In der Zeit Online hab ich zu dieser Art der Politik einen schönen Artikel gelesen:
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Darin heißt es: "
Donald Trump hat große Teile seines Präsidentschaftswahlkampfs aus falschen Aussagen gebaut. Die Kriminalität steigt, Hillary Clinton will alle Gefangenen entlassen, die USA zahlt Milliarden an die Nato, die US-Regierung hilft illegalen Einwanderern ins Land, Barack Obama lädt 250.000 Syrer ein. Diese Aussagen sind nachweislich falsch, die meisten sogar dramatisch falsch. Aber es schadet Trump nicht. Ebenso wenig schadet es der AfD, wenn sie eine ganze Kampagne auf der falschen Aussage aufbaut, die Bundesregierung wolle das Bargeld abschaffen."
Die "E-Mail-Affäre" an sich - sollte es beim angekündigten Leak wieder darum gehen - find ich überzogen; zumindest den Teil, der Kritisiert, dass sie vertrauliche E-Mails über einen privaten Mailserver der Familie verschickt hat. Präsidentschaftskandidatin hin oder her, Hillary ist eine Dame, die auf die 70 zu geht. Dass sie lieber ihr "altes E-Mail-Programm", das sie seit Jahren kennt, verwendet, überrascht mich wirklich nicht. Für mich persönlich wär das halt kein Kriterium, das einen Kandidaten wählbar macht, oder nicht.
Dass alleine die Nutzung eines privaten Servers schuld an dem Leak sein soll, würd ich auch bezweifeln. Es gibt zwar auch einen Hacker, der das Leak für sich beansprucht, aber seitens US Regierung wurde doch mehrfach verlautbart, dass russische Intelligence am Werk war.
über die Sicherheit des Server nicht gerade Gutes: "
Clinton's server was configured to allow users to connect openly from the Internet and control it remotely using Microsoft's Remote Desktop Services.[64] It is known that hackers in Russia were aware of Clinton's non-public email address as early as 2011.[71] It is also known that Secretary Clinton and her staff were aware of hacking attempts in 2011, and were worried about them."
Dennoch, wenn man sich anschaut, wie die bisher bekannte Regierungs-Spyware funktioniert, wie viele 0-Days da zum Einsatz kommen und über welche verrückten Wege Zielpersonen infiziert werden, dann bin ich mir sicher, wären die Leute an die E-Mails gekommen, egal über welche Kanäle ein Politiker kommuniziert hätte.