Was haltet ihr vom Mac Neo?

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Also ich sag es vorweg: Ich mag Apple nicht, also so überhaupt nicht. Nicht nur wegen der überteuerten Hardware sondern auch weil sie halt noch assliger als NVidia sind, schlimmer als Microsoft sowieso. Apple ist halt zu 100% das Gegenteil von "OFFEN".

Aber der Mac Neo ist das erste Apple-Gerät dem ich zustimmend zunicken kann ohne Rot zu werden. Für ne solide SOHO/Web-Maschine ist das Ding für €600 (Studentenpreis) durchaus OK. Technisch hat zwar selbst mein Xeon BJ2008 mehr drauf (naja, ausser Single-Core, aber 8x3Ghz bei 32GByte RAM, 500GByte SSD und 3TByte HD sind halt ok gegenüber 8GByte RAM und 240GByte SSD...) aber wie gesagt, für vieles reicht das Gerät und dürfte auch mechanisch grundsolide sein.

Aber Langlebigkeit... ist halt mies und Widerverwendbarkeit gering. Das tolle Argument "hoher Widerverkaufswert" entlarvt eher die Fanbois die ihre Out-of-Support-Staubfänger an Dummbatze für Wucherpreise verkaufen... toll wenn das letzte offizielle OS-Update drei Jahre alt ist... teilweise ist ja schon nach sechs Jahren Schulz.

Nach der Logik wäre in meinem ganzen Haus nur ein PC überhaupt noch im Support, der N200-Schnäppchen-Notebook von 2025. Selbst mein Ryzen 4600H-Notebook würde dieses Jahr aus dem Support fallen und alle anderen Windows-Rechner (mein "Bester" ist ein i7-6700k Bj 2016 bis zum Core2 Q9550 Bj 2006) wären halt raus.

Da ist man imho als Wenignutzer sogar mit einem Pi500 besser bedient: Selbst die Pi's aus dem Jahr 2012 bekommen noch Updates.

Einziger Nachteil, während Apple während der Lieferkrise die Preise senkt muss Raspberry sie erhöhen was z.B. dazu führt dass ein Pi500+ (16GByte RAM, 500GByte SSD) mit €300 jetzt halb so viel wie ein Mac Nano kostet. Ein Pi500-Kit mit 8GByte und 128GByte microSD kommt mit €190 auch schon recht teuer...

Ist halt schwierig, nimmt man die institutionelle Unfreiheit und akzeptiert den goldenen Käfig als Melkvieh oder greift man grummelnd doch zum Pi - letztlich ist er ja "nur" 50% teurer geworden.

Und auf einmal ist ein Mac Neo keine schlechte Wahl. Firefox mit uBlock drauf, Thunderbird, VLC, LibreOffice und fertig ist der simple Homecomputer. Beim Pi alles vorinstalliert aber daran mache ich es nicht fest. Fürn bischen Gimp nehmen sich beide wohl auch nicht viel...
 
Ich hab keine Ahnung und davon sehr viel[1], aber wenn das Budget 600,- fürn Mac ist, dann kaufe ich sicher was gebrauchtes Vernünftiges.

Was kann denn der Mac Neo besser, was irgendeine beliebige gebrauchte Kiste ähnlicher Grössenordnung auf Kleinanzeigen.de nicht kann?

[1] um das zu relativieren, mein letzter privater Mac war ein PowerPC, der war geil UND gebraucht (neu unbezahlbar glaub 6kDM oder so) der näxte Mac war ein G3 glaube (Bonbonkiste) inner Firma, wo ich nach 2 Tagen einfach meinen Laptop mitgenommen hab. Mein Chef übrigens auch...
 
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  • #3
Naja, ist halt ein Mac. Die A18-CPU ist wohl ganz solide bei Single-Core aber mit 8GByte RAM und 240GByte SSD ist das halt ne dröge SOHO-Maschine, so spannend wie eine Triumph-Adler-Schreibmaschine Baujahr 1962... zieht halt bei den Mädels, Apple ist tres chique und der goldene Käfig macht die Haare schön. Sicher, rein von der Hardware ist ein Mac Neo besser als ein Pi500. Und preislich halt auch recht interessant. Aber es ist halt ein Apple-Produkt und damit noch assliger als Microsoft und NVidia zusammen. Könnte man auf dem Ding ein solides Linux installieren (Asahi Linux is marode und fast unbrauchbar für mich) könnte ich mich dafür sogar erwärmen - sofern RAM und SSD nicht verlötet wären.

Habe neulich übrigens bei einem geschenkten Mac Mini (M1) die gesockelte SSD ersetzt mittels BGA-Reballing. Ultimativer Endboss. Für €35 von 250 auf 1000GByte aufgerüstet, hätte bei Apple €300 gekostet. Hat geklappt, Gerät läuft grade Testrunden. Wäre RAM grade nicht so teuer würde ich das unbrauchbar kleine RAM (8GByte sind halt für mich Stand 2006) auch aufrüsten, das Ding ist ja eh abgeschrieben.

Aber das ist halt das Problem: BGA-Reballing ist für mich etwas was ich mit Schrott-Hardware mache wenn sie mir scheißegal ist. Für Normalverbraucher ist das halt einfach unmöglich.
 
„Mein Xeon von 2008 hat mehr drauf“
So pauschal stimmt das nicht. Alte Xeons haben zwar oft viele Kerne und Threads, aber die Single-Core-Leistung ist im Vergleich zu modernen Chips – egal ob x86 oder ARM wie bei Apple – deutlich schwächer. Gerade bei typischen Alltagsaufgaben wie Browser, Office oder UI merkt man das ziemlich schnell. Dazu kommt, dass die Effizienz Welten auseinanderliegt. Ein aktueller Chip wie im Mac Neo läuft komplett passiv und braucht dabei nur einen Bruchteil der Leistung.

RAM- und SSD-Vergleich (16 GB vs. 8 GB)
Auf dem Papier ist der Vergleich natürlich korrekt, aber in der Praxis nicht ganz fair. Apple Hardware funktioniert hier anders. Dadurch fühlen sich 8 GB oft „größer“ an als auf älteren Systemen – trotzdem bleibt es die untere Grenze. 16 GB wären hier langfristig die bessere Wahl, bietet der Neo aber leider nicht.

„Apple ist schlecht bei Langlebigkeit / Support“
Apple liefert erfahrungsgemäß relativ lange Updates: mac oft 6–8 Jahre, Sicherheitsupdates teils noch darüber hinaus. Bei Windows 11 dagegen sind viele ältere CPUs offiziell mangels TPM 2.0 schon rausgefallen (Rufus außen vor genommen).
Klar, mit Linux ist man oft noch flexibler – das ist aber ein anderes Nutzungsszenario.

Die Aussage „Apple = geschlossen, Pi = offen“ - wie soll man sowas beurteilen? Völlig aus der Luft gegriffen. Du vergleichst...Ja...ok!
Das stimmt im Grundsatz, greift aber etwas zu kurz.
Apple bietet ein geschlossenes System, dafür bekommt man eine sehr enge Integration von Hard- und Software, stabile Treiber und wenig Bastelaufwand.
Beim Raspberry Pi bzw. Linux ist man deutlich freier, muss sich aber auch öfter selbst um Konfiguration und Kompatibilität kümmern.

Wiederverkaufswert
Das als „Fanboy-Argument“ abzutun, ist schwierig. Apple-Geräte haben erfahrungsgemäß tatsächlich einen stabileren Restwert als viele vergleichbare Systeme, siehe kleinanzeigen o.ä.

Für das, was der Mac Neo bietet, ist der Preis insgesamt fair. Wer ohnehin im Apple-Ökosystem unterwegs ist, macht damit wenig falsch.

Persönlich würde ich aber eher direkt zu nem MacBook Air greifen. Die gibt es teilweise schon um die 800 € (z. B. mit M4) und man bekommt deutlich mehr.

Was kann denn der Mac Neo besser, was irgendeine beliebige gebrauchte Kiste ähnlicher Grössenordnung auf Kleinanzeigen.de nicht kann?

Was kann ein neuer Dacia nicht, was ein gebrauchter VW Golf kann. Die Frage ist sehr individuell und muss jeder selbst für sich entscheiden.
Grundsätzlich gebe ich dir als Technik Nerd recht. Für eine Windows oder Linux Umgebung kann ich für rund 600€ (gebraucht) nen Lenovo T14 Gen 3 o.ä. empfehlen.
 
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