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Ich dachte mal, das ich das empfunden hätte. Konnte es vielleicht aber auch einfach nicht klar genug von anderen starken Gefühlen abgrenzen, die rückblickend (auch?) passend gewesen sind. Letztlich kann ich diesen Begriff nicht mit der Gewissheit verwenden, das ich weiß, wovon ich spreche. Dieses Problem hatte ich bisher bei sonst keinem Gefühl.
Er ist dazu nützlich, die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und damit Hormonpegel ("Glück") hochzuhalten. Das ist das eigene Motiv dahinter, eine Beziehung mit ihm zu führen. Es geht dann gar nicht um den Partner, sondern nur um sich selbst. Reiner Egoismus. Wenn das Liebe ist, dann höchstens sich selbst gegenüber, nicht aber für den Partner (er erfüllt wie ein Werkzeug nur Funktionen). Das war der Gedanke.
Du hast korrigiert, die Grenze zwischen verliebt sein und liebe entsteht, wenn der Hormonpegel abflaut. Das müsste ja dann der Fall sein, wenn der andere nicht mehr gut genug seinen Dienst als Funktionserfüller (Bedürfnisbefriedigung) tut? Hmm
Das ist mir tatsächlich aufgefallen, dass dieser Teil in dem Vortrag fehlt.
Es gibt noch eine andere Aufzeichnung wo er das genauer Erklärt:
Es sind zwei sich widersprechende Hormone: Entspannung und Erregung:
Diese werden Zeitweise von einem dritten Hormon oben gehalten.
Dieses dritte Hormon flaut irgendwann ab, da es nach längerer Zeit negative Effekte auf den Körper hat.
Es bleibt also die Wahl zwischen Erregung und Entspannung.
Die Phase in der "die Rosarote Brille" abhanden kommt.
Es bleibt entweder Entspannung~Langeweile oder Erregung~Stress
Nicht mehr beides.
Das ist übrigens auch der Grund, warum Beziehungen häufig nach ca. 2 Jahren zerbrechen:
Das ist der Zeitpunkt in dem dieses Abflauen stattfindet.
Das ganze ist schön und gut:
Es ist eine Bio-Chemische Sendung mit der Maus Erklärung:
Es erklärt, dass du liebst und wie es funktioniert.
Wie du nun mit dem Gefühl der Liebe, dem Lieben an sich und der Verhaltensänderung:
Wie du dein Leben mit der Beziehung gestalltest oder mit Abweisung umgehst.
Was bei dir Liebe auslöst, etc
Das steht nochmal auf einem ganz anderen Blatt.
Hormone machen keine Liebe, ihre Blutspiegel steigen als Folge der Verliebtheit an, so wie Adrenalin bei Angst. Hormone sind das Bindeglied zwischen Seele bzw. Bewußtsein und unserer biologischen Existenz.
Wenn man liebt, fühlt und weiß man das. Da brauchts finde ich keine langen Erklärungen oder Bücher etc. dafür.
Und man wird es nie vergessen, wenn es nicht (mehr) geklappt hat. Es dauert sehr sehr lange, bis es dann nicht mehr weh tut und es wird immer wieder mal stechen, wenn man daran zurückdenkt.
Der Unterschied zur Besessenheit in der Hinsicht besteht aus meiner Sicht darin, dass die Liebe nicht erwidert wird und man es trotzdem ewig weiter probiert.
also als erstes fiel mir ein, das ich mir die Frage auch schonmal im Leben gestellt hab, heutzutage würde ich schlicht behaupten, Liebe ist einfach das tiefe Bedürdnis gern zu wollen das es jemanden (allen) anderen gut geht, daraus könnt man vielleicht auch die Bedingungslosigkeit ablesen.
Jedenfalls ist Liebe für mich das einzige was es eigentlich wirklich gibt, Hass, Neid, Eifersucht etc. finde ich zu künstlich
Liebe ist einfach das tiefe Bedürdnis gern zu wollen das es jemanden (allen) anderen gut geht, daraus könnt man vielleicht auch die Bedingungslosigkeit ablesen.
Klingt gut, wobei das eine relativ unspezifische Form von Liebe ist und Liebe zwischen zwei Menschen noch etwas spezieller ist mMn. Bedingungslos, schwierig. Bedingung im Sinne von "Ich liebe dich, wenn..." vermutlich nicht. Aber kann ich nicht aufhören eine Person zu lieben, wenn diese z.B. jemanden umgebracht hat und ich das erfahre?
Wenn der erhöhte Hormonspiegel die Liebe IST, dann müssen auch alle Qualitäten der Liebe auf diesen reduzierbar/abbildbar sein. Liebe ist ja nun immer gerichtet -> auf den Hund, das Kind, den Traumprinzen / -prinzessin. Wo steckt diese Gerichtetheit "auf etwas" diese Intentionalität? Ab wann tritt sie auf. Worin unterscheidet sich der Hormonspiegel der die Liebe zu meinem Hund IST von dem der die Liebe zu meinem Partner repräsentiert?
Viel wichtiger... wie willst du Liebe (was immer das sein mag) normativ/quantitativ erfassen um es dann auf einen biochemischen Prozess abbilden zu können?
Reden wir eigentlich von etwas "gleichem" wenn wir über Liebe reden. Wie willst du dein inneres Erleben mit meinem vergleichen / abgleichen?
Liebe wird sich eher nicht auf ein paar mainstream bekannte Hormone beschränken. Wer aufgrund von recht allgemeinen Wissen, z.B. Chemie-Abitur Wissen, zu so einer Einschätzung kommt, überschätzt maßlos sein Wissen auf diesen relevanten Gebieten.
Ja in groben Sinne ist das schon sehr unspezifisch. Denke die Liebe im Kontext seiner eigenen subtilen Art etwas/jemanden lieben zu können/zu wollen, engt den Kreis ein. Mit bedingungsloser Liebe ist meiner Meinung nach nur gemeint, für etwas was Liebe ist, nichts verlangen zu dürfen/zu können.
Ich war früher auch so drauf, das ich meine Art der Liebe immer an Bedingungen geknüpft habe (das und das und das, kann ich nur lieben, wenn es so und so und so ist...) = die Liebe die man zurückhält, ist der Schmerz den man erträgt.
Mhh eine gute Frage, ob man denjenigen dann noch weiter lieben kann. Ich könnt mir vorstellen das sowas wie niedere Beweggründe (Spass/Wut/Kurzschluss)
einen definitiv weniger Liebe leben lassen wird, wie wenn man weiss, das der/diejenige aus Notwehr oder zur Abwehr einer akuten Gefahr einen Mitmenschen töten musste.
Für mich habe ich klar gestellt, das Liebe nur eine Aufgabe hat, Leben zu schützen/sich entwickeln. Egal in welcher Art und Weise. Mag sich für den einen oder anderen kotzig-heroisch lesen, aber wie soll man etwas beschreiben mit was sich alle schwierigen Situationen im Leben meistern lassen?
Ich denke grad komischerweise an "Täglich grüsst das Murmeltier" wo Bill Murray wahnsinnig geworden ist, weil sich alles ständig wiederholt, dabei ist an diesen Scenen mehr dran wie man glaubt.
PS:
Musste mir im Laufe der Zeit diese Texte mehrfach durchlesen/zerdenken, bis ich sie gecheckt habe
Die Opferbereitschaft ist auch wieder ein Hinweis auf die Ichbezogenheit von Liebe.
Wer sich für den Partner ein längeres Leben wünscht, denkt dabei an das eigene, welches er im anderen Falle hätte.
Ich hab die Frage erst gar nicht verstanden, der erste Impuls war jedenfalls "b)"
Gerade die beiden letzten Aussagen aus a) finde ich außerdem äußerst problematisch.
Wenn einer verreist ist oder woanders arbeitet finde ich Antwort a) einigermaßen okay. Obwohl ich die letzten beiden auch zu erzwingend finde.
Wenn die Beziehung auseinander ist, also man so richtig getrennt ist, würde mich das belasten oder nerven oder mich unter Druck setzen.
Ist ne Weile her dass ich mich im Rahmen der Uni mal damit auseinandergesetzt habe, aber beim Durchblättern der Aufzeichnungen blitzen einige Sachen wieder auf. Es kommt wie immer auf die Perspektive an, von der heraus man das Phänomen beschreiben möchte. Es ist wahrscheinlich, das "Liebe" als Gefühl ebenso historischem Wandel unterliegt wie beispielsweise die Ehe. Letztere war bis ins 18. und 19. Jahrhundert vor allem ein ökonomisches Hilfsmittel oder eine Methode des Stand-/Schichterhaltes. Man kann sich also auch die Frage stellen, ob es gesellschaftliche Voraussetzungen für Liebe geben muss und wie diese aussehen. Darauf geht
(leider nur mit registriertem Account einsehbarer Artikel).
Das Jahrhundert davor wird in der akademischen Literatur gern als Zeit der aufkommenden "Romantic Love" gesehen, die gewissermaßen die "Höfische Liebe" ablöst: Das Anbeten von Frauen, die gesellschaftlichen Schranken die das Ausleben von sexuellen Wünschen verbieten werden im Minnesang sublimiert. Die romantische Liebe räumt der Sexualität mehr Platz ein und rutscht aus dem Bereich des Tabus heraus: Eheschließung im Adel ging wie selbstverständlich mit "Affären" beider Ehepartner einher; Beziehungen in denen sexuelle Liebe im Unterschied zur Ehe unterhalten werden konnte. Siehe dazu
Die Zunahme des Stellenwertes romantischer Liebe ist deswegen interessant, weil sie heute zumindest in westlichen Kulturen als Grundlage für Eheschließungen bzw. Partnerschaft angesehen wird. Vertritt man die Ansicht, das Moderne mit zunehmender Individualisierung einhergeht, ist die romantische Liebe die ggf. in der Institution Ehe mündet, eine Gegenwelt zu den strukturell unzureichenden sozialen Beziehungen des Alltags. Scheidungen gehen insofern gern darauf zurück, dass die Liebe zwischen den Partnern abgeebbt ist - die unersetzliche Zweisamkeit ist nicht mehr gewährleistet und die lieblose Ehe ist nicht länger die intime Insel im Meer verhältnismäßig oberflächlicher Freundschaften.
Triebtheoretisch ist das Zusammenleben in der Ehe die gesellschaftlich anerkannte Sphäre für die Triebauslebung der Partner.
Nach den unvollständigen Ausführungen kann ich dir unabhängig davon nur die Lektüre von Erich Fromms "
" nahelegen. Der psychoanalytische Schinken hat zwar schon gute 60 Jahre auf dem Buckel, aber nicht an Glaubwürdigkeit und Plausibilität verloren und ist zudem auch in einem sehr einfach zugänglichen Sprachstil verfasst.
Also erstens, geiler Beitrag..
Werd mir wohl auch noch verschiedene Äras/Epochen was "Romantic Love" oder "Barock" etc. reinfahren.
Doch wenn man (grad mit der hier geschriebenen Sprache) die Wörter, anfängt zu zer-legen, fängt man an, anders zu definieren.. Man darf sich also erstens durchaus die Frage stellen, ob es gesellschaftliche Vorraussetzung für Liebe geben muss und wie die aussehen müssen.
Mir kam schlagartig in den Sinn, das viele Menschen (wie ich früher auch), die Liebe mit dem ver-liebt-sein ver-tauschen, wenn man nachschlägt, was die Silbe ver- eigentlich heisst, kommt man darauf das damit fast alles hinunter(-abwärts) führende gemeint ist, in wiefern dies schlimm ist, bleibt jedem überlassen. (bsp. man vermisst=also ist was weg;man verlässt was=also geht man weg;man verweigert was=ich tu das nicht - ihr seht was ich meine)
Ich find in einer sittlich-denkenden Gesellschaft, die wirklich weiss was zutun ist, um Bestand zu haben, ist die Liebe ansich bewusst gewusst^^ also unumgängliches geistiges Instrument um diese sittliche Gesellschaft zu fairen Anteilen existieren zu lassen. Mit anderen Worten, Liebe ist mehr wie seiner Frau am "MadeMy" Day die von ihr gewünschten Blumen zu kaufen (bzw. daran zu denken).. Was ist an dieser Stelle Liebe?!^^
-vielleicht JEDEM Hilfebedürftigen (in Not) ein Teil zu geben, den er mir nicht wieder geben brauch. Denn mir war ja nur wichtig das der Moment aufhört in dem er leidet (unabhängig wer er/sie ist) = Liebe
-vielleicht ALLE Menschen (Lebewesen) mit dem gleichen unschätzbaren Wert, gleich zu begegnen=lernprozess
-oder vielleicht die Liebe zu sich selbst... sehr ver-kannt, ich rede nicht von Narzismus, sondern von der bewussten Art und Weise, ein Wesen mit 2 Händen, 2 Beinen, einem Gefühl, einem Gehirn zu sein, was sich entscheiden kann. Wahre Liebe fand ich zb. erst als dies Plus/Minus drecksgedenke ver-schwand. Es war keine Frau, wie bei vielen. Sondern eine Erkenntnis.
-sie ist vielleicht, es nachvollziehen zu können, das ALLE Lebewesen überhaupt nicht stark oder schwach sein können, vielmehr erscheinen sie als überaus empfindlich. Und um dessen Herr zu werden hat jeder seine Tinktur er/ge-funden, die dieses schützt...
(An dieser Stelle ist der Film(Outro) "Revolver" mit Jason Statham aufschlussreich - bestewogibt -
-vielleicht ist Liebe auch, sich "nur so" glücklich zufühlen, ohne Partner, ohne Ver-mögen, ohne Ruhm, kann ja sein, das Liebe, fliegende Bienen und wachsende Blumen + Programmiersprache👎 ist ^^
-vielleicht ist Liebe auch nur ein unglaublich logischer Gedanke.
-das verlassen, von Dualem denken..
Ach ja, und nach deinem Beitrag lege ich meine Hand dafür ins Feuer, das die komplette wirklich krasse Auslebung der sexualität, der kompletten derzeitig Lebenden, weniger heftig wird. Wenn sie wirklich wüssten, was sie könnten..
Letztens noch mit nem Kollegen drüber diskutiert, warum in sexueller Handlung 'Gewalt' gewünscht wird, obwohl sie so rigoros negiert wird.. Für mich persönlich sehr Doppelmoralisch, aber verständlich.
Ich drifte ab^^ Sollte echt nicht klugscheisserisch klingen, da oben das. Jeder hat seine Art und Weise. Das war nur meine Ansicht (verglichen mit meinen bisherigen falschen) und nebenbei sollte jedem Menschen bewusst sein, das man in der Halbwertszeit von 6 Jahren sein Wissen verliert. Demnach ist unaufgefrischt alle 12 Jahre ein menschliches Wissen verblasst.
PS: sry für Textwand & die, die diesen Text als schwuchteliges pussygelaber abtun, muss ich leider dazu beglückwünschen, Opfer der eigenen Illusion geworden zusein.^^
Ich fand mich schon in Beziehungen wieder, in denen ich eine Partnerin durchaus für nützlich hielt oder sie in gewisser Weise gebraucht habe. Nicht falsch verstehen. Gemocht habe ich sie schon, das war ein Geben und Nehmen mit Respekt, Vertrauen und sowas. Trotzdem hatte sie für mich keine herausragende Bedeutung jenseits des Ausfüllens der Rolle Freundin. Auch hier wieder nicht falsch verstehen! Keine herausragende Bedeutung heißt nicht keine Bedeutung. Es war halt nicht mehr an Gefühlen im Spiel als die im Eingangspost genannten, die ich auch für jeden anderen empfinden kann, der mir nahe steht. Kleine Wiederholung im Spoiler, wer will:
Zuneigung, Wertschätzung, Treue, Respekt, Verständnis, Vertrauen, dies sind alles Wörter für Gefühle, die auch zusammengenommen unabhängig von Liebe bestehen können. Dies trifft ebenfalls für Gewohnheit, Abhängigkeit und Verlustangst zu, und auch für Desinteresse an anderen Frauen. So zumindest meine Wahrnehmung.
Ein Hammer ist auch nützlich, und wenn er weg ist, dann fahre ich in den Baumarkt und hole mir einen Neuen. Fertig. Nützlichkeit geht für mich eher in die Richtung von Anerkennung bzw. Wertschätzung. Sie gehört zu Liebe zwar bestimmt(?) dazu, aber als alleiniges Kriterium reicht sie nicht.
Das ist mir gerad viel Gefrickel auf alles sofort einzugehen, ich werde diesen Beitrag darum ein paar mal editieren.
Ich habe nicht gesagt, das ich weiß, dass es keine Liebe war. Was ich sagte war, dass ich nicht weiß, was es war.
Ich dachte mal, das ich das empfunden hätte. Konnte es vielleicht aber auch einfach nicht klar genug von anderen starken Gefühlen abgrenzen, die rückblickend (auch?) passend gewesen sind. Letztlich kann ich diesen Begriff nicht mit der Gewissheit verwenden, das ich weiß, wovon ich spreche. Dieses Problem hatte ich bisher bei sonst keinem Gefühl.
Da waren viele der im Eingangspost beschriebenen Gefühle in einer bis dahin ungekannten Intensität im Spiel. War es Liebe, wenn ich die für mich persönlich höchste Steigerungsform dieser Gefühle erlebt habe? Oder war die Intensität einfach der Langjährigkeit und der Beziehungstiefe geschuldet, hatte also nichts mit Liebe zu tun? Versuche es kognitiv greifbar zu bekommen. Nicht nur der Vergangenheit wegen, sondern auch im Allgemeinen, wie ich an anderer Stelle beschrieb: Das ist für mich halt immer problematisch, mit Liebesbekundungen konfrontiert zu werden. Weiß eben nicht, was genau dieser Mensch darunter versteht und mir sagen möchte. Nach harvi könnte es bedeuten, sie kann sich vorstellen, ungeniert neben mir zu furzen, nach Tomatenpfahl, dass sie für mich sterben würde, nach dem Gedicht von E.Fried sagt sie es, weil sie es halt sagt (hmkay). Es gibt da viele verschiedene Deutungsformen und doch muss sich eine Gemeinsamkeit dahinter verbergen, deren Abgrenzbarkeit von allen anderen Gefühlen sich mir noch nicht erschließt.
Für mich habe ich klar gestellt, das Liebe nur eine Aufgabe hat, Leben zu schützen/sich entwickeln. Egal in welcher Art und Weise. Mag sich für den einen oder anderen kotzig-heroisch lesen, aber wie soll man etwas beschreiben mit was sich alle schwierigen Situationen im Leben meistern lassen?
Das ist Beschützerinstinkt, ein weit verbreitetes Phänomen, das gerade Männer gerne mit Liebe verwechseln. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das auch nicht unbedingt mit Liebe zu tun hat. Schnell landet man so in einer erschöpfenden Beziehung, die nicht glücklich macht. Wenn der einzige Kitt das Gefühl des Mitleids und der Fürsorgepflicht ist, ist das auf jeden Fall unzureichend. Das reicht höchstens um sich selbst zu beweisen, das man eine Art Held ist.
Dann ist die Liebe aber kein Gefühl, richtig? Dann ist Liebe etwas rationales, wie auf Seite 1 mit Opuntia diskutiert auf der Erfüllung von individuellen Erwartungen basierendes.
Das führt zurück zum Thema Nützlichkeit.
Das finde ich auch interessant. Unersetzlich? Wenn das Konstrukt auf der Erfüllung von Erwartungen basiert,
warum sollte sie nur ein Mensch erfüllen können?
Mit anderen Worten, Liebe ist mehr wie seiner Frau am "MadeMy" Day die von ihr gewünschten Blumen zu kaufen (bzw. daran zu denken).. Was ist an dieser Stelle Liebe?!^^
hat als bedeutender Vertreter der soziologischen Tauschtheorie auch das Thema Liebe bzw. intimer Beziehungen behandelt. In dem Artikel "Exkurs über die Liebe" (In: Walter L. Bühl (Hrsg.), Reduktionistische Soziologie, München 1974, S. 110-124) behandelt er die besonderen Bedingungen des sozialen Tausches, die in romantischen Beziehungen vorherrschen. Er führt beispielsweise an, das Verliebte generell mit dem vollen Einsatz ihrer Ressourcen dem Partner symbolisch ihre Hingabe zu verdeutlichen. Andere zwischenmenschliche Beziehungen sind im Vergleich stärker auf einen kalkulierenderen Einsatz der Ressourcen aufgebaut, das sprichwörtliche "Geben und Nehmen" tendiert eher dazu wirklich bewusst abgewogen zu werden. Das "Verliebtsein" verzichtet manchmal auf diese Abwägung, wobei angemerkt bleiben muss das die Hingabe durchaus auch auf der Erwartung fußen kann, das die Bindung zwischeneinander dadurch gestärkt wird. Es wird also nicht nur blind alles was man hat in die (aufkeimende) Beziehung gepumpt, es wird durchaus eine gewisse Gegenleistung erwartet. Blau denkt den Tauschansatz in dem Artikel recht radikal (beispielsweise diskutiert er ausufernd, inwiefern Akteure sich auf dem Partnermarkt als wertvoll darstellen (müssen)). Ist in jedem Fall aber sehr lesenswert. Problem ist nur an den Artikel ran zu kommen. Ich weiß auch nicht inwiefern ich digitale Scans von wissenschaftlichen Schriften teilen darf wenn ich durch die Uni Zugriff drauf bekomme. Ich glaube damit würde ich mich auf dünnes Eis begeben.
Zu deinen Ausführungen darunter, was man alles als Liebe begreifen könnte: Da kann ich, um meinem Avatar wieder zu huldigen (und nein, ich bin trotzdem kein Experte für seine Schriften) Erich Fromms "
Und duales Denken verlassen? Uff. Weiß nicht genau inwiefern du das auf Liebe beziehst. Aber mit dem Bestreben identifikatorisch-dualistisches Denken hinter sich zu lassen befasst sich z.B. der Zen-Buddhismus
Klugscheißerisch will ich übrigens auch nicht klingen und ich hoffe, es kommt für niemanden so rüber.
Edit 1:
Sorry Narrentum, mir geht grad die Zeit aus. Ich schau mir später mal deinen Beitrag an :-)