Wie mit "Messy"-Mitbewohner umgehen?

So schön / gut gelegen / preiswert eine Wohnung auch sein mag - ich würde einfach ausziehen. Ich hatte bis vor einigen Jahren ähnliche Probleme, allerdings gleich mit zwei Mitbewohnern. Ich hatte dann die Möglichkeit bei meiner Freundin einzuziehen und konnte so den Kopf komplett aus der Schlinge ziehen was die Wohnung betraf. Die WG wurde einige Monate nach meinem Auszug komplett aufgelöst und die Reinigungsarbeiten waren wohl die Hölle ;)
 
Hast du eigentlich mal mit eurem Vermieter gesprochen? Wenn das wirklich so chaotisch ist, dann solltest du das schon im eigenen Interesse machen, denn wenigstens für die Gemeinschaftsräume haftest du ja erst mal mit und wenn dich dein Mitbewohner schon auf den Kosten des von ihm zerstörten Laptops sitzen lässt, dann wird er sicherlich keine Kernsanierung des Hauses übernehmen, wenn es so weit kommt.
 
aus meiner WG erfahrung kann ich dir sagen:
Wenn Freundschaftliches ins Gewissen Regeln nicht funktioniert dann:
Ermahnung mit Konsequenzen.
Wenn das nicht hilft, auszug oder rauswerfen.

Man hat zwei Optionen:
Das ganze unter sich klären wenn das in keinster Weise funktioniert oder:
Ausziehen.
Man kann Natürlich auch nen WG Kleinkrieg mit Vermieter und sonstiges anzetteln
aber egal was man auf der Ebene tut: man schießt sich immer ins eigene Knie.
 
Hm, schwer. Messies brauchen Hilfe. Ich hatte mal einen Messy-Mitbewohner, habe aber erst erfahren, dass er einer ist, als er ausgezogen ist. Ich kam nach Hause und sein Zimmer stand offen, darin der Hausmeister knietief in Müll. Als er mich sah, fragte er nur "Haben Sie denn nichts von alledem gemerkt?" Meine Antwort: "Ach du Kacke, nein..." Das Problem war, dass alles, was wir uns geteilt haben, also Bad und Küche, immer aufgeräumt war, es gab kein Anzeichen. Sonst hätte ich auf jeden Fall was unternommen. Zumindest mit ihm gesprochen, ihm meine Hilfe beim Aufräumen angeboten oder im Notfall den Vermieter eingeschaltet...
 
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  • #25
Nein nein er ist kein pathologischer Messy, aber einfach ein anderes Verständnis von Ordnung und Co.

Vor ca. einer Woche kam er dann mal zu mir weil er was drucken wollte und da haben wir uns mal unterhalten. Tatsächlich scheint die Ursache des Problems die Freundin zu sein.

Er hat erzählt, dass er sie zwar liebt, sie ihn aber immer um sich haben will und ihm damit jegliche Energie und Zeit raubt.
Er meinte er kommt durch den vielen Stress mit ihr einfach mehr nicht nach in keinem Bereich. Weder Diplomarbeit noch politischer Arbeit noch sonst was.

Er hat auch in letzter Zeit vermehrt einen erschöpften Eindruck gemacht.

Ich hab ihm dann gesagt, dass mir das nicht passt da das den Frieden in unserer WG stört und dass er ihre Anwesenheit mir zu liebe reduzieren soll. Ich habe nämlich keine Lust mehr auf ständiges geheule und gezicke. Er meinte auch, wenn er sie heim schickt, kommt sie nach 5 Minuten wieder und sagt dann sowas wie: Ja willst du mich etwa nicht mehr sehen? Willst du das Schluss ist?

Oftmals klingelt Sie dann auch um sich wieder Zugang zu verschaffen. Das macht Sie entsprechend aber auch zu dummen Uhrzeiten. Das letzte mal als es Klingelterror um halb 12 am Abend gab, ich dann rumgeschrien und gemeint ob Sie denn noch ganz dicht ist. Seit dem hab ich sie deutlich seltener gesehen.

Tatsächlich scheint also Sie das Problem zu sein. Sie ist auch angewiesen auf Beruhigungstabletten und schreibt meinem Mitbewohner panisch mitten in der Nacht wenn er nicht antwortet. Obwohl er ja offensichtlich einfach am schlafen ist.

Die vielen Anrufe bei mir im Zimmer, für den fall dass er nicht an sein Handy geht, habe ich nun unterbunden in dem ich das Telefon abgesteckt habe.

So viel mal zum Update..

Gruß,

MisterM
 
Er sollte Schluss machen; darauf läuft es sowieso hinaus. Vielleicht kannst du ihm das irgendwie klar machen, damit es schneller geht?
Viel Glück!
 
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Herzlichen Glückwunscht, sie haben eine Psychobraut.
Die sind schwerer los zu werden als Fußpilz.

Wenn die wirklich so hart drauf ist wie du beschreibst:
okay, die Frage ist wie viel liegt dir an dem Kerl.

Du hast jetzt eigentlich nur eine Entscheidung zu treffen:
Hast du lust/energie dich um ihn zu kümmern, ihm zu helfen.
Oder sagst dir, dass es seine Probleme sind und gehst deiner Wege.
 
Die ganze Situation geht doch nur auf deine Kosten, hast Du Dir das auch mal klar gemacht? Ich habe mehrfach in WGs gelebt und ich war nicht immer der ordentlichste Kandidat. Trotzdem muss man sich an gemeinsam aufgestellte Regeln halten. Wenn das nicht geht, Feierabend. Dann soll sie ruhig bei ihm einziehen.

Du klingst in meinen Augen viel zu verständnisvoll. Ich darf das sagen! So habe ich mich in dem Alter auch angehört. ;-)
 
Die Frage ist: ist es NUR ein Mitbewohner, dann kann er ruhigen Gewissens sich ne neue Wohnung suchen. man kann sich nicht alles auflasten. Aber ist es ein guter Freund, dann ist man ein stück weit in der Pflicht zu helfen :unknown:
 
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  • #31
Naja wir wohnen 3 Jahre bereits zusammen und da ist er jetzt natürlich ein Bro geworden.

Ich habe ihm auch klar gemacht, dass es keinen Sinn hat wenn eine Beziehung so krass an einem selbst zehrt. Man hat natürlich immer höhen und tiefen, aber letztlich sollte es darauf hinauslaufen, dass man durch die Beziehung über sich selbst hinauswächst und jeden Tag ein Stück besser wird dem Partner zu liebe.

Es sollte aber nicht der Fall sein, dass man jeden Tag ein Stück weiter innerlich stirbt dem Partner zu liebe...
 
Ihr braucht halt einfach einen Putzplan. Das hilft wirklich. Das ganze Gelaber ist in einer WG auch schnell mal wieder vergessen.
 
Putzplan + die ganze Scheisse rausbringen. Und sein Zimmer muss aufgeräumt werden.

Und kein Müll auf dem Gang, klappt das nicht lieber abhauen. Du bist nicht sein Putzer.
 
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