Was wäre, wenn es ein Loch durch die Erde gäbe

Biba

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Hi Gullis,

vorhin bin ich mit einigen Freunden auf dieses Thema gekommen. Wir waren evtl. ein wenig angeheitert, aber es wurde kräftig diskutiert ;)

Folgendes Szenario:
Eine Personengruppe, z.B. die Amigos, versuchen, evtl aus Beschämtheit, sich auf die andere Seite der Erde durchzugraben und sind erfolgreich. Nun könnte man ja theoretisch nicht komplett durchspringen, da im innern der Erde keine Gravitation herrscht, bzw. sich gegenseitig auflöst.
"Eine Probemasse im Inneren einer sphärisch-symmetrischen Massenverteilung (Hohlkugel) erfährt keine Gravitationskraft von dieser. Daraus folgt: Die Gravitation an einem Punkt einer sphärisch-symmetrischen (kugelförmigen) Massenverteilung im Abstand r von ihrem Schwerpunkt ist gleich der Gravitation, die von der innerhalb dieses Radius liegenden Masse ausgeübt wird."

Unserer Trunkenheitslogik zufolge würde man ja im Mittelpunkt der Erde keine Gravitation mehr erfahren und, auf dem Weg zur anderen Seite, irgendwann wieder in Richtung Ermittelpunkt fallen. Würde man sich dann quasi einpendeln und irgendwann im Erdmittelpunkt zum halten kommen ?

Ja, wir haben getrunken.
Ja, die Frage ist ernst gemeint.
 
Da es "in" der Erde ziemlich wabbelig zugeht und recht überhochsommerliche Temperaturen herrschen, dürfte das ein heikles Vorhaben werden... Aber Tod durch Verdampfen wäre immerhin etwas anderes^^
 
ich meine mich ganz dunkel daran zu Erinnern das diese Idee im Total Recall remake (klingt irgendwie doof) verwurstet wurde :D
 
Dann kommt irgend so ein Riesenstrolch aus dem Weltraum und fädelt sich die Erde an sein Bettelarmband. Wo schon andere Planeten dran hängen.

Zu meiner Verteidigung - ich habe auch getrunken. Leider ohne Alkohol
 
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  • #6
@Topic
Äußere Einflüsse wie Hitze außen vor gelassen.

@Psycho
Ähnlich dieser hässlichen Schlüsselanhänger ?
 
Ich dachte jetzt an die Straßenverkäufer in Paris, die den Touristen 20cm (gefühlt 5cm) vor der Nase mit ihren Eiffeltürmen rumwedeln...
 
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  • #11
Ich habe die leise Ahnung, dass der Thread nicht mit dem nötigen ernst behandelt wird :D
 
na, wer sagt denn sowas? :eek:

ja, in diesem grausamen total recall remake schimpft sich das "the fall" - no logic? no problem!

abgesehen von der statischen unmöglichkeit (hitze wie auf der sonne und druck, der weißglühendes metall erstarren lässt; außerdem ist alles in bewegung) wird auch gerne die corioliskraft vergessen.. geht der tunnel durch den äquator, kracht man nach wenigen km gegen die wand.. man müsste die corioliskraft entweder mit einem schienensystem o.ä. kompensieren oder den tunnel entsprechend "schief" oder eben genau durch die (geografischen) pole graben..
dann muss das ganze natürlich noch evakuiert sein, denn mit luft drin wird man nicht sehr weit über den mittelpunkt hinaus kommen..

aber mal angenommen das wäre alles kein problem, dann würde man in der tat zwischen den beiden löchern hin- und her pendeln, und zwar ziemlich genau mit der periode des niedrigsten erdorbits (knapp 90 minuten).. beim runterspringen beschleunigt man im freien fall zuerst so wie auf der erdoberfläche (1g), dann immer langsamer, weil der teil der erde, der über einem ist, die gravitation "nach unten" zum teil kompensiert.. im kern ist man dann schwerelos, schießt da aber mit einer geschwindigkeit von ~8km/s (!) durch, was genau ausreicht um am anderen ende mit der geschwindigkeit ~0 wieder rauszukommen (wenn man reibung vernachlässigt, was im vakuum gut gegeben ist) oder eben den ganzen weg zurück fällt und alles wiederholt.. mit reibung würde man sich irgendwann im erdmittelpunkt einpendeln, so wie auch erdnahe satelliten irgendwann abstürzen, falls sie nicht hin und wieder durch raketen auf ihrer bahn gehalten werden.. so ein tunnel ist nichts anderes als ein spezialfall eines orbits..
 
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Das Gravitationszentrum der Erde befindet sich nicht genau im Zentrum des Erdkerns, da der Mond auch noch ein Wörtchen mitzureden hat. Man würde also irgendwann sicher recht unsanft an einer der Wände des hypothetischen Tunnels abprallen. ;)

Mal abgesehen davon, dass man auf Grund des Drucks gar keinen Tunnel bauen könnte, der nicht sofort wieder kollabiert. :D
Selbst in den tiefsten aktiven Minen spielt das schon eine Rolle; nicht mehr aktive und gewartete Stollen werden im Laufe der Zeit zusammengedrückt. Und das ist in einer Tiefe von nur 4 Kilometern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was Novgorod gesagt hat.

Im Vakuum würdest du immer von einer Öffnung zur anderen fallen. Mit Luft und Corioliskraft würdest zu im Zentrum fast gänzlich zum stehen kommen. Du würdest, da du keine perfekte Kugelform hast, immer ein bisschen hin und herzittern (oszillieren) - für dich würde sich das wie Schwerelosigkeit anfühlen.
 
...und das ob des durchaus ernsthaften Inhalts! :D

Also zum Einen mag im Erdzentrum keine Graviation herrschen, aber wie oben schon geschrieben, gab es vorher ja schon mehr als genug Impuls. ^^
Aber wenn du dich durch die Mitte bohrst, triffst du ja auch den Erdkern. D.h. wenn das Loch zu groß ist (7000km Durchmesser oder so :p) dann ist der Erdkern weg und wir haben nirgends mehr Gravitation und fliegen alle zum Mond (inkl. unserer Luft :D ).
 
Der Kern alleine macht doch nicht die Gravitation hier aus, sondern die Masse der Erde.

Oder hat der Kern solch eine enorme Dichte?

Nachtrag: Der Durchmesser der gesamten Erde hat gerade mal 12.742 km, dann stimmt deine These natürlich. :D
 
Der Kern alleine macht doch nicht die Gravitation hier aus, sondern die Masse der Erde.

Oder hat der Kern solch eine enorme Dichte?

Nachtrag: Der Durchmesser der gesamten Erde hat gerade mal 12.742 km, dann stimmt deine These natürlich. :D

Also wenn wir den Erdantel mal vernachläössigen, dann gibt es in der Erde doch ganz viel flüssiges Zeugs (Gestein etc.) und den Erdkern, der zum Großteil aus Eisen und anderen Metallen besteht. Also sollte schon ein nicht unerheblicher Teil der Masse von ihm kommen. :D
 
Nehmt doch den Eingang eines Vulkanes. Da kommt man sicher iwo auf der Anderen Seite der Kugel wieder raus. Wenn es denn überhaupt möglich wäre...

Nein, so funktioniert das nicht. Rhyolithische Vulkane fallen eh weg - deren Lava ist zu zähflüssig und sie brechen eher explosiv aus. Es gibt also weniger flüssige Lava, als vielmehr Gas- und Staubwolken + Bomben - nicht den typischen Lavasee, den man aus Film und Fernsehen kennt. Und in einem basaltischen Vulkan kommst du dann halt evtl. bis in die Magmenkammer, was nicht sehr tief ist. Ein paar Kilometer vielleicht. Diese Kammer wird aber nicht durch einen großen "Schlauch" voll flüssigem Magma gefüttert sondern durch viele kleine Risse und Störungen, entlang derer das Mamga migrieren kann - oft im mikroskopischen Maßstab.

hundinderpfanne schrieb:
Also wenn wir den Erdantel mal vernachläössigen, dann gibt es in der Erde doch ganz viel flüssiges Zeugs (Gestein etc.) und den Erdkern, der zum Großteil aus Eisen und anderen Metallen besteht. Also sollte schon ein nicht unerheblicher Teil der Masse von ihm kommen.
Die Vorstellung von flüssigem Gestein ist so auch nicht ganz richtig. Die Astenosphäre ist nur partiell aufgeschmolzen, der Großteil des Materials ist also noch recht fest (bzw. in der Tiefe duktil. man muss sich das ganze wie eine seeeehr zähe Flüssigkeit vorstellen. Etwa so flüssig wie Glas ;)). So richtig flüssig wird es erst im äußeren Erdkern, der hat dann eine Viskosität wie Wasser.

Troll-Acc schrieb:
Oder hat der Kern solch eine enorme Dichte?
Ja, hat er. ;) Immerhin besteht er aus Eisen und Nickel und nciht nur aus leichten Silikaten. Und so klein ist er ja auch nicht.
 
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