Wohnung wird abgehört - wie Wanze finden?

Um mal einen ganz doof überlegten Punkt einzuwerfen:

Hast Du schon einmal über die Sicherheit eures WLAN-Netzwerkes nachgedacht? Kommt evtl. PowerLine mit älteren Adaptern zum Einsatz, die ggf. keinerlei Verschlüsselung haben? Weil dann wäre es wirklich ein Leichtes, Mobiltelefone oder PC/Notebook in der Wohnung zum Abhörgerät umzufunktionieren, wenn man ein bisschen technisches Knowhow mitbringt. Da der Zugang zur Wohnung ja anscheinend da war, muss man ja eigentlich nichtmal eines der Geräte aktiv knacken, sondern z. B. nur das Kennwort vom Router abschreiben und $Sofware auf dem PC installieren.

Ich würde da eher mal recherchieren, das ist imho logischer als irgendwelche versteckten Profi-Wanzen.
 
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  • #42
danke Thom,

Powerline sagt mir jetzt nichts. Hab nur gefunden, daß das was mit Fritz zu tun haben könnte?
Nein, wir haben noch einen älteren WLAN-Router [hust!, OK! :D] und Unitymediamodem mit normalem DECT-Telefon.
Sicher könnte man die Teile aufschrauben und was darin verstecken. Stehen sogar im Flur.

Der Router steht gerade auf WPA2-PSK [AES].
Wobei, ich seh gerade, da könnte ich auch noch auf WPA-PSK [TKIP] + WPA2-PSK [AES] umstellen. Wieso der letzte Radiobutton da nicht ausgewählt ist, weiß ich gerade nicht.
Sicherheitsoptionen
[ ] Keine
[ ] WEP
[ ] WPA-PSK [TKIP]
[x] WPA2-PSK [AES]
[ ] WPA-PSK [TKIP] + WPA2-PSK [AES]

Security Options (WPA2-PSK):
Passwort: ijLt7byj9g5Z0IgCLYHsEYnZmgiK-u
(PW 30Stellen; so in etwa - nicht dieses :D; damit man das mit allen Smartphones + WLAN-Radio schnell eingeben kann)
(die Eingabe beim WLANRadio ist kompliziert, da man für jedes andere Zeichen mit FB-auf-ab-Tasten bis zum gewünschten alle durch scrollen muß)
 

Die werden wohl kaum sagen: "Ach übrigens, wir haben ja euren Schlüssel für den Notfall und letztens wollten wir grundlos heimlich in eure Wohnung, aber das ging leider nicht, kann es sein, dass ihr das Schloss ausgetauscht habt?"

@ W-LAN:
Passwort geändert in "123456" o.ä.? -> Trivial zu erraten bzw. zu knacken
Aufgedrucktes Standardpasswort beibehalten? -> In Wohnung gehen, Passwort abfotografieren und Zugriff haben.
 
Hm, ok, sehe gerade dass ich Deinen Beitrag nicht ganz gelesen hab und das Kennwort nicht Dein richtiges war. Dennoch, wenn das bereits seit ein paar Jahren im Router hinterlegt ist, würde es imho nicht schaden, das einfach mal abzuändern. Deine Nachbarn scheinen ja auf den Router Zugriff gehabt zu haben.

PowerLine = . Das verteilt man prinzipbedingt auch im ganzen Haus, weswegen eine Verschlüsselung solcher Adapter im Mehrfamilienhaus dringendst anzuraten ist.


Edit: Noch interessanter ist es ja, dass ich das laut History nun herauseditiert hab und es jetzt trotzdem wieder drin ist. Merkwürdig. Aber das nur am Rande. :confused:
 
Also Kameras in unserer Wohnung machen nur Sinn, wenn die "zurückkommen" würden.
Die Chancen stehen ja nicht zu schlecht, dass das Abhören Symptome von pathologischen Verhaltensmustern sind. In dem Fall kann ich mir vorstellen, dass heimliches betreten der Wohnung, das Entwenden oder Austauschen von Kleinigkeiten, ins Bett legen und Co. bereits als Steigerung zum passiven abhören geschieht.

Du glaubst doch nicht, dass sie nur genau einmal heimlich in der Wohnung waren.
 
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  • #46
nicht ganz gelesen - passiert. :D Und passiert häufig genug, daß das PW einer versehentlich mit/postet.

das Passwort ist ein viertel Jahr alt. Und wird regelmäßig geändert.
Naja, 3 Monate - ist "alt". Streng genommen. Aber werkseitig voreingestellte wurden vom Tag der Einrichtung ohnehin geändert.
OK, auf WLAN Radio könnte man ganz (aber ungern) verzichten und bei den Smartphones auch komplexter PW mit mehr Stellen und GrKLBuchstZahlenSonderZ/ und dann per QR-Code einlesen (... wenn man der Barcode-Reader-App vertraut :D - obwohl, wenn die PW schon mal auf dem Smartphone sind ... aahhh!!! :D)
 
W-LAN -> Wireshark.

Wenn du irgendwas einfach änderst, oder gar mehreres änderst, dann weißt du hinterher nicht, ob du sie wirklich ausgesperrt hast, ob du sie dauerhaft ausgesperrt hast und ob sie nicht vielleicht danach einfach vorsichtiger geworden bist.
 
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  • #49
Keylogger kenn ich.

OK, an Laptops etwas auffälliger.
Obwohl, stimmt: ich/wir hab hin und wieder mal USB-Sticks dran. Auch für DAB-T TV hatte ich mal einen. Schaut man sich auch nicht jeden Tag an und schraubt die auf und vergleich die Seriennummern der Chips.

Oar, .... ich glaub, ich werd hier gleich .... Wahhh! :D

aber so Teile, die man bei Bigtowern unterm Schreibtisch zwischen PS2/A und Keyboard stöpselte, kenne ich auch schon seit 15 Jahren. :D Ich weiß, was Du meinst....
 
Der Router steht gerade auf WPA2-PSK [AES].
Wobei, ich seh gerade, da könnte ich auch noch auf WPA-PSK [TKIP] + WPA2-PSK [AES] umstellen. Wieso der letzte Radiobutton da nicht ausgewählt ist, weiß ich gerade nicht.
Das solltest du auch nicht auswählen, weil das ein Downgrade ist.
WPA = knackbare WLAN-Verschlüsselung
WPA2 = derzeit nicht leicht knackbare Verschlüsselung
WPA-PSK+WPA2-PSK = beides gleichzeitig mit demselben Passwort – das schwächste Glied der Kette…
Ist nur sinnvoll, wenn man ältere Geräte hat, die WPA2 noch nicht können (das ist heutzutage fast unmöglich).

(PW 30Stellen; so in etwa - nicht dieses :D; damit man das mit allen Smartphones + WLAN-Radio schnell eingeben kann)
(die Eingabe beim WLANRadio ist kompliziert, da man für jedes andere Zeichen mit FB-auf-ab-Tasten bis zum gewünschten alle durch scrollen muß)
Ich würde an dieser Stelle ein Gastnetzwerk mit einfachem Passwort und ein "normales" Netzwerk mit komplexerem Passwort empfehlen. Das komplexere Passwort sollte so lang wie möglich sein, aber die Zahlen-/Buchstabenkombinationen müssen nicht sein. Hier ein Wikiartikel zu Passwörtern:


Falls Du noch Fragen hast kannst du mir gerne eine PN schreiben, hier diskutieren oder einen Thread aufmachen.

[/OffTopic]
 
Der Thread, weil ich/wir zwar nicht mag blauscht zu werden - ich habe nun aber keine Lust, für möglicherweis tausende Euro meine Wohnung filzen, Wände aufreißen, Leitungen rausreißen und mit Röntgenstrahlen durchschießen zu lassen. (wie ich auf den von Dir verlinkten Homepages las)
und bei Fund dann noch nen echten Nachbarschaftskleinkrieg loszutreten ... wie im TrashTV oder in üblichen Kleinbürgersiedlungen.

Den Nachbarschaftskrieg habt ihr scheinbar (noch) nicht wenn alles freundlich zugeht..., aber dafür ein, mindestens einseitiges, extrem, gestörtes Verhältnis das zu euren Lasten geht. Wenn doch was gefunden wird, ists doch gut - dann kann man doch mal zur Polizei - aber das werden die Profis dann wohl auch kennen.

Das isses mir dann doch nicht wert. Dann sollen sie halt hören, wenn wir pupsen.

Dieses oder umzuziehen was wohl die günstigste, leichteste Variante ist - oder Geld in die Hand nehmen für die Profis.
Ob letzeres rauskommt, keine Ahnung - aber ich glaube dass es dann auch nicht "spurlos" erledigt werden kann. Wobei, es wäre dann doch egal, wie vorher schon gesagt, das ihr noch mit diesen Leuten dann "zusammen" wohnen wollt, nach so einer Sache, ich glaube nicht.
Und auch werden die wohl auch rechtliche Probleme bekommen, wenn so etwas zur Polizei geht....

also ich lieb ja solche Diskussionen ... wo man sich rechtfertigen muß, daß man einerseits die Nachbarschaftsverhältnisse erhalten und sich in seinem Eigenheim privat fühlen möchte ... und wieso man um Himmels willen darauf kommen könnte, daß man abgehört würde, obwohl eine ganze Menge unnatürlicher Situationen das nahelegen.

Zur allgemeinen Information, ich "will" auch das Recht auf Privatsspähre genießen können, aber obwohl ich mir sicher bin das man mal was "hören" kann, ziehe ich mir da keinen Schuh an bzw. versuche es auch erst gar nicht. ;)

Aber im Grunde sehe ich bisher "relativ positives" und euch wurde, zumindest offensichtlich, NICHT geschadet, oder hat es? - Weder sieht es aus als ob ihr "öffentlich" angekreidet worden seid (es sind immer nur die Nachbarn die euch Konfrontieren) oder das ihr bei euren Arbeitgebern (all diese Informationen werden die ja haben wenn die schon lange Zeit mithören) - angeschwärzt worden seid - oder plötzlich Freunde/Bekannte daherkommen und euch erzählen welche Sau gerade durchs Dorf getrieben wird und das ihr da tief mit drin hängt.

Gut, die Story mit deinem Bruder und dessen Weiterbildung - aufschnappen kann man viel und auch viel erzählen ohne es zu wollen. Weitere Beispiel braucht man wohl keine geben dafür.

Und wie gesagt, es wird niemand sagen: "Ja wir haben das von unseren Wanzen gehört!" auf eine (in)direkte Konfrontation über eine einfache fast "alltägliche" aber nicht gleich komplett, positions freilegende, Frage :m - aber es kann auch sein das man eine vernünftige und sachliche Antwort bekommt mit der man vielleicht "Leben" kann? (Im besten Fall.)
 
Das Thema mit dem Loch im Garten bringt mich auf eine Idee. Grab im Garten einfach ein Loch wo man zwei Leute eingraben kann und decke es so zu dass es nicht offensichtlich aber dennoch vage wahrnehmbar ist. Wenn du dann eines Abends sicher bist dass deine Nachbarn zu Hause sind führt ihr einfach eine etwas lautere Unterhaltung darüber dass ihr eure Nachbarn für FSB-Agenten hält die kurz davor sind "es" herauszufinden und daher schon morgen für immer verschwinden sollten.
 
Also ich persönlich kenne auch einen Fall, wo etwas derartiges im privaten Umfeld abgezogen wurde. Das ist allerdings schon etwa 15 Jahre her.

Ein ehemaliger Bekannter (damals etwa 50 Jahre alt, sehr gut situiert), hatte noch einen Schlüssel zu der Wohnung seiner Ex-Frau. Als diese für ein Wochenende verreist war, ist er in ihre Wohnung eingedrungen und hatte dort einen Keylogger auf ihrem Computer installiert. Außerdem hat er eine Wanze in der Telefondose versteckt. Diese hatte er vorher in Hamburg in einem Spy-Shop erworben. Die Wanze wurde unterputz installiert und hat Telefongespräche per Funk an einen Empfänger geschickt.

Den Empfänger (ein Diktiergerät mit externem Funkempfänger) hatte er in einer Einkaufstüte in einem Auto versteckt, welches dort vor der Tür geparkt war. Er hat dann immer irgendwelche Bekannten angestiftet, 1x täglich zum Auto zu laufen und das Band des Diktiergeräts zu wechseln.

Klingt abenteuerlich, ist jedoch so passiert. Ich weiß es, da es damals mein Auto war, welches ich dem Bekannten für 2 Wochen vermietet hatte. Bis zu dem Zeitpunkt, als er mir detailliert erzählte, wofür er das Auto überhaupt verwendet.

Heutzutage sind solche Maßnahmen und aufwändigen Installationen aber vermutlich seltener geworden. Ich denke, es ist einfacher und auch effektiver, Computer, Handy, Webcam, Fernseher, Smart-Home oder was auch immer zu kapern.
Mit ein bisschen Zeit und krimineller Energie bekommt doch mittlerweile jeder einen Trojaner zusammengebaut oder gekauft. Und Anleitungen, wie man Opfer bestmöglich gezielt infiziert gibt es massenweise im Netz.
 
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