Wie anonym war meine Bitcoin Transaktion ?

Zwiebelmett

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Hallo,

ich habe mir vor etwas längerem Bitcoins, über bitcoin.de zugelegt.
Bezahlt habe ich die Bitcoins über mein Girokonto und anschließend die Coins auf mein Wallet überwiesen.

Inwiefern bleibt mein Bitcoin jetzt anonym, wenn ich mir etwas damit kaufe?

Ich habe die Bitcoins ja über mein Girokonto bezahlt und damit ist die Bitcoin-Adresse jetzt direkt zuweisbar, oder liege ich da falsch?
Und die Bewegung der Bitcoins kann man doch öffentlich einsehen?

Den Part habe ich nämlich noch nicht zu ganz verstanden.


Gruß,

Mett
 
Ja, die Bewegungen kann man öffentlich einsehen.
Du kannst ja mal deine Wallet Adresse bei blockchain.org eingeben und nachsehen.

Für das anonymisieren bzw pseudonymisieren gibt es sogenannte Coin Mixer.
Da gab es zwar afaik auch schon Berichte von Forschern, die die dort "gemixten" bzw "gewaschenen" Coins deanonymisieren konnten aber in der Praxis reicht das afaik aus solange du keinen Anschlag planst oder sowas.
Kommt immer drauf an, vor wem man sich schützen will!
 
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  • #3
Dann ist das bezahlen von VPN's oder Servern mit Bitcoin ja erstmal nicht wirklich anonym ...
 
Muss es das denn sein? Selbst wenn man zurückverfolgen kann, dass Du Deinen VPN-Anbieter für seine Dienste bezahlst, sagt das ja absolut nichts darüber aus, was Du mit dem VPN machst. Zumindest nicht, wenn Du bei dem richtigen VPN-Anbieter bist (NO LOGGING!!) und der VPN auch richtig genutzt wird. Insofern - who cares? Alternativ habe ich davon gehört, dass man Bitcoins auch irgendwie auf der Straße kaufen kann. Also Cash gegen Bitcoins bei irgendwelchen Bitcoin-Dealern. Allerdings habe ich damit keine Erfahrungen und kann Dir daher leider nicht berichten, wie gut das funktioniert. Hier schwirrt bestimmt einer rum, der´s weiß.
 
Es gibt zwar Plattformen auf denen man persönliche Treffen zum Austausch von Geld <-> Bitcoin vereinbaren kann. Aber oft befinden sich die Verkäufer recht weit entfernt. Für den persönlichen Einkauf müsste ich laut gerade gestellter Abfrage mindestens 50 Kilometer hinfahren. Dann hat man aber auch nur die halbe Miete. Wie bekommt der VPN-Anbieter dann die Bitcoins?

Davon abgesehen sehe ich es auch so, dass ein solcher Dienst nicht illegal ist und die Bezahlung mit normal gekauften Bitcoins ausreicht sofern man nicht 9/11 2.0 plant. Für die meisten würde vermutlich eine Bezahlung mit Paypal auch locker reichen. Bietet nur fast kein VPN-Anbieter mehr an.
 
Wenigstens bitcoin.de kann eine Zuordnung deines Girokontos mit dem BTC Wallet herstellen. Ob und für welche Dauer diese Information gespeichert bleibt, weiß ich jedoch nicht. Prinzipiell ist jede Transaktion öffentlich. Damit ist es für jeden nachvollziehbar, dass von deinem BTC Wallet aus eine Menge an BTC übertragen wurde. Folglich kann man sich, entsprechende Ressourcen vorausgesetzt entlang des Geldflusses zu bitcoin.de und schließlich zu dir "durchhangeln".

Es wurde ja bereits angesprochen, dass es zu Anonymisierungszwecken sog. Coinmixer gibt. Diese führen mehrere Transaktionen mit mehreren unterschiedlichen Beträgen über diverse BTC Wallets durch. Dabei werden BTC mehrerer Nutzer "gemischt". Auf diese Weise lässt sich von außen betrachtet nicht mehr (trivial) erkennen, aus welchem Ursprung ein Betrag stammt und zu welchem Empfänger dieser Betrag gewandert ist. Wie bereits gesagt wurde und ich angedeutet habe, "trivial" ist eine Lösung dieser Frage nicht mehr möglich. Für die aller meisten Zwecke dürfte ein Coinmixer daher hinreichend Anonymität garantieren. Dennoch sollte man im Hinterkopf behalten, dass das keine 100%-ige Sicherheit garantiert.

Das Bezahlen eines VPN Dienstleisters über einen Coinmixer sollte ebenfalls für die meisten Einsatzszenarien ausreichend Anonymität garantieren. Du solltest insbesondere bedenken, dass niemand den umständlichen Weg über den Zahlungsverkehr gehen muss, um deine Anonymität zu gefährden. Wahrscheinlicher ist, dass man deinen VPN Dienstleister unter Druck setzt und dieser deine IP heraus gibt, natürlich nur, sofern er sie gespeichert hat.
Auf "no logging"-Versprechen von VPN Dienstleistern würde ich mich nicht ohne Weiteres verlassen. Einerseits weiß man nie genau, ob das Werbeversprechen gehalten wird, andererseits gibt es auch Ansätze dafür, VPNs zu überwachen. Selbst dann noch, wenn diese Ghost-Traffic erzeugen. Dabei gilt natürlich ebenfalls zu beachten, dass es zwar theoretisch möglich ist, VPNs zu überwachen und damit die Anonymität der Nutzer anzugreifen, aber in den wenigsten Fällen verfügt ein Angreifer über die nötigen Ressourcen dazu. Denkbar wäre das bei konkretem Terrorismusverdacht und Geheimdiensten.
 
Wenns wirklich nur um das Bezahlen eines VPN Anbieters geht würden sich Prepaid Kreditkarten (gibts an Tankstellen) fast noch mehr anbieten.
Da dann aber die Videoüberwachung im Kopf behalten. Und die Prepaid Karte natürlich nicht mit EC oder CC bezahlen :p
 
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