[Politik und Gesellschaft] Weltwirtschaftsforum: 80 % der Menschheit teilen sich nur 6 % des Vermoegens

Wenige Tage vor der Eroeffnung des diesjaehrigen Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos veroeffentlicht die britische Wohlfahrtsorganisation Oxfam einen neuen Bericht zur immer groesser werdenden Kluft zwischen Arm und Reich.

Laut Oxfam besitzen die 85 reichsten Menschen der Welt gleich viel wie die untersten 3,5 Milliarden der Weltbevölkerung.

Demnach verfuegte im Jahr 2014 ein Prozent der Weltbevoelkerung ueber 48 Prozent des gesamten Vermoegens. Weitere 46 % des Eigentums verteilten sich auf nur 20 % der Menschheit. Im Umkehrschluss teilten sich die uebrigen 80 % der Bevölkerung nur etwa 5,5 % des verbleibenden Kapitals.

Am Weltwirtschaftsforum, das von Mittwoch bis Samstag im schweizer Davos tagen wird, nehmen etwa 300 Staats- und Regierungschefs sowie Manager und Vertreter von Wirtschaftsunternehmen und NGOs teil.

Quellen:


 
Ein Hoch auf die Auswüchse des Kapitalismus der letzten Jahre...
 
Eigentlich würde ich ja darauf hoffen, dass sich die Schere weiter öffnet und es irgendwann einfach knallt. Leider bevorzugen gerade die Verlierer dieser Entwicklungen häufig die einfachen Erklärungsmodelle von Rattenfängern wie Pegida, AfD und Co. Oftmals haben die Leute die problematischen Zustände ja bereits begriffen, sie kanalisieren sie nur falsch. Der Rechtsruck in Europa ist demnach sicherlich kein Zufall.

It’s easier to fool people than to convince them that they have been fooled.

Was ist eigentlich von der Occupy-Bewegung geblieben, neben den üblichen Verschwörungshanseln? Die Realität ist viel nüchterner.
 
bin da deiner Meinung. das System ist zustarr und komplex - totkonfiguriert. Es wird Zeit das es umgestürzt wird. Die kunst besteht dann darin, die Zeichen rechtzeitig zu erkennen und dafür zu sorgen, im neuen System zu den oberen Zehntausend zu gehören. :coffee:
 
Wer in unserer Westlichen Welt lebt und mehr als 50k im Jahr macht gehört übrigens ebenfalls zu den 1%,
Milliarden Menschen auf diesem Planeten leben in so bitterer Armut das es statistisch absolut keinen Unterschied macht ob ich pro Jahr 50.000€ oder 500.000.000 Euro verdiene,
für diese Menschen sind beide Summen gleichermaßen absurd und unerreichbar.
 
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  • #7
Ganz stimmt das glaube ich nicht, auch wenn ich deiner Aussage mit der bitteren Armut und dem statistischen Unterschied voll und ganz zustimme.

Der verlinkte Artikel sagt

In der Gruppe der Reichsten habe jeder Erwachsene ein Vermögen von 2,3 Millionen Euro

Aber man gehoert wahrscheinlich zu den 20 % der Bevoelkerung, die sich die restlichen 46 % aufteilen.
 
In dem übersetzten Artikel fehlt das Wort "durchschnittlich" (s. Oxfam-Bericht). Der "ärmste" in der 1%-Gruppe dürfte also eine ganze Ecke weniger haben als die durchschnittlichen 2,3 Mio Euro (ob es aufs Jahresgehalt runtergebrochen jetzt 50k/Jahr sind sei mal dahin gestellt).

Für die Milliarden armen Menschen ist das natürlich völlig egal, da habt ihr recht. Pervers ist halt, dass man in unserer westlichen Welt mit 50k/Jahr sicherlich gut leben kann, aber noch lange nicht reich ist, obwohl man von den ärmsten MILLIARDEN Menschen bereits um Lichtjahre entfernt ist. Echt krass um was für Größenordnungen es da geht...
 
Also mal ehrlich: Wenn du selbst einige Millionen Euro auf dem Konto hättest, dann wäre es dir doch ebenso egal was mit den restlichen 80% der Weltbevölkerung passiert?
Ich würde jedenfalls auf den Bahamas liegen und mir wäre es vollkommen wayne :unknown:
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit 50K Jahr kann man bei uns nicht wirklich was reissen. Ich setzte die Grenze da zum "gut leben" bei 150.
 
50k Netto ist schon sehr ansehnlich, kommt natürlich auf den Arbeitsaufwand an.

50'000/12 = 4166€ im Monat

Damit kannst du als Alleinverdiener locker eine ganze Familie finanzieren und von viel mehr ;)
 


The global median income is just $1,225 a year, meaning that the world's emerging middle classes are very far from reaching a level of wealth which would make them well-off by western standards.

Die ganzen Multimilliardäre aus Russlan,Indien und China von denen man immer so oft hört sind in ihrer Zahl übrigens so gering das sie bei Statstiken in denen auch Europa und die USA vorkommen nichtmals beachtet werden.
 
Grosse Empörung aber wir alle hier gehören zu den 20% denen die 94% gehören.
bzw. zu den oberen 1%, siehe Malfunctioning Eddie.

Wer von euch hier tut denn aktiv was gegen den pöhsen Kapitalismus?
Wir sind mit so einer hammerharten selbstverständlichkeit Teil der globalen Oberschicht das wir uns sogar ganz ausführlich am PC über diese aufregen können. Faszinierend.



Also mal ehrlich: Wenn du selbst einige Millionen Euro auf dem Konto hättest, dann wäre es dir doch ebenso egal was mit den restlichen 80% der Weltbevölkerung passiert?
Ich würde jedenfalls auf den Bahamas liegen und mir wäre es vollkommen wayne
Giving pledge? Bill Gates Stiftung?
These: Am besten kann man den armen Menschen in der Welt helfen indem man steinreich wird. Ironie?
 
Natürlich Brutto. Netto ist doch zu verschieden.

Ich tue nichts gegen den Kapitalismus, ausser abkotzen das ich nicht zu den oberen 1% des 1% gehöre. Gemessen an denen bin ich auch nur ein Slumdog, der jeden Tag ackert für Peanuts. Der Unterschied zu nem dritte Welt land ist nicht so groß, wenn man die Lebensstandards ins Verhältnis setzt. Gut, wir haben Healthcare, Rente, Medizin usw - aber Lebenszeit/Lohnausgleich ist trotzdem lächerlich.
 
Ich find auch uns gehts allen hier so schlecht wie in nem dritte Welt Land.
Arbeiten müssen um Geld zu verdienen, ganz schlimme Erfindung.
Im Ernst, Menschen mussten immer arbeiten gehen und ausgerechnet DU hast es so gut wie es historisch gesehen nahezu niemand je hatte auf der Welt.
Einzelne brauchen heute nicht arbeiten, aber das geht ganz sicher nicht ausgerechnet auf DEINE Kosten.
 
Nicht falsch verstehen - ich liebe Arbeiten, ich eghe gern Arbeiten, und wär ich Millionär, ich würde trotzdem was machen. Nur der Lohn den ich für meine Zeit bekomme, der ist IMHO zu wenig. SPielt keine Rolle wie´s früher war, oder wie es anderen geht - ich kann hier ja nur mich betrachten, und da man ja nie nach unten vergleicht, bleibt der Blick nach oben. Für einen Milliardär ist es egal ob ich im Jahr 50K mache wie die meisten Deutschen, oder 1200 wie das Weltweite Mittel. Beides ist für ihn das gleiche.

Ich sage - mit 150k Brutto im Jahr bin ich zufrieden. Das sage ich jetzt, wo das für mich noch ne Hausnummer ist. Hätte ich dieses Gehalt, wärs nach einiger Zeit auch natürlich, und ich würde mich fragen warum ich nicht mehr habe. Egal wieveil geld man hat, man schaut nie nach unten und sagt - ach guck, die haben alle so wenig und es geht auch, also kann ich ja jetzt aufhören weiter mein Gehalt zu Leveln. Es gibt auch genug Menschen für die Sind 1200 im Jahr wahnsinnig viel. Deren Lebensstandard ist aber für niemanden darüber ein Masstab.


Ich kotz auch nie darüber ab das andere mit mir viel Geld verdienen - das finde ich völlig ok. Nur mein Anteil für das was ich geleistet habe, ist (gefühlt) zu gering.
 
Natürlich Brutto. Netto ist doch zu verschieden.

Ich tue nichts gegen den Kapitalismus, ausser abkotzen das ich nicht zu den oberen 1% des 1% gehöre. Gemessen an denen bin ich auch nur ein Slumdog, der jeden Tag ackert für Peanuts. Der Unterschied zu nem dritte Welt land ist nicht so groß, wenn man die Lebensstandards ins Verhältnis setzt. Gut, wir haben Healthcare, Rente, Medizin usw - aber Lebenszeit/Lohnausgleich ist trotzdem lächerlich.

AMEN BRUDER!

Die da oben sitzen mit ihrem Arsch auf der vorgewärmten goldenen Kloschüssel und wir müssen buckeln bis ins hohe Alter.
Wer hat, dem wird gegeben. Sprich: Geld zu Geld.
Schon allein dieses Prinzip ist so dermaßen unfair und gleichzeitig so genial :D
Überleg mal: Du kriegst Geld durch das Nichtstun, sprich durch Zinsen und Rendite!

Zu empfehlen ist dieser 5-minütige Ausschnitt aus einer Doku auf 3sat:

Ich beschreibe diesen Zustand immer so:

Oben begnügen und vergnügen sich die reichen Eliten mit edlem Champagner und Trüffel und unten müssen sich die milliarden Menschen mit sich klarkommen, wälzen und wangen umher wie die Maden. Jeder versucht das Beste für sich herauszuschlagen und bekämpft seinesgleichen (teile und herrsche).

Wie oft kommt es vor dass du einen Menschen in einer Luxusvilla oder im Sportwagen gesehen hast und dir so dachtest "Wasn Wixxer.."?

Das nennt man Sozialneid ;)

Und weisste was? Denen ist es egal.

Und ganz ehrlich: Mir wäre es an deren Stelle auch egal :p
 
Neid gehört nicht in mein Gefühlssortiment ;) Ich gönne grundsätzlich jedem alles. Eigentlich ärgere ich mich mehr über mich selber, das ich nicht mehr aus meinem Leben mache - andererseits, Frau, 9gag, Comics lesen, Zocken - wer hat denn dafür dann noch Zeit ;)
 


das mit dem Sozialneid ist nochmal ein ganz anderer Schuh, besonders hier in Deutschland wo Leute die Multimillionen an Steuern hinterziehen wie Könige behandelt werden weil sie irgendwelche unfehlbaren Fußballfunktionäre sind aber Hartz4 Uwe(54) Abends seinem pösen pösen "Bonzen Nachbarn" den Mercedes zerkratzt für den er 15 Jahre 70 Stunden die Woche gearbeitet hat.
 
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