Wie builden Maintainer ihre ISOs?

XNOR

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Guten Tag zusammen.

Es gibt da in der Linuxwelt eine Frage die mich schon seit sehr langer Zeit beschäftigt, ich aber irgendwie nie eine zufriedenstellende Antwort dafür erhalten hab.

Folgende Frage stellt sich mir: Wie builden Maintainer ihre ISOs? Eine ISO erstellen, dass ist ja kein Problem. Doch wie erstellt man eine ISO für Linux so, dass spezifische Config-Files mit übernommen werden, Datein aus dem /home-Verzeichnis aber ausgeschlossen werden? Ich mein, wenn z. B. jemand ein Arch oder ein Ubuntu als "Unterbau" verwendet, dann wird er ja wohl dieses System so nach und nach mit seinen eigenen Logos zusammenstellen, seine Programme integrieren, Anpassungen vornehmen und sich dann am Ende eine ISO erstellen lassen, die er dann verteilt und wenn Leute das installieren erhalten die ein solches System wie der Maintainer sich das vorstellt.

Vielen Dank im Voraus für fachkundige Antworten.

Grüße,
XNOR
 
z.b. als Einstieg zu empfehlen.
Ich hab mir damals als "Unterbau" nen Linux from Scratch hochgezogen, hab viel dabei gelernt.

Edit: Unter anderem, dass es es manchmal die Mühe nur bedingt wert ist, das Rad neu erfinden zu wollen :)
 
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  • #3
Nur kurz dazwischenwerfen: Ich möchte mir keine eigene Distribution bauen. Ich möchte nur die Infos dazu haben wie das von statten geht, wenn die Distribution in der Entwicklung fertig ist und die Maintainer dann ihre ISO builden lassen. :D
 
Ich verstehe die Frage nicht wirklich :) Also sie packen die benötigten Files von einem vorher definiertem Pfad einfach in ne ISO. Also mit dd oder mkisofs.
 
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  • #5
Das ist alles? Sie bauen einfach ihr Betriebssystem zam, geben nem Tool einen Pfad an (z. B. /dev/sda) und es kommt ne ISO raus, die dann tausende von Leuten installieren können und die bei jedem gleich aussieht? Interessant, wenn es scheinbar so einfach ist und kein Wunder, dass dann gefühlte 3.000 Distributionen zur Verfügung stehen.

Ich hätte jetzt eher gedacht, dass wie bei nem Java-Programm bspw. kompiliert werden muss, Error-Meldungen gefixt werden, Unit-Testing betrieben wird und dann irgendein Build-Tool die ISO erstellt.
 
Allerdings muss der Aufbau der Distri auch stimmen, vom Bootloader über init System etc. also ein wenig Vorarbeit muss man schon einplanen.

Ich hätte jetzt eher gedacht, dass wie bei nem Java-Programm bspw. kompiliert werden muss, Error-Meldungen gefixt werden, Unit-Testing betrieben wird und dann irgendein Build-Tool die ISO erstellt.

Wie gesagt, es bedarf dabei schon einiger Vorarbeit, du kannst nicht einfach paar Daten in ein Verzeichnis packen und erwarten ein lauffähiges System zu erhalten, obwohl im großen und Ganzen eig. schon, die build-essentials bzw coreutils kannste auch vorkompilieren oder eben nicht, viele Wege führen da bekanntlich nach Rom. Kommt im Endeffekt immer auf den Usecase an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaub, der Vorreiter bei den Live-Distributionen war Knoppix. Der interessante Part ist/war damals die Hardware-Erkennung beim Booten mit Generierung der xorg.conf (nein, das ging früher nicht automatisch) und dazu noch die Online-Compression, mit der der Herr Knoppix fast 1 GB auf eine CD gepresst hat.

Und dann gab's früher (huch, gibt's scheinbar noch immer) als Baukasten-System, um sich seine eigene Distri zusammenschustern zu können.
 
Bei Arch Linux wird zum Erstellen des offiziellen Isos verwendet.

Und dann gab's früher (huch, gibt's scheinbar noch immer) als Baukasten-System, um sich seine eigene Distri zusammenschustern zu können.

Da werden Erinnerungen wach. Allerdings keine sonderlich guten. Hatte mir damals, als ich von Linux quasi noch gar nichts wusste, eingebildet mir damit eine lauffähige Distribution zu bauen. Gott, ging das schief. :D Wenn ich mir so die Aktivitäten von Rock Linux ansehe vegetiert das Projekt aber auch schon ein paar Jahre vor sich hin.
 
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