VPN als Übergangslösung für die Überbrückung von Netzwerken

KingJamez

NGBler
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18 Juli 2013
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Hallo,
ich stehe derzeit vor einem Problem, an dem ich einfach nicht richtig weiter komme.

Wir haben 2 Netzwerke, diese sind physisch und räumlich getrennt (Luftlinie ca. 200m), ende März soll in das neuere Gebäude eingezogen werden, dann läuft wieder alles ganz normal. Für die Übergangszeit müsste aber das eine Netzwerk in dem anderen arbeiten können.

Gebäude 1 (alt)
- hier stehen 2 Server mit einer Software, mit der täglich gearbeitet wird
- Router: Fritzbox7490 und Telefonanlage
- dynamische IP durch Telekom

Gebäude 2 (neu)
- Router Zyxel Speedlink 65xx
- hier müssen ein Handscanner (wlan), ein PC (wlan/lan) und ein Drucker (wlan/usb) betrieben werden.
- feste IP durch Telekom

Den Drucker in Gebäude 2 kann man außen vorlassen, den kann notfalls ich per USB am PC betreiben. Der Handscanner und der PC benötigen aber zwingend zugriff auf die Server in Gebäude 1. In Gebäude 1 steht dann theoretisch nur noch 1 PC der auf der mit der Software arbeiten muss.

Deshalb meine Idee:
ich baue die Server schonmal in Gebäude 2 auf (damit ist das Handscanner Problem gelöst) und würde in Gebäude 1 den PC gerne per Tunnel in das Netzwerk von Gebäude 2 bringen.

Leider kann ich die Fritzbox noch nicht umziehen, wegen der Telefonanlage die daran konfiguriert ist, das hätte denke ich alle meine Probleme sehr schnell gelöst.
Ich habe aber noch einen RPi1, kann ich damit eine Möglichkeit schaffen, das der PC in dem anderen Netzwerk nahtlos agieren kann?
Ich habe grob was von OpenVPN gelesen, die Anleitungen die ich finde sind alle nur sehr halbherzig geschrieben. Muss ich denn, bei einer festen IP einen DynDNS bemühen - Eigentlich nicht oder?
Gibt es Distros für den RPi1 die sich damit schon direkt beschäftigen? Was muss ich beachten? Kann mir bitte jemand eine kurze Anleitung geben, wie ich das einrichte? Ist der RPi1 schnell genug, für dieses vorhaben oder wäre ein anderes Gerät sinnvoller - ich habe auch noch einen Pine64 hier rumfliegen?

PS: alle PC´s sind Windows10
 
Ich habe bisher noch nie zwei Standorte miteinander verbunden, aber ein paar Ideen:

  • Fritzbox kann VPN als Server und Client, Zyxel habe ich mir nie angeschaut aber könnte ähnliche Funktionalität bieten.
  • RPi1 dürfte zu langsam sein, nimm lieber was neueres.
  • Mit fester IP brauchst du kein DynDNS, mit dynamischer schon.
  • Hier habe ich noch eine , die ich nicht so schlecht finde für Raspi.
 
Site-To-Site VPN nennt sich das. Das kannst du mit x-beliebiger Software umsetzen.

Wenn du wirklich einfach so beide Server umziehen kannst:
Installier' auf einem der Server oder dem Raspberry Pi in Netzwerk 2 einfach OpenVPN im Server-Modus.
Dann kommt auf den PC in Gebäude 1 der OpenVPN-Client und du bist im Netzwerk 2 damit :)

Falls die Hardware da bleiben soll, wo sie ist:
eine Fritz!Box kann nur IPSec Site-to-Site (AVM nennt es: LAN-LAN-Kopplung). Viel Spaß damit :D
 
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