder anderen. Damit hast du persönlich dann wirklich viel gewonnen, nicht?! ;)
 
Bei AG's (die an der Börse notiert sind) kannst du nicht "mal eben" den Sitz deines Unternehmens wechseln.
Darum kann man ja die Heimatbörse wechseln!

Außerdem weiß ich nicht wie sinnvoll es ist, als US Bürger sein unternehmen ins US-Ausland zu schippern, dann wirst du eben von NSA und FBI ausspioniert, anstatt nur von jeweils dem einen oder anderen. Damit hast du persönlich dann wirklich viel gewonnen, nicht?! ;)
Die Kunden sehr wohl, da die Firma nicht mehr dem US Gesetz untersteht.
 
Darum kann man ja die Heimatbörse wechseln!
Man kann man kann man kann, aber nicht immer so einfach. Wenn du eine AG umziehen willst, musst du das erst mal durch deine Aktionäre laufen lassen und da müssen halt hinreichend viele Interesse zeigen. Das Aktionäre sich für Kunden interessieren oder auch nur für das Unternehmen selbst, ist allerdings in 99,9999999% der Fälle nicht gegeben. Für die ist es doch nur Interessant, dass der Kurs innerhalb des Investitionszeitraumes den gewünschten Bogen macht. Ob das heißt, dass dafür tausende Arbeitsplätze drauf gehen interessiert die in der Regel weniger als ein umgefallener Sack Reis in China.

Die Kunden sehr wohl, da die Firma nicht mehr dem US Gesetz untersteht.
Huawai + Zulieferer + Kunden wurden ja schon mit der Begründung ausspioniert, weil Huawai zu viel Einfluss auf dem Markt haben könnte und das reicht dann schon als Bedrohung für die USA. Glaubst du also, wenn ein Marktführer wie etwa Facebook, Google, Amazon etc umziehen würden, dass die USA sich dann plötzlich denkt "ja, wenn die nicht mehr bei uns sind, dann sind die auch nicht mehr interessant.."? Dann gibt es eben keinen so leichten Zugang mehr zu den Daten, das Interesse steigt dann sogar eher. Dann ist der Hebel eben kein Geheimgerichtsbeschluss mehr, sondern ein Backdoor, ein eingeschleußter Agent oder oder oder..
 
Huawai + Zulieferer + Kunden wurden ja schon mit der Begründung ausspioniert, weil Huawai zu viel Einfluss auf dem Markt haben könnte und das reicht dann schon als Bedrohung für die USA. Glaubst du also, wenn ein Marktführer wie etwa Facebook, Google, Amazon etc umziehen würden, dass die USA sich dann plötzlich denkt "ja, wenn die nicht mehr bei uns sind, dann sind die auch nicht mehr interessant.."? Dann gibt es eben keinen so leichten Zugang mehr zu den Daten, das Interesse steigt dann sogar eher. Dann ist der Hebel eben kein Geheimgerichtsbeschluss mehr, sondern ein Backdoor, ein eingeschleußter Agent oder oder oder..
Das habe ich nie behauptet. Um mich zu wiederholen: Keine US Firma -> keine US Gesetze. Das habe ich in den letzen Beiträgen von mir, wie zu lesen, angesprochen. Wieso ich das für effektiv halte, habe ich auch schon klar gemacht.
 
Ich denke, was TBow meint, ist zum Beispiel, dass eine nicht in den USA ansässige Firma auch einen guten Teil ihrer Steuern nicht mehr dorthin bezahlt. Zumindest wäre das in Deutschland so. Und wenn dann die USA als Wirtschaftsstandort bekanntermaßen unattraktiv würden, weil immer mehr Firmen diesem Beispiel folgen, dann könnte das auf längere Sicht zu einem Imageschaden führen, der die US-Regierung zum Einlenken bringt.
 
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