[Netzwelt] Warner Bros lässt eigene Seiten sperren

Das Filmstudio Warner Bros. verschickt, wie viele andere auch, regelmäßig Take-Down-Notices im Rahmen des Digital Millenium Copyright Acts (DMCA) an Google, damit vermeintlich urheberrechtsverletzende Webseiten aus den Suchergebnissen gefiltert werden. Nun ist dem Studio offenbar ein Fehler unterlaufen: Man ließ eigene Seiten beim Suchmaschinen-Riesen sperren.



Die Filmindustrie fordert schon seit längerem striktere Maßnahmen von Google im Hinblick auf Urheberrechtsverletzungen. Google mache es den Anwendern zu einfach, urheberrechtlich geschütztes Material zu finden. So würden es die Studios begrüßen, wenn beispielsweise "The Pirate Bay" völlig aus den Suchergebnissen verschwinden würde.

Um die Menge an Urheberrechtsverstößen zu begrenzen, ist es daher üblich, sogenannte Take-Down-Benachrichtigungen an Google zu übermitteln. Warner hat in diesem Jahr auf diese Art schon mehr als vier Millionen Seiten durch Google blockieren lassen. Dass es sich hierbei oft nur um vermeintliche Verstöße handelt, zeigt der folgende Auszug einer solchen Take-Down-Benachrichtigung, bei der es um den Film "The Dark Knight" ging:



Neben der völlig legalen Verkaufsplattform Amazon, bei der der Film käuflich erworben werden kann, ist auch die offizielle Homepage des aus dem Jahre 2008 stammenden Batman-Films gelistet. Wer hier nun jedoch eine Ausnahme vermutet, wird schnell eines Besseren belehrt. Eine Take-Down-Notice des 1999 erschienen Films "Matrix" liest sich wie folgt:



Auch hier ist wieder die offizielle Seite des Films aufgelistet. Bei "The Lucky One - Für immer der Deine" verhält es sich ähnlich:



Warner Bros. schadet dadurch nicht nur sich selbst, sondern auch anderen legalen Webseiten wie Amazon, der offiziellen IMDb-Seite des Films "The Dark Night", sowie dem Sky Cinema Store - die beiden letzteren waren ebenfalls gelistet und sollten blockiert werden. Google hat die Fehler in den Take-Down-Benachrichtigungen allerdings bemerkt und die legalen Angebote nicht gesperrt - zum Glück für Warner, Amazon, Sky und IMDb.


Bilder: WB-Logo via (Transparenz entfernt),
Quelle:
 
Trifft eigentlich nicht die Falschen – Amazon und WB bekommen auf die Fresse, ist doch super.

Wie hieß diese Suchmaschine für DMCA-gesperrte Seiten noch mal? Ich meine nicht , sondern eine, die die Suchergebnisse wie DuckDuckGo unzensiert anzeigt, aber statt normalen Suchergebnissen nur die gesperrten…
 
Warner Bros. schadet dadurch nicht nur sich selbst, sondern auch anderen legalen Webseiten wie Amazon, der offiziellen IMDb-Seite des Films "The Dark Night", sowie dem Sky Cinema Store - die beiden letzteren waren ebenfalls gelistet und sollten blockiert werden. Google hat die Fehler in den Take-Down-Benachrichtigungen allerdings bemerkt und die legalen Angebote nicht gesperrt - zum Glück für Warner, Amazon, Sky und IMDb.
Schade dass aus solchen Aktionen nicht mal eine Lehre gezogen wird. Es wird Contentproduzenten viel zu einfach gemacht, Inhalte zu zensieren/ zu sperren, ohne dass eine akzeptable Prüfung stattfinden muss, was überhaupt gesperrt wird. Dass der Fehler Google aufgefallen ist, ist schön und gut, aber genauso hätte es legale, aber vollkommen unbeteiligt Seiten treffen können. Hier wäre es Aufgabe des Gesetzgebers einen Riegel vor zu schieben und stärkere Kontrollen einzufordern.
Wo kann ich bspw. Schadensersatz für entgangene Einnahmen einfordern, wenn jemand ungerechtfertigter Weise meine Seite mittels Request aus dem Google Index entfernt?

Trifft eigentlich nicht die Falschen – Amazon und WB bekommen auf die Fresse, ist doch super.
Ich mag Amazaon :p

Wie hieß diese Suchmaschine für DMCA-gesperrte Seiten noch mal? Ich meine nicht
Meinst du das alte lumen? Ich glaube die haben irgendwann den Namen der Seite geändert. Sonst wüsste ich jedenfalls nicht, was du meinst.
 
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