Wie mit Holocaustdenkmal umgehen?

Vielleicht wären, rein zum Vergleich, solche Bilder aus dem Heimatland des Künstlers eine 'nette Sache'?
Respektloser und überheblicher Umgang (jüdischer) Israelis mit den Palästinensern?
Gar nich so schlecht, aber Juden und Israel sind 2 paar Schuhe. Und deutscher Holocaust nochma ein drittes Paar.

Dennoch brauche ich persönlich keinen permanenten Moraldruck von innen oder außen. Ich hatte damit nichts zu tun,
Es gibt keinen permanenten Moraldruck. Das ist schlicht eine gut kultivierte Lüge. Und Du bist drauf reingefallen. (Oder tust wider besseren Wissens dumm.)

Wo bleiben denn die Denkmäler in den ehemaligen Kolonialstaaten bezüglich deren Gräuel und Plünderungen über tw. Jahrhunderte hinweg?
Wo bleibend ie Denkmäler zu dem millionenfachen morden und verhungern lassen durch Stalin und Mao?

Ganzen Thread lesen hilft.

Aber es scheint ja immer eine gute Aktion zu sein, den Deutschen immer wieder und wieder eins reinwürgen zu wollen.
Ja völlig unverdient ... ca. 50 Mio Untermenschen sind ja an Altersschwäche gestorben.
 
Wie kann man nicht verstehen, daß es bei einem Mahnmal um die Opfer geht, nicht um Schuld und Täter?

Was für ein Quatsch dem Reinwürgen? Im Zweifelsfalls sind das ausländische Touristen, auf jeden Fall aber spielt es keine Rolle, wer respektlos ist, sondern es geht darum, daß er an dieser Stelle respektlos ist.
 
Wie kann man nicht verstehen, daß es bei einem Mahnmal um die Opfer geht, nicht um Schuld und Täter?

Da bin ich nicht ganz mit einverstanden. Es geht natürlich um die Opfer - aber ohne Täter gäbe es kein(e) Opfer. Auch wenn das die vielleicht zweite Frage wäre.
 
Nein? Es geht (in)direkt um die Wirkungsweise und Aussage von Gedenkstätten und den Umgang mit solchen?
 


Es sind ja keine Nazi-Gedenkstätten und wie dexter schrieb, die Opfer sind uns "nicht vor die Tür gelegt worden" - Ursache -> Wirkung.
Und irgendwer hat die Opfer zu verantworten.

Es hilft aber auch nicht, allein der Toten zu Gedenken und Verluste zu beklagen und traurig zu sein, sondern man muß auch hinterfragen warum oder wieso es zum Holocaust gekommen ist. In diesem konkreten Fall. Um dann vielleicht den Faden weiter zu spinnen.
 
Dabei geht es aber um die Taten, nicht wer diese begangen hat. Das Denkmal mahnt auch Menschen, die aus Ländern kommen, wo es ganz sicher keine Täter oder Mittäter gegeben haben kann.
 
Ja, das stimmt schon und macht Sinn das so "generell" zu halten.

Aber mit den Nazis und dem dritten Reich sollte man sich, in diesem Fall, trotzdem beschäftigen. Weil es nun mal die Konstellationen und der gesamte Apparat dahinter waren, die die Taten verübt haben bzw. wie es so enden konnte.
Ich würde von daher schon sagen, das beides auch zusammen - aber wie du auch sagst, es auch generell, gesehen werden muß. Beides ist für die Auseinandersetzung wichtig.

Meinst du nicht?

Aber an das bigger picture/Gesamtbild habe ich eben auch weniger gedacht.
 
Es steht mir nicht zu, mich in die anspruchsvolle Fachdiskussion der hier anwesenden hochqualifizierten Architekten, Bauschadenssachverständigen, Kostenexperten und Künstler einzumischen.

In einem Punkt möchte ich allerdings doch etwas einwenden:

Schweig doch wenn Du nicht mal den Unterschied zwischen Mahnmal und Denkmal begreifst.

Wenn man Denk-mal in Silben trennt, erschließt sich der Sinn. Fangt mal damit an.
 
Was auch angesprochen wurde sind die Kosten. Da lach ich die Knaller (Ruby&Co) mal hier im Thread gepflegt aus. Gehts nich bissi unauffälliger gegen die Juden?

Nur ein Sätzlein lesen, Rest ignorieren und wieder mal die Nazikeule schwingen. Ganz großes Kino, dexter!

Ich bleibe allerdings bei meiner Meinung, dass man das Geld, welches man in diesen 19.000 m² Spielplatz/Klo-Ersatz gesteckt hat, besser aufgehoben wäre z.B. im Ausbau des Museums, welches sich mit dem Holocoust beschäftigt, Überlebende des Holocoustes einlädt zu Gesprächen mit Besuchern, Dokus z.B. über die Kindertransporte zeigt - ginge doch gut bei Klassenausflügen. Da lernen die Besucher Sachen, die sie vorher möglicherweise noch nicht kannten und in Diskussionsrunden kann man auch diskutieren, wie es dazu kommen konnte, was es für die Betroffenen bedeutete, warum so viele Juden die Gefahr erst so spät erkannt haben, warum Länder wie Großbritannien und die USA geflüchtete Juden und die Kinder von den Kindertransporten nicht aufnehmen wollten bzw. letztere nur in einer relativ kleinen Anzahl und nur zu bestimmten Bedingungen.

Das Holocoust Denkmal als Toiletten-Ersatz und Spielplatz zu nutzen, halte ich persönlich für sehr entwürdigend und ohne jeglichen Respekt den Opfern gegenüber. Es wird von vielen nicht als das gesehen, was es darstellen soll, deshalb auch der fehlende Respekt.

Die Gelder, die in dieses Projekt fließen wegen Reinigung von Urin und Abfall, Graffitis u.ä. hätte man in etwas vernünftiges diesbezüglich buttern können. So ist es nur ein weiteres Fass ohne Boden.
 
Sicher erreicht man mit diesem Denkmal nicht jeden. Das sieht man an den Bilder oder auch diesem Forum und diesem Thread.

you can lead a horse to water but you can't make it drink

Deswegen ist das Mahnmal nicht weniger wichtig und es ist gut angelegtes Geld, solange die Mehrheit in der Lage ist, aus der Vergangenheit die Verantwortung für die Zukunft abzuleiten.
 


Du musst verstehen dass diese Menschen nicht wissen was es sonst noch so alles in Berlin gibt, daher denken Sie dieses Mahnmal wäre eine ganz tolle Sache.

Dass das Mahnmal als Klo genutzt wird, dazu will man sich eh nicht so richtig was sagen oder zu der Tatsache dass der Bau verpfuscht wurde um die Kosten zu drücken. Da wird dann halt auf die kleine lächerliche Ausstellung hingewiesen und gut ist. :rolleyes:
 
@U.S.C.H.: ^
Zu kritisieren das Geld kostet, weil beim Bau gepfuscht wurde ist etwas anderes als zu kritisieren das es Geld kostetet, weil es existiert.
 
@U.S.C.H. und @Ruby

Ihr tut ja so als würde es jeder zweite Besucher anpinkeln. Sowas passiert aber ist doch nicht die Norm.
 
Wenn man in Deutschland alles was angepinkelt wird aus diesem Grunde nicht mehr bauen oder herstellen würde, da wäre es unter anderem ziemlich Dunkel in der Nacht und viele Menschen obdachlos.
 
@U.S.C.H. und @Ruby

Ihr tut ja so als würde es jeder zweite Besucher anpinkeln. Sowas passiert aber ist doch nicht die Norm.

Wer weiß, in Berlin vielleicht schon... :unknown: - aber warum verrichten Leute in öffentlichen Parks oder Spielplätzen oder an Häuserwänden oder an Kirchen oder oder oder.... ihre Notdurft?
Das ist genau so respektlos den anderen Menschen gegenüber die diese "Anlagen" normal nutzen und hat vermutlich nur damit zu tun, das es zu wenig öffentliche Toiletten gibt, an nun einmal "öffentlichen Plätzen".
Hat aber nichts mit dem Denkmal an sich zu tun, es ist nur ein öffentlicher und frei zugänglicher Platz.

Das ist ja dann auch ein Angriff gegen die "Yoga betreibenden, skatenden Jugendlichen, Essen essenden....."-Menschen die so etwas halbwegs "normal nutzen". Vielleicht ist auch das andere Freizeitangebot oder die schönen Plätze in Berlin so rar, das man sich halt an einer Gedenkstätte versammelt und dort "sich das Stück Freiheit in einer coolen Location" holt, was man sonst nicht finden kann.

Dass einige der Bau an sich stört, wundert mich auch nicht. Ist ja auch ein Dorn im Auge... :o
Da sollte man sich zu gemüte führen warum beim Bau, wie Seedy auch sagte, geschlampt worden ist, anstatt das "richtig" zu machen, für die Ewigkeit.
Speziell dann wenn keine Zeitzeugen mehr leben, so in 10-15 Jahren...
 
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