Mal etwas mehr Kontext, da der Eingang doch etwas dürftig war:
Ich hab letzten Samstag Alita gesehen.
Fand ihn ziemlich gut, auch wenn er an einigen Stellen erhebliche Schwächen (besonders im Storytelling) hatte.
Ich bin danach erst auf einige Kritiken aufmerksam geworden, die dem Film die üblichen 3 vorwerfen (Sexismus, Rassismus, Transismus).
Ich hab daher mal auf Rotten Tomatoes geschaut und bin dort auf diese große Diskrepanz aufmerksam geworden.
(Wenn es interessiert: Hier mal die Genderbend version davon

)
Ich frag mich wie Kritiker so sehr daneben liegen können:
Gesetz der großen Zahlen:
Mit steigender Anzahl an versuchen stabilisiert sich der Wert der absoluten Häufigkeit nahe dem Wert der relativen Häufigkeit.
Heißt auf deutsch: Wenn ich einen Würfel ein paar tausend mal Würfel, sollte die gemessenen Ergebnisse für jede Seite grob Richtung 1/6 gehen, wie auch die theoretische Wahrscheinlichkeit.
Ist das nicht der Fall, ist das ein gutes Indiz dafür, dass irgendwas nicht stimmt.
Wenn man das hier anwendet heißt das, dass sich mit der Masse der Meinungen der Durchschnittswert nahe der tatsächlichen Wertung des Filmes annähern sollte.
Dies sollte sowohl auf Kritiker als auch auf User Seite passieren, weswegen sich diese Werte eigentlich nach und nach aneinander annähern sollten.
Wenn man also von einem theoretisch richtigen Wert ausgeht, sollten sowohl Kritiker als auch User mit zunehmender Anzahl Richtung dieses theoretischen Wertes streben.
Die Samplesize von Kritikern ist wesentlich geringer als die der User, daher hat eine einzelne natürlich mehr Gewicht, dennoch zeigt eine solche Divergenz ein großes Meinungsunterschied zwischen den Gruppen.
Warum?
Okay, ein Blick in die Top-Kritiken (Spoiler: Sexismus ist der seltenste Vorwurf, ausnahmsweise mal nicht politisch das Thema).
Attending the movies should not come with homework assignments, and if a film only works if you study its backstory in advance, there is something terribly wrong.
Alita too often feels thin, despite a surfeit of heavy-hitting talent.
It's more of a scavenger hunt than a movie.
Fast alle negativen Kritiken gehen auf die Story zurück.
Okay, nachvollziehbar, wie ich eingangs schon sagte, dass ist mmn. der größte Schwachpunkt im Film.
It did exactly what it set out to do: stay as close to the source material as possible while being entertaining as hell. It might not have been made for everyone, but if audience scores are anything to go by, it might've found an audience that was desperately needing it.
I loved it .. first manga adp. that didn't suck
Excellent. An Anime adaptation done right. Highly recommended.
Fällt auf, dass ständig auf den Anime/Manga Bezug genommen wird, denn die Kritiker wohl entweder nicht kennen, oder nicht gesehen haben.
Die Aktion und das CGI werden lobend erwähnt, was bei den Kritikern kaum zur Sprache kommt.
Und wichtig:
If a movie is meant to entertain, then Alita succeeds. It's an origin story, they are always a little messy. But the action scenes make up for it in the end.
Ich muss gestehen ich bin an das ganze etwas Vorurteil behaftet ran gegangen, da ich auf Krikerseite viel SJW bullshit erwartet habe, der erstaunlich wenig vorhanden war.
Ich selber komme also zu folgendem Fazit:
Die Kritiker haben keine Ahnung was die Fans mögen, legen falsche Maßstäbe an und machen damit ihre eigene Arbeit wertlos.
Kritiker sollen ein Anhaltspunkt geben, ob es sich lohnt einen Film zu schauen, wenn ihre Arbeit sich so sehr von den Kundenwünschen unterscheidet, sind sie Nutzlos.