[Netzwelt] WhatsApp gibt Telefonnummern an Facebook weiter

Das, an was viele damals bei der Nachricht über den Verkauf direkt gedacht haben, ist jetzt Wirklichkeit geworden. Zum 25.08.2016 ändert WhatsApp seine AGB und somit werden die Telefonnummern der WhatsApp-Nutzer zukünftig an Facebook weitergegeben.
Daß andere Daten weitergegeben werden, soll man wohl durch entsprechende Einstellungen verhindern können.

Quellen: ,
 
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  • #21
Ich bekomme Werbung für Autos, obwohl ich nicht mal einen Führerschein besitze. Was bedeutet das?.

Das bedeutet, daß die wissen, daß Du (noch)keinen Lappen hast, somit kein Auto. Damit ist die Wahrscheinlichkeit besonders hoch, daß Du auf keine Marke festgelegt und somit für besonders interessant für Werbetreibende bist.
;)

So wie Zigarettenwerbung für Kinder ist, nicht um Raucher zum umsteigen zu bewegen.
 
"Lustigerweise" (?) gibt es eine Möglichkeit, von vielen Werbetreibenden (wie Google oder Yahoo) keine "Interest-Based Advertising (IBA)" oder gar "Cross-App Advertising (CAA)" zu erhalten, wenn man im Browser "Drittanbieter-Cookies" freigibt und ein "Opt-Out-Tool" der " " nutzt.
 
...wenn man im Browser "Drittanbieter-Cookies" freigibt und ein "Opt-Out-Tool"...

Also wenn ich nicht möchte, dass man mich auf Schritt und Tritt verfolgt, muss ich ihnen einfach noch mehr Infos in den Rachen schmeißen und außerdem noch eine App installieren, die potentiell eine weitere Schwachstelle auf meinem System ist? Cool, immer her damit!

Dann doch lieber komplett blocken und im Privacy-Modus surfen.
 
Deswegen schrieb ich "Lustigerweise" in Quotes. Ich halte das nicht für eine sinnvolle Strategie, für so ein "Projekt" alle Drittanbieter-Cookies frei zu geben.
 
Achtung:
Wer weiterhin Whatsapp benutzt, sollte in den Einstellungen den Haken bei "Meine Account-Info teilen" entfernen.

Das bringt zwar nicht viel, vor allem nicht so viel wie den Messenger zu wechseln, aber besser als nix :unknown:
 
...und ist nicht rückgängig zu machen. Einfach mal drüber nachdenken; könnte etwas dauern. :D
 
Mit diesen Einstellungen kann zwar die Verwendung von WA-Daten für Werbezwecke verhindert werden aber nicht die Weitergabe aller Kontakte an FB.



Mit der Deaktivierung verhindern Sie, dass Ihre WhatsApp-Daten für Werbezwecke benutzt werden. Nicht verhindern können Sie, dass die Daten Facebook zur Verfügung gestellt werden – obwohl der Text das nahelegt. Dazu gehören zurzeit die Telefonnummer und die Nutzungszeit; WhatsApp nimmt sich auch das Recht heraus, Kontaktlisten und Chatpartner weiterzuleiten.
 
Ist das rechtlich eigentlich überhaupt zulässig?
Folgendes:

Person A hat Person B im Adressbuch
Person A besitzt WA
Person B besitzt WA nicht

Wie kann WA/ FB jetzt die Übertragung der Nummer von Person B rechtlich einfordern?
Oder habe ich das mit dem Übertragen von Telefonnummern falsch verstanden?

Btw. ist eine solche Vertragsklausel überhaupt zulässig?
 
rechtlich einfordern dürfen sie es nicht - das ganze ist Datenschutzrechtlich auch sehr bedenklich...
Aber deine z.B. Telefonnummer ist ja nicht dein "Eigentum". Wenn du sie jemandem Gibst *vertraust* du ihm das er sie hoffentlich nicht weiter gibt. Aber Ihn dazu zwischen kannst du ja auch bei einem alten nokia3210 nicht - da macht er das Adressbuch auf und gibt die Nummer irgendwo bei nem Pub an die Tür....

Ich denke es ist bisher keiner dagegen vorgegangen da es kein "Ist nicht erlaubt" gibt... Datenschützer betiteln es immer nur als *bedenklich* und nicht *Kundenfreundlich*
 
Letztlich bekommt FB ein ziemlich genaues Bild von jedem, selbst wenn der keine FB-Dienste nutzt. Einfach über die Leute, in deren Kontaktliste derjenige steht. Und wenn all diese Daten, "Freunde", Postings, Likes usw. miteinander verknüpft werden, ist das für die Werbeindustrie, Geheimdienste oder Diktatoren nicht mit Gold aufzuwiegen.
 
rechtlich einfordern dürfen sie es nicht - das ganze ist Datenschutzrechtlich auch sehr bedenklich...
Aber deine z.B. Telefonnummer ist ja nicht dein "Eigentum". Wenn du sie jemandem Gibst *vertraust* du ihm das er sie hoffentlich nicht weiter gibt. Aber Ihn dazu zwischen kannst du ja auch bei einem alten nokia3210 nicht - da macht er das Adressbuch auf und gibt die Nummer irgendwo bei nem Pub an die Tür....

Ich denke es ist bisher keiner dagegen vorgegangen da es kein "Ist nicht erlaubt" gibt... Datenschützer betiteln es immer nur als *bedenklich* und nicht *Kundenfreundlich*

Deine Nummer ist nicht dein Eigentum, aber sie ist ein personenbezogenes Datum und damit ist ein Dritter nicht ohne weiteres zur Herausgabe bevollmächtigt und ein drittes Unternehmen schon 3x nicht die Nummer zu erfassen, zu speichern und für eigene Zwecke zu nutzen.
Die Datenschützer werden wohl keine großen Chancen auf Erfolg sehen, weil Facebook als US Unternehmen auf so ziemlich jede EU-Vorschrift bezüglich Datenschutz scheißt.
 
Deine Nummer ist nicht dein Eigentum, aber sie ist ein personenbezogenes Datum und damit ist ein Dritter nicht ohne weiteres zur Herausgabe bevollmächtigt

wie ist denn da die rechtslage? es gibt doch bestimmt einen unterschied zwischen privater und gewerblicher nutzung bzw. weitergabe, oder? wenn z.b. jemand die privatanschrift eines ex-lovers o.ä. an die bildzeitung weitergibt und die es dann druckt, kann das opfer (sofern keine person öffentlichen interesses) natürlich gegen die bildzeitung vorgehen, aber doch sicherlich nicht gegen den "informanten" (sofern er bekannt ist).. ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass eine weitergabe personenbezogener informationen im privaten kontext irgendwie reguliert oder gar strafbar ist, dann wäre ja sowas wie "hast du mal die nummer von dem und dem?" grundsätzlich illegal :confused:..
 
Das bedeutet, daß die wissen, daß Du (noch)keinen Lappen hast, somit kein Auto. Damit ist die Wahrscheinlichkeit besonders hoch, daß Du auf keine Marke festgelegt und somit für besonders interessant für Werbetreibende bist.
Ich bekomme auch Werbung für Autos (Seat omg :D) angezeigt obwohl ich einen Lappen habe und eine total andere Marke fahre. Außerdem Werbung für Männer-Datingseiten da ich bei den Interessen beie Geschlechter angeklickt habe. Dann noch Werbung für Computerspiele - was ich eigentlich auch überhaupt nicht tue usw. Eigentlich für alles mit dem ich nichts anfangen kann. Fazit: Alles richtig gemacht.

Und wegen dem Tagging von Fotos das geht ja auch nur mit dem Facebook Namen. Und darum heißt man nicht so wie man wirklich heißt, erfindet ein Geburtsdatum, sehr seltsame Interessen und Berufe. Würde gerne mal wissen was FB denkt was für ein Depp ich bin :D

Einfach keine RL Daten nutzen und die Rechte einschränken und alles läuft geschmiert :D
 
Und wegen dem Tagging von Fotos das geht ja auch nur mit dem Facebook Namen.

ist das tatsächlich so? kann man nur existierende accounts mit fotos verknüpfen oder trägt man da einfach den namen ein, egal ob dazu ein account existiert? ich weiß nur, dass ich früher™ mal irgendwelche invite-mails bekommen habe, immer dann wenn ein bekannter sein ganzes adressbuch dorthin gedumpt hat.. das passiert seit einigen jahren nicht mehr, aber ich gehe davon aus, dass sie aus adressbuchdaten phantom-accounts erstellen und natürlich mit dir verknüpfen, falls du mal auf die idee kommst, einen echten account dort zu registrieren.. daher überrascht es mich zumindest, dass fotos nur mit existierenden accounts getaggt werden können (wenn das wirklich so ist)..
 
Hab es gerade versucht. Also ein Foto zu Taggen mit einem Namen den ich nicht in der Freundschaftsliste habe bzw. der auch nicht auf Facebook einer anderen Person zugeordnet ist. Geht nicht. Zum Glück...
 
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In der Welt steht das die AGB sich zum 25.09. ! ändern soll und das dann sehr wohl Daten an Dritte also Werbekunden weiter gegeben werden. Sollte ich also auch nur eine einzige Werbebotschaft bekommen wird wohl WA vom Smartphone verbannt. Egal wer dann mit mir kommunizieren möchte der muss dann wohl Threema auf sein Smartphone installieren oder die gute alte SMS mit mir nutzen zum schreiben.

WhatsApp-AGB: Ab dem 25.9. können „Dritte wie zum Beispiel Firmen“ – also Werbekunden – den Nutzern unaufgefordert Marketing-Kurznachrichten schicken. Wer den Dienst weiter nutzen will, muss mit seiner Aufmerksamkeit – und sei sie auch noch so kurz – für die Nutzung zahlen.

„Nachrichten, die du erhältst, die Marketing enthalten, könnten Angebote zu etwas enthalten, das dich interessiert“, lautet der entscheidende Satz in der AGB. Zudem will WhatsApp Unternehmen erlauben, Informationen zu bereits gebuchten Dienstleistungen wie etwa Reisen oder Paketsendungen zu schicken.

Übrigens ist dadurch mal wieder das Angebot WhatsApp-Gold-Version am kursieren mit den üblichen Trojaner an Board.

 
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