Das kommt stark auf das Kabel an. Grundsätzlich gilt: Je dünner, desto höher die Dämpfung. Außerdem spielt das Dielektrikum eine Rolle, geschäumtes PE oder Teflon ist dämpfungsärmer als Voll-PE.
Das dämpfungsarme, aber eben auch 10 mm dicke Ecoflex 10 kommt bei 2,4 GHz auf knapp 0,23 dB. Ein RG178 hingegen ist nur 1,8 mm dick, dafür muss man dort auch mit über 2,5 dB rechnen. Die Unterschiede sind also enorm. Dazwischen gibt es natürlich auch noch andere Typen, etwa RG223. In den Datenblättern der Hersteller findet man die frequenzabhängigen Dämpfungswerte. Wenn ein Wert für 2,4 GHz fehlt, kann man sich an den benachbarten Werten orientieren und interpolieren, der Kurvenverlauf entspricht in guter Näherung einer Wurzelfunktion.
Wie lang das Kabel sein darf, hängt letztlich davon ab, wie hoch man die Sendeleistung einstellen kann und was man für ein Budget für die Funkstrecke benötigt. Prinzipiell kann man in Fällen, in denen es nicht anders geht, zur Kompensation auch noch Verstärker vor die Kabel schalten, dann muss man allerdings je einen Anschluss des Routers fest für Senden und Empfang konfigurieren. Allgemein sollte so ein Kabel natürlich so kurz wie möglich sein. Lieber den Router näher ander Antenne platzieren und den Weg dorthin mit dem weniger problematischen Ethernet-Kabel überbrücken. Ein paar allgemeine Hinweise zu dem Budget hatte ich kürzlich unter
http://ngb.to/threads/872-Gerichtete-Wlan-antenne-sinnvoll genannt. Du kannst mit der Kabeldämpfung analog zu dem Antennengewinn rechnen, nur das Vorzeichen muss dann halt negativ sein.