[Netzwelt] WikiLeaks kündigt sehr wichtige Dokumenten-Veröffentlichung an

WikiLeaks (Logo) - WikiLeaks (Logo) WikiLeaks-Chefredakteur Julian Assange kündigte am heutigen Mittwoch gegenüber Journalisten an, das Whistleblowing-Projekt werde in Kürze Geheimdokumente veröffentlichen, die sich mit "internationalen Verhandlungen" befassen.

In Sachen Details hielten sich die Transparenz-Aktivisten bislang bedeckt. Sie deuteten lediglich an, der neue Leak enthalte Informationen über rund 50 Länder. Ein genauer Termin für die Veröffentlichung der Dokumente ist bislang noch nicht bekannt.

Neben dem neuen Leak kündigte Assange, der sich seit nunmehr zwei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London aufhält, außerdem Neuigkeiten zu dem gegen ihn laufenden Auslieferungsverfahren der schwedischen Staatsanwaltschaft an. Am kommenden Dienstag, so der aus Australien stammende Aktivist, sollen diesbezüglich neue interessante Dokumente veröffentlicht werden.

Quelle:
 
Super Idee, solche Veröffentlichungen anzukündigen, so dass die Behörden auch schonmal Vorbereitungen treffen können und gewarnt sind.
 
Naja, was heißt denn gewarnt?
Mit diesen schwammigen Ankündigungen kann alles und nichts gemeint sein.
Ich finde diese Ankündigungen dass da "was großes" kommen wird aber auch immer ziemlich lächerlich.
Das irgendwelche Journalisten vorher kontaktiert werden um eine gewisse Medienpräsenz zu sichern ist verständlich aber Ankündigungen haben nur einen billigen Aufmerksamkeitshaschereigeschmack.
 
Wie will sich denn eine Behörde auf sowas vorbereiten? :unknown:
Außerdem ist es doch der ganze Sinn und Zweck eines solchen Portals den Blick der Öffentlichkeit auf sich zu lenken. Klar, dass da vorher Hype gemacht wird.
 
Außerdem besteht auch noch die Chance, dass jemand aus der Politik glaubt irgend eine eigene Schweinerei würde aufgedeckt und dann entscheidende Fehler macht - so ähnlich wie die Selbstanzeigen von Steuerflüchtlingen, die gar nicht betroffen waren von den CDs.
 
Hat sich eigentlich jemand von euch mal ernsthaft die Mühe gemacht und einige der Dokumente durchgelesen? Falls ja, wie sah es mit der Verständlichkeit aus? Und wie können wir die verschiedenen Themen als Laien überhaupt beurteilen?
 
Durchgelesen nicht, ich habe aber einige mal überfolgen, quer gelesen bzw. einige Abschnitte gelesen.
Also das ist schon echt anstregend zu lesen. Schwieriges Englisch, schwieriger Kontext, "unkomfortabel" geschrieben.

Inhaltlich kann man es schon verstehen, wenn man Englisch "ganz gut" kann und sich Mühe gibt.
Ob man den Kontext des ganzen Dokumentes und dessen tatsächliche Bedeutung in der Gesamtheit wirklich abschätzen kann als Laie, bezweifel ich ganz ehrlich gesagt aber.

Hängt aber immer davon ab. Es gibt ja solche und solche Dokumente bei WikiLeaks.
 
Und glaubt ihr, dass Journalisten den Kontext komplett ergründen können?

Ich könnt mir nämlich ehrlich gesagt ganz gut vorstellen, dass diverse Phrasen dem Gesamtinhalt entnommen werden um dann ne reißerische Geschichte draus zu basteln.
 
Ohne das jetzt konkret bewerten zu wollen: Vorstellen kann ich mir das durchaus auch.

Und selbst wenn die Journalisten es ergründen können, bleibt die Frage was sie daraus machen.
Behaupten können sie mit Verweis auf WikiLeaks und dem zitieren einzelner Passagen viel.
Eigentlich wäre es an der Öffentlichkeit das dann auch selbst nachzuvollziehen - aber das macht natürlich (fast) keiner.
 
Außerdem besteht auch noch die Chance, dass jemand aus der Politik glaubt irgend eine eigene Schweinerei würde aufgedeckt und dann entscheidende Fehler macht - so ähnlich wie die Selbstanzeigen von Steuerflüchtlingen, die gar nicht betroffen waren von den CDs.

Also das wage ich ernsthaft zu bezweifeln.
Mit diesen Aussagen das was großes kommt kann alles und nichts gemeint sein, da glaube ich kaum das jemand ernsthaft Angst bekommt und selber seine verwerflichen Machenschaften preisgibt.
Ich denke mal dass nichts sagen einfach die bessere Strategie ist.
Wenn man was sagt bekommt man einen auf den Deckel, genauso wie wenn etwas geleakt werden sollte, aber sagt man nichts besteht die Möglichkeit das man ungeschoren davon kommt :unknown:

Hat sich eigentlich jemand von euch mal ernsthaft die Mühe gemacht und einige der Dokumente durchgelesen? Falls ja, wie sah es mit der Verständlichkeit aus? Und wie können wir die verschiedenen Themen als Laien überhaupt beurteilen?

Ich hab mal irgendwann reingeschaut gehabt aber ich kam damit nicht wirklich klar.
Es lag weniger am Englisch (wobei ich da auch mal aus dem Kontext schließen musste was ein Wort bedeutet) als vielmer am Aufbau der Dokumente.
Ich hatte da echt keinen Durchblick.
Also da etwaige Informationen herauszuarbeiten stelle ich mir als riesigen Aufwand vor.
 
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  • #12
Thema Schwierigkeit der Dokumente: Wer genug Tom Clancy liest, kommt zB mit Cablegate ganz gut klar. :D

Und das ist noch nicht einmal ein Witz - der Militärjargon und die Abkürzungen sind ziemlich gut aus den diversen Thrillern zu lernen. Ich habe als Teenager alles von "Roter Oktober" bis "Rainbox Six" verschlungen und das war eine echt große Hilfe.
 
Ich auch, seine Bücher waren wirklich toll.
Umso mehr enttäuschend war die Verfilmung von Roter Oktober: Ein guter Actionfilm, aber nicht mehr.

Ich finde, der einzige Film bei dem wirklich seine Handschrift erkennbar ist, ist "der Anschlag"
 
so ein quark. warum muss man sowas groß ankündigen? einfach veröffentlichen und gut. alles ander ist doch eh nur fürs ego...
 
Naja, aber sich drüber aufregen ist doch auch irgendwie ziemlich sinnlos. Dann wirds eben angekündigt, schadet ja keinem. Die wollen halt viel in den Medien sein. Das ist eben Sinn und Zweck einer solchen Plattform.
 
Wikileaks kann ich nicht mehr ernstnehmen, oder habt ihr das Passwort für die Datei, falls er gejagt wird?
 
Die wollen halt viel in den Medien sein. Das ist eben Sinn und Zweck einer solchen Plattform.

Ich war bisher der Meinung, das Wikileaks ein anderes Ziel verfolgt, als Medienpräsenz. Für Assange könnte diese Aussage allerdings zutreffen. Kann mir vorstellen, das Ecuador ihn auch nicht auf unbegrenzte Zeit beherbergen will oder er es einfach satt hat dort festzusitzen. Und ohne Sponsoren wird er das kaum bewältigen können. Eine solche Medienpräsenz (Veröffentlichung von neuen Dokumenten) kann sich postiv auf Spenden auswirken.


p n
 
Und glaubt ihr, dass Journalisten den Kontext komplett ergründen können?

Ich könnt mir nämlich ehrlich gesagt ganz gut vorstellen, dass diverse Phrasen dem Gesamtinhalt entnommen werden um dann ne reißerische Geschichte draus zu basteln.

Das geschieht sicherlich, denn die Leute wollen auch verkaufen.

Soweit ich informiert bin werden Dokumente nach und nach veröffentlicht, damit die Journalisten nicht einen riesigen Berg ohne Anfang und Ende vor sich haben und alles schrittweise durchsehen können.
Ich bin mir aber auch sicher, dass die Leute, die sich damit intensiv auseinandersetzen mit der Zeit ein Auge dafür entwickeln, was wichtig und weniger wichtig ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich verfolgt Wikileaks an sich auch das Ziel hoher Medienpräsenz, alles andere wiederspricht doch dem Grundsatz Wissen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Je mehr Medien, desto breiter die Öffentlichkeit, die die Infos zur Kenntnis nimmt.
 
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